BMW i5: Brennstoffzelle aus dem Toyota Mirai für neues i-Modell?

BMW i | 21.11.2014 von 29

Schon auf Basis des BMW 1er E87 wurde in München ein Brennstoffzellen-Versuchsfahrzeug gebaut, dennoch wurde das Thema Brennstoffzelle seitens der BMW Group zumindest in der …

Schon auf Basis des BMW 1er E87 wurde in München ein Brennstoffzellen-Versuchsfahrzeug gebaut, dennoch wurde das Thema Brennstoffzelle seitens der BMW Group zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung lange Zeit vernachlässigt. Zurück auf die Tagesordnung kam ein potenzielles Fuel Cell Electric Vehicle von BMW mit dem Beginn der Toyota-Kooperation, schließlich wollen die Japaner schon am 15. Dezember 2014 das weltweit erste Serien-FCEV auf den Markt bringen.

Stimmen die Informationen der britischen AutoCar, wird das Know-How des Toyota Mirai eines Tages auch im BMW i5 stecken – einem Elektroauto mit Brennstoffzelle. In der Brennstoffzelle kann Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt werden, diese wird zur Versorgung eines Elektromotors genutzt.

Toyota-Mirai-FCEV-Brennstoffzelle-Elektroauto-Fuel-Cell-01

Im Fall der Brenstoffzellen-Limousine Toyota Mirai, die ab Herbst 2015 auch in Deutschland erhältlich sein wird, stellt der Elektromotor 154 PS und 335 Newtonmeter zur Verfügung – und bleibt dabei natürlich völlig emissionsfrei. Die Reichweite bewegt sich auf Augenhöhe mit konventionell per Verbrennungsmotor angetriebenen Fahrzeugen.

Günstig ist der Einsatz der Brennstoffzellen-Technologie derzeit allerdings noch nicht: Als Kalkulationsgrundlage für die Leasing-Raten des Toyota Mirai nennen die Japaner 78.540 Euro.

29 responses to “BMW i5: Brennstoffzelle aus dem Toyota Mirai für neues i-Modell?”

  1. digger says:

    ich finde, die synergien sind schon jetzt beim thema design vorhanden. schwer zu sagen was hässlicher ist: BMW i oder dieser murks in blau…am preis wirds sicher nicht liegen, denn der ist ein no brainer for people with no brain.^^

    • spectator111 says:

      Na, wieder deinen Schiss abgelassen? Etwas englisch kann er auch, dank Hauptschulkurs.. Würde mich fast interessieren, welche Autos er bevorzugt. Etwa die Ingolstädter Marke mit dem Allerweltsdesign? Das neue Stylistik des I3 überfordert manch schlichtes Gemüt, damit muss man sich abfinden.

  2. B3ernd says:

    Optisch ein absolutes Desaster 😀 Technisch dafür hoch interessant!

  3. Chris says:

    Fälschlicher Weise wird oft berichtet, dass die Toyota-Technik in Sachen Brennstoffzelle einfach übernommen wird. Die Kooperation mit BMW beinhaltet aber das GEMEINSAME entwickeln der Brennstoffzellen-Technik und Lithium-Luft-Akkus!

    • Der_Namenlose says:

      Alles andere macht an sich eigentlich keinen Sinn.

      Allerdings: wenn es sich um eine Kooperation handelt, dann müsste die Einführung von Mirai bedeuten, dass zumindest die Brennstoffzelle beiden jetzt zur Verfügung stünde.
      Nur wäre Toyota mit der Serienreife, also mit der Integration des Gesamtfahrzeugs, Jahre weiter, denn einen i5 hat bis jetzt keiner gesichtet. Sollte er dann kommen, dann wohl nicht vor 2017/2018 und damit kein BMW-EV auf Basis von Brennstoffzellen bis dahin.
      Es sei denn, es gibt vorher den i3 auf Basis von Brennstoffzellen, das ist aber eher unwahrscheinlich.
      Spannende Entwicklung.

      • Thomas says:

        Das Konzept ist im Moment einfach noch zu teuer.
        Ich glaube nicht, dass BMW sich in naher Zukunft traut so ein Risiko auf sich zu nehmen.
        Es sei denn man verbaut die Toyotaeinheit im i3, um Rückmeldung bzgl. der Akzeptanz zu erhalten.
        Ich bewundere den Ergeiz und Mut von Toyota, die Brennstoffzelle jetzt schon in Serie zu bringen.
        Es ist Pionierarbeit, genau so wie BMW das Karbon Monocoque in die Serie brachte bzw. bringt.
        Das sich der Mirai großartig verkaufen wird, wage ich aber zu bezweifeln.
        Es kommen noch ein “paar” Jahre Entwicklung auf beide zu, um die Technik massentauglich machen zu können.

