BMW 1er Facelift 2015: 118i ab Juli mit Dreizylinder-Motor B38

BMW 1er | 6.02.2015 von 25

BMW 118i Dreizylinder: Im Juli erhält das BMW 1er Facelift 2015 ein weiteres Motoren-Update, im 118i arbeitet dann der sparsamere Dreizylinder-Motor B38

Mit dem BMW 1er Facelift 2015 stellen die Münchner auch die Motorenpalette kräftig um. Besonders einschneidend sind die Veränderungen am unteren Ende der Leistungsspanne, denn hier kommen erstmals Dreizylinder-Motoren zum Einsatz. Neben den offiziell angekündigten Modellen 116d und 116i haben wir bereits erfahren, dass später auch ein BMW 114d Dreizylinder in den Handel kommt.

Aber es geht noch weiter: Auch der “neue” BMW 118i mit einer 136 PS starken Ausbaustufe des Vierzylinder-Motors N13 wird noch in diesem Jahr erneut umgestellt – auf den ebenfalls 136 PS starken Dreizylinder-Benziner B38, der bereits aus dem MINI Cooper bekannt ist.

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Gebaut wird der neue BMW 118i Dreizylinder ab Juli 2015, bis dahin rollen alle Facelift-118i mit dem 136 PS starken N13B16 vom Band. Klar ist, dass sich der Normverbrauch des künftigen 118i in etwa auf dem Niveau des 116i mit B38 bewegen und somit um fast 0,5 Liter auf 100 Kilometer sinken wird.

Die Umstellung auf Dreizylinder beim 118i betrifft sowohl den BMW 1er Fünftürer (F20 LCI) als auch den Dreitürer (F21 LCI) und dürfte Facelift-118i mit Vierzylinder früher oder später zu echten Exoten machen. Weiterhin mit Vierzylinder-Motor werden die Modelle 120i, 125i, 118d, 120d und 125d angeboten, darüber thront der M135i mit Reihensechszylinder.

BMW 118i: Dreizylinder B38 ab Juli 2015

Auf die Fahrleistungen wird die Umstellung auf den Dreizylinder-Motor keine relevanten Auswirkungen haben, auch der neue 118i wird in rund 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h erreichen.

Das maximale Drehmoment beträgt sowohl beim N13 als auch beim B38 220 Newtonmeter. Der Dreizylinder stellt es aber nur ab 1.250 U/min zur Verfügung, während es beim Vierzylinder in einem breiten Fenster zwischen 1.350 und 4.300 U/min anliegt.

Ebenfalls nicht zu erwarten ist eine Preis-Anpassung, wie bisher wird der BMW 118i Facelift ab 24.050 Euro (Dreitürer) beziehungsweise 24.800 Euro (Fünftürer) erhältlich ist. Alle Preise und Details finden sich in der Preisliste.

25 responses to “BMW 1er Facelift 2015: 118i ab Juli mit Dreizylinder-Motor B38”

  1. digger says:

    super antrieb, schön sparsam. ich mag das…! überlege mir einen zu bestellen.

  2. Fagballs says:

    Ich habe für diese Politik absolut kein Verständnis. Mit dem Facelift wird der 118i um 34 PS, 30 Nm und 12km/h Vmax gekürzt, für vier Monate, dann wird der traurige N13 durch einen noch traurigeren B38 ersetzt. Danach sind immer noch vier verschiedene Otto-Motoren im Einsatz: B38 in 116i und 118i, N13 in 120i, B48 im 125i und N55 im 135i, wenn ich das richtig sehe. Was für ein Heckmeck.

    Und wozu das Geschiebe? Damit man noch einen 90 PS 114i Einsteigermodell unten drunter klatschen kann? Oder einen 75PS 112i? Freude am Sparen? Da nimmt man doch lieber ein paar mehr Kröten in die Hand und wählt einen 1er mit B47 Motor. Sparsam und kraftvoll.

    • Martin says:

      Grundsätzlich stimmt das Durcheinander, denke aber eher beim 125i bleibts beim N20 da auch die 218PS gleich bleiben.

      • Fagballs says:

        Stimmt, dann würde ich davon ausgehen, dass dort auch noch im Verlauf der nächsten 12 Monate ein Motorwechsel statt findet, ebenso wie beim 120i.

