August 2016: US-Absatz weiter sinkend, Rekord in Kanada

News | 2.09.2016 von 4

Der US-Markt bleibt auch im August 2016 das Sorgenkind der BMW Group. Wie schon in den letzten Monaten gab es auch dieses Mal einen Absatz-Rückgang.

Im globalen Maßstab bleibt Nordamerika auch im August 2016 ein eher schwieriges Pflaster, aber zu den weiterhin rückläufigen Verkaufszahlen des US-Markts gesellen sich auch positive Nachrichten. Denn etwas weiter nördlich vermeldet immerhin der erheblich kleinere Markt Kanada den bisher besten August der Marke, auch wenn dafür ein relativ bescheidenes Volumen von 2.950 Einheiten genügte.

Seit Beginn des Jahres wurden in Kanada 29.099 Einheiten verkauft, damit bewegen sich die ersten acht Monate in etwa auf dem Niveau eines guten Einzelmonats in den USA. Dennoch dürften die US-Händler ihren Absatz auch im August 2016 eher negativ beurteilen, denn wie schon in den letzten Monaten sind die Verkaufszahlen erneut zurückgegangen. Dass der Rückgang mit 8,0 Prozent etwas niedriger ausfällt als der bisherige Jahresdurchschnitt, ist dabei kein echter Grund zur Freude.

BMW-Group-Absatz-USA-August-2016-Verkaufszahlen

Wie schon in den meisten Monaten dieses Jahres waren auch im August 2016 vor allem die BMW-Pkw für das Minus verantwortlich, die SUV-Modelle konnten hingegen deutlich zulegen. Insgesamt kommt BMW in den USA auf einen August-Absatz von 25.531 Fahrzeugen, hinzu kommen4.969 MINI.

Einen positiveren August 2016 meldet erneut Mercedes. Die Schwaben kamen exklusive Sprinter und Smart auf 28.404 Einheiten und lagen bei einer Steigerung um 0,1 Prozent immerhin knapp über dem Niveau des Vorjahres. Die Kleinstwagen der Marke Smart fanden 353 Käufer (-42,8 Prozent). Zusammen mit dem Sprinter, der in den USA als Van gezählt wird, liegen die Daimler-Verkaufszahlen bei 31.909 Einheiten und somit 2,1 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Audi konnte sich im August 2016 ebenfalls dem Markt-Trend entziehen und verkaufte 19.264 Fahrzeuge auf dem US-Markt. Das entspricht zwar nur  einer Steigerung um 2,5 Prozent, genügt aber zum Aufstellen des 68. Rekord-Monats in Folge für die Ingolstädter.

Für die ersten acht Monate 2016 ergeben sich bei der Kernmarke BMW 204.744 verkaufte Fahrzeuge und ein Rückgang um 8,0 Prozent, dem kann Mercedes im Kampf um die amerikanische Premium-Marktführerschaft 219.704 Einheiten (-0,5%) entgegensetzen. Betrachtet man auch MINI, Smart und Sprinter, liegt die BMW Group mit 239.631 Einheiten ebenfalls hinter den 245.329 verkauften Fahrzeugen des Daimler-Konzerns zurück. Audi USA konnte bisher 134.562 Fahrzeuge verkaufen und liegt damit 3,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

4 responses to “August 2016: US-Absatz weiter sinkend, Rekord in Kanada”

  1. Pro_Four says:

    …einzig der 3er zieht die Zahlen enorm in das Minus. Ist denn das LCI Modell schon komplett erhältlich?

    Trotz allem sind die Zahlen von BMW nicht schlecht, da BMW kaum ein neues Modell vorzuweisen hat, dagegen frischte Audi und speziell Mercedes etliche neue Modelle auf.

    Auch eine Verschiebung der einzelnen Kontineten ist zu beobachten. Vor Jahren lief Europa mittelmäßig und die USA super, nun dreht es sich etwas für BMW.

    Interessant find ich immer noch den i8, dafür das es gerdemal ein Modell gibt, schlägt er sich mit 145 Einheiten beachtlich. Schaut man sich mal den R8 an (72 Einheiten) oder den AMG GT mit 112 Einheiten.

  2. Pitt83 says:

    Nicht nur in USA und China ist BMW “out”, auf dem Heimatmarkt D sieht es ja laut heutiger KBA-Mitteilung nicht besser aus: BMW -4.5%, Audi + 8.3, Mercedes + 13.3%. Absoluter Rückstand BMW ytd 32.497 PKW auf Audi und 34.500 PKW auf Mercedes. Auf allen relevanten Weltmärkten das mehr oder weniger identische Bild: Mercedes eilt unaufhaltsam davon und es wird immer schwieriger, zumindest Audi noch ein wenig auf Distanz zu halten. Ich denke, die Zeit der Ausreden und Schönfärberei dürfte nun endlich vorbei sein. Was also tun? Vielleicht ein radikaler Designwechsel, wie ihn Mercedes ja seit 2012 mit sensationellem Erfolg durchzieht?

    • Luftfahrt Fan says:

      Grundsätzlich sehe ich auch die Zahlen etwas kritisch aber das man Audi nicht auf Distanz halten könnte und Mercedes unaufhaltsam davonzieht finde ich doch sehr übertrieben. Und man sieht anhand der letzten Zahlen, dass BMW mehr Wert auf Marge als Menge legt. Und wenn der neue 5er kommt werden die Karten eh neu gemischt

    • Wendelin says:

      Also,ich meine dass BMW und die amerikanischen Verkäufer sich geeinigt haben, dass man lieber die in den USA hergestellten Autos verkaufen möchte, als die Modelle von Übersee, also aus Deutschland, da man als Hersteller besser an den in Deutschland hergestellten Modellen verdient, wenn sie in Europa verkauft werden.Dies betrifft wohl besonders die verhältnismäßig günstigeren,wie der 3:er,2:er und 1:er. Lieber woanders verkaufen,als in den USA mit Preisnachlässen. Die Kapazität ist ja sowieso ausgelastet. Erst wenn das Werk in Mexiko vertigsteht, wird wieder der Verkauf angekurbelt, solange die Konjunktur in der Region die richtige ist!

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