BMW i3 REx und i8: Mehr Details zur Technik nach Testfahrten in Arjeplog

BMW i | 26.02.2013 von 34

Zu Besuch im hohen Norden: Einige Journalisten durften sich in den letzten Tagen rund um das BMW Testzentrum Arjeplog einen ersten genaueren Eindruck von BMW …

Zu Besuch im hohen Norden: Einige Journalisten durften sich in den letzten Tagen rund um das BMW Testzentrum Arjeplog einen ersten genaueren Eindruck von BMW i3 und BMW i8 machen, was uns ein paar weitere Details zur Technik und den Fähigkeiten der Fahrzeuge beschert. Während im deutschsprachigen Raum bisher nur die Süddeutsche.de kurz von der Veranstaltung berichtet, gibt es aus England längere Texte von Greg Kable bei AutoCar.co.uk.

Mit den beiden neuen Modellen i3 und i8 steigt BMW ab Ende 2013 in die Elektromobilität ein und führt gleichzeitig Carbon-Fahrgastzellen in die automobile Großserie ein. Während der i8 stets als Plug-in-Hybrid unterwegs ist, gibt es den i3 mit Range Extender oder mit rein elektrischem Antrieb.

BMW-i3-Test-Erlkoenig-Winter-Erprobung-01

Zur Serienversion des BMW i3 wurde offenbar gesagt, dass 19 Zoll große Leichtmetallräder bereits zum Serienumfang gehören, was das schon bei den ersten Präsentationen angekündigte Rad-Layout bestätigt. Die relativ schmalen Reifen, 155 Millimeter vorn und 175 Millimeter an der angetriebenen Hinterachse, sollen dank des großen Radumfangs eine vergleichsweise große Aufstandsfläche haben und daher bei weniger Luftwiderstand die sonst nur von breiteren Reifen gewohnte Traktion bieten. 20 Zoll-Felgen werden optional ebenfalls erhältlich sein.

Greg Kable zeigte sich bei seiner Mitfahrt von der Traktion und Agilität des BMW i3 auf den komplett schneebedeckten Straßen rund um Arjeplog beeindruckt. Die Fahrleistungen liegen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 7,2 Sekunden etwa auf dem Niveau eines MINI Cooper S oder BMW 120d, allerdings wird die Höchstgeschwindigkeit mit Blick auf die Reichweite auf 150 km/h begrenzt. Selbst lange Drifts auf der verschneiten Kreisbahn gestalten sich dank des Layouts mit sehr tiefem Schwerpunkt und Hinterradantrieb offenbar einfach und beherrschbar.

Die Reichweite ist ohnehin eines der wichtigsten Themen im Zusammenhang mit dem BMW i3, denn viele potenzielle Kunden sehen genau hier den entscheidenden Schwachpunkt von Elektroautos. Laut BMW erreichen die Prototypen selbst in den extrem winterlichen Bedingungen rund um Arjeplog Praxis-Reichweiten zwischen 130 und 160 Kilometern, was für die allermeisten Pendler mehr als ausreichend sein dürfte, um den Weg von und zur Arbeit zurückzulegen.

Der ab Marktstart erhältliche BMW i3 REx verfügt zusätzlich zum Elektroantrieb über einen Ottomotor von BMW Motorrad als Range Extender. Der 650 Kubikzentimeter kleine Zweizylinder fungiert bei Bedarf als Generator und lädt die Batterie wieder auf. Für den kleinen Benziner ist ein 9 Liter fassender Tank verbaut, was dem BMW i3 mit Range Extender eine Reichweite von 250 Kilometern bescheren soll.

Genau wie der BMW i8 wird auch der BMW i3 im Werk Leipzig gebaut. Vom elektrisch angetriebenen Stadtflitzer will BMW weltweit ungefähr 20.000 Einheiten pro Jahr absetzen, die Preise beginnen in Deutschland zwischen 36.000 und 40.000 Euro und liegen damit in etwa auf dem Niveau eines gut ausgestatteten BMW 1er mit vergleichbaren Fahrleistungen oder eines “nackten” BMW 328i.

Für Sport-Fans noch interessanter ist der Plug-in-Hybrid BMW i8, der Anfang 2014 in den Handel kommt und über 100.000 Euro kosten wird. Dafür bekommen die Kunden einen Sportwagen, der auf der Nürburgring Nordschleife Rundenzeiten im Bereich eines aktuellen BMW M3 realisieren kann, aber mit einem Normverbrauch von unter drei Litern glänzen kann. Als Praxisverbrauch spricht BMW von etwa 6 Liter auf 100 Kilometer, was gemessen an den Fahrleistungen des 354 PS starken Hybrid-Sportlers mehr als respektabel ist.

