Fußgänger-Notbrems-Assistent des BMW 3er im ADAC-Test

BMW 3er, Videos | 18.08.2016 von 27

Der ADAC hat sechs aktuelle Systeme zum Schutz von Fußgängern getestet und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt. Keine gute Figur gaben dabei die Assistenzsysteme des aktuellen …

Der ADAC hat sechs aktuelle Systeme zum Schutz von Fußgängern getestet und dabei erhebliche Unterschiede festgestellt. Keine gute Figur gaben dabei die Assistenzsysteme des aktuellen BMW 3er F30 LCI ab, denn die Mittelklasse aus München liefert gleich in fünf der sechs getesteten Szenarien das schlechteste Ergebnis. Die im BMW 3er verbauten Assistenzsysteme zum Fußgängerschutz lösen im Gegensatz zu den Assistenten anderer Hersteller keine Vollbremsung aus, wenn eine Gefahr erkannt wurde.

Stattdessen belassen es die BMW-Systeme auch bei einer erkannten Gefahr bei einem vergleichsweise leichten Anbremsen des Fahrzeugs. Das Auto warnt den Fahrer in einem Geschwindigkeitsbereich zwischen 10 und 60 km/h zunächst optisch und akustisch vor der drohenden Kollision und konditioniert die Bremsanlage für eine möglicherweise bevorstehende Vollbremsung. Bleibt eine entsprechende Reaktion des Fahrers aus, soll eine selbständig ausgelöste Reduzierung der Geschwindigkeit die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die Straße lenken und ihn zum Ausweichen oder Bremsen animieren.

BMW-3er-Fussgaenger-Assistenzsystem-Display

Schreitet der Fahrer jedoch allen optischen und akustischen Signalen zum Trotz nicht ein, geht das System von einem falsch erkannten Hindernis aus und vermeidet die Kollision letztlich nicht. Die deutlich jüngeren Systeme anderer Fahrzeuge gehen in vergleichbaren Situationen bereits einen Schritt weiter und bremsen selbständig bis zum Stillstand.

Speziell der neue Audi A4, der Kia Optima und der Subaru Outback bieten mit ihren Fußgängerschutz-Assistenten schon heute ein höheres Sicherheitsniveau. In einigen der vom ADAC getesteten Szenarien sorgten die Systeme für ein rechtzeitiges Bremsmanöver und verhinderten eine Kollision völlig oder konnten zumindest für eine deutlich reduzierte Geschwindigkeit beim Aufprall sorgen.

Die Systeme dieser drei Hersteller arbeiten zumindest teilweise auch bei Nacht, was der bereits seit Anfang 2012 verkaufte BMW 3er genau wie die Mercedes C-Klasse und der Volvo V60 erst gar nicht versuchen. Über die Leistungsfähigkeit der sogenannten City-Notbremsassistenten, die im Stadtverkehr das Auffahren auf einen plötzlich bremsenden Vordermann verhindern, sagt der Test des ADAC nichts aus.

(Fotos: ADAC, BMW / Direkt-Link zum Video)

27 responses to “Fußgänger-Notbrems-Assistent des BMW 3er im ADAC-Test”

  1. schwimma says:

    na ja, ein e90 macht sogar gar nix..mann sollte schon den gleichen technischen Stand vergleichen (und Zeitraum)

  2. Quer says:

    Wie tief ist der ADAC schon gesunken das der ältere Autos mit neu auf dem Markt gekommene vergleichen muss.

    • Matthias says:

      haha sehr gut 😉 bin auch dafür, dass künftig nur noch Autos mit dem gleichen Erscheinungsjahr verglichen werden, alles andere wäre unverfair gegenüber der Autoindustrie.

      Spaß beiseite. Was interessiert es mich als Kunde, wann das Auto erschienen ist. Ich kaufe es heute und bezahle noch zu extra einen Assistenten, der quasi Kinder und nachts Alles umfährt, was ihm vor das Auto kommt. Dass es eben kein Problem mit veralteter Hardware ist, zeigt doch, dass fast alle Monokameras verwenden. Das ist für mich also ein Softwaregeschichte. Die könnte man seit 2012 lange weiterentwickeln.

      Das Facelift des Dreiers ist zudem noch nicht einmal ein Jahr alt. Das Kachel-Menü im iDrive mit veränderter Hardware schaffte es doch auch mit einem Modelljahrwechsel ins Auto. Warum entwickelt BMW als Premium-Hersteller so einen lebensrettenden Assistenten nicht weiter???

