BMW eRR Concept: Elektro-Motorrad auf S 1000 RR-Basis

BMW Motorrad | 12.11.2015 von 8

Mit der BMW eRR hebt BMW Motorrad das Thema Elektromobilität auf zwei Rädern auf ein völlig neues Faszinations-Level. Die mit wenigen Infos und nur einer …

Mit der BMW eRR hebt BMW Motorrad das Thema Elektromobilität auf zwei Rädern auf ein völlig neues Faszinations-Level. Die mit wenigen Infos und nur einer Hand voll Fotos vorgestellte Studie nimmt sich die BMW S 1000 RR nicht nur optisch zum Vorbild, sondern will auch ähnliche Fahrleistungen bieten – und dabei sowohl lautlos als auch emissionsfrei unterwegs sein, denn sie wird ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben.

Unter der kaum modifizierten Verkleidung der BMW S 1000 RR stecken im Fall der BMW eRR ein leistungsstarker E-Motor und natürlich ein Akku-Paket, genaue Angaben zu den Spezifikationen der verbauten Komponenten will BMW Motorrad aber erst zu seinem späteren Zeitpunkt liefern.

BMW-eRR-Elektro-Motorrad-Supersportler-01

Dass der in einem gemeinsamen Projekt mit der Technischen Universität München entstandene Versuchsträger Chancen auf eine Serienfertigung hat, darf ganz sicher beweifelt werden. Dennoch zeigt er, welche Möglichkeiten und Potenziale Elektro-Antriebe auch bei Motorrädern bieten. Mittel- und langfristig betrachtet dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis ernsthaft über den Bau eines Supersportlers mit E-Power nachgedacht wird.

Stephan Schaller (Leiter BMW Motorrad): “Seit ihrer Markteinführung bereitet die RR Motorsportlern Gänsehautfeeling. Ob bei Beschleunigung, Handling oder Topspeed – die RR setzt Maßstäbe. Wenn es jedoch um den Antritt auf den ersten Metern, den Sprint bis 50, 60 km/h geht, müssen sich sogar die 199 PS der RR einem anderen BMW Produkt geschlagen geben: dem C evolution mit seinem E-Antrieb. Wir haben uns gefragt: Was passiert, wenn man ein Sportmotorrad mit einem Elektroantrieb kombiniert? Mit dem Versuchsträger eRR haben wir das Thema Zero Emission und E-Antrieb auf eine neue, noch faszinierendere Ebene gebracht.”

8 responses to “BMW eRR Concept: Elektro-Motorrad auf S 1000 RR-Basis”

  1. El Barto says:

    Ein Supersportler mit E-Antrieb ist von der technischen Seite her sicherlich interessant. Aber emotional betrachtet bleibt die Faszination mE auf der Strecke. Power ist dabei ein Aspekt, aber wenn ich mich am Wochenende oder nach Feierabend auf den Bock schwinge, dann will ich den Anlasser drücken und Gänsehaut bekommen, sobald der Motor anspringt, dann will ich für ein paar Momente dem Dieselsound des Familienautos entfliehen und politisch herrlich unkorrekte Verbrennungsmusik genießen, dann will ich Vibrationen spüren und akustische Rückmeldung erhalten, wenn ich eine kurvige Landstraße entlangfahre. Aber ich will nicht nichts hören!

    Ein Supersportler ist ohnehin eine Bastion der Unvernunft, damit pendelt man eher selten zur Arbeit, halbwegs artgerechte Bewegung im Straßenverkehr ist mit Risiken verbunden und erfordert eine tendenziell…naja…großzügige Auslegung der StVO, lange Touren werden zur Tortur und alle anderen Motorradfraktionen belächeln einen, weil man entweder ein Poser oder ein Wahnsinniger ist. Da hilft dann auch kein E-Motor mehr 😉

    • cisi says:

      wenns für den i8 funktioniert, warum nicht auch am motorrad.
      Der i8 ist auch emotionslos wie ein prius. Und trozdem wird er als sportler verkauft.

