X-Raid: Buggy-Entwicklung mit Hilfe von Jutta Kleinschmidt

Motorsport | 5.03.2016 von 1
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Jutta Kleinschmidt und Tina Thörner unterstützen die Entwicklung des neuen X-Raid Buggy für die Rallye Dakar 2017 und andere Offroad-Rennen.

In den letzten Jahren hat sich nicht nur bei der Rallye Dakar gezeigt, dass man auch ohne Allradantrieb erfolgreich sein kann. Durch die Wahl der Strecken und diverse Begünstigungen im Regelwerk haben sich die heckgetriebenen Rallye-Buggys nach und nach in die Favoritenrolle bei der härtesten Rallye der Welt gedrängt. Der Gesamtsieg des Peugeot 2008 DKR vor wenigen Wochen war für interessierte Beobachter daher keine Überraschung, sondern gewissermaßen nur eine Frage der Zeit.

Das MINI Team X-Raid hat die Rallye Dakar in den Jahren zuvor mit ihren Allrad-Fahrzeugen dominiert, musste sich in diesem Jahr aber klar geschlagen geben. Um im kommenden Jahr ebenfalls von den Vorteilen der Buggy-Einstufung profitieren zu können, treibt die Mannschaft von Sven Quandt die bereits Ende 2014 begonnene und auch mit einem Prototypen bei der diesjährigen Dakar vorangetriebene Entwicklung eines entsprechenden Fahrzeugs nun mit noch mehr Schwung voran. Mit Jutta Kleinschmidt und Tina Thörner verstärken das Team X-Raid und sollen die Entwicklung mit ihrer großen Rallye-Erfahrung vorantreiben.

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Ihre ersten Renn-Kilometer mit einem X-Raid-Buggy werden Kleinschmidt und Thörner bereits bei der Abu Dhabi Desert Challenge zurücklegen, später wird im Rahmen der Sealine Cross Country Rally in Katar erneut Vollgas gegeben. Für das Team X-Raid ist die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Buggys zwingend erforderlich, weil sich die Einstufung der Allradfahrzeuge bei kommenden Rallyes kaum vorhersehen lässt und zumindest befürchtet werden muss, dass diese auf absehbare Zeit keine Kandidaten für den Gesamtsieg bei großen Rallyes mehr sein werden.

Sven Quandt: “Der Buggy ist für uns ein wichtiges Projekt und leider fehlen uns wichtige Kilometer. Dass wir Jutta für das Projekt gewinnen konnten, ist ein wichtiger Schritt – sie kennt sich nicht nur mit zweiradangetriebenen Fahrzeugen aus, sondern auch mit der Entwicklung von Rennautos. Da wir derzeit nicht abschätzen können, wie sich die technischen Reglements in der Zukunft gestalten, werden wir uns weiter mit der Zweiradtechnologie befassen. Natürlich arbeiten wir auch weiter am MINI ALL4 Racing, um ihn schneller und noch konkurrenzfähiger zu machen.”

Jutta Kleinschmidt: “Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung. Ein Fahrzeug zu entwickeln ist immer etwas besonderes, da man sich viel mehr mit der Technik und den Abläufen beschäftigen muss. Die beiden Rallyes in Abu Dhabi und Katar sind eine perfekte Kombination: in Abu Dhabi werden uns hauptsächlich Sand und Dünen erwarten, in Katar harter Boden.”

(Fotos: Jutta Kleinschmidt / X-Raid)

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