      • Quer says:

        Wer einen solchen Assistenten braucht sollte besser den Führerschein abgeben, denn wer sich nur noch auf die Technik verlässt hat im Straßenverkehr nichts zu suchen, sollte ein Notbremssystem ausfallen ist der Fußgänger der die Straße überquert bekannlicherweise tot.

        • Matthias says:

          Von einem vollautomatischen System ist hier doch noch gar keine Rede,
          oder? Kein vernüftiger Autofahrer fährt blindlings durch die Gegend,
          nachdem er dieses System im Auto hat.

          Wie der Begriff Assistent schon sagt, tritt das System in den Situationen an den Fahrer heran, wo er falsch oder nicht reagiert. Fehler passieren leider jedem (sogar dem Assistenten), nicht nur im Straßenverkehr und auch der beste Fahrer (mit oder ohne Führerschein) benötigt eine nicht unwesentliche Reaktionszeit, um angemessen zu reagieren. Da ist es doch schön, wenn es funktionierene Systeme gibt, um die Verkehrstoten zu reduzieren.

          • Quer says:

            Mein 4er hat auch so manche Assistenten verbaut, ein Notbremssystem vermisse ich gewiss nicht, mir reicht es bereits wenn mich das radargestütze System warnt wenn ich zu weit auffahren sollte.
            Ich habe über 20 Jahre meinen Führerschein und habe noch nie einen Fußgänger angefahren weil ich mich konzentriert ans Steuer setze.
            Je mehr Technik man sich für ein Fahrzeug bestellt desto anfälliger wird es.

            • Jan says:

              Das ist schon richtig und wichtig, was du sagst. Sehe ich ähnlich.
              Aber doch kann es zu unvorhergesehenen Situationen kommen: Ich habe vor kurzem in meiner Region von gleich zwei Unfällen gehört, wo Fahrer am Steuer auf der BAB ohnmächtig geworden sind. Zum Glück ist dabei nichts passiert, weil jeweils ein anderer Autofahrer gut reagiert hat …
              Aber doch zeigen solche Ereignisse, dass in solchen Situationen ein entsprechender Assistent Leben retten kann.

              Ein anderer Faktor, bei dem der Assistent helfen kann, ist bei unserer neuen Pokemon Go Gesellschaft – aber da bin ich wieder bei deinem Beitrag! 😉

              • Quer says:

                Wenn ein Autofahrer am Steuer bewusstlos wird, wie soll da ein Notbremsassistent eingreifen, der erkennt doch nicht das der Fahrer gesundheitliche Probleme hat.
                Da müsste schon eine Kamera im Auto installiert sein der ständig den Fahrer beobachtet.
                Da finde ich den automatischen und manuellen Notruf von BMW schon besser weil du im Falle eines Unfalls geortet werden kannst, im Falle von Bewusstlosigkeit wird sofort die Rettung mit deinem Standort durchgegeben.

                • Jan says:

                  Wenn du ohnmächtig wirst und geradewegs auf einen Baum zusteuerst, hilft dieser aber ganz gewaltig!

                  • Quer says:

                    Wenn aber keine Bäume auf der Stecke sind fährt das Auto mit dir die Böschung hinunter oder in den Gegenverkehr, weil der andere Fahrer des Gegenverkehrs oder der Notbremsassistenten nicht so schnell reagieren kann.

                  • DasDubioseObjekt says:

                    dafür gibts ja nen Spurhalteassistenten :*

      • BMW-Fan says:

        Da stimme ich voll und ganz zu.
        Siehe Beitrag unten;)

  3. Thomas says:

    Mich würde vielmehr die Quote der Fehlauslösungen der einzelnen Systeme interessieren.
    Jemand Erfahrungen damit?
    Hörte von so einigen LKW Fahrern, dass sie ihre Zugmaschinen gern vor einen Baum setzen würden. Aus Frust …

    • Quer says:

      Ich habe jetzt den zweiten BMW mit dem Tempomat Stop an Go, bisjetzt kann ich mich nicht beklagen, außer im Winter bei Schneetreiben kann der schon mal ausfallen wenn das Radarssystem schneebedeckt ist.

    • Eesi says:

      in den 2 Jahren wo ich den 4er mit dem Assistenten fahre, kam 2x die Meldung Personenwarnung, zum Glück beides mal Fehlalarm, denn bis man realisiert hat warum die Karre gerade wieder bimmelt und was da rot angezeigt wird, dürfte es für den Fußgänger schon zu spät sein.

