Wie sehr sich die Grenzen mit der Neuen Klasse verschieben, zeigt sich auch beim Blick auf die Technischen Daten des BMW i7 Facelift 2026: Der Elektro-7er kommt mit einer WLTP-Reichweite von maximal 728 Kilometern und hätte sich damit noch vor wenigen Monaten den Titel des bisher reichweitenstärksten Elektro-BMW gesichert, doch seit der Einführung des iX3 und der Vorstellung des i3 stehen plötzlich ganz andere Zahlen im Raum – die Neue Klasse trumpft mit bis zu 900 Kilometern gemäß WLTP selbst im 3er-Format groß auf und lässt in Sachen Reichweite auch den brandneuen i7 einigermaßen alt aussehen.
Der Hintergrund dieser Tatsache, deren Praxis-Relevanz direkt mit der individuellen Neigung zu Langstreckenfahrten ohne Pause zusammenhängt, findet sich beim Blick in die genutzte Technik-Architektur: Zwar nutzt der gemeinsam mit Rimac realisierte BMW i7 2026 die Rundzellen der eDrive Gen6, er kombiniert sie aber weiterhin “nur” mit einem 400-Volt-Bordnetz und auch mit den Motoren der Gen5. So wächst die nutzbare Akku-Kapazität bei gleichem Platzbedarf auf bis zu 112,5 kWh, aber bei der Effizienz kann der i7 nicht mit der Neuen Klasse mithalten. Auch die Ladegeschwindigkeit legt zu, bleibt mit maximal 250 kW aber deutlich hinter den 400 kW von iX3 und i3 zurück. Dennoch genügt eine Ladezeit von 28 Minuten, um den Akku wieder von 10 auf 80 Prozent zu laden.

Die wichtigste Neuerung bei den Antriebsoptionen für den Elektro-7er findet sich beim Einstiegsmodell, denn der BMW i7 50 xDrive kommt nun stets mit Allradantrieb und ist nicht länger als Hecktriebler verfügbar. Mit 455 PS und 660 Newtonmeter beschleunigt er in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 und schafft 210 km/h Höchstgeschwindigkeit, seine Norm-Reichweite liegt bei 728 Kilometern. Noch etwas stärker und schneller präsentiert sich der neue BMW i7 60 xDrive, der 544 PS und 745 Newtonmeter bietet und bis zu 727 Kilometer schafft, wenn der Fahrer genügend Abstand zur Vmax von 240 km/h hält.
Das unumstrittene Topmodell heißt weiterhin BMW i7 M70 xDrive, kommt nun aber sogar mit 680 PS und 1.100 Newtonmeter Drehmoment. Der M Performance-i7 fährt bei Bedarf in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 und erreicht 250 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dank des größeren Akkus bietet er je nach Bereifung eine WLTP-Reichweite von 566 bis 686 Kilometer.

Auf den ersten Fotos sehen wir den neuen BMW i7 (G70 LCI) mit M Sport-Paket, die Veränderungen der Modellpflege werden so aus jedem Blickwinkel sehr gut sichtbar. Genau wie der konventionell angetriebene 7er erhält auch der elektrische i7 einen rundum veränderten Look: Das Front-Design wurde mit Veränderungen an Scheinwerfern und Niere deutlich nachgeschärft, am Heck bilden die beiden breiten Rückleuchten beinahe ein durchgehendes Leuchtenband.
Noch größer als beim Exterieur fallen die Änderungen im Innenraum aus, denn hier hält von A bis Z die Neue Klasse Einzug. Ergänzt wird das aus iX3 und i3 bekannte Cockpit-Setup um ein rund 14 Zoll großes Beifahrer-Display, das sich speziell um das Entertainment für die Position vorne rechts kümmern soll. Im Fond geht es dank Halo-Light an der Rückenlehne und aufgewertertem Theatre Screen ebenfalls noch edler zu als vor der Modellpflege.
Preislich beginnt das BMW i7 Facelift in Deutschland ab 121.400 Euro für den i7 50 xDrive, der stärkere i7 60 xDrive kostet mindestens 140.100 Euro. Nochmals deutlich höher ist das elektrische Topmodell BMW i7 M70 positioniert, denn hier beginnen die Preise sogar erst bei 182.400 Euro. Genau wie der reguläre 7er ist auch der aufgefrischte i7 ab 28. März bestellbar und wird ab Juli in Dingolfing gebaut.















































