Mercedes-AMG C 63 S Coupé 2015: Schwer wie ein BMW 7er!

BMW 7er | 20.08.2015 von 47

Gleiche Gewichtsklasse: Das neue Mercedes-AMG C 63 S Coupé und der BMW 7er 2015 haben so gut wie nichts gemeinsam – außer einer interessanten Zahl.

Leichtbau spielt im Automobilbau eine immer wichtigere Rolle, schließlich profitieren Autos in vielfacher Art und Weise von einem niedrigen Gewicht – vor allem Fahrdynamik, Verbrauch und Verschleiß profitieren von einem niedrigeren Gewicht und rechtfertigen die zum Teil extrem hohen Investitionen in teure Werkstoffe und neue Verfahren.

Bei BMW hat man sich bereits vor Jahren entschieden, auf den damals nur in einigen handverlesenen Supersportlern sowie im Motorsport anzutreffenden Leichtbau-Werkstoff Carbon zu setzen und die kohlefaserverstärkten Kunststoffe im großen Stil zu nutzen. Während die BMW M GmbH schon seit 2003 erste Modelle mit Carbon-Dach ausgerüstet hat, wurde der Hightech-Werkstoff ab Ende 2013 auch für die Fahrgastzelle des Elektroautos BMW i3 genutzt. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Plug-in-Hybrid-Sportler BMW i8, ebenfalls mit Carbon-Fahrgastzelle, kommt der neue BMW 7er 2015 ab Herbst ebenfalls in den Genuss der mit Carbon verbundenen Vorzüge und punktet mit einem für seine Fahrzeugklasse extrem niedrigen Gewicht.

Vergleich-BMW-7er-G11-Mercedes-C63-AMG-S-Coupe-2015

Wie groß der mit BMW Carbon Core-Technik realisierte Gewichtsvorteil auf einige Wettbewerber ausfällt, zeigt ein Blick in die technischen Daten des neuen Mercedes-AMG C 63 S Coupé 2015. Das 510 PS starke Mittelklasse-Coupé, das unter anderem gegen den BMW M4 F82 antritt, wird von Mercedes mit einem DIN-Leergewicht von 1.725 Kilogramm angegeben – ein Wert, der nicht nur 228 Kilogramm über dem des BMW M4 liegt, sondern auch eine Parallele zum neuen BMW 7er herstellt.

Genau die gleiche Gewichtsangabe ziert nämlich das Datenblatt des neuen BMW 740i, der ab Oktober als vorerst leichteste Variante der neuen BMW 7er-Reihe G11 / G12 in den Handel kommt. Auch die neue Luxuslimousine aus München wiegt nach DIN-Norm 1.725 Kilogramm, spielt aber selbstredend in einer völlig anderen Fahrzeugklasse. Selbst die das Mercedes C-Klasse Coupé um mehr als einen halben Meter überragende BMW 7er Langversion bringt als 740Li nur 45 Kilogramm mehr auf die Waage als das neue Sportcoupé aus Affalterbach.

Wer beim Anblick des scheinbar leichten Sportcoupés auf der einen und der scheinbar schweren Luxuslimousine auf der anderen Seite also einen relevanten Gewichtsunterschied erwartet, wird von den Leichtbau-Erfolgen der BMW Group bei genauerem Hinsehen eines Besseren belehrt.

(Fotos: Mercedes / BMW)

47 responses to “Mercedes-AMG C 63 S Coupé 2015: Schwer wie ein BMW 7er!”

  1. Chris says:

    Das nenne ich mal Innovation von BMW!

  2. simons700 says:

    Der 740i hat aber einen 320ps starken 6 Zylinder und der Merc einen 510ps Starken V8.
    Der passende Vergleich wäre ein 750i gewesen, bei dem nicht nur der Motor mehr Gewicht auf die Wage bringt, sondern auch Fahrwerk, und Antriebsstrang verstärkt werden müssen…

    • Chris says:

      Der 750i wiegt 95 kg mehr, als der 740i. Die C-Klasse ist immernoch schwerer.