      • Quer says:

        Denn Scheiß brauch ich nicht wenn ich konzentriert fahre, oder fährst du abgelekt in der Stadt rum.
        Denn Notbremsassistenten möchte ich erleben wie der regiert wenn plötzlich ein Kind auf die Fahrbahn läuft, ich wette das der Fahrer eingreifen muss um dieses Kind nicht zu verletzen.

  4. BMW-Fan says:

    Enttäuschend von BMW!

    • Quer says:

      Wieso enttäuschend für BMW, schon vergessen das der jetzige 3er bereits seit 2012 auf den Markt ist.
      Darum vergleicht der ADAC Äpfel mit Birnen.
      Wenn ich mich auf so einen Notbremsassistenten verlassen muss, weil ich mich nicht auf den Straßenverkehr konzentrieren kann habe ich sowieso nicht’s am Lenkrad verloren.

      • BMW-Fan says:

        Enttäuschend, weil BMW eine der fortschrittlichsten, modernsten und größten Automobilhersteller ist und damit rechnen muss, dass in zwei bis drei Jahren die Technologie nicht schon veraltet sein darf. BMW ist ein Premium Hersteller, d.h. für mich vorausschauend und langfristig erfolgreich Produzieren. Und bitte nicht vergessen, dass der 3er letztes Jahr einem Facelift unterzogen wurde! Wäre eine Möglichkeit gewesen.

        • Quer says:

          Vielleicht war es beim 3er LCI Technisch nicht möglich so einen Notbremsassistenten zu verbauen.
          Mercedes ist auch ein Premiumhersteller dennoch hat die C-Klasse dieses System auch nicht verbaut obwohl der erst seit 2014 auf dem Markt ist.

          Der nächste 3er hat bestimmt diese Technik verbaut

          • Matthias says:

            Glaube eher an einer Frage des Wollens. Für eine neue Kamera ist bestimmt Platz. Die vorherige Monokamera passt ja auch ganz gut. Hoffentlich bremst der nagelneue 7er mit Anbremsfunktion besser! Immerhin wurde der vor vielen Jahren mal Testsieger beim ADAC, als auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren wurde.

        • Fredericus Rex says:

          Auffallend bei diesem ADAC-Test ist jedenfalls, die neuesten am Markt befindlichen Produkte glänzen mit den zur Zeit besten Notbrems-Systemen.

          Ob die Sicherheitsfeatures bei älteren Modellreihen ohne weiteres bzw. ohne unverhältnismäßig hohem Kostenaufwand problemlos nachgerüstet werden können, ist zumindest nicht einwandfrei nachweisbar !

          Vielleicht könnte eine offizielle Anfrage an die betreffenden Hersteller hier mehr Klarheit bringen ?

          Wie schnell die Entwicklung jedoch bei Nachfolgemodellreihen generell fortschreitet dürfte hingegen unbestritten sein, daher ist der u.a. Vermerk von @Quer in diesem Zusammenhang sicher nicht abwegig, denn selbst das System der aktuellen C-Klasse, immerhin zwei Jahre später als der 3er erschienen, kann nicht restlos überzeugen.

          Vor wenigen Jahren, ganz genau gesagt im August 2012 wurden in einem Vergleichstest unter dem Titel
          “Wie gut sind die Rettungsanker” die damaligen Notbremssysteme unterschiedlicher Hersteller verglichen.

          Da viele Leser den Test/Sonderdruck sicher nicht sofort zur Hand haben, hier noch einmal das Ergebnis vom August 2012 aus meinem privat Archiv.

          Platz 10: Ford Focus „City-Stop“ / „Forward Alert“ – Wertung zwei Sterne (von fünf möglichen)

          Platz 9 : Mercedes B-Klasse “Collision Prevention Assist” – Wertung drei Sterne

          Platz 8 : Honda Civic Safety-Paket
          mit CMBS – Wertung drei Sterne

          Platz 7 : Opel Insigna “Bremsassistent im InnovationsPaket” – Wertung drei Sterne

          Platz 6: Lexus GS “Advanced Pre Crash
          Safety System” -Wertung drei Sterne

          Platz 5: Audi A6 – das Paket war übrigens das teuerste, obgleich damals mit vier Sternen für gut befunden.
          Platz 4: VW Touareg, ebenfalls vier Sterne

          Platz 3 :Volvo V40 “ACC inklusive
          Bremsassistent Pro”, wieder vier Sterne

          Platz 2: Mercedes C-Klasse (also der “W204”) mit fünf Sternen.
          und Platz 1: BMW 7er_F01 – fünf Sterne

          Begründung/Zitat der Tester vom August 2012.

