Neuer MINI 2014: Fotos und Infos zur Technik von Cooper & Cooper S F56

MINI | 18.11.2013 von 34

Der neue MINI hatte es in den Monaten vor seiner offiziellen Premiere nicht leicht: Mehrfach wurde der kleine Brite ungewollt fotografiert und auch eine ganze …

Der neue MINI hatte es in den Monaten vor seiner offiziellen Premiere nicht leicht: Mehrfach wurde der kleine Brite ungewollt fotografiert und auch eine ganze Reihe von Fakten kam früher als von seinen Erbauern geplant ans Licht der Öffentlichkeit. Dennoch hat sich der intern F56 genannte Kleinwagen nicht unterkriegen lassen und einige Geheimnisse bewahrt, die erst heute in Oxford bekannt geworden sind.

Zusammenfassen lassen sich die Neuigkeiten mit der etwas abgedroschenen Phrase, dass auch in einem Kleinwagen viel Platz für Innovation und moderne Technik ist. Der MINI F56 tischt einiges an Technik auf, das man normalerweise erst ein oder zwei Klassen höher vorfindet – von britischer Zurückhaltung also keine Spur.

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Sein Selbstbewusstsein leitet der Brite aber nicht nur aus der Technik der vierten Generation ab, auch die Historie gibt reichlich Anlass zu einer stolzgeschwellten Brust. Seit der Erfindung des Classic Mini durch Sir Alec Issigonis und dem Marktstart der ersten Generation im Jahr 1959 ist sich der MINI trotz aller Veränderung immer treu geblieben. Millionen Fans weltweit können dem Kult des Kleinwagens nicht widerstehen, nur selten folgt auf den ersten MINI kein weiteres Exemplar.

Doch obwohl sich der neue MINI in vielen Dingen an seinem Urgroßvater orientiert, entfernt er sich erneut einen Schritt vom Kern seines Seins: Die vierte Generation ist in Sachen Größe noch weniger Mini. Um rund zehn Zentimeter übertrifft der bis zu 3,85 Meter lange F56 seinen Vorgänger, der Classic Mini war rund 80 Zentimeter kürzer. Auch die Breite erreicht mit fast 1,73 Meter einen neuen Höchstwert und überbietet den Vorgänger um knapp 4,5 Zentimeter, die erste Generation war sagenhafte 32 Zentimeter schmaler.

Wirklich relevant sind diese Zahlen für die meisten Kunden freilich nicht, denn natürlich ist der MINI auch in seiner vierten Generation ein echter Kleinwagen, mit dem man deutlich weniger Parkplatzprobleme als mit vielen anderen Autos haben wird. Wer beim Einparken nicht ganz so sicher ist, kann sich erstmals auch von Rückfahrkamera und Einpark-Assistent helfen lassen, letzterer übernimmt beim Rückwärts-Einparken die komplette Lenkarbeit.

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Abseits der Parkplatz-Problematik bieten die gewachsenen Abmessungen gleich mehrere Vorteile: Der Platz im Fond ist speziell im Schulterbereich deutlich gewachsen, die Sitzfläche konnte um 23 Millimeter verlängert werden und auch der Kofferraum wurde für MINI-Verhältnisse signifikant vergrößert: Statt 160 lassen sich nun 211 Liter Gepäck unterbringen.

Wenn der neue MINI F56 nicht nur neue Kunden, sondern auch seine bisherigen Fans überzeugen soll, ist eine Frage von größerer Bedeutung als bei praktisch allen anderen Kleinwagen: Wie fährt er sich? Haben es die Entwickler geschafft, trotz größerer Abmessungen und leider auch größerer Überhänge das typische Go Kart-Feeling in die vierte Generation zu retten? Die Antwort kann letztlich nur eine Testfahrt liefern, aber immerhin klingen die Zutaten gut: Trotz des Größenwachstums bringt der MINI praktisch das gleiche Gewicht wie der Vorgänger auf die Waage und Fahrdynamik-Freunde dürfen sich über 42 Millimeter mehr Spurweite vorn sowie 34 Millimeter mehr Spurweite hinten freuen.

Vorn kommt eine neue Eingelenk-Federbeinachse mit Aluminium-Schwenklager zum Einsatz, dazu kommt eine gewichtsoptimierte Mehrlenker-Hinterachse. Wer mit dem MINI auch öfter Langstrecken fahren möchte, dürfte außerdem das erstmals angebotene adaptive Fahrwerk begrüßen: Mit der Dynamischen Dämpfer Control DDC kann die Abstimmung des Fahrwerks auf Knopfdruck zwischen komfortabel und sportlich umgestellt werden.

