24h Spa 2012: Audi gewinnt erneut, BMW Z4 GT3 schärfster Verfolger

Motorsport | 30.07.2012 von 6

Wie schon am Nürburgring war der Renngott auch in Spa nicht auf Seiten der vielen BMW Z4 GT3 und ließ stattdessen ein weiteres Mal den …

Wie schon am Nürburgring war der Renngott auch in Spa nicht auf Seiten der vielen BMW Z4 GT3 und ließ stattdessen ein weiteres Mal den Audi R8 LMS ultra den Vortritt. Nach den Siegen auf der Nordschleife und in Le Mans können sich die Ingolstädter nun schon über den dritten Sieg bei einem großen europäischen 24 Stunden-Rennen im Jahr 2012 freuen.

Wie schon am Nürburgring zeigte der BMW Z4 GT3 auch in den Ardennen eine starke Performance und gehörte praktisch zu jedem Zeitpunkt zu den absolut schnellsten Fahrzeugen auf der Strecke, was auch die schnellste Rennrunde für den Z4 von Marc VDS Racing unterstreicht. Obwohl es keine größeren Probleme mit der Zuverlässigkeit gab, sorgten einige monsunartige Regenfälle und insgesamt mehr als fünf Stunden hinter dem Safety Car für diverse Verschiebungen, von denen in Spa andere Teams profitierten. Am Ende konnten die BMW von Vita4One Racing und Marc VDS immerhin die Plätze drei und vier einfahren.

Michael Bartels (Teamchef, Vita4One Racing): “Dieser dritte Platz in Spa ist natürlich auf der Langstrecke der biste größte Erfolg in unserer Zusammenarbeit mit BMW. Mit unseren Sprintergebnissen sind wir ebenfalls zufrieden, aber ein Podestplatz in Spa ist immer besonders. Schon beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wollten wir um einen Platz auf dem Treppchen kämpfen. Damals hat es nicht geklappt. Aber heute hat man gesehen, dass wir uns gemeinsam steigern können. Wir haben dieses Jahr ein hartes Programm. Wenn man dann hier mit einem Auto durchkommt und auch noch vorne mit dabei ist, dann ist das besonders schön.”

Gregory Franchi (Vita4One Racing, BMW Z4 GT3 #66): “Das war mal wieder ein hartes Rennen in Spa-Francorchamps. Wir hatten es mit starker Konkurrenz zu tun und mussten wirklich auf jeder einzelnen Runde das Maximum herausholen. Für mich sind die 24 Stunden von Spa natürlich etwas Spezielles, schließlich komme ich hier aus der Gegend. Ich liebe dieses Rennen einfach, und ein Podestplatz auf dieser Strecke bedeutet mir viel.”

Mathias Lauda (Vita4One Racing, BMW Z4 GT3 #66): “Ich bin mit unserem Rennen sehr zufrieden. Das Auto war super, und meine Doppel-Stints haben klasse funktioniert. Was die Rundenzeiten angeht, war ich konstant vorne mit dabei. Deshalb bin ich sehr glücklich. Ein Dankeschön an das Team. Jeder hat einen tollen Job gemacht. In den letzten Runden konnte ich gar nicht mehr hinschauen, als Frank den Schlussstint gefahren ist. Der Podestplatz ist eine schöne Belohnung für die ganze Mannschaft.”

Frank Kechele (Vita4One Racing, BMW Z4 GT3 #66): “Dieses Rennen hat einfach richtig Spaß gemacht. Am Anfang haben wir durch etwas Pech an Boden verloren. Das hat uns aber nicht aus dem Konzept gebracht. Das Team hat super gearbeitet, und wir haben immer daran geglaubt, dass wir es auf das Podest schaffen können. Das ist uns dann auch gelungen. Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Gerade in der Nacht gab es sehr viele Unfälle, und man musste sich unbedingt aus allem heraushalten. Für uns Fahrer ist Spa-Francorchamps eine tolle Herausforderung, der ich mich gerne gestellt habe.”

Bas Leinders (Fahrer und Teamchef, Marc VDS Racing, BMW Z4 GT3 #3): “In diesem Rennen haben wir hart gekämpft, aber das ist ja im Rennsport meistens so. Wir haben keine großen Schwierigkeiten gehabt, dafür aber viele kleine. Bis zur letzten Runde haben wir alles gegeben. Schon am Nürburgring sind wir beim 24-Stunden-Rennen auf Platz vier angekommen. Hier wollten wir unbedingt noch etwas mehr, hatten aber einfach Pech. Zwei Mal wurden wir von einem anderen Auto getroffen, zwei Mal haben wir einen Vorsprung wegen einer Safety-Car-Phase wieder verloren. Hinzu kamen noch die Reifenschäden. Das war einfach zu viel.”

Maxime Martin (Marc VDS Racing, BMW Z4 GT3 #3): “Das war mein erstes richtiges 24-Stunden-Rennen. Ab der ersten Runde sind wir ans Limit gegangen. Am Anfang lagen wir an der Spitze, und auch im Regen konnten wir unseren Vorteil mit dem BMW Z4 GT3 nutzen. Dann kamen aber all die Safety-Car-Phasen und ein paar kleinere Probleme, die sich am Ende summiert haben. Ich denke, jeweils ein vierter Platz bei den großen 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Spa-Francorchamps – das kann sich sehen lassen.”

