Das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife war auch 2026 gespickt mit Dramen und diversen Überraschungen. Formel 1-Weltmeister Max Verstappen war im Mercedes-AMG GT3 lange Zeit auf Siegkurs, bevor ein Schaden an der Antriebswelle alle Hoffnungen ruinierte. Dass die Chance auf einen Verstappen-Sieg nicht von der Balance of Performance verhindert wurde, zeigte der klare und zu keiner Zeit wirklich gefährdete Sieg der Markenkollegen im AMG GT3 mit der Startnummer 80, der den ersten Sieg für Mercedes-AMG in der Grünen Hölle nach zehn Jahren Durststrecke einfahren konnte.

Bei BMW musste der Vorjahressieger mit der Startnummer #1 noch vor Mitternacht die Segel streichen, doch die weiteren M4 GT3 Evo und vor allem der einzigartige M3 Touring 24H rückten diesen Rückschlag für die nicht direkt betroffenen schnell in den Hintergrund. In den Kampf um den Sieg konnten die Fahrzeuge von BMW Motorsport zwar in diesem Jahr nicht eingreifen, doch mit dem vierten Platz für den Rowe-BMW M4 GT3 mit der Startnummer 99 und dem sensationellen fünften Platz für den Über-Kombi von Schubert Motorsport gab es dennoch einigen Grund zum Feiern.

Wie fast immer am Nürburgring spielte natürlich auch 2026 das Wetter eine wesentliche Rolle. Kaum mehr als eine halbe Stunde vor Rennende setzte gerade im Bereich des Grand Prix-Kurses erneut Regen ein und sorgte für eine extrem spannende Schlussphase: Die wechselhaften Bedingungen machten den Kampf um die verbleibenden Podiumsplätze hinter dem Mercedes-AMG GT3 zum Strategiespiel, unterschiedliche Reifen und natürlich die Frage nach dem richtigen Maß an Risiko nach mehr als 23 Stunden Fahrzeit ließen die letzten Minuten zum Krimi werden.

Beim Dreikampf um die Plätze zwei bis vier hatte letztlich der Lamborghini mit der Startnummer 84 das bessere Ende für sich, während der Walkenhorst Aston Martin mit der Startnummer 34 auf Rang 3 ins Ziel kam. Dem BMW M4 GT3 Evo fehlten letztlich nur wenige Sekunden zum Podium – doch das ungewöhnlichste Auto in den Top-5 ist ohne Zweifel der BMW M3 Touring 24H, der ganz nebenbei einen souveränen Klassensieg in der SP-X einfahren konnte.

Die Stimmen der Fahrer, Teamchefs und Verantwortlichen folgen im Lauf des späteren Nachmittags.

(Fotos & Infos: BMW Motorsport)