Die Vielfalt unter den elektrischen Kleinwagen wird 2027 noch größer, wobei sich vor allem auch Retro-Freunde über zusätzliche Auswahl freuen dürfen: Auf dem Pariser Autosalon 2026 feiert der Citroën 2CV ein Comeback als seriennahes Concept Car, während der neue Smart #2 bereits in serienmäßiger Form enthüllt wurde. Beide setzen voll auf den Look eines ikonischen Vorgängers und schwimmen auf der gleichen Retro-Welle, die nach MINI Cooper und Fiat 500 zuletzt unter anderem auch von Renault 5, Renault Twingo und Renault 4 bespielt wurde.
Aus Sicht der BMW Group ist auch der neue Smart #2 von Interesse, denn mit ihm überträgt die Mercedes-Tochter die ursprüngliche Idee des Kleinstwagens ins Jahr 2026 und kehrt damit zu ihren Wurzeln zurück. Bei gerade einmal 2,75 Meter Länge setzt der #2 auf Heckantrieb, eine neu entwickelte Elektroplattform und einen Wendekreis von nur 6,95 Metern. Der elektrische Zweisitzer feiert in Paris seine Weltpremiere und kann in Deutschland ab heute bestellt werden. Mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro positioniert Smart den Nachfolger des ursprünglichen Fortwo als konsequent auf die Stadt zugeschnittenes Elektroauto, dem fast keine Parklücke zu klein ist.

Der Elektromotor im Heck des Smart #2 leistet 60 kW oder 82 PS, die LFP-Batterie verfügt über eine Kapazität von 35,8 kWh und soll eine WLTP-Reichweite von bis zu 290 Kilometern ermöglichen – sicher kein Reichweiten-Rekord, aber doch mehr als ausreichend für den urbanen Kurzstrecken-Verkehr. Per Gleichstrom lässt sich der Akku mit bis zu 65 kW laden.
Vergleichsweise groß ist das Citroën 2CV Concept, die mit 3,76 Metern Länge aber ebenfalls kompakt bleibt. Ein Zielgewicht von rund einer Tonne, einfache Lösungen und ein freundliches Design sollen den ursprünglichen 2CV-Gedanken der erschwinglichen Mobilität für die Stadt in die Gegenwart übertragen. Citroën plant ein Serienmodell bis 2028, das in Europa produziert werden und rund 15.000 Euro kosten soll. Technische Details zu Batterie, Motorleistung und Reichweite stehen bislang noch aus. Interessant ist beim Blick in den Innenraum, dass der 2CV mit einer an das BMW Panoramic Vision Display erinnernden Lösung für die Anzeigeinstrumente kommen könnte.
Beide Modelle zeigen genau wie der MINI Cooper, dass Kleinwagen nicht zwangsläufig auf Emotionen verzichten müssen – und dass der Preis bei der Verbreitung der Elektromobilität weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Den elektrischen MINI Cooper (J01) könnten die neuen Wettbewerber durchaus den einen oder anderen Kunden kosten, auch weil er preislich in einer anderen Liga spielt und mindestens 29.450 Euro kostet.
(Fotos: Smart / Citroën)

























