DTM 2013 in Moskau: Rückstand von BMW-Pilot Spengler wird größer

Motorsport | 5.08.2013 von 9

Nach dem überragenden Saisonstart hatte BMW Motorsport in der DTM 2013 zuletzt einige Probleme und auch nach dem Rennen in Moskau gibt es beim Blick …

Nach dem überragenden Saisonstart hatte BMW Motorsport in der DTM 2013 zuletzt einige Probleme und auch nach dem Rennen in Moskau gibt es beim Blick auf das Ergebnis nur relativ wenig Grund zum Feiern. Zwar sicherte sich Augusto Farfus im BMW M3 DTM auf dem dritten Rang einen Platz auf dem Podium, neben dem Brasilianer schafften es aber nur Joey Hand und Dirk Werner auf dem siebten und achten Rang in die Punkte.

Den Sieg sicherte sich Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 27 Zähler ausbauen konnte – auch, weil Bruno Spengler gleich zu Beginn des Rennens von Audi-Pilot Miguel Molina umgedreht wurde und so alle Chancen auf ein gutes Ergebnis verlor.

BMW-M3-DTM-2013-Moskau-Russland-14

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): “Für das BMW Team RBM war es ein gutes Rennen hier in Moskau. Wir haben mit Augusto Farfus das Maximum herausgeholt. Er stand unter einem hohen Druck, aber seine Pace war sehr gut. Joey Hand hat ebenfalls eine fantastische Leistung gezeigt. Die Mannschaft konnte vier gute Boxenstopps beigesteuern, so dass wir mit unserer Russland-Premiere zufrieden sind. Jetzt müssen wir hart arbeiten, um das nächste Mal wieder ganz vorne angreifen zu können.”

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): “Wir haben uns hier sicherlich mehr ausgerechnet. Nach einer schwierigen Startphase gab es die Berührung zwischen Bruno Spengler und Miguel Molina. Bruno wurde weit zurückgeworfen. Und in einer derart engen Serie wie der DTM ist dann nicht mehr viel zu machen, allzumal er wegen der Beschädigungen am Hinterachsfahrwerk mit stumpfen Waffen kämpfen musste. Dirk Werner hat zwar im Startgetümmel zunächst Plätze eingebüßt, konnte aber trotzdem wertvolle Punkte sammeln. Das freut uns nach den zuletzt schwierigen Rennen sehr. Unsere Mannschaft hat die beiden schnellsten Boxenstopps absolviert. Dafür geht ein großes Kompliment an das Team.”

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): “Ich bin froh, dass das BMW Team RBM die Fahne von BMW heute mit dem Podium für Augusto Farfus hochgehalten hat. Uns hat nötige Glück gefehlt, um von den Startpositionen im hinteren Feld noch Boden gutmachen zu können. Die Pace war in jedem Fall da. Wenn man aber von hinten ins Rennen geht, dann ist es einfach sehr schwierig.”

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): “Das war kein einfaches Wochenende. Es ist schön, dass Augusto Farfus auf dem Podium gelandet ist. Für Bruno Spengler tut es mir leid. Aber mit Rennunfällen kennen wir uns in dieser Saison ja auch ganz gut aus. Für Martin Tomczyk und Andy Priaulx war das Qualifying ausschlaggebend, dass sie es im Rennen nicht weiter nach vorn geschafft haben. Wir werden das Gastspiel hier in Russland schnell abhaken und uns auf unser Heimrennen am Nürburgring konzentrieren.”

Augusto Farfus (Startnummer 7, BMW Team RBM, Platz 3): “Es ist sehr schön, wieder auf dem Podium zu stehen. Dieser dritte Platz fühlt sich ein bisschen wie ein Sieg an. Mehr war heute nicht drin. Ich musste das gesamte Rennen über alles geben. BMW hat es hier generell nicht einfach gehabt, deshalb war es ein entsprechend harter Sonntag. Meine beiden Stopps waren klasse. Besonders mein letzter Stint auf den Standardreifen war gut. Die Strecke hat Spaß gemacht – und es war eine positive Premiere in Moskau.”

Joey Hand (Startnummer 8, BMW Team RBM, Platz 7): “Mit dem Verlauf des Rennens bin ich mehr als zufrieden. Wir haben den Fans eine gute Show geboten. Die Performance des Autos war sehr gut. Ich habe gekämpft, acht Plätze gut gemacht und am Ende zum bereits vierten Mal in dieser Saison Punkte geholt. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Glückwunsch an Augusto Farfus zum dritten Rang. Insgesamt hat das BMW Team RBM wieder einen großartigen Job gemacht.”

Dirk Werner (Startnummer 2, BMW Team Schnitzer, Platz 8): “Die vier Punkte sind schön, aber es war mehr drin. Mein Start war schlecht und hat mich wohl ein besseres Ergebnis gekostet. Ich steckte mitten im Feld fest und konnte meine Reifen zu Beginn nicht so nutzen, wie ich das vorgehabt hatte. Der achte Platz war das Maximum, was nach diesem Start noch möglich war.”

Marco Wittmann (Startnummer 21, BMW Team MTEK, Platz 14): “Das Rennen lief für mich relativ okay. Allerdings war mir von Anfang an klar, dass es von Startplatz 20 schwierig werden würde. Nach der Stop-and-Go-Strafe wegen Missachtung der blauen Flagge war mein Rennen dann sowieso gelaufen. Aus meiner Sicht  waren die Strafen heute ziemlich ungerecht verteilt. Leider können wir daran nichts ändern. Das war schade, denn mein Auto hat sich gegenüber dem Qualifying viel besser angefühlt. Darauf können wir aufbauen.”

Timo Glock (Startnummer 22, BMW Team MTEK, Platz 15): “Mein Rennen war durchwachsen. Zwar hatte ich zunächst einen sehr guten Start, allerdings ist dann die Kupplung stark gerutscht. Danach hing ich in meinem ersten Stint lange im Verkehr fest. Auch nach dem zweiten Boxenstopp war es nicht viel besser. Wir hatten einfach nicht die nötige Pace und müssen jetzt erst einmal analysieren, warum unser Auto nicht so schnell war, wie erhofft. Denn am Nürburgring wollen wir wieder eine bessere Leistung zeigen.”

Martin Tomczyk (Startnummer 15, BMW Team RMG, Platz 16): “Für mich war es ein unspektakuläres Rennen. Natürlich hat es gerade am Anfang Spaß gemacht, auf den Optionsreifen nach vorn zu kommen. Das hat soweit gut funktioniert. Allerdings war schnell klar, dass ich die Pace der anderen nicht mitgehen konnte. Wir haben unsere Strategie durchgezogen, und mit mehr Speed hätten wir sicher einige Plätze gutmachen können. Leider hat das nicht geklappt. Wenigstens bin ich mal wieder ins Ziel gekommen. Aber das ist wirklich nur ein ganz kleiner Trost.”

Bruno Spengler (Startnummer 1, BMW Team Schnitzer, Platz 18): “Schon in der zweiten Runde ist mir Miguel Molina ins Auto gefahren, so dass ich mich gedreht habe. Dabei wurde mein Auto beschädigt und war eigentlich unfahrbar. Deshalb hatte ich zu keiner Zeit im Rennen die Pace, um angreifen zu können. Alles, was ich tun konnte, war das Auto ins Ziel zu bringen. Es war ein enttäuschendes Wochenende und alles andere als eine gelungen Russland-Premiere für mich.”

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