BMW Aktivlenkung: Probleme und Ausfälle bei einigen Kunden

Sonstiges | 26.02.2016 von 7
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Nachdem die BMW Aktivlenkung Probleme bereitet hat oder ausgefallen ist, erlebten manche Kunden eine wahre Odyssee gescheiterter Reparaturversuche.

Die BMW Aktivlenkung scheint in einigen Fällen zu einem weiteren Beispiel dafür zu werden, dass die Technik im Auto immer komplexer wird und dadurch auch zusätzliche Risiken an Bord bringen kann. In einem Bericht der SWR-Sendung Marktcheck berichten mehrere Kunden von Problemen mit der Lenkung und auch wenn der mögliche Ausfall der Aktivlenkung bisher allem Anschein nach nicht zu Unfällen geführt hat, handelt es sich zumindest um ein klares Sicherheitsrisiko.

Beim Ausfall der Aktivlenkung wird nicht nur die Lenkunterstützung reduziert, was für eine erheblich schwergängigere Lenkung sorgt. Auch das Lenkrad wird bei Problemen mit der Aktivlenkung automatisch schief gestellt, um den Fahrer unmissverständlich auf das ungewohnte Lenkverhalten hinzuweisen. Das laut SWR-Bericht um bis zu 90 Grad verdrehte Lenkrad trägt aber auch zu einem völlig ungewohnten Fahrverhalten bei und reduziert das natürliche Vertrauen in die Lenkung erheblich.

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Klar ist, dass nur eine überschaubare Anzahl von Kunden von den Problemen mit der BMW Aktivlenkung betroffen ist. In München geht man davon aus, dass in den meisten Fällen entladene Batterien für die Thematik verantwortlich sind. Ganz so einfach scheint es aber nicht in jedem Fall zu sein, wie mehrere gescheiterte Reparaturversuche in den vom SWR thematisierten Fällen zeigen. Zudem kamen bei einer Untersuchung auch unabhängige Prüfer zu dem Ergebnis, dass die Batterie in einem der betroffenen Fahrzeuge keine Auffälligkeiten zeige.

Dass die BMW Aktivlenkung bei den allermeisten Kunden völlig problemlos funktioniert, ist für die Besitzer betroffener Fahrzeuge selbstverständlich kein Trost. Immerhin ist klar, dass der SWR-Bericht den Druck auf BMW erhöht und Bewegung in die Angelegenheit bringen dürfte.

Der Fall ist für BMW auch deshalb brisant, weil der SWR Marktcheck einen möglicherweise durch das Kraftfahrtbundesamt angeordneten Rückruf ins Spiel bringt – schließlich können der unerwartete Ausfall der Aktivlenkung und die schiefe Stellung des Lenkrads im falschen Moment durchaus auch Unfälle verursachen. Von einem solchen Rückruf könnten zahlreiche Fahrzeuge betroffen sein, was mit dementsprechend hohen Kosten verbunden wäre.

 

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  • M54B25

    Ja mit den Lenkungen haben es die Ingenieure bei BMW nicht ganz so….

    Wir waren selbst mal betroffen -E87 Bj2007 bei km-Stand 35.000- Anzeige der Lenkradverriegelung inkl. Piepen und nach 10 Motorstarts rotes Symbol und Lenkradsperre, was dann ein Weg-/Weiterfahren unmöglich machte. Anruf bei der technischen BMW Serviceline und einen sehr kompetenen Kollegen erwischt, nach Bekanntgabe des Fahrzeugs und der Fehlerbeschreibung kam die Antwort: “Ja kennen wir”!!! Mal etwas nachgebohrt: Betraf die E9x und E87er Modelle und war auf eine fehlerhafte Ausführung eines an der Lenksäule integrierten Schaltkreises zurückzuführen, der zu Falschmeldungen bis hin zu der beschriebenen Sperre führte – also recht klar Produktionsfehler, da nicht vom Fahrer oder vom Fahrstil her beeinflussbar!

    Der Kampf mit der BMW-Niederlassung hat 2 Wochen gedauert, angefangen mit 900€ Kosten durch uns bis zum Endergebnis der kompletten Kostenübernahme – nach ein paar bösen Mails und dem Abstellen des Wagens vor der Tür. Ich war kurz davor beim KBA anzurufen, weil bei der Lenkung verstehe ich gar keinen Spaß. Bin mal gespannt wie das Thema hier weitergeht!