          “Denn der per Radarsensorik
          und einer Kamera gesteuerte
          Rettungsanker kann weit mehr, als
          in einer Gefahrensituation nur anzubremsen.
          So klappt es in unserem Test
          Der BMW bremst hervorragend,
          unterstützt den Fahrer erstklassig.
          Die Abstandswarnung kommt sehr
          früh, die Kollisionswarnung allerdings
          etwas spät.” (Zitat Ende).

        • B3ernd says:

          Das ist doch keine wirkliche Überraschung, oder? Der modernere Wagen ist eben der mit der neuesten Technik. Als die C-Klasse erschienen ist, hat sie den 3er überholt, der A4 hat noch mal nachgelegt. Es geht hier nicht um Fahrgefühl etc. sondern um Assistenten, Sicherheitsfeatures und Connectivity und da schwächelt der 3er eben. Was wer benötigt ist immer so eine Sache. Beim Sicherheitsgurt oder Airbag hat die Masse damals nur müde gelächelt “Braucht kein Mensch” hieß es damals. Heute ist es undenkbar ein Fahrzeug ohne diese Features zu fahren. Ähnlich wird es sich auch mit den modernen Assis verhalten. Ein Bremsassistent ist ein hilfreiche Sache – wenn er denn funktioniert 😉

          Der 3er ist eben mit Abstand älteste und das merkt man auch. Kommt der neue, sieht es wieder anders aus.

          • Fredericus Rex says:

            Dem stimme ich im Wesentlichen zu.

            Wie rasend schnell die Entwicklung bei dieser Thematik fortschreitet, soll rückblickend das Crashverhalten des damaligen 3er_E36 verdeutlichen.
            In einem Crashtest der ams aus dem Jahr 1991 schnitt der BMW sehr gut ab.
            Das Fahrzeug wurde mit fünfzig Prozent Überdeckung bei 55 km/h gegen einen nicht verformbaren, 100 Tonnen schweren Betonblock gecrasht.

            Trotz hoher Deformation der Karosserie wurde das Verletzungsrisiko als niedrig eingestuft.

            Im sechs Jahre späteren Euro-NCAP-Crashtest schnitt der E36 mittlerweile schlecht ab.
            Der gleiche 3er erhielt bei der Bewertung der Insassensicherheit von Erwachsenen nur zwei von fünf Sternen, von denen einer postum wegen des Verletzungsrisikos auf dem Fahrerplatz wieder aberkannt wurde !

            Hauptursache der Bewertung des nunmehr sechs Jahre späteren Crashverhalten war zweifelsfrei, dass der E36 lange vor Einführung des Euro-NCAP-Crashtests entwickelt wurde.
            Dementsprechend war seine Konstruktion nicht auf diese Testbedingungen ausgelegt gewesen.

            Das Nachfolgemodell, der E46 erfüllte dann die zeitgemäßen Anforderungen des NCAP.

        • Matthias says:

          Ich bin ganz deiner Meinung. Es trübt jetzt nicht die Freude am Fahren, aber naja…

          Ich finde es egal, ob die Sache an Hardware oder Software liegt…wenn ein Hersteller wie BMW es schafft, regelmäßig das iDrive zu aktualisieren (Software UND Hardware), dann wird dieser Hersteller doch auch in der Lage sein, dieses System aktuell zu halten. Immerhin sind die Systeme in den anderen Baureihen sicherlich vergleichbar. Kosten fallen also nur einmal an.
          Ich vermute sogar, dass ein neuer 7er-BMW ähnlich reagiert wie der Dreier. Auch beim Siebener schreibt BMW im Katalog nur von einer Anbremsfunktion, analog zum 3er. Hoffen wir mal, dass die Anbremsfunktion hier ausreicht, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen!

          Es bleibt zum Schluss das schlechte Ergebnis eines Premium-Herstellers, der sich sein System auch weiterhin teuer bezahlen lässt. Naja er bekommt ja noch den vibrierenden und nicht mitlenkenden Spurhalteassistenten dazu. So weiß der Kunde dank ADAC, dass er sich ein bisschen Geld sparen kann. Es hat also alles was Gutes 🙂

          • Quer says:

            Ich weiß zwar nicht was Sie im Katalog des 7er’s gelesen haben, aber auf Seite 41 steht bei Auffahrwahrnung mit City Bremsfunktion:
            Wird eine Kollision unvermeidbar leitet das System eine Vollbremsung ein.
            Vielleicht haben Sie den Katalog vom 7er gar nicht gelesen.

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