BMW M3 Touring 2020: Kommt der 3er G21 als Power-Kombi?

BMW M3, Gerüchte | 30.10.2018 von 2

Seit Generationen hoffen Kombi-Fans auf einen BMW M3 Touring, seit Generationen werden sie von der M GmbH enttäuscht. Nun gibt es zumindest etwas neue Hoffnung, …

Seit Generationen hoffen Kombi-Fans auf einen BMW M3 Touring, seit Generationen werden sie von der M GmbH enttäuscht. Nun gibt es zumindest etwas neue Hoffnung, denn laut einem Bericht der britischen AutoCar könnte der BMW 3er Touring G21 tatsächlich zur Grundlage für den ersten in Serie gebauten BMW M3 Touring aller Zeiten werden. Bei verhältnismäßig geringen Entwicklungskosten könnte die M GmbH einen starken Gegner für Audi RS 4 Avant und Mercedes-AMG C 63 T-Modell auf die Räder stellen – doch was schlüssig klingt, galt in gleicher Form auch für die Vorgänger-Generationen des 3er Touring.

Entsprechende Projekte rund um einen BMW M3 Touring gab es in den letzten Jahren immer wieder. Vor allem der in Garching bis zur Serienreife entwickelte, aber letztlich nicht umgesetzte Prototyp eines BMW M3 Touring E46 hat es zu einiger Bekanntheit gebracht. Auch auf Basis des noch aktuellen 3er F31 gab es private Umbauten zum BMW M3 Touring F81, die M GmbH selbst hat sich aber nie ernsthaft mit der Idee eines Power-Kombis auf 3er-Basis auseinandergesetzt.

Auch jetzt haben wir noch keinerlei Hinweise darauf, dass ernsthaft über einen BMW M3 Touring auf G21-Basis nachgedacht wird. Wer dennoch darauf spekulieren möchte, kann den Wechsel an der Spitze der M GmbH als Hoffnungsschimmer interpretieren – vielleicht schätzt der neue M-Chef Markus Flasch die Notwendigkeit zum Bau eines M3-Touring ganz anders ein als sein Vorgänger Frank van Meel. Letzterer sagte uns in einem ausführlichen Interview Anfang 2017 unmissverständlich, dass es keine Pläne für einen M3 Touring gibt:

Wir haben immer gesagt, dass wir nicht aus jedem Auto einen M machen, weil wir weder uns noch den Markt mit zu vielen Modellen überfordern wollen. Es muss also immer auch ein Segment vorhanden sein, das ausreichend groß ist. Und das ist bei einem M3 Touring einfach nicht der Fall. Das Auto wäre ein reines Europa-Auto, denn weder in Amerika noch in Asien oder im arabischen Raum gibt es einen Markt für solche Autos. Und auch in Europa sehen wir, dass der Markt für High-Performance-Kombis in diesem Segment schrumpft. Ich weiß, dass es da einige Kunden geben würde, aber es sind einfach nicht ausreichend viele. Wir konzentrieren uns also weiterhin auf Limousinen, Coupés und Cabrios.

Für die Fans eines BMW M3 Touring klingt das wenig vielversprechend. Deutlich realistischer sind M Performance Varianten des 3er G21, wobei sowohl ein M340d mit über 300 PS starkem Biturbo-Diesel als auch der 374 PS starke M340i geplant sind. Wer einen Münchner Mittelklasse-Kombi mit noch mehr Leistung wünscht, sollte seine Erwartungen auf die nächste Generation des zuletzt immerhin 440 PS starken BMW Alpina B3 Touring konzentrieren.

2 responses to “BMW M3 Touring 2020: Kommt der 3er G21 als Power-Kombi?”

  1. driv3r says:

    Zwei Gedanken zu einem M3 touring:
    1.) Über das Thema “die Konkurrenz macht es seit Jahren erfolgreich” und “geringe Entwicklungskosten, da zu 80% von der Limousine übernommen werden kann” braucht man nicht diskutieren. Das ist klar.
    2.) Für mich persönlich ist ein M3 touring vertretbarer und BMW-typischer als jeder 225xi AT und auch als ein X5M. Das muss man mal dazu sagen.
    3.) Zwischen einem (möglichen, sehr reizvollem) M4 GranCoupé (wie auch Audi RS5 Sportback), einer M3 Limousine und einem M3 touring sehe ich da für eines der beiden letztgenannten Modelle keine Luft. Eventuell auch für beide nicht, je nachdem ob das 4er GC als reiner elektrischer i4 an den Start geht. Dann wäre die Idee des M4 GranCoupé eh hinfällig. Und Audi hat mit dem RS5 Sportback auch kein Kannibalisierungsproblem, da es keine RS4 Limousine gibt.
    In Summe: Reizvoll ist die Idee eines M3 touring alle mal, rechnerisch aber wohl schwierig im Case (trotz Punkt 1), da der X3 M wohl in der Gunst der Käufer deutlich vorn liegen wird. SUVs sind nunmal im Trend.

    • manuelf says:

      Sehr gut zusammengefasst! Ich teile deine Einschätzung.
      Die zentrale Frage sind sicherlich die Höhe der zusätzlichen Entwicklungskosten.
      Damals – zu Zeiten des E61M5 war die Anpassung der HA Konstruktion aufwändig und das Ergebnis aus sportlicher Sicht im Vergleich zum E60M5 nicht so befriedigend. Der Touring braucht eben einen ebenen durchgehenden Ladeboden und das kollidiert(e) mit den aufwändigeren HA Konstruktionen der M Modelle… K.A., ob das immer noch ein Problem ist…

      Auf der anderen Seite: Die ///M ist schon ganz schön ausgelastet: M2, M3, M4, M4 C, M5, M8, M8 GC, X3M, X4M, X5M, X6M … dann evtl. noch Z4M und dann noch die Spreizung mit Competition, CS, GTS/CSL Modellen … wird langsam viel zu stemmen…

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