    • cisi

      Der Service von BMW, und das erlebe ich schon seit einigen Jahren, ist unter aller Sau.
      Ich hab das schon Mal irgendwo geschrieben und die Art und Weise wie BMW nicht eindeutig identifizierte Probleme an Autos lößt, ist:
      -Sie machen teure interne Untersuchungen am Auto, die zu nix bringen und die der Kunde Zahlen muss.
      – falls das nicht reicht um den Kunden abzuwimmeln, tauschen sie wahllos auf Kunden Kosten Teile aus
      – das machen sie so lange, bis man freiwillig aufgibt

      und die Preise vom Service (hab gerade einen machen müssen) sind meiner Meinung nach unverschämt.
      In München verlangen die 13 € Pro Arbeitseinheit (Achtung, das sind 5 Minuten!!!) vom Mechaniker, 17 € fürn Elektro-Mechaniker.

      Da ist ein Anwalt ein Schnäppchen dagegen.
      Um einen Schade zu beheben, den ich hatte, ist der Unterschied von BMW zu einer Freien Werkstatt (Blomberger, also kein Hinterhof Tüftler) 2500 € vs 5000 €. Selbst die BMW Teile bekomme ich billiger bei freien Werkstätten als von BMW selbst!!!

      • El Barto

        Ja, bei den Vertragswerkstätten hat man inzwischen das Gefühl, dass der Mechaniker ohne seinen Computer komplett aufgeschmissen ist. Tritt ein Problem auf, das nicht permanent im Speicher abgelegt ist, existiert das Problem überspitzt ausgedrückt auch nicht. Ansonsten wird getauscht, was das Zeug hält, als ob man sich gar nicht die Mühe macht, auch nur einen Moment darüber nachzudenken, was den Defekt verursachen könnte. Wohl dem, der dann noch im Gewährleistungszeitraum ist oder eine vernünftige Anschlussgarantie hat.

        Als kleines Beispiel zu den Kosten: ich habe beim letzten Ölservice AdBlue nachfüllen lassen, weil ich beim Selbernachfüllen eine Riesensauerei im Motorraum verursacht hatte. Das Nachfüllen waren 3 AW à 7,80 EUR netto zzgl. natürlich der Plörre selbst. Das macht bei den Gesamtkosten für einen Service jetzt nicht so viel aus, aber 23,40 EUR netto für schätzungsweise 5 Minuten Arbeit finde ich dann doch leicht überzogen.

        Eine freie Werkstatt oder der direkte Gang zum Karosseriefachbetrieb (wenn da was kaputt ist) ist meist günstiger. Aber diese Werkstätten müssen eben auch Ahnung vom Hersteller und vom Modell haben und ggf. über die notwendige Software und entsprechendes Spezialwerkzeug verfügen.

      • M54B25

        Ja die Preise sind mittlerweile auf einem Niveau wo Alternativen angesagt sind. Ich vertraue auf eine freie Werkstatt wo Senior und Junior Chef selber BMW fahren, wirklich Ahnung und auch die entsprechenden Diagnosegeräte haben – und ich stehe i.d.R. immer daneben, wenn es was zu machen gibt…

        Ölwechsel hat meiner nur seinen allerersten nach 2 Jahren in der Niederlassung bekommen – bei mir haben sie ein “wenig” Öl im sonst blitzsauberen Motorraum verteilt – und offensichtlich hatten sie keine Putzlappen – ne den Spaß mit dem Wechseln mache ich immer selbst, da weiss ich was ich habe und bei “BMW-Literpreisen” von ca. 22 bis 25€ reden wir von 400% Aufpreis, die ich mir beim Direkterwerb über Amazon & Co spare.

        Zum Service ist es echt grauenvoll wie dort der Begriff “Kunde” mit Füßen getreten wird: Bis ich das Thema Kulanz durchhatte war es auch ein harter Kampf: bei Baujahr 2007 und dem Problem im Jahre 2012 kam die Aussage 5 Jahre ist viel zu alt für Kulanz. Mein Verweis auf die geringe Laufleistung (35.000km) und die vielen Beispiele aus dem Internet, dass es sehr wohl ein Produktionsfehler ist und wir rein gar nichts für das Problem können hat dann gezogen – Plus der Tatsache, dass ich den Wagen nach der “Untersuchung” hab einfach stehen lassen. Worauf die Niederlassung ja spekuliert ist, dass der Wagen benötigt wird und man/frau das so schnell wie möglich reparariert haben will – wollte ich aber nicht, haben ja mehr als einen Blau-Weissen am Start…

  • 135iCoupe_N55

    Da sollte BMW dringend was dagegen machen, ein Rückruf wäre denkbar. Man hört und liest leider viel von derartigen Problemen mit der Aktivlenkung…
    Völlig klar, bei Problemen mit der Lenkung, welche die Sicherheit gefährden muss gehandelt werden.

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