Mit BMW 7er und Mercedes S-Klasse kommen zwei der besten Luxuslimousinen der Welt aus Deutschland, beide erhalten im Jahr 2026 eine große Modellpflege. Genau wie vor den Facelifts gehen die Limousinen mit durchaus unterschiedlichen Abmessungen in den Kampf um die anspruchsvolle Kundschaft: Die Mercedes S-Klasse (W223) gibt es bereits ab 5,19 Meter, nur gegen Aufpreis gibt es die auf 5,30 Meter gestreckte Langversion (V223). Beide Varianten bleiben jedoch klar hinter dem BMW 7er (G70 LCI) zurück, der anders als seine Vorgänger nicht mehr mit kurzem Radstand erhältlich ist und sich stets auf einer Länge von imposanten 5,39 Meter erstreckt.

In unserem Bild-Vergleich sehen wir den neuen 7er mit Two-Tone-Lackierung, während die S-Klasse auf eine Lackierung in klassischem Schwarz setzt und zudem mit der sportlicheren AMG Line ausgerüstet ist. Ein direkter Vergleich ähnlicherer Konfiguration ist mit dem bisher veröffentlichten Bildmaterial beider Marken leider nicht möglich, aber auch so sind die unterschiedlichen Philosophien unübersehbar. Auch wenn beide Fahrzeuge auf Status und Präsenz setzen, präsentiert sich der BMW 7er 2026 – gerade auch mit Blick auf den Rest des Modellportfolios und kleinere Limousinen wie 5er oder 3er – noch progressiver und selbstbewusster als die S-Klasse, die einen eher konservativen Ansatz verfolgt.

Die Freude an neuen Wegen zeigt sich auch im Cockpit, denn im BMW 7er Facelift gibt es statt einer klassischen Instrumenten-Anzeige hinter dem Lenkrad den kompletten Neue Klasse-Look aus iX3 und i3: Die wichtigsten Informationen werden im Blickfeld am Fuß der Frontscheibe (und natürlich im Head-up-Display für den Fahrer) dargestellt, klassisches Infotainment gibt es auf zwei Displays nebeneinander. Erstmals bei BMW ist dabei auch ein Passenger Screen an Bord, der sich speziell an den Beifahrer richtet. Die Mercedes S-Klasse hält mit einem XXL-Display-Verbund dagegen, der praktisch das komplette Armaturenbrett einnimmt.

Dass auch BMW XXL-Displays beherrscht, zeigt der 31 Zoll große Theatre Screen im Fond: Während die Passagiere der zweiten Reihe in der S-Klasse auf kleine Displays im Tablet-Format zurückgreifen müssen, trumpft der 7er mit einem wahren Kino-Erlebnis auf.

Bei den Antrieben setzen beide Marken auf ein breites Portfolio, das Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride umfasst. Wie uns Projektleiter Dr. Vanja Zivkov im Interview bestätigt hat, wird der 7er mit dem Facelift auch in Europa wieder als V8 erhältlich sein. Natürlich gibt es von beiden Marken auch Elektroautos im Luxus-Segment, aufgrund des stark abweichenden Designs im Fall des Mercedes EQS werden wir hierbei aber einen separaten Vergleich mit dem BMW i7 Facelift erstellen.

Einen Dritten im Bunde der Luxuslimousinen gibt es in diesem Vergleich leider nicht, denn vom Audi A8 werden derzeit die letzten Exemplare der Generation D5 gebaut – und der Ingolstädter ist nicht nur nicht mehr bestellbar, allem Anschein nach ist auch kein direkter Nachfolger geplant.

(Fotos: Mercedes / BMW)