Auf den ersten Blick war der Mai 2026 kein sonderlich starker Monat für BMW Deutschland, schließlich gingen die Neuzulassungen laut Kraftfahrtbundesamt bei einem marginal wachsenden Gesamtmarkt um 3,4 Prozent zurück. Auf den zweiten Blick und insbesondere beim Vergleich mit der direkten Konkurrenz wird allerdings klar, dass das starke Vorjahr entscheidend zum kleinen Minus beigetragen hat: In absoluten Zahlen ist BMW im Mai mit 19.665 Neuzulassungen erneut ein starkes Ergebnis gelungen.

Zwar gingen die Verkaufszahlen bei Audi nur um 2,7 Prozent zurück und sanken damit etwas schwächer, dennoch kommen die Ingolstädter “nur” auf 17.288 Einheiten und liegen damit klar hinter BMW. Bei Mercedes fällt das Minus mit 8,9 Prozent deutlich größer aus, sodass die Schwaben auf 19.846 Neuzulassungen kommen. Damit liegt Mercedes zwar auf den ersten Blick knapp vor BMW, allerdings sind in den KBA-Zahlen wie üblich auch hunderte leichte Nutzfahrzeuge wie Citan, Sprinter und Vito enthalten. Zwar liegen hierzu noch keine exakten Zahlen für den Mai vor, aber im Schnitt der ersten vier Monate wurden in Summe stets über 1.500 Fahrzeuge dieser Baureihen abgesetzt – womit auf der Hand liegt, dass BMW beim Absatz von Premium-Pkw auch im Mai 2026 Marktführer war.

Einen uneingeschränkt starken Monat meldet die Marke MINI, die sich um 37,7 Prozent auf 3.660 Einheiten steigern konnte. Das prozentuale Wachstum der Mercedes-Tochter Smart fällt mit 140,2 Prozent zwar noch beeindruckender aus, mit 795 Einheiten ist die inzwischen komplett auf Elektroautos fokussierte Marke aber momentan noch nicht in Schlagdistanz zu MINI.

Für das bisherige Gesamtjahr ergibt sich nach fünf Monaten ein ähnliches Bild wie im Mai selbst: BMW liegt mit 100.647 Neuzulassungen (+3,7%) klar vor Audi (87.325 / +7,3%) und auf den ersten Blick knapp hinter Mercedes (102.232 / -2,2%), wobei die Schwaben beim reinen Premium-Absatz unstrittig hinter den Bayern liegen.

(Grafiken & Infos: KBA)