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Neben dem Fahrwerk lassen sich auch Lenkung, Gaspedal-Kennlinie und Beleuchtung mit Hilfe des Fahrmodus variieren: Zum Start befindet sich der neue MINI 2014 stets im Modus MID, zur Wahl stehen außerdem die sparsame Variante Green und die auf maximale Dynamik ausgelegte Variante Sport. Bei Fahrzeugen mit Sechsgang-Automatikgetriebe werden auch die Schaltzeiten und die Gangwahl des Getriebes an den Fahrmodus angepasst.

Auch neben dem MINI-Pendant zum BMW Fahrerlebnisschalter, das im F56 als Ring am Fuß des Gangwahlhebels integriert ist, gibt es im Innenraum des neuen MINI viele Veränderungen. Neben dem Handbremshebel befindet sich ein Bedienelement, das frappierend an den BMW iDrive Controller erinnert und ebenfalls über eine Touch-Oberfläche verfügt, außerdem gibt es erstmals ein Head Up-Display. Auf Wunsch ebenfalls mit an Bord und für einen Kleinwagen zum größten Teil einzigartig: Voll-LED-Scheinwerfer, aktive Geschwindigkeitsregelung, Verkehrszeichenerkennung, Komfortzugang sowie eine Auffahr- und Personen-Warnung mit aktiver Bremsfunktion

Das zentrale Rundinstrument dient nur noch für Infotainment-Aufgaben, Tacho und Drehzahlmesser befinden sich genau wie die Tankanzeige direkt hinter dem Lenkrad. Klassische Kippschalter vor dem Getriebe-Wahlhelbel und am Dach lassen MINI-Feeling aufkommen, andere Elemente wie das Lichtschaltzentrum links vom Lenkrad erinnern eher an BMW – so soll die vierte Generation den Spagat zwischen typischem MINI-Flair und der in einigen Punkten intuitiver verständlichen BMW-Bedienlogik schaffen. Das zentrale Infotainment-Display bietet eine Bildschirm-Diagonale von bis zu 8,8 Zoll und überbietet damit so manches Oberklasse-Fahrzeug.

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Einen starken Bezug zur Mutter BMW haben auch die Motoren, wobei wie angekündigt erstmals auch Turbo-Dreizylinder zum Einsatz kommen werden. Der neue MINI Cooper 2014 und der zunächst einzige Diesel im MINI Cooper D F56 schöpfen aus 1,5 Liter Hubraum 136 respektive 116 PS. Komplettiert wird die Motorenpalette zum Marktstart vom MINI Cooper S, der auf einen ebenfalls völlig neu entwickelten Turbo-Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum und 192 PS setzt. Alle Varianten treiben MINI-typisch die Vorderräder an, den Allrantrieb ALL4 gibt es zunächst nicht.

Deutlich sparsamer als bisher präsentieren sich die Modelle MINI Cooper und MINI Cooper D, die an der Tankstelle und im Normzyklus vom Dreizylinder-Motor profitieren: An die Effizienz-Spitze setzt sich der MINI Cooper D mit 3,5 bis 3,6 Liter Verbrauch und einem CO2-Ausstoß von 92 bis 95 Gramm pro Kilometer. Damit bleibt er rund 0,3 Liter unter dem Vorgänger, obwohl er eine halbe Sekunde schneller auf 100 km/h beschleunigt. Deutlich größer fällt der Vorteil mit Automatikgetriebe aus, denn die grundlegend überarbeitete Sechsgang-Automatik sorgt für eine Einsparung von bis zu 1,4 Liter auf 100 Kilometer.

Den größten Effizienz-Sprung macht der MINI Cooper F56, dessen Vorgänger noch von einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Saugmotor angetrieben wurde. Statt 122  gibt es nun 136 PS, statt 160 bis zu 230 Newtonmeter Drehmoment ab 1.250 U/min. So geht es 1,2 Sekunden schneller auf 100 km/h, der Zwischensprint von 80 auf 120 im vierten Gang ist fast drei Sekunden schneller erledigt. Und der Verbrauch? Der fällt um fast einen Liter auf 4,5 bis 4,6 Liter. Mit Automatik wird der Unterschied noch deutlicher: Der neue MINI Cooper ist 2,6 Sekunden schneller auf Landstraßentempo und braucht 1,6 Liter weniger Kraftstoff im EU-Zyklus.