Auf ein übertrieben hartes Fahrwerks-Layout verzichtet BMW dabei und peilt stattdesssen das Komfort-Level des kommenden BMW 4er Coupé F32 an, damit der BMW i8 auch uneingeschränkt als Alltags-Auto nutzbar ist. Während die Süddeutsche das noch recht ruppige Eingreifen des Dreizylinder-Benziners im Heck kritisiert, betont die AutoCar das harmonische Zusammenspiel von Benzin- und Elektromotoren, was eventuell auch auf unterschiedliche Entwicklungsstände verschiedener Prototypen zurückzuführen ist.

(Erlkönig-Bilder: BMW i)

  • Chris35i

    Irgendwie komisch, wenn wirklich der Getriebetunnel und das bekannte Innenraumlayout verworfen wird. Sieht irgendwie aus wie in einem LKW.

    • Kr1s

      Stimme da uneingeschränkt zu!
      Chris

    • rorret

      Ja, sieht komisch aus. Vielleicht kann man das Ding auch als Camper zulassen. …

      Was auch komisch ist, ein Mercedes E-350 hat 16″ und der I3 19″ bzw. 20″ Felgen. ;-)

      • MFetischist

        Wer grillt schon auf Elektro.. Kohle macht erst richtig Spaß. ;)

        • Chris35i

          Ist heute dein Populismustag, oder? :D ;-)

          • MFetischist

            Wieso heute? *kopfkratz*

            Benny hat mich als “Bad Guy” engagiert. ;)

            Morgen hab ich meinen Polemiktag, übermorgen meinen Hyperbeltag… und Freitag hab ich frei ;)…

            • Chris35i

              Nette Wochenplanung. :-)

    • der_ardt

      mich erinnert der Innenraum unangenehm an Apple-Stores -.-

      • MFetischist

        Stimmt.. Die Mitarbeiter klatschen sicher auch in die Hände, wenn du mit der neuen i-Setta vom Hof rollst.

        • Chris35i

          Haha. :-)

        • der_ardt

          Mein Schwager und ich geben uns jedes mal wenn wir in irgendeiner Großstadt unterwegs sind mindestens 30 Minuten Apple-Store. Sachen wie “ich konnte mein iPad nicht einrichten” erwärmen einfach immer wieder das Herz ;-)

      • Chris35i

        Wenn am ersten Verkaufstag des i3 alle bei BMW Schlange stehen, haben die Münchener ja alles richtig gemacht. Ein fetter Glaspalast aka. BMW Welt ist bereits vorhanden.

    • jerryre89

      Da finde ich eig den “fetten” Hebel am Lenkrad am schlimmsten. Fast wie bei Mercedes. Auch da stört mich das. Das klassiche “Layout” mit je einem Hebel links und rechts erscheint mir da wesentlich angenehmer und auch optisch ansprechender….

      • Chris35i

        Das stimmt, der gefällt mir auch nicht.

  • bmwFRITZ

    “Während die Süddeutsche das noch recht ruppige Eingreifen des Dreizylinder-Benziners im Heck kritisiert, betont die AutoCar das harmonische Zusammenspiel von Benzin- und Elektromotoren, was eventuell auch auf unterschiedliche Entwicklungsstände verschiedener Prototypen zurückzuführen ist…”

    Oder auf die Ahnung der Journalisten ^^

    • iQP

      oder mit welchen Erwartungen und Vorurteilen man schon in das Auto einsteigt …

  • CH

    Ich finde die “i” Geschichte ziemlich cool, vor allem das Design (siehe Concept Cars), die Technik und die Karbon Karosserie!! Das nenne ich mal “Vorsprung durch Technik” =)

    Wie schätzt Ihr eigentlich die Marktchancen ein (vom i3 und i8)?

    BTW wann kommen die ersten offiziellen Bilder??

