BMW 760Li / 760i 2016: 7er G11 erhält Rolls-Royce 6,6 Liter-V12

BMW 7er, BMW X7, Rolls-Royce | 8.04.2015 von 18

Unter den Motorhauben der britischen Luxusklasse spielt eine Zahl traditionell eine besondere Rolle: Egal ob Acht- oder Zwölfzylinder, ein Hubraum von 6,75 Liter gehört seit …

Unter den Motorhauben der britischen Luxusklasse spielt eine Zahl traditionell eine besondere Rolle: Egal ob Acht- oder Zwölfzylinder, ein Hubraum von 6,75 Liter gehört seit Jahrzehnten zum guten Ton im englischen Automobil-Adel.

Nach der Übernahme von Rolls-Royce hat die BMW Group – als Konstrukteur des ersten deutschen Nachkriegs-V12 durchaus mit einer eigenen Zwölfzylinder-Tradition – diesen Umstand stets respektiert und in den Automobilen der britischen Luxusmarke nie einfach den stärksten verfügbaren V12 aus dem BMW-Regal verbaut. Stattdessen wurde der seinerzeit 6,0 Liter große V12 des BMW 760i auf 6¾ Liter vergrößert, um dem Phantom mehr Eigenständigkeit und ein weiteres typisch-britisches Element zu verleihen.

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Mit dem Rolls-Royce Ghost wurden aus 6,75 Liter “nur noch” 6,6 Liter, der BMW V12-Biturbo N74 wurde für den Einsatz in der Einstiegsbaureihe der Luxusmarke dennoch grundlegend überarbeitet. Die Zeiten dieser unterschiedlichen Zwölfzylinder nähern sich nun allerdings ihrem Ende, denn der neue BMW 760i G11 / BMW 760Li G12 soll ab 2016 keinen kleineren Motor als der Rolls-Royce tragen müssen.

Auch im neuen BMW 760Li 2016 wird folglich ein 6,6 Liter großes V12-Herz schlagen, das mit Biturbo-Aufladung für weit über 600 PS gut ist – schon jetzt leistet der N74 im Rolls-Royce Wraith 632 PS. Natürlich wird das Kraftpaket für den Einsatz im neuen BMW 7er G11 nochmals überarbeitet und soll dann spürbar sparsamer als die heutige Version sein.

Neben den Modellen 760i und 760Li sowie künftigen Luxusklasse-Modellen von Rolls-Royce gibt es noch einen weiteren Einsatzort für den Zwölfzylinder: Auch unter der Haube des BMW X7 G07 ist der 6,6-Liter-V12 ein heißer Kandidat für die Rolle der exklusiven Topmotorisierung.

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18 responses to “BMW 760Li / 760i 2016: 7er G11 erhält Rolls-Royce 6,6 Liter-V12”

  1. Jupp says:

    Da hätte ich eher mit Downsizing gerechnet…

  2. Fagballs says:

    Die Überschrift ist schon etwas missverständlich, oder? Es klingt im Moment so, als würde ein von Rolls Royce entwickelter Motor in den 7er wandern und nicht der 7er Motor, der für RR aufgebohrt wurde, wieder zurück in den 7er wandern.

    Davon ab, könnte man den Wagen dann mit 6,6 oder 6,75 l Hubraum 770i nennen, folgt man dem aktuellen Nomenklatur Trend.

  3. B3ernd says:

    ” Auch unter der Haube des BMW X7 G07 ist der 6,6-Liter-V12 ein heißer Kandidat für die Rolle der exklusiven Topmotorisierung.”

    Wenn der V12 wirklich in den X7 kommt, dann Hut ab! Solch dicke Eier hätte ich den Münchner aktuell nicht mehr zugrtraut. Über Sinn und Unsinn muss man sich nicht unterhalten – Fakt ist: Das wird gekauft!

    • moehre says:

      von dir?

      • B3ernd says:

        Klar 🙂

        Mir gehts eher um den Mut an sich. Man hat ja aktuell irgendwie das Gefühl, dass BMW zu stark auf die “political correctness” schaut. Downsizing wohin das Auge reicht und überall das grüne Feigenblatt vor Augen. Das passt irgendwie aktuell nicht so recht ins BMW Portfolio

        • Jupp says:

          Ich glaub das Grün des Feigenblatts kommt eher vom Dollar als von Mutter Natur.
          Das aktuelle Downsizing hat für mich mehr mit Kostenersparnis als mit Spritersparnis zu tun.

          • B3ernd says:

            Die Kostenreduzierung spielt mit Sicherheit auch eine große Rolle. Die i-Sparte ist ja DAS Aushängeschild in Sachen Umweltbewußtsein. Und die I-Sparte steht nicht unmittelbar für eine Kostenreduzierung.

            • Jupp says:

              Das mit der I-Sparte stimmt natürlich, aber wenn ich mir den Motor aus M3/4 angucke, der ja, wenn auch stark modifiziert, von einem Großserienmotor abstammt, ist diese Abwandlung sicher deutlich günstiger als eine Neuentwicklung eines kompakten V8, wie Mercedes es für C 63, respektive AMG GT, getan hat.
              Im Ergebnis ist jedoch der C 63, auf dem Papier zumindest, sparsamer als ein M3. Der V8 hat jedoch sicher einen enormen Leistungsvorteil und ist aus meiner Sicht auch haltbarer.

