BMW 330e 2015: Offizielle Infos zum Plug-in-Hybrid-3er (F30 LCI)

BMW 3er | 3.09.2015 von 20

BMW 330e: Auf der IAA 2015 feiert der BMW 3er F30 LCI seine Weltpremiere als Plug-in-Hybrid. Der erste 330e kommt mit 252 PS und 1,9 – 2,1 Liter Verbrauch.

Schon bei der Premiere des BMW 3er Facelift 2015 vor einigen Wochen wurde der neue Plug-in-Hybrid BMW 330e offiziell erwähnt, nun gibt es rechtzeitig vor der Publikumspremiere auf der IAA 2015 in Frankfurt einige weitere Infos rund um die Mittelklasse-Limousine mit elektrifiziertem Antriebsstrang. Größere Überraschungen bleiben dabei aus, denn die im Mai unter Vorbehalt genannten Werte entsprechen zum größten Teil der Realität des nun vorgestellten Serienfahrzeugs.

Nochmals reduziert werden konnte der EU-Normverbrauch des BMW 330e, statt 2,1 Liter stehen nun je nach Bereifung 1,9 bis 2,1 Liter im Datenblatt. Diese Werte entsprechen CO2-Emissionen von 44 bis 49 Gramm pro Kilometer und unterstreichen die überdurchschnittliche Effizienz des BMW eDrive-Antriebs an Bord des neuen 330e.

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Wie angekündigt wird der BMW 330e von einem Vierzylinder-Benziner mit 184 PS sowie einem 88 PS starken Elektromotor angetrieben, letzterer ist in das Gehäuse der Achtgang-Automatik integriert und stellt permanent ein Drehmoment von 100 Newtonmeter zur Verfügung – bei Vollgas leistet die E-Maschine kurzzeitig bis zu 250 Newtonmeter.

Gemeinsam sorgen die beiden Motoren für eine Systemleistung von 252 PS, womit sich der 330e in etwa auf Augenhöhe mit den konventionell angetriebenen Modellen 330i und 330d befindet. Das gilt aber nur für die Fahrleistungen, denn beim EU-Verbrauch spielen die 44 bis 49 Gramm CO2 des Plug-in-Hybriden natürlich in einer eigenen Liga. Dank einer elektrischen Reichweite von bis zu 40 Kilometern könnte mancher Kunde diesen Wert sogar noch unterbieten.

Die Energie zum elektrischen Fahren wird in einem Lithium-Ionen-Akku unterhalb des Kofferraumbodens gespeichert, der Hochvoltspeicher hat eine Kapazität von 7,6 kWh und kann selbst an einer gewöhnlichen Haushalts-Steckdose in 3 Stunden und 15 Minuten voll aufgeladen werden.

Der zusätzlichen Technik zum Trotz verbleiben im Kofferraum des BMW 330e immerhin 370 Liter Gepäckraum-Volumen, auch die Rückbank bleibt im Verhältnis 40 : 20 : 40 teilbar. Dynamische Fahrer dürfen sich außerdem darüber freuen, dass sich das Gewicht des 330e gleichmäßig auf beide Achsen verteilt. Mit einem EU-Leergewicht von 1.735 Kilogramm ist der Plug-in-Hybrid rund 160 Kilogramm schwerer als ein gewöhnlicher 330i, ein 330d bringt 120 Kilogramm weniger auf die Waage.

20 responses to “BMW 330e 2015: Offizielle Infos zum Plug-in-Hybrid-3er (F30 LCI)”

  1. M54B25 says:

    Hallo Benny,

    habt ihr mal die Chance ein Interview mit den Projektleiter/Entwicklern des 330e zu führen? Mich würde interessieren, wie sich die 160kg Mehrgewicht im Vergleich zum 330i zusammensetzen:
    – der Motor sollte gleich oder marginal weniger wiegen (B48 in unterschiedlichen Leistungsstufen, eventuell sogar weniger Kühlbedarf)
    – E-Motor im Getriebe integriert – wieviel Mehrgewicht ? – extra Kühlung notwendig?
    – Gewicht des Akkupaketes und zusätzliche Unterbringung/Kapselung
    – zusätzliche Leistungs- und Ladeelektronik inkl. Verkabelung
    – Aufhängung, Antriebswellen verstärkt?

    Und falls ihr die Chance bekommt, testet doch bitte mal den realen Verbauch bei normal zivilisierter Fahrt.