    • Pro_Four says:

      …sorry, aber wiegt denn der 6Zylinder soviel weniger als der V8.

      Die Diskussion gabs doch schon mal M4 C63, das der V8 doch gar nicht soviel mehr wiegen soll, lass es ~20Kg sein, mehr nicht.

      Und am Ende muss man sich mal die Serienausstattung beim 7er anschaun, was dort schon in der Oberklasse alles verbaut ist.

  3. karl karlsberg says:

    Oh, da scheint die Angst vor dem C63 Coupe im BMW lager schon groß zu sein…
    Schwer ist übrigends auch der V8 Motor, viel schwerer als der kleine 6 Zylinder vom M4…
    Ich glaube viele AMG fahrer würden den V8 trotzdem nicht eintauschen wollen…

    • Sebastian Bauer says:

      Nö, ist er nicht. Der V8 ist mit 209 kg nur 4 kg schwerer als der S55B30 aus dem M4.

      • Pro_Four says:

        ….eben, oben schon geschrieben und bin sogar von 20Kg ausgegangen. Sozusagen ist der 7er schon ein Leichtgewicht.

  4. Lennard's Mutter says:

    Das c63 coupe wird mit einem EG Gewicht von 1730 Kg angegeben. Der 740i mit 1800 ebenfalls nach EG. Der m4 mit dkg mit 1612 nach EG, mit Schaltgetriebe 1572. 750i 1895 KG.
    Toller Artikel also, wenn man Sechszylinder mit v8 vergleicht, Schaltgetriebe mit Automatik und dann auch noch falsche Daten benutzt.

  5. B3ernd says:

    Chris Harris, its up to you! Schnapp dir den M4 und den dicken AMG!

    • quickjohn says:

      Weder CH noch das ‘AMG C 63 S Coupe’ werden etwas an der Analogie zum bereits bekannten Performance-Gefälle M3 vs ‘AMG C 63 S Limousine’ ändern können.

      btw – die AMG Typologie könnte auch mal eine Verschlankung ala Daimler-SUV brauchen und ’63’ sollte dabei halt in die Tonne gekippt werden.

      • quickjohn's Mutter says:

        Stimmt natürlich. Der m3/m4 wird immer noch schwächer und langsamer sein. Was sollte Chris Harris daran auch ändern?

      • Chris35i says:

        63 ist Kult und wird bleiben. BMW macht doch auch aus 35i 40i, obwohl sich am Motor nichts ändert, Marketing eben. Die Zahlen stehen doch inzwischen nur für die Leistungsstufe und nicht welches Aggregat da drin ist – die Zeiten sind vorbei. Das sollte man doch so langsam raffen (nicht nur du, alle anderen auch).

        Und Performance Gefälle ist so eine Sache… 😉 Da lehnt sich jemand weit aus dem Fenster, dies zu behaupten. Auf der Autobahn und im normalen Straßenverkehr ist da kein Unterschied. Ihr immer mit eurer Rennstrecke oder der engen Landstraße… so ein Quark. Eine Differenz kann ich nur merken, wenn ich beide Autos nacheinander fahre und dann auch noch die gleichen Bedingungen habe. In der Klasse zählen bei den Käufern andere Attribute, keine Zentel, die ein Käufer sowieso nicht spürt. Die Rennstrecken-Masche wird nur noch aus Marketing-Gründen erwähnt, sonst hat die keinen so großen Einfluss…, daher setzt BMW auch auf Elektro und Nachhaltigkeit.

        • Thomas says:

          Wie kannst du nur!

          Dann bist du nicht feinfühlig genug, Chris 🙂
          Rennstrecke dient lediglich der Veranschaulichung.
          Ein Fahrzeug welches weniger Leistung hat als die Konkurrenz und trotzdem schneller ist, muss sich entsprechend agiler fahren und feinfühliger dosieren lassen.

