BMW-Chef Krüger: Bis 2020 sind wir beim Absatz wieder Nr. 1

News | 22.01.2018 von 24

Im Interview mit dem Manager Magazin hat BMW-Chef Harald Krüger nicht nur über seine Anfänge an der Spitze des Unternehmens gesprochen, sondern auch einen Blick …

Im Interview mit dem Manager Magazin hat BMW-Chef Harald Krüger nicht nur über seine Anfänge an der Spitze des Unternehmens gesprochen, sondern auch einen Blick in die Zukunft gewagt. Bis zum Jahr 2020 will er BMW wieder zur Nummer 1 beim Absatz der Premium-Marken gemacht haben – wobei der Fokus dieses Mal auf einer Betrachtung der Marken liegt, während die offizielle Sprachregelung des Unternehmens die BMW Group ohnehin als führenden Anbieter von Premium-Automobilen sieht und dabei auch die Verkaufszahlen der Marken MINI und Rolls-Royce einbezieht.

Die Kampfansage in Richtung Mercedes ist dennoch klar: BMW will nicht nur gemeinsam mit MINI stärker sein als Mercedes mit Smart, sondern auch bei den Kernmarken zurück an den vor zwei Jahren abgegebenen Platz an der Sonne. Einfach wird dieser Schritt nicht, denn Mercedes hat sich in den letzten zwei Jahren einen soliden Vorsprung von knapp über 200.000 Einheiten erarbeitet: 2017 verkauften die Stuttgarter 2.289.344 Mercedes-Benz, BMW kam im gleichen Zeitraum auf 2.088.283 verkaufte Fahrzeuge.

Um zurück auf den ersten Platz zu kommen, muss BMW den Absatz also deutlich steigern. Dieses Ziel lässt sich auf zwei Wegen erreichen: Zum einen müssen mehr aktuelle Mercedes-Fahrer davon überzeugt werden, bei ihrem nächsten Autokauf auf einen BMW umzusteigen. Zum anderen wird durch den weiteren Ausbau der Modellpalette eine Zielgruppe angesprochen, die bisher nicht bei BMW fündig geworden ist: Der GLS-Gegner BMW X7 und die sportlichen Luxus-Modelle der BMW 8er-Reihe sind dabei nur der Anfang, auch die Erneuerung und Verjüngung der Modellpalette ist ein wesentlicher Faktor.

Mit dem Neustart des BMW X2, der Neuauflage von Z4, X4, X5 und X6 sowie der zum Jahreswechsel anstehenden Neuauflage der BMW 3er-Reihe haben die Münchner einige Pfeile im Köcher, um schon in den nächsten Monaten deutlich zuzulegen. Bis 2020 sind noch einige weitere Neuheiten geplant, die ebenfalls für steigende Stückzahlen sorgen werden. Unstrittig ist aber, dass man die Führung in Stuttgart keineswegs kampflos abgeben und stattdessen erbittert verteidigen wird. Wer 2020 also tatsächlich an der Spitze steht, ist eine völlig offene Frage – an der sich Harald Krüger allerdings von nun an messen lassen muss.

24 responses to “BMW-Chef Krüger: Bis 2020 sind wir beim Absatz wieder Nr. 1”

  1. Tim says:

    halte dieses Ziel – leider – für nicht realistisch.

    übrigens, audi ist Dreck:
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dieselskandal-audi-muss-130-000-fahrzeuge-umruesten-a-1189008.html

    • Quer says:

      Weil BMW die Autos nicht so billig verleast wie Mercedes, hier ein Beispiel: Bürgermeister bekommen Mercedes im Leasing fast geschenkt. Seit BMW vor über sechs Jahren ausgestiegen ist fahren Bürgermeister in unserem Landkreis nur noch Mercedes.

      • Fagballs says:

        Das erlebe ich so bei meinem Arbeitgeber und den dortigen Firmenwagen genauso. Das kann sich eigentlich gar nicht rechnen. Trotzdem wenn ich jetzt mal die Quartalszahlen Q3 2017 als aktuellsten hernehme, sieht es so aus:
        Mercedes-Benz Cars: 597.000 Stück, Umsatz € 23,4 Mrd, EBIT € 2,1 Mrd
        BMW Automobile: 590.000 Stück, Umsatz € 21 Mrd, EBIT € 1,7 Mrd

        Also macht Mercedes bei mehr Fahrzeugen pro Fahrzeug mehr Umsatz und pro Umsatz mehr Gewinn. Und das ist jetzt nicht so, als würde es irgendwie über die Hausbank schön gerechnet, auch wenn BMW da einen kleinen Vorteil hat. Will nur sagen: Der Quatsch, den die da veranstalten, lohnt sich anscheinend. Ich bin auch kein Fan davon, aber die Zahlen lügen nicht. Es sei denn, ich übersehe da jetzt einen Faktor.