  2. tomtom_one says:

    Zum (Norm-) Verbrauch: Bei Hybridfahrzeugen sollte der Verbrauch auf echten 100 km am Stück gemessen und nicht von kürzeren Strecken mit vergleichsweise hohem Elektroanteil hochgerechnet werden, damit der wenigstens ansatzweise vergleichbar ist. Der Stromverbrauch sollte dabei auch mit angegeben werden, Strom ist schließlich nicht umsonst.

    Wer fast nur Kurzstrecke fährt und zu Hause immer laden kann, kann theoretisch mit null Litern Benzin auskommen, wer ständig weitere Strecken fährt, wird nur wenig weniger als ein Benziner verbrauchen.

    • B3ernd says:

      So bekommt leider auch ein KE Regera einen Normverbauch von 1Liter auf 100km – bei bescheidenen 1500PS Systemleistung.

      Die ganze NEFC Verbrauchsnorm ist für die Katz und m.M.n. bewusste Täuschung am Verbraucher. Warum dort gewisse Instanzen noch kein Tamtam machen, ist mir schleierhaft. Wir sollten uns ein Beispiel an den Amis nehmen. Die haben auf dem Papier einen recht hohen Verbrauch, nicht selten werden diese aber in Tests unterboten.

      • Chris35i says:

        Die Automobil-Lobbyisten haben eben die richtigen Argumente, um die Verantwortlichen in Brüssel zu beschwichtigen alles so zu lassen, wie es ist. Der Endverbraucher wird eh doppelt und dreifach abgezockt, am besten zu sehen beim Ölpreis. Der sinkt um 30 %, das Benzin um 10 %, um danach bei konstantem Ölpreis wieder um 7 % zu steigen. Das ist Verarsche pur.

      • der_ardt says:

        ohne einen realitätsfernen Zyklus lassen sich die CO2-Ziele aber kaum bis 2020 erreichen und genau das wird der Punkt sein. Dank des niedrigen Tempos in dem Zyklus haben SUV mit einer riesigen Windangriffsfläche kaum schlechtere Verbrauchswerte als die durchschnittliche Limousine.

      • timbo76 says:

        Der NEFZ stellt ein Durchschnittsprofil dar, um die Fahrzeuge verschiedener Hersteller untereinander vergleichen zu können.Er ist gar nicht unbedingt dafür da den “echten” Verbrauch abzubilden. Hier gibt es zu viele Faktoren die das Resultat verfälschen wie, in welcher Region wird das Fahrzeug betrieben, Fahrerabhängige Einflüsse, Ausstattung des Fahrzeugs, Kurzstrecke, oder Langstrecke u.s.w.. Niemand fährt den Wagen so wie im NEFZ, bei dem z.B. ja auch nur eine Geschwindigkeit bis max 120 Km/h gefahren wird. Aber das NEFZ Profil soll eben reproduzierbare und vergleichbare Ergebnisse liefern. Nicht mehr und nicht weniger. Abgesehen davon, sorgt es bei uns ja auch für angenehme niedrigere Kfz-Steuer. Wäre der Test also realitätsnah, würde wir ein wenig mehr Kfz-Steuer zahlen.
        Ich sehe das inzwischen z.B. wie bei einem Big Mac, der sieht in der Werbung auch ganz toll aus und wenn ich mir dann einen kaufe, sieht er schon wieder ganz anders aus. Essen tue ich ihn trotzdem und ich beharre nicht darauf einen Big Mac zu bekommen wie er auf einem Bild dargestellt ist.

        • der_ardt says:

          „Aber das NEFZ Profil soll eben reproduzierbare und vergleichbare Ergebnisse liefern.“
          Eben das tut er nicht. Die Abweichung im Verbrauch ist beim durchschnittlichen SUV wesentlich größer als bei einer Limousine. Das verstehen aber viele nicht, die sich einen SUV kaufen, der auf dem Papier nur 7 L Diesel schlucken sollte, in der Realität aber nicht unter 10 Litern zu bewegen ist. Wenn die Limousine, die real nur 8 L schluckt, in der Broschüre dann bei 6,8 landet, kann der Unterschied ja so groß nicht sein, was er real jedoch ist.
          Die Bilder von BigMac und co. dagegen durchschschaut jeder spätestens nach dem dritten Kauf: es wird mieser geliefert als auf den Bildern dargestellt (die meisten kaufen in ihrem Leben mehr BicMac als Autos und sind daher erfahren). Informationsgehalt ist jedoch mit den Bildern zuverlässig gegeben. Auf denen sieht man, was auf dem Burger drauf ist und zudem sind noch die Soßen etc. meist beschrieben.
          Mal abgesehen davon ist es eine andere Sache, sich bei einem Auto einen Fehlkauf zu leisten als bei einem simplen Fastfood Menü.