        • Fagballs says:

          Wenn BMW diese Brennstoffzelle tatsächlich mit Toyota zusammen entwickelt haben, könnten sie sie vielleicht in den i3 einbauen, beides steht zur Verfügung, vielleicht passen die Tanks an die Stelle, wo jetzt die Batterien sitzen. Faszinierend wäre es auf jeden Fall.

          Mut und Ehrgeiz hat Toyota auf jeden Fall, haben sie schon oft bewiesen. Eigentlich ist der Zeitpunkt aber brillant: Die E-Autos sind in aller Munde, sind noch nicht Mainstream, aber sind schon angekommen in der Welt, es sind also keine Exoten mehr. In dem Zusammenhang spricht jeder über das Reichweitenproblem und BAM bringt Toyota die Lösung für das Problem. Brennstoffzelle in Serienproduktiont. Natürlich teuer, aber das sind die ersten Generationen Autos für Early Adopter immer.

          So ganz neu ist die Idee ja auch nicht. Schließlich habe ich schon vor 20 Jahren auf der Hannover Messe Wasserstoffautos gesehen mit Brennstoffzelle. Wird jetzt echt Zeit, dass die Dinger in Serie gehen, die Tankstellenbetreiber nachziehen und Energie-Unternehmen anfangen, ihre Energie in Wasserstoff zu speichern. Ich habe noch Hoffnung für die Menschheit.

        • Der_Namenlose says:

          Ja, vor Toyota kann man den Hut ziehen. Das ist echte Pionierarbeit. Wer den ersten Schritt wagt, profitiert in der Regel auch davon am meisten.
          Das Design kann man je nach Sichtweise ebenfalls als Pionierarbeit sehen:)

        • digger says:

          der mirai wird sich besser verkaufen als der E89

    • deine Mutter says:

      Gibt’s dafür auch ne Quelle, oder ist die Behauptung deiner Fantasie entsprungen?

  4. Der_Namenlose says:

    Weiß jemand, wie viel Gewicht man durch den Wegfall von Batterien sparen und auf der anderen Seite durch die Integration der Brennstoffzellen dazubekommen würde?

    • Fagballs says:

      Nicht auf das letzte Kilo. Was ich weiß, ist: Eine Batterie muss immer drin noch sein, größer als eine normale Autobatterie, natürlich deutlich kleiner als die eines reinen Elektroautos. Eine Brennstoffzelle an sich ist nicht so schwer, aber Wasserstoff ist hochexplosiv, deswegen die Tanks entsprechend massiv und schwer. Insgesamt wiegt der Mirai dann 1850kg, ist also deutlich schwerer als ein i3 oder ein i8

      • PHoel says:

        Hoffentlich gelingt es BMW, den leichter zu bauen.. 🙂

      • Der_Namenlose says:

        1850 kg ist schon heftig. Wenn die Tanks so schwer sind, dann eignet sich doch die Brennstoffzelle noch nicht für kleinere Fahrzeuge.

        Auf der anderen Seite wenn längerfristig gesehen Wasserstoff umweltfreundlich produziert werden könnte, dann wäre ein hohes Gewicht zumindest unter Umweltgesichtspunkten weniger kritisch zu betrachten.

        Wasserstoff als Energiespeicher ist, zumindest aus meiner nicht fachmännischen Sicht eigentlich eine der besten Alternativen, sofern man regenerative Energien zur Herstellung verwendet.

        • deine Mutter says:

          Toyota gibt 87,5 Kilo als Gewicht für beide Tanks zusammen an. Beide zusammen können 5 Kilo Wasserstoff fassen, was für 500 Kilometer reichen soll. An denen allein liegt’s jedenfalls nicht, dass das Auto relativ schwer ist. 1850 Kilo sind aber auch nicht wahnsinnig viel für ein Auto der oberen Mittelklasse.

          • Der_Namenlose says:

            Somit bewegt sich das Gewicht für den Tank und dessen Inhalt fast auf normalem Niveau. Dann liegt das hohe Gewicht wahrscheinlich an “normalem” Materialeinsatz, sonst wäre das Fahrzeug wahrscheinlich noch teurer geworden.

        • Fagballs says:

          Wasserstoff hat den enormen Vorteil, dass es auf der Welt reichlich vorhanden ist (gebunden als Wasser) und dass es lokal auch zu nichts anderem als reinem Wasser “verbrennt”. Wird es aus regenerativen Energien hergestellt, ist eigentlich nichts einzuwenden.