    • Bernd

      Ich gebe beiden keine wirklichen Marktchancen. Allein der Preis des i3 und des i8 verbieten dies. Wer kauft sich als reines Zweitfahrzeug oder Dritfahrzeug einen kleinen 40.000€ E Flitzer? Die Fahrdaten werden ja schon heute von anderen Herstellern erreicht, für weniger Geld. Der i8 wird ein reines Marketingwägelchen. Ist das Akku nach 20km an Ende, tuckert der 150.000€+ Wagen nur noch mit drei Zylindern durch die Gegend und die ohnehin nicht beeindruckenden Fahrleistungen werden noch schlechter.

      Der i3 wird in den meisten Fällen wohl an Unternehmen verleast – natürlich zum Vorzugspreis. Der i8 könnte nur dann zum wirklichen Erfolg werden, wenn BMW einen Wagen wie den R8 oder SLS rausbringt. Eine Superduper Sonderedition für 600.000€ zum 100. Jubiläum ist nur was fürs Marketing – das wars. Der Wagen würde dann nur sehr wenige Käufer finden.

      • MFetischist

        Sehe ich auch so. BMW ist natürlich an den Leichtbautechnologien für die künftigen Modellgenerationen interessiert. Darüber hinaus werden die Mannen aus München dieses Projekt als solches vll. schon bereuen.

        Auch bezweifle ich, dass diese Technologien schnell breiten Einzug im regulären BMW Programm halten werden.

        Die neuen 5er, 7er und Co. werden schon entwickelt, weswegen bspw. Carbonmonocoques allerhöchstens in der übernächsten Generation zu erwarten sind. ( 2020 + )

        Und das natürlich auch nur dann, wenn man sie um ein vielfaches günstiger – als heute – produzieren kann.

        Der i8 ist auch weder Fisch noch Fleisch. Sicher konsequenter als ein SLS E-Cell oder der von Audi verworfene R8 E-tron aber schätzungsweise weniger dynamisch und so auch nicht mehr als ein teurer Marketing-Gag.

        Für einen grünen Anstrich mögen diese Fahrzeuge taugen, von anders verteilten Entwicklungsbudgets hätten aber wohl sehr viel mehr BMW Fahrer auch heute schon profitiert.

        • BMW_550i

          Servus.

          Na in diesem Beitrag gibst aber auch wirklich NUR negative Aspekte :-)) Dass man dies auch schafft, beweist du immer aufs Neue. Ist nicht böse gemeint, aber wie man alles so “schlechtreden” kann .. Hut ab.

          Gruß 550i

          • MFetischist

            Why? Was ist an den Autos bahnbrechend neu, außer das Carbonmonocoque?

            Nüx… Also kann ich auch nichts anderes besonders hervorheben.

            • BMW_550i

              Wenn du das meinst, dann ist es gut. :-) Jeder hat seine Meinung. Würde ungern mit dir darüber streiten oder sonst was. Aber, alles immer so kritisch zu sehen, finde ich persönlich nicht richtig. Kritisch zu sein, ist nie schlecht, aber übertreiben braucht man es auch nicht. Nur meine Meinung dazu. Wollte ich dir schon längere Zeit sagen, jetzt fand ich den idealen Zeitpunkt dazu.

              Gruß 550i

              • MFetischist

                :) okay

        • Bernd

          Sehe ich auch so. Die Technologie ist schon sehr gut, allerdings bezweifle ich auch die baldige Flächendeckende Markteinführung. Auch wenn BMW es geschafft hat, Karbon sehr günstig zu verbauen, wird es so schnell nicht in allen Modellen einzug halten, da es nachwievor teuer ist und das beißt sich eben mit den Volumenmodellen wie 5er oder 3er. Aktuell ist es nicht mehr als ein Technologieversuchaktion. Der Ausgang ist ungewiss. Selbst bei einem Erfolg wird es, wie du schon sagtest, frühesten in der übernächsten Generation flächendekcend eingesetzt – vorrausgesetzt es wird ein Erfolg. Der Weg den i8 mit zwei Motorisierungen zu bringen, ist eigentlich nur logisch, um auf die notwendigen Stückzahlen zu kommen. EIn I8 a la Porsche 918 wird es wohl deshalb nicht geben oder nur als Schmankerl oben drauf. Dass die Technik besser als etron oder Benz SLS E Cell steht außer Frage. Ich weiß nicht was schlimmer ist, die Tatsache, dass Audi den etron verworfen hat oder dass mercedes die Sache bis zum bitteren Ende durchzieht und ihren 2,1t E Sportler für eine halbe Million Euro verkauft ;) Die Konzepte waren und sind beide völlig daneben. Der i8 ist vom Konzept auf jeden Fall das beste Auto am Markt, aber reicht das, um dafür so viel geld zu verlangen? Ich denke nicht. Denn besser als die anderen sein, heißt nicht automatisch wirklich gut zu sein – schon gar nicht für den Preis.