          • Pro_Four says:

            …naja, das stimmt so nicht ganz.
            Meine Verbrauchserfahrungen entsprechen fast dem “NEFZ” Wert.
            Ich selber bin ein sportlicher Fahrer, latsche also auch mal kräftig drauf, soll ja schließlich auch Spaß machen.

            Angegeben war der X1 20d sDrive in der Stadt mit ~6Litern. Selber fahre ich im Außendienst fast nur Stadt, so raudabaud 80-90%, der Rest BA und LS.

            Bei mir pendelt es momentan bei 7,0 Litern laut Tacho ein, dies spiegelt sich aber auch in den zurückgelegten Kilomteren nieder. Dazu kommt noch das ich in den letzten Wochen ständig die Klima laufen habe und das meist nicht gerade wenig. Würde ich jetzt klimabereinigt Diese abziehen, komme ich auf fast 6,5L. Und: Die Start/Stop mache ich meist aus, meist nur dort wo ich die Amepln kenne.

            Fazit: Auch beim X1 20d SDrive passt mein Verbrauch fast, auch wenn mein Fahrstil sicher nicht annähernd so ist wie meiner.

            • der_ardt says:

              deine Beobachtungen sind allein für sich nicht sehr aussagekräftig, weil nur ein einziges Fahrzeug beobachtet wird. Zusätzlich ist der X1 nicht gerade ein SUV. SUV würde ich alles ab X3 bezeichnen, also was wirklich enorm große Silhouette aufweist. Daher hat dein Wagen auch nicht so sehr mit dem Windwiderstand zu kämpfen. Ich habe am Wochennde einen 320d (E90, 2010) überführt, der hatte 7,2 L/100 km im Computer, würde deine Beobachtung daher wohl bestätigen.

              Mal abgesehen davon, dass Start-Stopp tierisch nervt und das Material beansprucht, ist der Einfluss auf den Verbrauch im Alltag nicht messbar. Lass deinen Wagen mies im Standgasverbrauch sein (was er sicher nicht ist) und sich 1 L/h gönnen, da musst du schon viel Zeit an Ampeln laufen lassen um deinen Verbrauch durch Weglassen von Start-Stopp innerhalb einer Tankfüllung signifikant zu erhöhen.

              Neben Fahrstil ist auch das Streckenprofil wichtig. Wenn du am Wochenende die Karre trittst und die Werktage morgens und abends 40 km über Land zur Arbeit im Pendlerverkehrt mitschwimmst, also optimale Bedingungen vorfindest, wird der Verbrauch kombiniert niedrig sein.
              Ein realistischerer Zyklus müsste her, also einer, in dem mehr Landstraßengeschwindigkeit gefahren wird. Dort würde auch der Windwiderstand der SUV korrekt wiedergegeben (siehe Bennys Artikel zum WLTP) 😉

          • timbo76 says:

            Der NEFZ liefert reproduzierbare Ergebnisse! Und zwar die auf dem Rollenprüfstand. Es wird doch auch immer von Laborzuständen bei den Tests geredet. Genau! Das ist Sinn und Zweck der Sache (Zumindest so lange alle gleich viel ihre Autos präparieren. Leichtlauföle, Lichtmaschine abklemmen, Luftdruck erhöhen …). So kann man alle PKW’s untereinander vergleichen. Am Ende hätten die auch einen Test bis 250 Km/h machen können. Aber in wieviel Ländern darf man denn schon schneller fahren als 120-130 Km/h. Bei den meisten ist schon bei 120 Km/h auf der Autobahn schluss, schneller darf man eh nicht.

            Ich habe da jetzt keine Statistik, oder Matrix, aber bei den Autotests gibt es ja auch meisten eine Eco-Runde und da werden meistens die Prospektwerte erzielt. manchmal ein bißchen drunter, manchmal drüber. Das zeigt also das es theoretisch geht, auch mir etwas mehr Ausstattung als serienmäßig verbaut ist. Nur, genau wie beim NEFZ fährt auch niemand im echten Leben so wie auf einer Eco-Runde.

            • der_ardt says:

              gut, aufgrund der Laborbedingungen sind die Ergebnisse reproduzierbar. Du schriebst allerdings reproduzierbar und vergleichbar. Vergleichbar sind sie eben nicht, da beispielsweise SUV gegenüber leichten Fahrzeugen mit niedriger Windangriffsfläche bevorteilt werden, da eben der Windwiderstand aufgrund des niedrigen Tempos kaum ins Gewicht fällt.

