Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate muss BMW einen Rückruf im Zusammenhang mit defekten Startern starten. Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilt, findet aktuell ein weiterer Rückruf für weltweit 744.234 Fahrzeuge statt, immerhin 42.300 davon sind in Deutschland unterwegs. Anders als beim Starter-Rückruf im letzten Herbst ist dieses Mal kein möglicherweise eindringendes Wasser für den Fehler verantwortlich, sondern – wie schon im Frühjahr – mögliche Ablagerungen im RWT-Starterrelais durch Schwankungen in der Produktion der Starter.

In seltenen Fällen können die Ablagerungen den Widerstand im Starter erhöhen und im Extremfall sogar einen Kurzschluss verursachen, der ein Feuer auslösen kann. Immerhin: Sollte das Problem auftreten, passiert es unmittelbar beim Nutzen des Starters und somit bei Fahrtantritt oder zumindest bei einem erneuten Motorstart. Im geparkten Zustand geht von diesem Fehlerbild keine Brandgefahr aus.

Im Vergleich zum Rückruf im Frühjahr wurde das betroffene Produktions-Fenster nun deutlich ausgeweitet, es reicht nun vom 31.07.2020 bis 26.02.2026. Betroffen sind zahlreiche Baureihen aus so gut wie allen Klassen und mit unterschiedlichsten Motorisierungen, die Bandbreite reicht vom BMW 3er über 7er und X5 bis hin zum Z4 Roadster. Bei allen betroffenen Modellen wird der Starter ersetzt.

Der vom KBA als produktsicherheitsrelevant eingestufte und daher auch überwachte Rückruf wird unter der KBA-Referenznummer 16790R geführt, BMW selbst führt verschiedene Fahrzeuge unter den Rückrufcodes 0012790600, 0012780600 und 0012770600. Konkrete Fragen zum Sachverhalt werden unter der Telefonnummer 089 1250 16175 beantwortet, wobei das Bereithalten der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) absolut ratsam ist. Ob Anruf oder nicht: Wenn das eigene Fahrzeugt betroffen ist, gibt es in den nächsten Wochen Post vom KBA oder von BMW.

Konkret sind nach aktuellem Kenntnisstand die folgenden Baureihen vom Rückruf betroffen:
3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5, X6, X7 und der Z4 Roadster.