          Nachteil ist halt, dass es diese fiesen Tanks braucht, wie deine Mutter schon sagt, 87,5kg für 5kg Wasserstoff. Laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Energiedichte) verschlechtert sich die Energiedichte durch den Tank um zwei Größenordnung. Da scheint der Mirai schon etwas besser zu sein. Ich denke mit Diesel oder Benzin muss man Wasserstoff bzgl Energiedichte nicht vergleichen, allerdings liegt Ethanol auch bei den beiden, das lässt sich regenerativ herstellen. Ist auf jeden Fall spannend diese Diversifizierung, nur: Je mehr verschiedene Treibstoffe es gibt, umso unwahrscheinlicher, dass man überall alles kriegt. Schon jetzt kriegt man die vergleichsweise verbreiteten LPG und Erdgas nicht an sooo vielen Tankstellen. Wenn dann noch Wasserstoff, Sonnenblumenöl, Bio-Ethanol und Unobtanium dazu kommt, wird’s noch witziger.

          Ein Punkt, den man nicht außer Acht lassen sollte: In jeder Brennstoffzelle wird Platin verbaut, was bekanntliche selten und teuer ist. Es sind kleine Mengen, aber wenn diese kleine Menge in Millionen Autos wandert, vielleicht auch eines Tages in weitere Millionen heimische Heizanlagen, wird das den Preis enorm in die Höhe treiben.

          • Der_Namenlose says:

            87,5 kg Tank für 5kg Wasserstoff hören sich viel an, aber bei einer Reichweite von 500 km relativiert sich das sehr schnell.
            Was die benötigten Anzahl von Tanksäulen angeht, hast Du recht. Aber vielleicht werden wir irgendwann die Säulen für E10 und für die 100-Oktan-Spritsorten los.

  5. PHoel says:

    Coole Sache, aber der Toyota ist vom Design her meiner Meinung nach ein bisschen Misslungen, vorallem von der Seite..
    Trotzdem ein sehr interessantes Thema. Bin gespannt auf den i5.

  6. JohnVI says:

    Ich bin persönlich von der Brennstoffzelle noch nicht so richtig überzeugt. Sie klingt zwar immer sehr nach Zukunft und wird von vielen gehyped, aber wenn man es mal nüchtern betrachtet, hat das Prinzip nicht so wahnsinnig viele Vorteile gegenüber Akkus. Eigentlich sind es nur die Reichweite, wobei man sagen muss, dass die Energiedichte von Wasserstoff, verglichen mit Benzin auch nicht der Hammer ist (10MJ/l (flüssig) gegen 34MJ/l bei Benzin und 38 MJ/l bei Diesel).
    Dafür muss man mit der Brennstoffzelle viele Nachteile in Kauf nehmen. Es muss mal eben auf minus 250°C runtergekühlt werden, um überhaupt eine ausreichende Energiedichte als Flüssigkeit zu erreichen. Das verschwendet schon mal viel Energie. Hinzu kommt, dass der Umwandlungsprozess Strom -> Wasserstoff -> Strom auch noch mal nicht unerhebliche Verluste mit sich bringt…
    Dann kann das ganze Gemisch auch noch richtig heftig in die Luft fliegen und die benötigte Infrastruktur ist mit Tankrobotern etc unglaublich aufwändig und teuer… klingt irgendwie wenig effizient.

    Ich kann mit nicht helfen, aber mir fällt es schwer zu glauben, dass dieses Konzept jemals wirtschaftlicher sein wird, als eine Batterie… dort haben wir nämlich schon eine Infrastruktur, die zudem extrem einfach zu beherrschen ist, Verluste durch Ladung und Entladung sind minimal und im Vergleich zu Wasserstoff ist sie auch recht sicher. Einziger echter Nachteil von Batterien ist deren zu geringe Energiedichte und damit verbundene geringe Reichweite beim Einsatz in Autos. Wenn ich mich aber frage, ob man eher die Energiedichte von Akkus erhöht oder die Probleme bei der Infrastruktur von Wasserstoff in den Griff bekommt, dann bin ich mir sicher, dass der Schritt zu wirklich brauchbaren Akkus wesentlich kleiner ist…

    Kurzum, ob Wasserstoff irgendeine Zukunft im Individualverkehr hat, ist noch lange nicht sicher.

    • deine Mutter says:

      Der größte Vorteil gegenüber reinen Elektroautos ist ja wohl, dass das Betanken nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Und wenn man die Energiedichte sinnvoller Weise auf die Masse bezogen und nicht sinnloser Weise auf das Volumen bezogen vergleicht, ist Wasserstoff Benzin und Diesel diesbezüglich deutlich überlegen.