        • Quer says:

          Wenn deine Zahlen stimmen muss Mercedes dieses billige Leasing irgendwie Quersubventionieren.
          Was ich vergessen habe Bürgermeister von Städten werden bestimmt BMW fahren, unser Landrat hat einen 7er.

        • Daniela Wolf says:

          der Unterschied ist die massive Verschuldung der BMW Group.

          • Moo says:

            Da ist sie wieder! Die jämmerlichste Person des Forums. Gekommen um zu provozieren und ihr armseliges Leben aufzuwerten! Wir danken dir!

            • Daniela Wolf says:

              Moo mein kleiner Dailybimmer – wie immer die Wahrheit verneinend^^

              • Moo says:

                Wahrheit hin oder her… Du bist ausschließlich in diesem Forum aktiv. Nicht in einem MB-Forum, nicht in einem Audi-Forum. Nur hier… Was sagt uns das? Genau: armselig.
                Ich bin großer BMW Fan… Bin ich in einem Audi Forum aktiv? Nein… Bin ich in einem MB Forum aktiv? Nein…
                Das ist der Unterschied zwischen uns… Aber wenn du diese Provokationen in deinem Leben brauchst um glücklich zu werden… Mei… Ich gönne es dir 🙂 andere haben Familie, Freunde, Kinder… Du eben dieses Forum 🙂

      • Dailybimmer says:

        Und wegen deiner Aussage bezüglich Bürgermeisterleasing auf die S Klasse werde ich von einem Mercdes Benz Opa belästigt, glaubst du das?

      • Inspector07 says:

        Kann ich für unseren Konzern bestätigen, über den Fuhrpark bekomme ich die aktuelle E-Klasse T-Modell bei vergleichbarer Motorisierung und Ausstattung deutlich günstiger als den 5er Touring. Das günstigere Firmenleasing ist aber nicht der einzige Grund für den Boom (zahlt am Schluss ja eh die Kostenstelle): Wenn wir ehrlich sind- das sehe ich auch im Kollegen und Freundeskreis – kommt die aktuelle (neue) Designlinie von MB einfach sehr gut an, selbst junge Kollegen und sogar Kolleginnen kommen jetzt massenhaft in C- und A-Klassen, CLAs und GLCs vorgefahren. Dort wo vor 2 Jahren quasi ausschließlich A3/A4/Q5 und 3er und X3er auf dem Firmenparkplatz standen, prangt jetzt auf gefühlt 70% der Autos der Stern. Ob nun berechtigt oder nicht, MB hat in den letzten Jahren den Imagewandel von “eckig, alt, technisch rückständig und rostanfällig” zu “sportlich-elegant, modern und qualitativ hochwertig” hinbekommen. Wird ein harter Zweikampf. Aber freuen wir uns drauf. Einfach kann schließlich jeder.

    • Pepe Winterkorn says:

      Es ist auf jeden Fall ein ambitioniertes Ziel. Ich sehe es nicht so pessimistisch, warten wir ab was die Zeit bringt. Ich bin der Meinung die starke Konkurrenz von MB ist für BMW kein Nachteil.

    • Daniela Wolf says:

      erst mal die jährliche Produktion zurückrufen – sporadisch explodierende Autos lassen grüßen – und dann über die Konkurrenz lästern, das sind mir die liebsten Dailys ^^

  2. DropsInc. says:

    Aber nen Impulse an das Wertpapier muss es gegeben haben. Die Anleger dürften nach solchen Aussage positiv gestimmt sein. Was ist mit der Aktien los?!

  3. B3ernd says:

    Man kann nur hoffen, dass die Münchner aus dem Dauerschlaf der letzten Jahre aufwachen. Es ist nicht überraschend, dass Mercedes mit Leichtigkeit vorbeigezogen ist. Die Schuld auf günstige Leasingangebote zu schieben, ist arm. BMW kann von der Privatkäuferquote Mercedes nur träumen.

    Nach technischen Feuerwerken wie i3 und i8 hat man einfach nichts mehr gebracht. Mercedes bringt ein neues Modell nach dem anderen auf den Markt und die schlagen wie eine Bombe ein.

    Da hilft es auch nicht, wenn er den Stadler mimt.

