Automobilwoche befragt Dr. Klaus Draeger zur BMW-Strategie

News | 1.05.2011 von 18

In einem lesenswerten Interview hat Automobilwoche.de Dr. Klaus Draeger zur künftigen Technik in den Fahrzeugen von BMW und MINI befragt. Wie unsere Leser wissen, wird …

In einem lesenswerten Interview hat Automobilwoche.de Dr. Klaus Draeger zur künftigen Technik in den Fahrzeugen von BMW und MINI befragt. Wie unsere Leser wissen, wird es spätestens 2014 ein Modell von BMW geben, das auf der Plattform der nächsten MINI-Generation F56 basiert und dementsprechend über quer eingebaute Motoren und Frontantrieb verfügt. Dr. Klaus Draeger rechtfertigt die Abkehr vom Hinterradantrieb in diesem speziellen Fall mit dem Platzbedarf im Kleinwagen-Segment, der den Frontantrieb praktisch alternativlos macht.

Dennoch müssen sich die Fans und Freunde der Marke keine Sorgen um den Hinterradantrieb machen, denn die bisher mit angetriebenen Hinterrädern ausgelieferten Modelle werden den Standardantrieb auch künftig behalten. Es handelt sich somit “nur” um eine Erweiterung des Angebots, aber niemand wird zum Wechsel auf Frontantrieb gezwungen. Wie wir schon vor vielen Monaten berichtet haben, bleibt es bei der kommenden 1er-Generation F20 definitiv beim gewohnten Layout und da auch der nächste 1er technisch eng mit dem 3er verwandt sein soll, wird es auch künftig keinen 1er mit Frontantrieb geben.

Unterhalb der bisherigen Varianten der 1er-Reihe sieht BMW aber noch Platz für weitere Modelle, die weniger Wert auf Sportlichkeit und Dynamik legen und somit auch mit dem günstigeren Frontantrieb gebaut werden können, ohne dass die Kunden etwas vermissen. Für diejenigen Kunden, die sich bisher vordergründig wegen den angetriebenen Hinterrädern für einen BMW entschieden haben, wird es diese Wahl aber auch weiterhin geben, wenn sie nicht zu einem Kleinwagen wechseln wollen.

Auch wenn man diese Abkehr vom prinzipiellen Vertrauen auf den Hinterradantrieb kritisch betrachten kann, sollte man auch den Vergleich mit den relevanten Wettbewerbern im Auge behalten. Weder Audi noch Mercedes bieten in der Kompaktklasse ein Modell mit Hinterradantrieb an und auch die neue Generation der Mercedes A-Klasse, die deutlich dynamischer positioniert werden soll, wird lediglich mit Frontantrieb bestellbar sein. Mit dem Smart, dessen nächste Generation von Mercedes gemeinsam mit Renault entwickelt wird, bieten die Stuttgarter zwar einen kleinen Hecktriebler an, hier lässt die sicherheitsbetonte Auslegung des Fahrwerks aber ebenfalls nicht zu viel Fahrspaß aufkommen.

Außerdem äußert sich Dr. Draeger zu den kommenden Dreizylinder-Motoren, die zunächst im MINI und dem technisch verwandten BMW zum Einsatz kommen sollen. Außerdem werden die aufgeladenen Motoren aber auch im 1er Verwendung finden und dort eine besonders sparsame Alternative zu den Vierzylindern darstellen.

Das komplette Interview findet sich direkt bei der Automobilwoche.

  • Mitsu

    Ein bisschen redet sich Draeger die Welt aber auch schön. Beispiele:

    “Automobilwoche: Ein großer Trend in der Motorenentwicklung ist Downsizing. Schreckt das die sportlichen BMW-Kunden, für die auch Leistung und Zahl der Zylinder zählen, nicht ab?

    Draeger: Das glaube ich nicht. Sehen sie sich den neuen M5 an. Der Achtzylinder mit BMW TwinPower Turbo gibt dem Auto den typischen Charakter eines M Modells, eines Sportwagens, ohne zu spitz zu sein. Und das bei mehr Leistung und einem Verbrauch, 25 Prozent unter dem des Vorgängers mit zehn Zylindern. Das Auto wird beim CO2 unter 200 Gramm pro Kilometer liegen.”