          Falls es nicht richtig rübergekommen ist, die Leichtbautechnik ist absolute Spitzenklasse und aktuell noch allein auf weiter Flur. Allerdings ist das trotzdem noch nicht Massentauglich, sondern eher ein Technikträger. Deshalb wird der i8 und i3 nur sehr selten auf den Straßen zu finden sein und wenn dann nur als Showcars irgendwelcher hippen Unternehmen.

          p.s. Sollte der i8 mit einem ordentlichen Verbrenner kommen, dann wird er, dank des Karbonlayouts, wohl eine echte Granate. Aber wie und ob wieß wohl aktuell nur die Glaskugel ;)

  • Luke

    soll der rangeextender weitere 250km zur verfügung stellen? oder ist das dann die gesamtfahrstrecke? denn dann wären es ja 160km rein elektrisch und weitere knapp 100km mit 9l sprit, was alles andere als vorbildlich wäre.
    alles in allem ein interessantes projekt. wäre persönlich für einen “stationär” laufenden selbstzünder. so könnte man mit 9l sprit und höheren wirkungsgraden höhere reichweiten erreichen. vielleicht wäre selbst eine autonome ladung der akkus möglich, wenn der motor gekapselt wäre (und die StVO geändert werden würde)

  • http://www.grafix-center.de/ Thomas

    Das Carbon Monocoque interessiert mich an dieser Unternehmung am meisten.

    • MFetischist

      Viel mehr neues gibts ja leider auch nicht zu entdecken. =(

  • pimpmy911

    Schön, dass jetzt immerhin zwischen Praxis- und Normverbrauch unterschieden wird :)

  • tk14

    Wieso muss der i3 überhaupt so ein blödes Van Format haben?
    Ausgerechnet von einem BMW Elektroauto hätte ich mir da was sportlich, dynamisches gewünscht, schön flach! Der kommende 1er Van ist ja wirklich schon mehr als genug in die Richtung…

    Ich glaube bei dem Preis i.V.m. der Optik wird dieses Fahrzeug kein Erfolg werden, auch wenn es technisch sicherlich sehr viele, tolle Ansätze bietet. Ich glaube mit einem etwas konservativerem Design hätte sich BMW einen großen Gefallen getan!

    • http://www.facebook.com/domi.schroeter Dominik Schröter

      Dafür gibt’s den i8.

  • iQP

    Die Süddeutsche ist aber sehr skeptisch.
    Ich denke der i3 wird generell ein Auto sein, dass sich kaum ein Privater kauft. Das ist eher was zum Mieten.
    Aber die Angst mit der Reichweite ist doch Quatsch. Man fährt mit dem Auto ja nicht in den Urlaub. Die Wenigsten fahren regelmäßig so weit jeden Tag, dass der Akku nicht reichen könnte. Im Gegenteil von 24 Stunden steht das Auto 22 Stunden und da kann der Akku laden. Das ist ja das schöne, der kann einfach überall geladen werden. Die Infrastruktur ist zum Teil schon da und wird noch deutlich ausgebaut. Es ist ja auch was dran verdient.
    Und man spart sich das lästige Tanken. Gerade wenn man Täglich 150km fährt muss man alle paar Tage zur Tankstelle und so steckt man das Auto einfach zuhause und bei der Arbeit, beim Einkaufen usw. einfach am Parkplatz in die Steckdose.

    • Robin

      Sehe ich ebenso. Wer selten mal größere Strecken fährt nimmt halt den Range Extender mit dazu, dann muss man halt alle 150km-180km (vermutlich realistischer als die 240km) Tanken oder nimmt einfach ein-zwei Kanister mit. Alle 1,5-2h ne kurze Pause schaden auch keinem..

      • iQP

        ehrlich gesagt frag ich mich wieso die nicht mehr Platz hatten für einen größeren Tank, so macht der REX in meinen Augen zu wenig Sinn.

        • Robin

          Kommt vielleicht noch. Eventuell wie bei Mercedes, mit Aufpreis (neuer ML Beispielsweise)… Aber unter Umständen wär das dann wieder zu nah am kommenden Plug-In Hybrid Active Tourer?!

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