Forschungsinitiative UR:BAN will mehr Sicherheit im Stadtverkehr

Sonstiges | 20.09.2012 von 1

Rund die Hälfte der Jahr für Jahr im Straßenverkehr ums Leben kommenden Menschen sitzt nicht in einem Auto. Will man die Zahl der Verkehrstoten reduzieren, …

Rund die Hälfte der Jahr für Jahr im Straßenverkehr ums Leben kommenden Menschen sitzt nicht in einem Auto. Will man die Zahl der Verkehrstoten reduzieren, muss man also nicht nur immer schärfere Crashtests für Autos einführen, sondern sich auch verstärkt um jene Verkehrsteilnehmer kümmern, die keine schützende Fahrgastzelle um sich herum haben.

Großes Potenzial bietet hierbei die Vernetzung von Fahrzeugen und Verkehrsleitsystemen. Auf dem Weg zur “intelligenten Infrastruktur” haben nun 30 Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik-, Kommunikations- und Softwarefirmen, Universitäten sowie Forschungsinstitute und Städte das Projekt UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) ins Leben gerufen, um gemeinsam an leistungsfähigen Assistenz- und Managementsystemen zu arbeiten.

In den kommenden vier Jahren soll in den drei Projekten “Kognitive Assistenz”, “Mensch im Verkehr” und “Vernetztes Verkehrssystem” gemeinsam nach neuen Lösungen gesucht werden. Die BMW Group ist an allen drei Projekten der Initiative UR:BAN beteiligt und entwickelt unter anderem ein neuartiges Assistenzsystem zum Fußgängerschutz, das nicht nur das Verhalten von Fußgängern in der Umgebung des fahrenden Fahrzeugs analysiert, sondern anhand der Umgebung auch entscheiden kann, ob ein Ausweichmanöver möglich ist.

In einem weiteren Projekt wird daran gearbeitet, Autos in Städten effizienter zu machen. Grüne Wellen und vorausschauende Informationen zu den Umschaltpunkten von Ampeln ermöglichen ein entspanntes und energieeffizientes Fahren, von dem auch die Luftqualität im urbanen Raum profitiert.

Susanne Breitenberger (Projektleiterin UR:BAN bei der BMW AG): “UR:BAN wird nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im städtischen Verkehr leisten; durch den Ausbau einer intelligenten Infrastruktur und deren Vernetzung mit intelligenten Fahrzeugen wird zudem die Verkehrseffizienz optimiert werden.
Applikationen zur intelligenten Beeinflussung des Verkehrs unter Berücksichtigung sowohl der Verkehrssituation als auch der ökologischen Optimierungspotenziale gehen Hand in Hand mit intelligenten Fahrerassistenzsystemen zur Optimierung der Fahreffizienz und des Energieverbrauchs.”

Dr. Peter Zahn (Projektleiter UR:BAN bei der BMW Forschung und Technik GmbH): “Wir wollen den Fahrer mit hochauflösender Sensorik in einem weiten Erfassungsbereich rechtzeitig auf Gefahren aufmerksam machen und bei der Reaktion unterstützen, um auch in Ballungsräumen die Zahl und Schwere der Unfälle zu reduzieren.”

  • E46 CSL

    Das umschalten der Ampeln durch “Fahrzeug-Ampel-Vernetzung” wird schon seit etlichen Jahren von anderen Herstellern getestet – ist also nichts neues. Die Pläne gibt es schon lange, die Umsetzung ist aber das große Problem. Wer solls bezahlen? Ob die Hersteller die eure Technik in die Ampelanlagen bauen? Wohl eher nicht. Alles in allem, große Zukunfstmusik.

Find us on Facebook

Bimmertoday

Tipp senden