              • timbo76 says:

                Aber wer will schon einen X1 mit einem Lupo vergleichen? Und wie schon gesagt, in den allermeisten andern Ländern interessiert der Verbrauch bei 160 km/h und mehr kaum jemanden.
                Aber einen A4 2.0 TDI und ein 320d sollten sich vergleichen lassen. Stellt dann das Labor einen Verbrtauchsvorteil für einen der beiden Motoren fest, sollte der auch in der Realität vorhanden sein. Wenn auch mit höheren realen Verbräuchen für beide Motoren, da ja eben niemand so fährt wie die das in dem Testprogramm ermitteln…

                • der_ardt says:

                  wenn 80% der 1er-Fahrer nicht wissen, dass sie Hinterradantrieb haben, dürfte der Anteil der Menschen, die den Prospekten glauben und sich daher für einen SUV und gegen einen Kombi entscheiden ähnlich hoch sein, da seitens des Papierverbrauchs nichts dagegen spricht. Und z.B. bei X1, X3 und 3er dürften häufig miteinander verglichen werden. Ein höheres Durschnittstempo würde die Realität bzw. die Vergleichbarkeit stark fördern, da eben nicht der Großteil mit einem 37,5 km/h-Schnitt durch die Gegend tuckert

                  • timbo76 says:

                    Wie heisst es doch so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht? Um nicht wieder das McDonalds Beispiel zu bemühen, aber wer nicht mit offenen Augen durch Leben läuft und sich informiert (und eben nicht einem schönen Bild, oder Statistiken glaubt) gehört eben bestraft.
                    Nur weil Toyota gerade eine 0,00 % Finanzierung, oder mal 3.000,- € über Schwacke anbietet ist das doch auch nicht der Deal des Lebens. Meistens gibt es nämlich nur eine Sache, entweder Nachlass, oder den geilen Zinsatz, oder eben mehr für den Gebrauchten. Da relativiert sich dann einiges, ganz wie beim NEFZ.

                  • der_ardt says:

                    Man kann aber nicht jedem Aspekt seines Lebens diese Aufmerksamkeit widmen. Viele fahren zu einem Händler, lassen sich da beraten, sehen auf dem Schild den Verbrauch und kaufen den Wagen im Glauben, der Verbrauch entspräche der Realität. Von einem auf Provision fixiertem Verkäufer kann man kaum erwarten, dass er den unwissenden Kunden desillusioniert. Klar sollte man sich vorher gut informieren, aber das gilt auch für Politik und andere Themen, wo gerade deutsche trotz der vielen Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung ein faules Volk sind.

        • B3ernd says:

          Du hast ja Recht. Ich kenne auch den Sinn oder Unsinn dahinter. Was mich jedoch wundert, dass niemand dagegen vorgeht, weil es doch bekannt ist, dass der NEFC nicht der Realität entspricht und gerade wir in Deutschland sind doch kleinkarriert²

          PS: Ich esse kein Fastfood und sehe das wie Ardt. Einen 5 € Burger als Fehlkauf ist etwas anderes als ein KFZ Fehlkauf.

  3. der_ardt says:

    sich vorher gut informieren: so machen wir es! Es gibt jedoch eben auch viele, die nicht wissen, worauf genau bei einem Neuwagenkauf zu achten ist und in dem Falle kann man einem Verkäufer auch nicht vorwerfen, wenn er den Kunden zum teureren SUV lenkt. Ich habe in meinem Umfeld einige Verkäufer und davon sind nicht alle so ehrlich wie deiner 😉 An der Verbrauchsangabe scheitert die Wahl jedenfalls nicht, da SUV und Kombi im NEFZ nicht weit auseinander liegen. Hier in meinem Institut rennen massenweise Mädels rum, die sich alle paar Jahre ein neues Auto kaufen, am liebsten in der-und-der Farbe, mit Sitzheizung und MP3-Radio. Davon ab habe ich es aufgegeben, mich bei der Wahl der Fahrzeuge behilflich zu zeigen.
    Geht mir bei Leistung vs. Verbrauch übrigens genauso. Es muss nicht der dickste Motor sein, aber auf der Landstraße bequem überholen sowie Reserven für die Bahn sollten definitiv vorhanden sein

  4. […] konzentriert, sind die Kollegen von bmw.at mal wieder einen Schritt voraus und haben auch den neuen Plug-in-Hybrid BMW 330e schon in ihren Online-Konfigurator eingepflegt. Die äußerlich ziemlich unauffällige […]

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