      • JohnVI says:

        Das stimmt zwar vom Prinzip, aber Volumen ist im Auto auch wichtig, oder wer will seinen ganzen Kofferraum einem riesigen Tank opfern? Batterien verschwinden im Unterboden und wir haben eher noch mehr Platz zur Verfügung als bei bisherigen Autos.
        Ladezeiten bzw. Tankzeiten halte ich nicht für so relevant. Der Unterschied beim E-Auto ist ja, das man immer mit einer vollen Ladung losfährt, da wir mal davon ausgehen, dass das Auto über Nacht lädt. Wenn E-Autos also eine Reichweite von 600-700km erreichen, dürften die Ladezeiten kaum mehr ins Gewicht fallen. Denn wer fährt längere Strecken, ohne nach 700km mal eine halbe Stunde Pause zu machen? Der Prozentsatz dürfte verschwindend gering sein.
        Auf der anderen Seite muss ich hochexplosiven Wasserstoff zu jeder Tankstelle bekommen, bzw dort erzeugen… und dann lagern… und jetzt überlege mal, dass wir schon Probleme haben, lächerliche Ladesäulen aufzustellen und funktionsbereit zu halten. Da halte ich ein flächendeckendes Tankstellennetz für Wasserstoff für eine Illusion.
        Alleine was es für die Marine für einen Aufwand bedeutet, den Wasserstoff für ihre U Boote bereitzuhalten, abgesehen davon, dass beim betanken das Hafengelände evakuiert werden muss. Gut beim Militär kann man so was machen, aber ob das für die Massen taugt…

        Ich finde die Wasserstofftechnik durchaus faszinierend und sie wird mit Sicherheit eine große Rolle in der Zukunft spielen. Ich denke aber eher bei Schiffen, Flugzeugen etc… weniger in Autos.

    • Fagballs says:

      Darf ich fragen, woher die Info kommt, dass eine Brennstoffzelle bei -250°C betrieben werden müsste? Soweit ich weiß, funktionieren die ganz super bei Zimmertemperatur. Wenn du Wasserstoff flüssig haben willst, musst du extrem kühlen oder hohen Druck aufbringen. Beides ist nicht unbedingt nötig. Deswegen wird Gas auch üblicherweise in kg angegeben, die Energiedichte von Wasserstoff liegt dann bei 120MJ/kg (ohne Tank), der Wirkungsgrad von Brennstoffzellen ist ziemlicht gut.

      Den großen Nachteil, den du übersiehst, ist die Herstellung der Batterie und die endliche Lebensdauer. Wenn du die Karre jeden Tag lädst, hast du nach nicht mal drei Jahren die ersten 1000 Ladezyklen voll, mit jedem Mal laden verschlechtert sich die Reichweite. Die Grundstoffe von Batterien, ob Aluminium oder Lithium, sind nicht gerade einfach zu analysieren und verarbeiten. Das Recycling von den Batterien ist der Horror. Und wenn du jedes Jahr mehrere Millionen große Batterien brauchst, sind auch die großen Vorkommen bald erschöpft, dann MUSS man recyclen. kurzer Sinn: Batterien wachsen auch nicht auf Bäumen und werden schlechter mit der Zeit.

      Ein Brennstoffzellenauto würde genau wie ein moderner Verbrenner nach drei Jahren noch genau wie am ersten Tag laufen. Volltanken, bekannte Reichweite runterfahren, wieder volltanken.

      PS: Auch sehe ich immer noch das Ladeproblem: Wenn alle Deutschen alle Autos über Nach laden wollen eines schönen Tages, wo soll das passieren? Tankstellen für Wasserstoff braucht es nicht so viele wie Ladeanschlüsse an einem Hochhaus. Die Städte schaffen es ja nicht mal ausreichend Parkraum zur Verfügung zu stellen, wie sollen sie genau so viele Ladestationen auf den Plan zaubern?

  7. quickjohn says:

    Egal welches Speichermedium (Batterie, Wasserstoff via Brennstoffzelle, oder ein aktuell Unentdecktes) künftig die Elektrizität für den Fahrzeug-Antrieb bereitstellt – entscheidend ist die Innovationsgeschwindigkeit und die hängt grundsätzlich vom Etat für die jeweilige Forschung ab.

    In den 70/80zigern erwartete man eine rasche Erschöpfung der fossilen Ressourcen – ein kurzer Hype zu neuen Antriebstechniken entstand und flaute rasch wieder ab als die Restförder-Dauer von Öl deutlich anstieg.

    Die aktuelle Triebfeder – Reduzierung des CO2-Ausstoßes – ist viel stärker und vor allem unumkehrbar. Ich glaube durchaus an eine stürmische Beschleunigung des Entwicklungstempos und an einen Paradigmen-Wechsel bis Mitte der nächsten Dekade.

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