Markus Palttala (Marc VDS Racing, BMW Z4 GT3 #3): “Für mich war es ein komisches Rennen, denn ich kam wegen meiner Stop-and-Go-Strafe erst nach zwölf Stunden zum Einsatz. Im Vordergrund stand, dass wir viele Punkte für die Meisterschaft sammeln. Das haben wir geschafft. Es hätte schlimmer kommen können, aber eben auch besser. Wir waren sehr schnell unterwegs und hätten das Zeug für mehr gehabt. Das zeigt auch die schnellste Rennrunde für Maxime. Aber es sollte heute eben einfach nicht sein.”

Die BMW Teams beim 24-Stunden-Rennen von Spa:

  • #3 Marc VDS Racing Team, Platz 4
    Markus Palttala (FI), Bas Leinders (BE), Maxime Martin (BE)
  • #4 Marc VDS Racing Team, Platz 15
    Bert Longin (BE), Henri Moser (CH), Mike Hezemans (NL)
  • #29 ROAL Motorsport, Platz 32
    Tom Coronel (NL), Stefano Colombo (IT), Edoardo Liberati (IT), Michela Cerruti (IT)
  • #36 DB Motorsport, Ausgeschieden
    Jeroen den Boer (NL), Stéphane Lémeret (BE), Jeffrey van Hooydonck (BE)
  • #37 DB Motorsport, Ausgeschieden
    Simon Knap (NL), Andrew Danyliw (CA), Jochen Habets (NL), Léon Rijnbeek (NL)
  • #66 Vita4One Racing Team, Platz 3
    Gregory Franchi (BE), Frank Kechele (DE), Mathias Lauda (AT)
  • #70 Race Art, Platz Ausgeschieden
    Nick Catsburg (GB), Roger Grouwels (NL), Jaap van Lagen (NL), Robert Nearn (GB)

(Bilder & Infos: BMW Motorsport)

  • Theraplan

    der r8 ist aber auch ein tolles auto, und das nicht nur in der rennversion. bin auf den plus gespannt. i8 und dergleichen ist ja alles zukunftsmusik

  • Luc

    toller audi sieg… man darf jedoch nicht vergessen dass das reglement, wie schon letztes jahr, auf den R8 zugeschnitten wurde in dem jedem auto eine maximal stintzeit von um die 65 minuten aufgedrängt wurde, da der R8 mit einer tankfüllung nicht länger fahren kann… wenn man als einziges werk am start ist kann man sich das reglement eben zum teil “erkaufen”

  • R8v8

    klassisches argument. wird immer gebracht wenn ein bmw verliert. die r8 haben im vergleich zum letzten jahr an effizienz und stintmäßig zugelegt. der z4 wurde genauso von bmw entwickelt wie der r8 von audi. bei audi ist es halt ein werkseinsatz, beim z4 der einsatz eines privatteams mit werksunterstützung. erkauft ist da gar nichts.es ist naiv zu denken, audi könnte gegenüber dem background der “privatteams” (hallo, wir reden hier von porsche, mercedes und bmw) so etwas durchziehen. der einzige unterschied ist: audi gibt der serie höchste priorität, bmw nicht. das ist auch sehr praktisch. wenn man nämlich verliert, kann man sagen, jaaaaaa, wiiiir sind ja auch gar nicht in der rennserie engagiert, wir liefern ja nur das fahrzeug. das ist mir zu einfach. werksteams sind nicht verboten und was nicht verboten ist, wird, siehe formel 1, eben gemacht. so siehts aus.

  • Luc

    ich spreche nicht vom ungleichen kampf werksteam gegen privatiers, auch bmw hatte schnelle fahrer auf dem VDS Z4 die von der speed ebenbürtig waren… ich spreche von der 65 minuten stintzeit, es war im fahrerlager ein offenes geheimnis dass das wegen den R8 eingeführt wurde… das wurde mir beim besuch eines teams aus der eifel am wochenende bestätigt

    • R8v8

      der vw konzern hat das gegen die kundenteams von bmw, mercedes und porsche also, wie du sagst, erkauft. mit fairem sport hat das ja nichts zu tun. ich rate dir also zu einer klage vor der fia. auch rate ich den kundenteams der anderen hersteller zu einer solchen klage. fragt sich bloß warum das niemand macht. wahrscheinlich weil deine theorie nicht stimmt. überhaupt läge dann ja bestechung vor. soll doch bmw gleich direkt klagen, muss ja gar nicht vor der fia sein, du auch, kannst du vor jedem gericht machen. also, worauf wartest du bzw all die anderen?
      ich habe die verschwörungstehorien satt. seit es motorsport gibt, gibt es jedes jahr solche anschuldigungen. wir kommen langsam auf formeleinsniveau wo paranoia die boxengasse regiert und jeder den anderen der vorteilsnahme und des betrugs bezichtigt.
      im übrigenn sind zugständnisse in einer serie, deren technische basis strassenfahrzeuge stellen (auch wenn da im falle des z4 nicht mehr viel davon übrig ist, durchaus im gegensatz zu r8 und 911), normal. auch der z4 hat jede menge zugeständnisse erhalten, wie sonst soll man autos mit derart unterschiedlicher characteristic in ein reglement pressen. es ist eben verhandlungssache. kann also sein, dass audi besser verhandelt hat als der rest. na und. in zwei jahren sieht es wieder anders aus, dann hat irgendein anderer hersteller die besseren entscheidungen getroffen bzw. die besseren karten. das ist motorsport. so lief es immer und so wird es immer laufen. 

      • R8v8

        da fällt mir ein, wie kann es eigentlich sein, dass bmw einen wagen einsetzen darf, den es in der vorhandenen form, nämlich als coupe, auf der strasse gar nicht gibt? auch verhandlungssache. der rest des feldes hat gesagt, wir haben damit kein problem bzw. festgestellt: ist regelkonform. fertig ist die laube.

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