    Die Frage kontert er damit, dass er den M5 beispielhaft nennt. Das ist aber ein Witz, denn die Masse wird keinen M5 kaufen. Es geht ja eher um die Mehrheit, die Modelle wie den 1er oder den 3er kaufen.

    Noch eines:

    “Automobilwoche: Downsizing-Motoren haben oft einen besonders eklatanten Unterschied zwischen dem Verbrauch nach EU-Fahrzyklus und dem Alltagsverbrauch. Muss da nicht ein neuer Verbrauchstest her, der die Realität besser abbildet?

    Draeger: Die wichtigste Einflussgröße beim Verbrauch ist noch immer der Fahrer. Wenn es einen neuen EU-Fahrzyklus gibt, wird auch dieser nicht alle Fahrprofile abbilden können.”

    Hä??? Die Autoindustrie sollte Autos bauen, die sparsam sind. Und nicht darauf verweisen, dass die Testmethoden “unsinnig” sind. Und wenn sich im Alltag die Fahrzeuge, auch die BMW, als nicht sehr sparsam erweisen, dann ist das für Kunden ärgerlich und es interessiert doch nicht, ob nun die Testmethoden hinfällig sind!

    • Anonymous

      Grundsätzlich: amen!

      BMW gehts doch gut… Für ein paar virtuelle Verbrauchswerte, werden die “dicken” Motoren geopfert, um den Kunden die kleinen Motoren zum gleichen / gesteigerten Kurs zu verhökern.

      Und die Leutchens ziehen mit…

  • juergen3

    Für mich als überzeugter Fan der Marke BMW kann die neue Strategie von BMW nachvollziehen. In einem rauen Umfeld muss man quer denken und auch neue Wege einschlagen. Ich finde, dass das Kurzinterview mit Hrn. Dräger sehr intelligent ist.
    Keinesfalls wird BMW die Markenidentität aufgeben. Die Marke BMW ist einer der wertvollsten weltweit und dieser große Erfolg kann nur bestätigt werden, wenn man sehr gutes noch besser macht.
    BMW ist und wird auch in Zukunft die begehrteste Premiummarke bleiben.

    • Die_Allianz

      Mit ‘quer denken und neue Wege einschlagen meinst du, das BMW genau das gleiche machen sollte wie alle anderen Autohersteller? 4 Zylinder Turbo quer?

      Nein ‘quer’ (lustig wie zweideutig) war BMW bis jetzt! Reihen-Sechszylinder und Heckantrieb im 1er z.B.! Sportliche Fahrzeugabstimmung, kein Auto unter 120PS, also nur mit ausreichender Leistung zu verkaufen. Das war BMW bisher!
      Was jetzt passiert ist einfach nur mitschwimmen, in der Masse aller Autohersteller

      • Anonymous

        ..das mitschwimmen gibt Brüssel vor, nicht BMW. Selbst eine S-Klasse bekommt ein 4-Zylinder!! Und wenigstens kann man sich freuen das BMW noch einen neuen V12 gebaut hat.

        Das ständige Nürgeln wegen der Turbos wird schon langsam nervig. Wir müssen und endlich mal damit abfinden das die neuen R4 kommen werden und teils die R6 ablösen werden, trotz allem werden sie nicht vom Portfolio verschwinden. Das ist meine Meinung fertig!

  • Oihowiqehfceiuw

    BMW predigt dogmenfreiheit und den tod der saugmotoren….

    ok, dann will ich frei von dogmen sein und wechsle zu porsche. die saufenden und im ansprechverhalten trägen turbos kann der klausi selber fahren.

