Fahrbericht BMW 4er Facelift 2017: So fährt das 440i Coupé

BMW 4er, Fahrberichte | 30.04.2017 von 7

Für den ersten Fahrbericht zum BMW 4er Facelift 2017 überzeugten wir uns von den Stärken des 440i Coupé mit M Sportpaket und Reihensechszylinder B58.

Wenn eine neue Baureihe innerhalb von kaum mehr als drei Jahren über 400.000 Mal verkauft wird, darf die Modellpflege durchaus etwas überschaubarer ausfallen. Im Fall des BMW 4er Facelift 2017 kam ein Ausruhen auf den Erfolgen der letzten Jahre allerdings schon deshalb nicht in Frage, weil auch die Konkurrenz in den letzten Jahren nicht geschlafen und stattdessen starke Gegner auf den Markt gebracht hat. Für unseren ersten Fahrbericht konnten wir am Steuer des BMW 440i Coupé mit M Sportpaket Platz nehmen, dabei aber nur einen Teil der Neuerungen wirklich erfahren.

Im Vergleich zum ursprünglichen Modell verfügt das BMW 4er Facelift 2017 über rund 2.500 neue Teile, die das Coupé auf die zweite Hälfte seines Lebenszyklus vorbereiten. Rein äußerlich fallen die Änderungen dennoch überschaubar aus, gerade in Kombination mit M Sportpaket: Während die übrigen Varianten auch über neu gestaltete Schürzen verfügen, ändern sich bei Modellen mit M Paket in erster Linie die Leuchteinheiten an Front und Heck. In Kombination mit einer der beiden neuen Lackierungen ergibt sich dennoch ein deutlich veränderter Auftritt, wobei die nach einem nicht nur bei Surfern geschätzten Strand in Australien benannte Farbe Snapper Rocks Blue für einen besonders frischen Wind sorgt.

Fahrbericht: BMW 4er Facelift 2017 als 440i mit 326 PS

Den größten Teil der Modifikationen führten die Entwickler im Bereich des Fahrwerks durch. Doch weil unsere erste Ausfahrt auch über die Roßfeldpanoramastraße bei Berchtesgaden führte und dort noch immer Schnee lag, stand unser Testwagen leider auf Winterreifen – was eine aussagekräftige Bewertung der Fahrwerksmodifikationen praktisch unmöglich macht. Laut BMW sind alle Fahrwerke von Coupé und Gran Coupé für rein reduziertes Wankverhalten straffer als bisher abgestimmt, auch die Lenkung arbeitet direkter. Eine Neuabstimmung von DSC und ABS sorgt dafür, dass auch die elektronischen Helfer das Potenzial des sportlicheren Fahrwerks ausschöpfen können.

Durchaus schon bekannt ist hingegen der Motor des BMW 440i Coupé, denn auch vor dem Facelift war der aktuelle Reihensechszylinder der Generation B58 im 4er erhältlich. Zum alten Eisen gehört das Triebwerks allerdings noch lange nicht, stattdessen ist es ein gutes Beispiel für die kontinuierliche Pflege aller Baureihen: Der Motor debütierte im Sommer 2015 bei der Modellpflege der 3er-Reihe und wurde kurze Zeit später auch im 440i eingeführt, weil man in München nicht bis zum BMW 4er Facelift 2017 warten wollte. Dass der Motor auch im 440i mit Kraft in jeder Lebenslage und einem rasanten Ansprechen im Sport-Modus überzeugt, dürfte B58-Kenner kaum verwundern. Wer will, kann den Hecktriebler in vielen Situationen mit dem Gaspedal steuern und dabei eine Facette der Freude am Fahren genießen, die so manchem Fahrer immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.

Erleben lässt sich das auch mit Winterreifen spürbar direktere Fahrgefühl in einem Innenraum, der mit einigen kleinen, aber feinen Maßnahmen gezielt aufgewertet wurde. Klar, ein völlig neuer Eindruck ergibt sich durch die Anpassungen im Rahmen der Modellpflege nicht, aber Details wie die doppelten Kontrastnähte auf dem belederten Armaturenbrett lassen das Interieur durchaus wertiger wirken. Auf dem neusten Stand der Technik befindet sich nun auch das BMW iDrive-System mit Kachel-Optik, nur auf die aus größeren Baureihen bekannten Features wie Touchscreen und Gestiksteuerung müssen 4er-Kunden auch weiterhin verzichten.

Die deutlich größere Einzahlung auf das subjektive Neuheiten-Konto leistet daher das Multifunktionale Instrumenten-Display, das an die Stelle der analogen Rundinstrumente hinter dem Lenkrad tritt. Das Black-Panel-Display verändert sein Aussehen je nach Fahrmodus grundlegend und unterstützt beispielsweise mit rot unterlegtem Tacho, Gang-Anzeige und Drehzahlmesser, wenn sich der Fahrer im Sport-Modus befindet. Eher beruhigend wirken die sanften Blautöne im Eco Pro-Modus und auch die Darstellung der digitalen Rundinstrumente ändert sich grundlegend, um den Fahrer bei einer möglichst effizienten und spritsparenden Fahrweise zu unterstützen.

Unterm Strich ist das BMW 4er Facelift 2017 sicher keine Revolution, aber eine solide Weiterentwicklung für ein Auto, das sich innerhalb kürzester Zeit als einer der Bestseller in der Münchner Modellpalette etabliert hat. Der entscheidende und wichtigste Kaufgrund für die meisten 4er-Fahrer ist laut entsprechenden Erhebungen übrigens nicht die Fahrdynamik, sondern ganz klar das Design – gut möglich also, dass die Modellpflege mit ihren stärker an das geschätzte 4er Concept Car angelehnten Details auch noch größeren Erfolg haben wird. Die nötigen Technik-Updates und Zutaten, um den 4er in den nächsten drei Jahren auch in dieser Hinsicht zu einer guten Wahl zu machen, haben die Verantwortlichen bei BMW jedenfalls gefunden.

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