Wer hingegen größten Wert auf Performance legt, muss weiterhin zum MINI Cooper S greifen. Das neue Modell wird bekanntlich vom BMW Turbo-Vierzylinder B48 mit 2,0 Liter Hubraum angetrieben und beschleunigt dank 192 PS und bis zu 300 Newtonmeter Drehmoment (ab. 1250 U/min) je nach Getriebe in 6,7 bis 6,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch liegt mit manuellem Getriebe bei 5,7 bis 5,8 Liter und damit praktisch auf Augenhöhe mit dem Vorgänger, allerdings machen sich auch bei diesem Modell die Vorzüge der neuen Automatik bemerkbar: Wer nicht manuell schalten möchte (höchstens mit den Schaltwippen am Lenkrad), spart 1,0 bis 1,2 Liter und ist zudem eine halbe Sekunde schneller auf 100 km/h.

Fotos zu Innenraum-Details, MINI Connected und Assistenzsystemen des neuen MINI F56:

34 responses to “Neuer MINI 2014: Fotos und Infos zur Technik von Cooper & Cooper S F56”

  1. stefan says:

    Sechsgangautomatik??? Das ist jetzt nicht euer Ernst?

  2. Chris35i says:

    Der Tacho und erst Recht der Drehzahlmesser gehen ja mal gar nicht. Viel zu unsportlich. Ansonsten ganz schick, aber in meinen Augen keine Verbesserung zum Vorgängermodell.

  3. tk14 says:

    Für mich ist es eigentlich genau die Enttäuschung geworden die sich bei den letzten Schnappschüssen angedeutet hat. Anders als von BMW behauptet haben sie das Ergebnis gut wieder gegeben. Insgesamt ist er sicher nicht total hässlich, aber für ein Fahrzeug wie Mini das fast nur vom Design lebt, ist es zu wenig.
    Front zu rundgelutscht, neuer Grill mit Zahnspange hässlich und vor allem ist das Interieur viel zu langweilig für Mini. Wie kann man denn Elemente wie den Zentraltacho abschaffen? Das ist ja wie ein BMW ohne Niere…

  4. meiersen says:

    Der Mini ist BMWs 911er. Erfolgreich, begehrt und zeitlos. Kein Wunder, dass man das Design nur behutsam weiterentwickelte.
    Mir gefällt er ausgesprochen gut.

  5. Pro_Four says:

    ….BMW macht mit dem Mini alles richtig, egal was verbessert wurde, im Detail ist er um Welten schicker und wirkt moderner als der Alte.

    Auch beim neuen Mini lässt der Fußgängerschutz grüßen, eine höhere und steilere Nase.
    Auf mich wirkt der New MINI erwachsener und trifft bei mir voll den Nerv(HIPP).

    Mini ist und bleibt unverwechselbar!!

  6. kanyesouth says:

    Ich bin froh, dass der neue MINI sein Vorgängermodell nicht “alt” aussehen lässt. An die neue Optik muss man sich sicherlich erst gewöhnen. Gelungen ist er meiner Meinung nach trotzdem.

  7. helge says:

    Nettes Facelift 😛

  8. […] der heutigen Premiere des MINI F56 in Oxford war neben der vierten Generation des Kleinwagens auch viel Prominenz vor Ort – […]

  9. […] der MINI Hatch ein echter Brite: Das Production Triangle auf der Insel ist auch im Fall des neuen MINI F56 das Herzstück der MINI-Produktion. Wie bisher setzt sich dieses aus dem Motorenwerk Hams Hall, dem […]

  10. ChrisYPVS says:

    Ich weiß nicht, was es da seitens BMW nach den ersten Bildern aus dem Fotoshooting zu dementieren gab. Der vordere Überhang des Neuen ist definitiv deutlich länger als beim Vorgänger. Das macht ihn leider zum Nasenbären.