  3. truongv says:

    Der Dreizylinder stellt es aber nur ab 1.250 U/min zur Verfügung, während es beim Vierzylinder in einem breiten Fenster zwischen 1.350 und 4.300 U/min anliegt.

    Heisst das, dass das max Drehmoment früher anliegt ?

    • Fagballs says:

      Richtig erkannt, der B38 hat ein relativ breites Band mit seinem maximalen Drehmoment zwischen 1250 und 4300 U/Min, der N13 braucht dafür 100 U/Min mehr, fällt bei der gleichen Drehzahl ab.

      • truongv says:

        Dann bringt es doch schon einen kleinen Vorteil wenn sie statt dem N13 den B38 einbauen? Verbrauch wird niedriger und Max Drehmoment setzt frueher ein ?

        • Fagballs says:

          Völlig richtig, zumal der B38 auch etwas leichter sein soll und die Karre damit agiler im Rahmen der Möglichkeiten. Bedenke dabei aber, dass der im alten 116i verbaute N13 nur ein 1,6 Liter Aggregat ist, Es gehen also nur 100ccm verloren, dafür ist der B38 eine Neuentwicklung mit allerlei technischen Raffinessen. Insofern macht es sogar Sinn, auf die neue Maschine zu warten.

          Anders sehe ich das beim 116d, dem ein kompletter halber Liter Hubraum abgenommen wurde.

  4. PHoel says:

    Komisch, dass der 118i dann nicht gleich von Anfang an als Dreizylinder kommt. Naja, Glück für die, die ihn jetzt noch als 4 Zylinder kaufen, die können ihn dann in 20 Jahren mal teuer verkaufen.

    • Fagballs says:

      Siehe mein Post weiter oben: Der N13 ist ja nur ein 1.6l Vierzylinder, es geht also nicht so viel Hubraum verloren, dafür bekommt man den deutlich moderneren Motor. Ich würde auf den B38 warten, wenn die Optionen 125i (2l 4 Pötte und Dampf) oder 118d (2l 4 Pötte und Diesel) nicht in Frage kommen.

  5. Josam says:

    Wird es den 114d auch mit Automatik (Steptronic) geben?

  6. MichaelMPower says:

    Schon Wahnsinn wie hier viele gegen den B38 sprechen. Keiner der hier spricht ist den B38 schon gefahren, ich fahr ihn fast täglich und der Motor passt sowohl beim Mini, als auch beim 1er als Einstieg. Zudem hat er einen kernigen Sound und klingt besser als die 1.6er 4 Zylinder, welche im Leerlauf fast schon Dieselähnlich klingen. Meiner Meinung nach ein top Motor mit gutem Durchzug.

    • BMW_550i says:

      Das ist die sogenannte Hören-Sagen (von Tante, Onkel, dessen Bekannten seine Tochter usw ..) Klientel hier. 🙂 Kennen wir alle schon.

      • MichaelMPower says:

        BMW_550i: ich fahre seit August 2014 einen Mini Cooper F56, Blazing Red, 17 Zoll Spoke. Wohnst doch in München, wenn du willst kannst ihn dir gerne jederzeit ansehen. Grüße 😉

    • Fagballs says:

      Na zum einen hast du hier die Fraktion “Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer mehr Hubraum”, diejenigen, die schon Vierzylinder gerade mal für Rasenmäher ausreichend finden, und die, die generell gegen Zwangsbeatmung sind. In Summa also Leute, die gegen alles sind, was irgendwie zu Downsizing gehört.

      Bist du den jetzt im Mini und im 1er gefahren oder nur im Mini? Im Mini mit kaum mehr als einer Tonne Leergewicht stelle ich mir den ganz knuffig vor. Bei nem Kompakten mit 300 bis 400 kg mehr stelle ich mir den einfach etwas angestrengt vor, auch weil der aktuelle 116i, der ja dann 118i wird, bis der Motor getauscht wird, eben auch schon ein wenig überfordert ist und nicht wirklich spritzig zu Werk geht.

      Und “kernig”… ein durchgerosteter Auspuff klingt auch kernig, davon hab ich als Fahrer nüscht 😉

      • MichaelMPower says:

        Natürlich gibt es diese Fraktionen, und ich bin nicht ausschließlich für Turbomotoren, aber vor allem bei den kleineren Autos kommt man nicht um die Turbos herum, denke ich. Mehr Hubraum hat auch seinen Reiz, aber da können die Hersteller eben nicht so mit den Verbrauchsangaben tricksen….