    Mercedes schläft nicht und wird ebenfalls aufbauen. Man sollte sich lieber auf zukunftsweisende Modelle fokussieren(i5? neuer praktischerer i3?), anstatt irgendwelche Statistiken ständig neu zu definieren, damit man am Ende doch noch irgendwie 100.000 M Modelle erreicht. Der Absatzwahn bringt ein “tolles” FWD Modell nach dem anderen – hauptsache billig

    • Thomas says:

      Quantität vor Qualität. Natürlich kann man die Qualität nicht komplett vernachlässigen. Irgendwann merkt es auch der Dümmste im Stall. Wobei ich das mit Blick auf VAG mittlerweile für zweitrangig halte.
      Wie sonst lässt es sich erklären, dass seit mehreren Fahrzeuggenerationen ständig die gleichen und fehlerhaften Fertigungstechniken zum Einsatz kommen, statt die angewendeten Methoden zu verbessern?

      Populistisches Gefasel für die Aktionäre. Für die Kunden ein Schlag ins Gesicht.

    • MFetischist says:

      Daimler hat die letzten Jahre halt extrem vieles richtiggemacht. Die Zeiten der untersteuernden Rentnerschaukeln mit barockem Antlitz sind vorbei und über die Taxi-Witze lachen nicht einmal mehr Pennäler.

      Ich habe BMW 21 Jahre lang ununterbrochen die Treue gehalten – aus Überzeugung. Nun habe ich mich vor einem halben Jahr für eine neue S-Klasse entschieden. Kurz: Das beste Fahrzeug meines Lebens, ausgestattet mit einem V8, der die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen lässt.

      Trotzdem kann BMW durchaus die von Krüger ausgegebenen Ziele erreichen. Ein paar X/1er oder 2er GT Derivate werden sich schon noch finden. Wie wäre es mit einem 1er Gran Coupé oder einem 1er Touring? Gern auch in Kooperation mit Toyota. Ob ein X7 großartig einschlagen wird, darf bezweifelt werden. BMW fehlt für die großen Baureihen mittlerweile – mehr denn je – der Exklusivitätsfaktor.

      Kein Wunder bei der Produktpalette. BMW wird trotzdem auch neue Kunden anziehen – ehemalige Audi-Fahrer – aber es muss schon gravierendes passieren, damit für Mercedes die Luft dünner wird.

      Gut so.

      • DropsInc. says:

        Och Gottchen, man gebe mir ein Taschentuch. So ergriffen war ich schon lang nicht mehr. Auf den Punkt gebrachte Argumentation. Eine Schande so jemanden an Daimler zu verlieren. „Seufz“

        • Tim says:

          haha, sehr gut! unser “M-Fetischist” nervt schon seit Jahre hier. Hoffentlich entscheidet er sich nun endlich, auch dailybimmmer den Rücken zu kehren!

          • DropsInc. says:

            Klingt eher wie eine Rechtfertigung, um sich auf die Schulter zu klopfen und sich den „Exclusivitätsfaktor“ zu sichern. Ja ich fahre ein Auto was exklusiv und vorallem den meisten Absatz generiert. Ist doch alles wunderbar, aber BMW an der unteren/Mittelklasse festzumachen halte ich für eine gewagte These. Als ob Daimler mit den Stückzahlen der S-Klasse auf den Thron stieg. Nun gut, man reiche mir Schokolade und Schälchen für die Ohren, auf das das salzige Nass nicht die Heckscheibe trifft. Dafür gibt’s dann innseitige Scheibenwischer. Ps.: Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten. Steht jedem Frei, das ist auch gut so. Einen besseren Abgang kann man sich kaum vorstellen wie der Initiator dieser Debatte. Gefällt mir…

            • Schauinsland says:

              Nur zur Klarstellung:

              Oben Genannter darf sicher alles kundtun, nur ist er eben KEIN Moderator, denn ein Moderator hat die Aufgabe eine Diskussion zu mäßigen, zu steuern, ggf. auch zu lenken, aber ganz sicher NICHT seine eigene rein subjektive Meinung über die Teilnehmer der Diskussion zu erheben und sich dabei selbst zur Schau zu stellen.

              Und genau diese unabdingbaren Eigenschaften, die jeder seriöse Moderator selbstredend haben sollte, hat oben Genannter (auch in früheren Artikeln) nie gehabt !

              • Tim says:

                die Einblicke in sein tränenreiches Leben lassen seit Jahren ohnehin nur den Schluss zu, dass er mitnichten ein Fan der Marke BMW ist. bedauerlich, das die Konkurrenz zu solch albernen Tricks greifen muss, um von ihren massiven Problemen mit der Diesel-Technologie abzulenken.

      • Harald Krüügler says:

        Vom M-Fetisch zur Chauffeurs-Limo?! Da muss aber Gravierenes passiert sein?

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