              Eine für mich klar kostenorientierte Entscheidung von BMW, die dann mit angeblichen (nicht existenten) Verbrauchsvorteilen und einem (tatsächlich kaum existenten Gewichtsvorteil) gerechtfertigt wird.
              Wer zu lange nur auf den Gewinn aus ist, vergisst irgendwann, dass dieser durch zufriedene Kunden entsteht, und das ist ein Bumerang.

              • Pro_Four says:

                …das ist bis Dato alles nur reine Spekulation!!

                Und soweit ich weiß, ist der M3/4 Motor eine Neuentwicklung! Und: das die R6 Motoren, von der Haltbarkeit, unereichbar sind, brauch ich ja keinem zu erklären!!

                Ich mag sogar den Sound des M3, ich find ihn dezent und trotzdem nicht aufdringlich, aber alles natürlich rein eine Geschmacksfrage.

                Da mir dass Bollern mitlerweile auf den Zeiger geht, genau wie der Klang einer Shopper, so ist es für mich angenehm. War ja damals auch schon beim 1er M C. so, ein herrlicher Sound, gefällt mir und es reicht!

                Das mit deinem Bumerang es aber auch anderswo feststellbar, nähmlich an den Kompakten, dort wo BMW noch einen R6 baut, drehen die anderen an der Schraube und verpassen den frontlastigen Wagen einen hochgezüchteten R4, geht genauso!

                • Jupp says:

                  Absolut nichts gegen den R6, toller Motor, keine Frage. Aber bei der Literleistung bin ich äußerst skeptisch was die Haltbarkeit angeht (was beim Mercedes V8 nicht viel besser sein wird).
                  Denke nur, der V8 mit mehr Hubraum hat mehr Reserven. Man hätte ja gerne einen R6 mit etwas mehr Hubraum nehmen können, ein GTR hat zB 3,8 Liter, und das ist ein toller Motor, wenn auch in V-Form

                  • quickjohn says:

                    Dann informiere doch bitte einmal die 45-AMG Käufer über ihre Motor-Lebenserwartung.

                    360 PS/ltr. ist hier der aktuelle Wert – hochgerechnet entspräche das für den M3/4 Motor einer Leistung von 540 PS. Da ist noch etwas Luft.

                    Ich finde daß uns hier Spekulationen nicht weiterbringen.

              • der_ardt says:

                1. sind nach wie vor die meisten Kunden bei BMW sehr zufrieden (auch wenn es nicht mehr die sind, die vor 10 Jahren noch bei BMW zufrieden waren)
                2. waren vor dem S65 und S85 so einige der M-Ikonen mit technisch überarbeiteten AG-Triebwerken unterwegs, dagegen spricht pauschal nichts. Was mich stört ist, dass man eine gute Basis mit S65 und S85 hatte und davon jeweils downgesized hat :-/

              • quickjohn says:

                Es gibt nur einen Grund warum AMG zu einer ‘V8 Neukonstruktion’ gegriffen hat – hier war zwangsweise ein Big-Block-Sauger abzulösen und man wollte sich den Aufwand für 2 verschiedene Motorkonzepte nicht antun.

                BMW ist hier doch wesentlich besser aufgestellt – man hat einen neu ( jawohl – zB. closed-deck, etc. – für all die, die es einfach nicht wahrhaben wollen) konstruierten R6 in der 3 ltr. Klasse und darüber einen 4,4 ltr. V8.

                Und AMG? Wird ein breites Leistungsspektrum durch pseudo-Leistungsstufen abdecken müssen – und hat dennoch von der C- bis zur S-Klasse und den Supersportwagen überall den gleichen Motor.

                Also ich sehe BMW da klar im Vorteil mit seiner – etwas teureren – 2-Motorkonzeptstrategie.

  4. Zusammenfassung der Kommentare says:

    Hier sind ja wieder die toll kühnsten, eher verhinderten Ingenieure am schwadronieren, wahrscheinlich haben die nicht mal Physik + Mathe Leistungskurs Abi mit anschließendem, entsprechendem Basis Fach Studium an der Uni hinter sich !

    Aber macht nichts, lieber nach Stammtisch Manier mal schnell die Glaskugel rausgeholt und siehe da, dieser Downsizing- oder jener Langhuber-Motor hält einfach länger, je nach Ideologie, denn ohne “Wissen-schafft” es der Michel doch auch, fast so präzise wie das gefühlte Wetter.

    @Pro_Four:disqus , früher in der ddr war doch auch nicht alles schlecht !?
    Damals gab wenigstens Maigeld und gefeiert, gesungen hat die fdj-Jugend sowieso…nur aus dem verordneten Gleichschritt durfte niemand geraten, sonst ging es ab nach Bautzen.

  5. quickjohn says:

    Wenn man die V12-Stückzahlen ( 600 PS und 800 Nm braucht wirklich niemand.

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