      Ich bin da definitiv kein Fan von, aber das ist nun mal der lauf der Zeit.
      Irgendwann bekommt man dann wirklich zu hören ” ein Verbrennungsmotor??? Der könnte doch explodieren!!!”

      • El Barto says:

        Die Zukunft lässt sich nicht aufhalten, das ist klar. Ich heule auch nur ein bisschen rum, weil ich in dieser Hinsicht offenbar ein Ewiggestriger bin 😉 Aber gerade beim Motorrad, auf das man oft gar nicht steigt, weil man ein bestimmtes Ziel hat, sondern weil man nur eine Runde drehen möchte, sehe ich die Notwendigkeit dafür (noch) nicht.

    • der_ardt says:

      ich denke gerade die ausbleibende Soundkulisse kann das ganze herrlich unwirklich wirken lassen und einem umso mehr Gänsehaut bereiten. Auch wenn die Supersportler eine sehr feine Gasannahme haben, müsste das völlig verzögerungsfreie, üppige Drehmoment sein übriges tun.

      Die Krux dürfte dann der Kompromiss aus Reichweite und Gewicht sein. 100 km Reichweite sind schon untere Grenze und da dürften die Akkus schon gut was auf die Wage bringen.

      • El Barto says:

        Der C evolution schafft ca. 100 km, hat eine Maximalleistung von 48 PS, eine abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und wiegt 265 kg. Die kürzeste Ladezeit auf 100% beträgt 3 h, auf 80 % 2:15 h. Die eRR ist ja nur ein Projekt, aber da muss sich wirklich noch etwas tun, bevor der E-Motor ernsthafte Konkurrenz in diesem Segment (oder auch im Tourenbereich) wird. Einen Riesenvorteil hat ein E-Supersportler allerdings: die oftmals hässlichen Brülltüten fallen weg 🙂

      • cisi says:

        Die Soundkulisse bleibt nicht aus , sie wird nur … scheisse 🙂
        Es gibt ja supersport e-bikes und tests dazu.
        Einfach mal auf youtube schauen.
        http://www.energicasuperbike.com/energica-ego-electric-superbike/

        https://www.youtube.com/watch?v=EI5GrcoLSt0

        • der_ardt says:

          ob man das Surren unterm Helm noch wirklich mitkriegt? Dürfte auf jeden Fall der lauteste E-Motor seit langem sein. Wenn BMW da was anbieten würde, wäre das sicher leiser und vermutlich mit Soundsystem im Helm, um V8-Sound wie beim M5 zu generieren.

  2. Uwe Ladwig says:

    Ich bin wirklich leidenschaftlicher Motorradfahrer seid Jahrzehnten . Am liebsten Superbikes . Der Sound einer Schüle 4-1 kann mann bei einem Elektromotorrad nicht erwarten. 240km/ Std ist für mich zum einschlafen , wenn mann es gewohnt ist , ab dem Tempo mal auf 320km/Std zu beschleunigen .Wenn es ein Elektrosuperbike mit lahmen 240km/Std zu kaufen gäbe , würde ich es trotzdem machen , als Verantwortung der Schöpfung gegenüber . Wenn der Elektrokreislauf : Gezeitenkraftwerke , nicht alterner Energiespeicher eines Tages vorhanden wäre , würde meine Seele mit dem Konzept in Einklang stehen . Was liebt der Motorradfahrer am liebsten: Die Natur. Ohne Natur ist das Motorrad Seelenlos.
    Gerade wenn mann viel fährt (ca.100000km im Jahr) Sommer wie Winter , kommt das zum tragen.
    Im Winter bei 20Grad Minus könnte mann aber bei den Energiespeichern wohl Probleme bekommen.
    Richtig Spaß macht das nicht , aber was macht Spaß? Zu sterben ist auch Mist . Stirbt mann nicht ist von der Seele aber automatisiert das Verlangen da , ein Systemkonformes Motorrad zu produzieren und auch in der Unendlichkeit Motorrad zu fahren. Also Antrieb ist immer da.

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