    • Pro_Four says:

      …sorry, aber der Überhang (gut zu sehen an den Vergleichsfotos zum Alten, Radlauf-vorderer Türeinhang) ist auch deswegen “minimal” gewachsen, da der MINI auch größer geworden ist. Dazu kommt noch der Fußgängerschutz, bei dem fast alle Fahrzeuge zum “Nasenbär” werden (steilere Front).

      http://cdn.bimmertoday.de/wp-content/uploads/Bild-Vergleich-MINI-F56-R56-Cooper-S-2014-04.jpg

      • ChrisYPVS says:

        “minimal” ist nett formuliert. Der vordere Überhang ist um 6 cm gewachsen, bei einem gesamten Längenwachtum des Fahrzeugs von ca. 12 cm. 50% des Längenwachstums gehen also auf Kosten des vorderen Überhangs, der aber weniger als 20% der gesamten Fahrzeuglänge ausmacht. Der Längenzuwachs des vorderen Überhangs ist also deutlich überproportional. Das lässt sich ja auch auf den von ihnen zitierten Bildern gut erkennen, weil die Proportionen des Fahrzeugs sich zu Lasten der Front verändert haben. Ob man das mag ist letztendlich Geschmackssache, Es verwässert aber eines der grundliegenden Designthemen des Mini “An allen Ecken ein Rad”. Mir gefällt es jedenfalls nicht.

  11. mb81 says:

    @Benny: Was gibt es eigentlich zum Gewicht zu berichten? Angeblich ja etwas weniger geworden…

    • Benny says:

      Hallo,
      kommt auf die Motorisierung an, aber eigentlich auch nicht: Abgesehen von Änderungen im Bereich von 5 bis 10 Kilogramm wiegt der F56 das gleiche wie der R56, trotz der größeren Abmessungen.

      • Pro_Four says:

        ….ach Benny, wenn du schon mal da bist.

        Hat das einen Hintergrund warum nun der Tankstutzen auch rechts ist?!

        • Benny says:

          Ja klar, der MINI ist eben nun ein echter Festland-Europäer 😉
          Das einzelne Endrohr bei den kleineren Motoren ist ja nun auch links und nicht mehr rechts. Ursache ist natürlich die BMW UKL-Plattform, die eben den BMW-Standards und nicht der Tradition gehorcht. Üblicherweise ist der Tankstutzen bei Fahrzeugen aus Ländern mit Rechtsverkehr auf der rechten Seite, damit bei einer Panne bzw. bei leerem Tank auf der Seite sicher nachgetankt werden kann, an der kein Verkehr vorbeirauscht (weil das Auto am rechten Straßenrand steht). In England, Japan etc. ist die Logik entsprechend umgekehrt, weshalb Autos von dort den Tankstutzen oft links haben. Sklavisch hält sich da aber kein Autobauer dran, gibt auch immer mal Ausnahmen.

  12. […] ist der neue MINI F56 vorgestellt, hat ihn Theophilus Chin auch schon seines Daches beraubt: Der unseren Lesern bestens […]

  13. […] Zeit nach der Premiere des neuen MINI F56 am Montag haben die Briten auch ihrer Homepage ein Facelift verpasst und liefern im Webspecial zur […]

  14. Guest says:

    Wieso sind denn die Heckleuchten so riesig geworden? Macht man das damit

  15. Thomas Gawlowski says:

    Wieso sind denn die Heckleuchten so riesig geworden?

    Mach man das, um letztlich mehr große Felgen zu verkaufen, damit es unterm Strich einigermaßen stimmig aussieht??

  16. […] damit ein elektrisch angetriebener MINI F56 oder einer der geräumigeren Ableger gemeint ist, bleibt abzuwarten. Wir gehen allerdings davon […]

  17. […] ersten Infos zum Preis des neuen MINI F56 haben wir schon direkt zur Premiere am letzten Montag veröffentlicht, nun folgt auch die komplette […]

  18. […] die Renderings einen guten Eindruck davon, wie ein neues MINI Coupé auf Basis des brandneuen MINI F56 aussehen könnte. Chin geht dabei davon aus, dass die Charakter die einzigartige Form des Dachs […]

  19. […] als auf der normalen Website zeigt sich der MINI F56 in der eigens für ihn erstellten App, die sich speziell an die Besitzer von Tablets richtet. Einer […]

  20. […] dem bereits vorgestellten MINI F56 Hatch wird es erwartungsgemäß auch MINI F55 Fünftürer, MINI Cabrio F57, den nochmals gestreckten MINI […]

  21. […] dem Marktstart des neuen MINI F56 wird im März 2014 der Grundstein für eine komplette Neuaufstellung der MINI-Familie gelegt. Auf […]

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