BMW und Continental: Gemeinsame Forschung an automatisierter Fahrt

Sonstiges | 27.02.2013 von 13

Noch vor wenigen Jahren waren Autos, die ohne einen Fahrer aus Fleisch und Blut fahren konnten, vor allem futuristische Visionen in Filmen und Büchern. In …

Noch vor wenigen Jahren waren Autos, die ohne einen Fahrer aus Fleisch und Blut fahren konnten, vor allem futuristische Visionen in Filmen und Büchern. In den letzten Jahren hat sich allerdings sehr viel getan, was hochautomatisiertes Fahren ohne Fahrereingriffe schon heute zur technisch beherrschbaren Realität gemacht hat – wie nicht nur die Google Self Driving Cars in den USA unter Beweis stellen.

Auch die BMW Forschung und Technik GmbH sieht im automatisierten Fahren eine interessante Technologie für künftige Serienfahrzeuge, weil menschliche Fehler und daraus resultierende Unfälle von leistungsfähiger Technik verhindert werden können.

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Gemeinsam mit Continental wird BMW bis Ende 2014 mehrere Versuchsfahrzeuge aufbauen, die in der Folge ohne Fahrereingriffe über Europas Autobahnen fahren sollen – selbstverständlich trotzdem mit einem Fahrer an Bord, der im Fall der Fälle eingreifen kann. In der Praxis muss die Technik beweisen, dass sie auch anspruchsvolle Aufgaben wie Baustellen, Autobahnkreuze oder Mautstellen im Ausland meistern kann.

Entsprechende Erfahrungen hat die BMW Group bereits in den letzten Jahren gesammelt, so fuhr beispielsweise Mitte 2011 ein Prototyp ohne Fahrereingriff auf der A9 von München in Richtung Nürnberg. Dieser Prototyp hat bereits rund 10.000 Kilometer zurückgelegt und ist in der Lage, sich an die aktuelle Verkehrssituation anzupassen und den Umständen entsprechend zu beschleunigen, zu bremsen und langsamere Fahrzeuge zu überholen.

Damit sich das Fahrzeug unauffällig in den fließenden Verkehr eingliedern kann, kommen eine ganze Reihe verschiedener Sensoren zum Einsatz. Lidar, Radar, Ultraschall und Kameraerfassung auf allen Fahrzeugseiten liefern der Technik des ganz speziellen BMW 5er eine 360-Grad-Übersicht von der gesamten Umgebung des Fahrzeugs und ermöglichen, dass der 5er selbständig sowohl auf andere Verkehrsteilnehmer als auch auf sonstige Hindernisse reagieren kann.

Bei der Entwicklung der neuen Prototypen fließen auch die Erfahrungen mit dem BMW Track Trainer, der Rennstrecken selbständig abfahren und dem Fahrer so die Ideallinie zeigen kann, und dem BMW Nothalteassistent ein, der das Fahrzeug im Fall gesundheitlicher Probleme beim Fahrer sicher auf dem Standstreifen zum Stehen bringt und einen Notruf absetzt.

Dr. Christoph Grote (Geschäftsführer der BMW Forschung und Technik GmbH): “Mit der Vision des hochautomatisierten Fahrens bauen wir schon heute Technologie- und Methodenkompetenz auf, die es uns ermöglicht, eine Reihe modernerster Fahrerassistenzsysteme anzubieten. Teilautomatisierte Fahrfunktionen wie der Stauassistent bilden schon in naher Zukunft einen wichtigen Baustein auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren.”

  • Chris35i

    Interessante Sache. Bitte mehr über die Technik des “automatisierten Fahrens” berichten, wenn Details bekannt werden.

  • D a r K

    Langsam wirds gruselig…
    Nicht mehr lange und wir steigen wirklich nur noch ein, sagen den Straßennamen und das Ding fährt selbstständig los und beendet die Fahrt auch wieder…
    Spätestens dann ist auf “Dynamik” geschissen, wenn alle Blechbüsen computergesteuert durch die Gegend schieben.

    • Bernd

      Wie war. Gepaart wird das ganz dann mir einer echt Zeit GPS Überwachung und einer lückenlosen Dokumentierung deines Aufenthaltes. Ich persönlich vertraue nicht mal meinem Abstandstempomat mit automatischen Bremseingriffen. Wenn es knallt, bin ich trotzdem der Schudige.

  • Precke

    Wenn diese Technik serienreif ist kann man saufen bis der Arzt kommt, dann gute Nacht heille Welt.

  • BMW_550i

    Unnötig. Total unnötig. Mehr habe ich nicht zu sagen.

    • rorret

      Finde ich nicht, dann könnte man endlich das Rechtsfahrgebot “abschaffen”, da hält sich sowieso niemand dran. Natürlich nur unter der Prämisse, dass “KITT” das Rechtsfahren auch gelernt hat. ;-)

  • qwer123

    Da die jetzigen Assistenzsysteme noch ordentlich Luft nach oben für Verbesserungen haben, sehe ich den News gelassen gegenüber.
    Allein bis das mal zu normalen Preisen angeboten wird.
    Die sollen erstmal schauen das der ACC-Radar zuverlässig funktioniert – bei Regen, Gischt und leichtem Schnellfall fallen die Dinger ja schon aus, da geht nix mit autonomen Fahren…

  • Wolle

    Wie bei so vielen Studien und Prototypen verstehen die meisten Leute das ganze falsch. Nur weil BMW an autonomen Fahren forscht heißt es noch lange nicht das in 5 Jahren euer Auto alleine fahren kann. Es wird lediglich ein Bündel von Forschungsprojekten zusammengetan um Zeit und Kosten zu sparen. D.h. wie im Artikel beschrieben – bei einem Notfall wie Herzinfarkt, Müdigkeit usw kann das Auto autonom eingreifen und das Fahrzeug sicher zum stehen bringen. Gefahrensituationen wie Notbremssystem für die Stadt sind ebenfalls aus diesen Forschungsprojekten “autonomes fahren”.

    Da seh ich Fahrassistenten wie “automatisches Einparken” viel skeptischer ggü, als ein Fahrspurassistent der einem durch ein Fehlverhalten warnt.

    • Wolle

      *Vergessen
      Wahnsinn ist aber wie kompakt bereits diese Technik wurde – wenn man sich das alljährliche Universitäten-Duell anguckt wieviel Technik auf dem Auto klebt, sieht das äußerlich schon fast marktreif aus (abgesehen vom Kofferraum)

  • bla

    sinnloses zeug. würden auf dem bild die linksspurschleicher sich rechts einordnen, bräuchte man diese technik nicht.

  • Test

    Unnötig? Erzählt das denen, die eine Sehbehinderung haben. Eher eine einmalige Chance auf Mobilität für manche.

  • Pingback: CES: BMW ConnectedDrive zeigt automatisiertes Fahren am Limit

  • fichtenelch

    Wer Interesse hat, kann an unserer Studie zum autonomen Fahren der TU München teilnehmen. Ich würde mich über eine rege Teilnahme freuen: http://ww3.unipark.de/uc/Diplomanden/8247/

    Vielen Dank

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