    • Mike

      … und wie lange meinst Du, werden die das noch weiter anbieten? Kommt doch jetzt schon der V6 Audi Diesel ins Programm… na dann viel Spass mit deinem VW “Sport”wagen mit R4 statt Boxermotor

      • Robert

        Ich find die Argumentation von euch bmw “fans” ganz lustig, weil sie in sich einfach unlogisch und total dämlich ist. VW hat Lamborghini, Porsche (zumindest 49,9%), Bugatti, Bentley und sogar der r8 v10 ist sportlicher als alles von bmw. Die VW AG baut also mit Abstand mehr Sportwagen und vor allem deutlich sportlichere Autos als bmw. Wieso versucht ihr es dann also immer so darzustellen, als ob es andersrum wäre? Ihr müsst doch merken, dass ihr euch total lächerlich macht, oder etwa nicht? Vorallem nachdem Porsche grade den gt3 rs 4.0 und Lamborghini den Aventador rausgebracht haben und die m gmbh auf der anderen Seite anfängt ag- und Turbomotoren in ihren Fahrzeugen zu verbauen, sind solche Kommentare doch gleich doppelt dumm…

        • Anonymous

          …komisch bist nur du, denn bei BMW wird ein Auto mit Sportgenen geboren, bei VW wird es erst damit gefüttert, also was solls! Guts Nächtle ;P

        • Anonymous

          …komisch bist nur du, denn bei BMW wird ein Auto mit Sportgenen geboren, bei VW wird es erst damit gefüttert, also was solls! Guts Nächtle ;P

          • Robert

            Wie gut dass deine Intelligenz noch dazu ausreicht die Marketingsprüche vom Segler zu wiederholen. Um auf meine genannte Kritik einzugehen, war dann wohl aber nicht mehr genug vorhanden.

    • Mike

      Aber kannst ja beruhigt sein, weil der VW Konzern frei nach seiner Devise “lieber kopieren als entwickeln” immer ein paar Jahre hinterher hängt, gibts da noch den tollen Sauger eine Zeit lang.

  • Das Problem ist das BMw auf den Aktien Kurs guckt. den nur für diesen muss man sich an die Eu normen halten. Wenn man sich nicht dran hält also den flotten verbrauch oder ähnliches dann kostet das einfach ein paar €uro. Die bekommt man aber später wieder rein wenn die Leute davon überzeugt sind das BMW die einzigen sind die das bauen was sinn macht und nicht das was die nicht beliebte EU vorgibt.

    Aber freue mich schon drauf wenn der 3l Posche 918 kommt. dieser wagen wird den Eu zyklus mit unter 3 l schaffen damit kaum steuer kosten. Aber wohl einen normalen verbrauch von 15l haben. das wird lustig, genauso wie die neuen Energie klassen, wo endweder bald dauern neue a+ a++ a+++ a* a** a*** oder so erfunden wird oder immer mehr leute panzer und sowas mit einrechen die normalen leichte autos angeblich schlagen in der Effizienz.

  • Jensus

    Hi Benny,

    “CO2 unter 200g pro Kilometer”, heisst das nicht, dass der neue M5 einen Normverbrauch von unter 9.0 Litern auf 100km hätte? Also noch mal einen Liter weniger als der aktuelle E63 Benz! Das wäre doch wohl der Hammer – oder hab ich da einen Denkfehler?

    • Ich sehe den Denkfehler nicht, also müsste das so stimmen. 199 Gramm wären 8,5 Liter. Damit wäre der M5 deutlich sparsamer als der 550i, der mit 10,4 Liter angegeben ist. Erscheint in der Tat etwas unglaublich, ich kann dazu aber momentan leider nix definitives sagen. Das Interview wird aber sicherlich gegengelesen, die Zahl muss also eigentlich stimmen.

      • Anonymous

        Erachte ich als unrealistisch. So um die 11,5 – 12 l im Normverbrauch sollten eine realistische Größe sein. Zudem sinds wie bereits angemerkt virtuelle Zahlen, die in der Praxis so sicher eh keine Relevanz haben.

        • Besonders nicht bei einem Auto wie dem M5 …
          wer fährt da schon nach Norm? 🙂

          • Anonymous

            Ich frags mich auch… Vor allem wen juckts? Selbst mir als AG Fahrzeug Fahrer ist es völlig egal was hinten an Sprit ausm Auspuff tropft.

            Ich fahr BMW aus Überzeugung und nicht wegen EfficientDynamics.

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