          • Chris35i says:

            Haha. Wahrscheinlich. 😉
            Jetzt mal ernst. Viele Wege führen nach Rom (d.h. Kaufanreiz). Viel Power und mehr Gewicht, genau so wie weniger Gewicht und agileres Handling. Spaß macht in der Klasse beides, so entscheidend ist das ganze Power/Gewichts-Thema dann bei den Käufern auch nicht.

            Ich bin schon beides gefahren, M6 Cabrio und M4 Coupé und klar merkt man die hier enormen Masseunterschiede von über 450 kg. Das ist aber doppelt so viel wie im Falle C63 und M4.

            Um zum Thema Gewicht zurück zu kommen. Trotz 2 Tonnen geht der M6 verdammt gut einen Pass hoch. Das Ding kannst du Prügeln ohne Ende (da wird die 10% Steigung zur Flachpassage), da muss man aber schon fahren wie naja, etwas unorthodoxer als der Begriff humane Fahrweise impliziert. Mache ich das selbe im M4, spüre ich die 450 kg weniger Gewicht. Jedoch macht die Passfahrt mit beiden Ms richtig Laune, darauf kommt es an. Zudem, erst wer richtig flott ist, merkt den Unterschied signifikant, vorher gehen die Dinger einfach gefühlsmäßig souverän ohne Anstrengung oder Anzeichen von Übergewicht.

        • Fredericus Rex says:

          Chapeau für diesen Kommentar !

        • Grausamer Lästerer says:

          “……Ihr immer mit eurer Rennstrecke oder der engen Landstraße… so ein Quark…..”

          Hier sind doch (fast) alle mit mindestens 600 PS und suuuuper leichtem Chassis unterwegs, naja wenigstens an der Spielekonsole und am späten Abend geht´s mit ´nem verbastelten E36 zurück in die “Platte” nach MeckPom.

          • Thomas says:

            Also fürs WE kann ich ca. 1,8kg pro PS anbieten. Auf 4 Rädern natürlich.

            Mein Anspruch ist nicht unbegründet 😉

            • Thomases Mutter says:

              Was für ein Auto fährst du denn, das ein besseres Leistungsgewicht hat als ein Pagani Huayra, oder der Caterham superlight r500?

            • Lennard´s Fremdsprachen says:

              Dann ist es diese Schmalspurgranate mit 600 kW !

              Nur 99 Zentimeter schmal,aber faustdick unter der Haube:
              Der Tango T600 ist ein 600 kW starkes Elektromobil, das im Sprintduell sogar eine Dodge Viper nass macht !

              Fahrgastzelle aus Kohlefaserverbundmaterial.

              o.K. doch 1,4 Tonnen schwer der T600, aber allein 450 Kilogramm entfallen dabei auf den Batteriepack – von zwei Elektromotoren an der Hinterachse.

              Maximles Drehmoment von sagenhaften 1.355 Nm.
              Von 0 auf 100 km/h in knapp 4 Sekunden.
              Vmax zwar “nur” 217, aber das reicht um die Fußgängerzone aufzumischen 😉

              Der Preis für den Schmalspur-Zweisitzer: mindestens 121.000 USD.

              • Lennard´s Fremdsprachen says:

                ………..hier auf der Rennpiste !

              • Thomas says:

                Mit einem 25km/h Aufkleber am Heck kommt das sicher gut an:)

                • Lennard´s Fremdsprachen says:

                  Ja, das ist wirklich eine Überlegung wert.
                  25 km/h Aufkleber und dazu noch “Vorsicht Anfänger”-Aufkleber und dann jeden “Möchtergern Proll” nass machen; den Gaudi werde ich glatt in mein Repertoire aufnehmen 😉

                  P.S. den kompletten Fahrbericht über den sagenhaften Tango T600 konnte man in der ams (Print Ausgabe) vor knapp zwei Jahren lesen.

          • Pro_Four says:

            …woher willst du das denn wissen, das hier welche mit einem verbastelten E36 durch die Gegend Gondeln?

  6. Sascha Weber says:

    Wie kommt man denn bitte auf eine Differenz von 228 kg? Der M4 wiegt doch 1612 kg mit DKG.

