Nun auch Porsche: Abgaskrümmer zwischen den V8-Zylinderbänken

Sonstiges | 22.03.2012 von 17

Mit der Präsentation des BMW X6 xDrive50i der Baureihe E71 im Jahr 2008 gab es weltweit den ersten V8-Turbomotor mit umgekehrter Position von Ein- und …

Mit der Präsentation des BMW X6 xDrive50i der Baureihe E71 im Jahr 2008 gab es weltweit den ersten V8-Turbomotor mit umgekehrter Position von Ein- und Auslasskanälen. Statt wie sonst üblich befindet sich das Abgassystem, bestehend aus Krümmer, Turbolader und Katalysatoren, nicht links und rechts außen vom Motorblock, sondern im V-Raum. Durch die kurzen Ansaugrohre und vergrößerten Querschnitte konnten Druckverluste im Ansaugtrakt deutlich minimiert werden.

Diese bauliche Umkehr bringt aber auch technische Schwierigkeiten mit sich, denn statt wie üblich kann die Hitze des Abgasstrangs nicht direkt über den Unterboden abstrahlen, sondern befindet sich unter der Motorhaube und vor der Schottwand des Innenraums. Bislang setzt BMW dieses Umkehrprinzip nur in den N63 und S63 genannten V8-Motoren der aktuellen Modelle von 5er, 6er, 7er, X5 und X6 ein.

Auf derFrankfurter IAA im Jahr 2013 wird nach aktuellem Stand Porsche mit einer ähnlichen Lösung nachziehen: Beim Hybrid-Supersportwagen Porsche 918 Spyder wird das völlig neukonstruierte Triebwerk ebenfalls über im V liegende Abgaskrümmer und außenliegende Einlasssysteme verfügen. Der 4,6 l große Achtzylinder wird zwar nicht wie bei BMW durch eine Turboaufladung unterstützt, aber dafür durch zwei Elektromotoren.

Die Schonung der temperaturempfindlichen Lithium-Ionen-Batterie ist bei Porsche auch der Grund für die umgedrehte Position von Ansaug- und Abgastrakt. Durch das Mittelmotorkonzept lässt sich die Abwärme leichter an die Umgebung abgeben als beim Frontmotor. Die Antriebseinheit des Benzinmotors muss wegen der E-Maschinen extrem kompakt bauen. Somit darf der Endschalldämpfer direkt hinter den Kopfstützen thronen.

Die Elektromotoren dienen beim Zuffenhausener Superlativ in erster Linie dem Extraschub, dennoch soll mit dem 918 Spyder auch rein elektrisches Fahren möglich sein. Der Verbrennungsmotor soll maximal 570 PS leisten, die E-Motoren 109 bzw. 122 PS. Es bleibt spannend, welcher Hersteller dann als nächstes den unkonventionell angeordneten Ansaug- und Abgastrakt in die Serie führt.

(Bilder: Porsche, BMW / Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Porsche Christophorus Magazin)

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