Diesel-Rückruf 2016: BMW nach aktuellem Stand nicht betroffen

News | 22.04.2016 von 26
BMW-Diesel-Skandal-Auto-Bild-Vorwuerfe

Bei den vom VW Diesel-Skandal ausgelösten Nachprüfungen durch das KBA sind offenbar auch zahlreiche Modelle anderer Hersteller mit erhöhten Stickoxid-Emissionen aufgefallen. Wie ein Sprecher der …

Bei den vom VW Diesel-Skandal ausgelösten Nachprüfungen durch das KBA sind offenbar auch zahlreiche Modelle anderer Hersteller mit erhöhten Stickoxid-Emissionen aufgefallen. Wie ein Sprecher der Bundesregierung gegenüber tagesschau.de bestätigte, werden nun mehrere Hersteller einen freiwilligen Rückruf starten und ihre Fahrzeuge so überarbeiten, dass sie im Anschluss alle Anforderungen erfüllen können.

Derzeit ist in diesem Zusammenhang von 630.000 Fahrzeugen die Rede, diese stammen von Audi, Mercedes, Opel, Porsche und Volkswagen. BMW ist nach aktuellem Stand der einzige große deutsche Hersteller, der bei den Nachprüfungen des Kraftbundesamts nicht negativ aufgefallen ist. Ob es dabei bleibt, werden die nächsten Wochen zeigen. Sicher scheint, dass auch bei einigen BMW-Modellen erhöhte Stickoxid-Werte gemessen werden können, wenn bestimmte Temperaturgrenzwerte unterschritten werden.

BMW-B47-Vierzylinder-Diesel-Motor

Ob die Abschaltung von Abgasreinigungssystemen bei niedrigen Temperaturen legal ist oder nicht, bleibt weiterhin offen. Die Hersteller begründen entsprechende Maßnahmen mit Motorschutz-Funktionen, Umweltschützer sehen darin ein illegales Umgehen der gesetzlichen Vorgaben. Dieser Interpretation hat sich nun offenbar auch das KBA angeschlossen, denn im Zuge des Rückrufs sollen die Hersteller die sogenannten Thermofenster beschränken und so anpassen, dass die Motoren nur in Ausnahmefällen auf die Maßnahmen zur Abgasreinigung verzichten.

Der neuen Argumentation des Kraftfahrtbundesamts könnten sich in den nächsten Tagen und Wochen auch die zuständigen Behörden anderer Länder anschließen. Die bisher bestätigten 630.000 Fahrzeugen könnten dann nur der Anfang sein, denn dieser Wert bezieht sich ausschließlich auf den deutschen Markt. Derzeit deutet nichts darauf hin, dass die Technik-Lösungen der BMW Group von den Behörden anderer Länder anders eingeschätzt werden als vom KBA.

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