    • Benny says:

      Der M4 wiegt mit manuellem Getriebe und ohne 75 kg für Fahrer und Gepäck (eben DIN-Norm) 1497 Kilogramm, nach gleicher Norm kommt das C 63 S Coupé auf 1725 Kilogramm –> 228 Kilogramm. Die 1612 beziehen sich auf einen M4 mit DKG nach EU-Norm, also inkl. 75 kg für Fahrer und Gepäck. Nach dieser Norm kommt das C 63 S Coupé aber auch nicht auf 1725, sondern auf 1800 Kilogramm.

  7. Fini says:

    Entscheidend ist doch für den Otto-Normal-Käufer nicht der M3 oder der C63 und schon garnicht der 740i…Was für ein Vergleich *kopfschüttel*… Das kann man beim besten Willen nicht vergleichen! Das sind unterschiedliche Konzepte für unterschiedliche Geschmäcker. Vergleichbar wären 750Li (1940kg) gegen S500lang (2015kg) oder 330i (1545kg) gegen C300 (1520kg). Dann stimmt wenigstens die Fahrzeugklasse und das Antriebskonzept, aber selbst dann bleiben die unterschiedlichen Sonder- und Serienausstattungen! Mit so einem, wie ich finde, miesen Vergleich wird man der ohne Frage vorhanden Vorreiterstellung von BMW im Bezug auf den Leichtbau- und speziell Carbon-Einsatz nicht gerecht. Wobei man sich auch keine Illusionen machen darf was die Wettbewerber angeht. Die verfolgen jedoch andere Strategien. Die setzte Audi traditionell auf mehr Aluminium und Mercedes verbaut vermehrt hochfeste Stähle. Das sind andere Wege aber viele Wege führen nach Rom 😉

    • Pro_Four says:

      …hääää, hast du den Sinn dieses Vergleiches nicht verstanden? Natürlich ist das schon interessant, wenn man bedenkt, in welcher Klasse sich der 7er und in welcher Klasse sich der C63 bewegt. Beide geben sich beim Thema Gewicht nicht viel.

      “Die setzte Audi traditionell auf mehr Aluminium und Mercedes verbaut
      vermehrt hochfeste Stähle. Das sind andere Wege aber viele Wege führen
      nach Rom ;)”

      -ohne Alu und geradezu hochfestem Stahl geht heut gar nix mehr, das schon mal zur Klarstellung.
      -BMW verbaut nun, speziell durch den Vorreiter i3, immer mehr den Verbundwerkstoff Carbon MIT Alu und hochfestem Stahl. Es ist ja nicht so, das man einfach mal so Carbon verbaut, sondern dies muss auch die Steifigkeit der Fahrtzeuge gewährleistung inkl. die immer mehr verschärfte Crashtests bestehen.

      Und die gößten Gewichtsersparnisse hat man nun mal ab der oberen Mittelklasse. Das C,3er und A4 auf ähnlichem Niveau liegen bestreitet ja keiner.

      • Fini says:

        “Und die gößten Gewichtsersparnisse hat man nun mal ab der oberen Mittelklasse. Das C,3er und A4 auf ähnlichem Niveau liegen bestreitet ja keiner.”
        Eben das ist es doch… sobald man gleiche Konzepte vergleicht ist der Gewichtsvorteil nicht mehr groß oder sogar verschwunden! Wenn du schon obere Mittelklasse ansprichst: E250(1680km) zu 520iA (1690kg) Wobei das noch ein Beispiel ohne Carboneinsatz ist. Das einzige “normale” Modell ist derzeit halt der 7er und den hatte ich bereits verglichen.
        Wie gesagt ich bin ein großer Freund der momentanen Bemühungen von BMW für den Einsatz von CFK in der Großserie. Alleine schon weil dadurch die Technologie weiterentwickelt wird und das ist immer ein Gewinn. ABER der Vergleich hinkt.

  8. Thomases Mutter says:

    Wie wär’s eigentlich mal mit folgendem Artikel: “BMW 425d Cabrio 2015: Schwerer als ein BMW 7er!” oder so?

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