        • Fagballs says:

          Mit tricksen sagste was: Die ganzen kleinen zwangsbeatmeten Scheißdinger muss man ja einigermaßen treten, damit der Turbo in Schwung kommt und man in einem wirkungsvollen Bereich fährt. Und schon hat sich das mit dem Normverbrauch. Der Verbrauchsvorteil für den Fahrer verschwindet damit vollends. Von der Langlebigkeit sprechen wir lieber erst gar nicht.
          Gewicht gerade in einem kleinen Auto ist ein valider Punkt, davon abgsehen ist “so schlimm wie alle sagen ist er gar nicht” ein eher trauriges Argument, findste nicht?

          • MichaelMPower says:

            Meiner Meinung nach war aber der Schritt von den kleinen Saugmotoren zu den Turbomotoren notwendig, oder willst du sagen, dass die E87 1er mit Saugmotoren gut gingen? Der einzige Saugmotor der im E87 wirklich Spaß machte und zudem ein hammer Motor war, war der N52.
            Mich würde interessieren was du dir z.B. als Einstiegsmotor für das F20 Facelift vorstellst?

            • Fagballs says:

              Gegen Turbo an sich hab ich ja nichts. Ich lebe ja durch die Car Policy meiner Firma in einer Diesel-only Welt. Und Diesels ohne Turbo gehen überhaupt nicht. Bei Benzinern kann man Turbo-laden, sollte darüber aber nicht Hubraum vergessen. Nach meiner gefühlten Erfahrung sollte in der Größenordnung, in der BMW rumspringt, mindestens 2 Liter am Start haben. Für Minis, Polos, und Konsorten mögen 1,5 Liter 3 Zylinder ja völlig ausreichen, aber wie schon gesagt. Selbst den 1,6l Vierzylinder, der im 116i verbaut ist, fand ich etwas schwachbrüstig. 116d ist ok und könnte das Einstiegsmodell sein. Beziner erst ab 120i mit 2l B48 und Hausnummer 190 PS. Alles darunter grenzt an Verkehrsberuhigung und sollte nicht den weißblauen Propeller tragen. Meine Meinung, völlig subjektiv 🙂

              • MichaelMPower says:

                Dieselmotoren ist vollkommen klar, und ein 116d ist als Einstiegsmodell wirklich ok. Bei den Benzinern braucht BMW eben einen kleinen Motor als günstigen Einstieg in die BMW-Welt, aber wahrscheinlich brauchen viele nicht mehr Leistung.

                • Fagballs says:

                  Einstieg ist schwierig. Ein Einstieg muss auch immer eine wenig Geschmack liefern. Was macht einen BMW aus? Sportlichkeit und Premium Look and Feel. Ein Einstiegs BMW hat wenig Dampf und billiges Interieur (ist beim 1er IMHO so, wenn man nicht wenigstens eine Line nimmt, kein iDrive hat usw), das macht keine Werbung für die Marke in dem Sinne, dass man das Auto fährt und mehr will. Wenn dann mit dem zukünftigen 1er noch der Heckantrieb wegfällt und auf Touch Control beim Navi gesetzt wird, kann ich auch nen Golf fahren, der kostet weniger.

                  Ich finde da haben andere Marken bessere Einstiegsmodelle, die eher Marken-typisch sind: Audi A1, VW Up!, Opel Adam, Rolls-Royce Ghost, Lamborghini Huracan, Range Rover Evoque, Jaguar XE. Gerade letztere scheinen genau meiner Meinung zu sein: Unten Diesel für sparsames aber trotzdem zügiges Fahren im Fenster von 163-190PS, ab 200 übernehmen Benziner bis 340PS hoch.

  7. stupid_man_suit says:

    Und da sag noch einer, der Wechsel eines Motors wäre aufwändig / nicht wirtschaftlich etc.
    Warum genau fuhren und fahren manche BMWs immer noch mit den alten, rumpligen 143- und 184-PS-Dieseln?! Scheint ja unmöglich zu sein, dies zu ändern, wenn hier eine Motorisierung für sage und schreibe 4 Monate angeboten wird. Nicht nachvollziehbar.

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