BMW M5 F10: 305 km/h Vmax und Handschalter für die USA?

  • Abgelegt: 25.03.2011
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Eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist vielen Kunden der M GmbH nicht genug, aus politischen Gründen verbietet sich aber eine generelle Aufhebung dieser elektronischen Beschränkung. Um das Dilemma möglichst elegant zu lösen, bieten mehrere Hersteller für teures Geld Fahrertrainings an, die mit einer Aufhebung oder zumindest einer Anhebung der Vmax verbunden sind. Schon der BMW M5 der Generation E60 war so ab Werk mit einer Vmax von 305 km/h bestellbar, obwohl er völlig ohne Limitierung sogar noch etwas schneller gekonnt hätte.

Dieses Spiel wird nun offenbar auch beim neuen BMW M5 F10 gespielt werden: Gegen einen Aufpreis im vierstelligen Bereich soll auch hier die Höchstgeschwindigkeit auf 305 km/h festgesetzt werden, womit den Kunden nur der Griff zu Reifen mit Geschwindigkeitsindex ZR (>240 km/h) bleibt. Reifen der Spezifikation Y, die “nur” bis zu einer Geschwindigkeit von 300 km/h ausgelegt sind, können somit nicht verwendet werden.

BMW-M5-F10-Spyvideo

Außerdem berichtet das Nachrichtenmagazin Focus, dem wir angesichts der definitiven Formulierung im Artikel eine vorherige Absprache mit der M GmbH unterstellen, dass es neben dem vor einigen Tagen verkündeten Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auch wieder eine Variante mit manuellem Getriebe geben wird. Wie schon beim E60 soll der M5 F10 Handschalter aber dem US-Markt vorbehalten bleiben, denn dort genießen Fahrzeuge mit manuellem Getriebe angesichts der flächendeckenden Verbreitung von Automatikgetrieben nach wie vor ein besonders sportliches Image.

Im Rest der Welt sind hingegen Schaltgetriebe die Norm und ab einer gewissen Fahrzeugklasse gibt es kaum noch Nachfrage für ein derartiges Angebot. Bereits seit Jahren bietet BMW einige Modelle nur noch mit Automatikgetriebe an, weil sich die Entwicklungskosten eines manuellen Getriebes für die wenigen zu erwartenden Kunden nicht rentieren würden. Der Verweis auf die Entwicklungskosten kann allerdings kaum als Argument gelten, wenn man ein entsprechendes Getriebe lokal anbieten sollte. Insofern bleibt nur der Schluss, dass man in Garching für einen manuell geschalteten M5 keinerlei Nachfrage außerhalb der USA erwartet.

Das Doppelkupplungsgetriebe wird über Schaltwippen am Lenkrad manuell bedienbar sein, aber auf ein klassisches Kupplungspedal muss man natürlich trotzdem verzichten. Da die meisten Kunden ihren BMW M5 als souverän motorisierte Alltags-Limousine nutzen, dürfte das aber kein Problem darstellen. Die Kritik am SMG-Getriebe beim M5 E60 adressierte auch eher dessen mangelnden Komfort und die damit einhergehende Ruppigkeit als das fehlende Kupplungspedal. Genau hier soll das DKG einen erheblichen Fortschritt darstellen und im Alltag auf Anhieb eine deutlich komfortablere Fortbewegung erlauben.

(Quelle: Focus.de)

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  • M-Fetischist

    Das es die V-Max Aufhebung auf 305 km/h geben wird, stand für mich eigentlich nie wirklich zur Debatte.

    Wird sicher unter dem Ausstattungsschlüssel “7ME” laufen und zur Orientierung mit schätzungsweise gut 2,5 k € zu Buche schlagen.

    Sollte es den Handschalter wirklich geben, dann bitte auch in Deutschland anbieten, dass wäre ein würdiger Nachfolger für den E39S. Entweder als Sondermodell oder als Grundmodell und das DKG als Sonderausstattung.

    Beim M3 gehts doch auch.

  • Andreas1984

    Beim M3 ist’s noch so. Stellt sich nur die Frage, wie lange noch.

    • M-Fetischist

      Guter Einwand aber schauen wir uns den Markt an.

      Der M3 / das 1er M Coupé hat eine andere Zielgruppe als der M5 / M6 / XM. Auch vom Alterspektrum der Kunden her.

      Da gibt es einen größeren Kundenkreis, der auch Handschalter nachfragt.

      Beim M3 und 1er M Coupé stehen Querdynamik und “mehr arbeiten beim fahren” oftmals im Vordergrund, beim M5 / M6 / XM auch schon aus Gewichtsaspekten eher(!) aber natürlich nicht nur die Längsdynamik.

      Ich glaube also nicht, dass BMW zumindestens der nächsten M3 Generation den Handschalter wegnimmt.

      Warum?

      1. Auf den Gebrauchtwagenmärkten stehen auch recht viele aktuelle M3 als Handschalter -> Nachfrage ist da.

      2. Das DKG kann sich BMW dann weiter als SA “teuer” bezahlen lassen. BMW hat also auch was davon ;-).

      Gibt vom Standpunkt BMW M m.M. nach nur zwei Argumente die für eine Komplettumstellung auf das DKG sprechen würden:

      1. Die bessere Längsdynamik -> Das aktuelle DKG ist schneller als jeder Handschalter.

      2. Geringere Verbräuche -> geringere CO² Emissionen.

      • Andreas1984

        BMW macht doch öfter mal Sachen, die rational nicht so ganz schlüssig erklärbar sind. ;)

        • M-Fetischist

          ;-)

      • Lennardt

        DKG ist schwerer oder? Und puristisch ists auch nicht.
        Also ich hätte, wenn ich mir schon so einen Wagen holen würde (besser: könnte) Handschaltung wollen. Bei dem Motor wird man eh schaltfaul unterwegs sein können wenn man es will.

        • Anonymous

          Ich war früher auch so puristisch, alte 911er und so. Früher gab es aber auch noch kein DKG und keine “schnellen” Wandlerautomaten und der Stress beim Schalten war aufgrund der niedrigeren Leistungsfähigkeit nicht so groß. Mein Vater hatte einen M5, der hatte 286PS. Also, du musst schon ein Walter Röhrl, zumindest aber ein echter Rennfahrer sein um mit einem Schaltwagen so schnell unterwegs zu sein wie mit einer Doppelkupplung. Es mag Spaß machen, es ist auch eine Herausforderung, letztendlich aber: umso höher das Leistungsgewicht umso dringender brauche ich ein Automatikderivat um die volle LEistungsfähigkeit des Wagens abzurufen und das beruhigende Gefühl zweier Hände am Lenkrad möchte ich nicht mehr missen. Wer Sportwagen der 500 PS Klasse gefahren ist wird verstehen was ich meine. Das Mehrgewicht des DKG ist unerheblich. Aber jeder wie er mag.

  • Jupp

    da der 550i in den Staaten auch noch mit 6Gang lieferbar ist, gibt es das getriebe ja schon längst. und wenn es wirklich jemand will, dürfte das jawohl über individual machbar sein auch nen M5 mit USGetriebe in D zu bekommen.

    • M-Fetischist

      “über individual machbar sein auch nen M5 mit USGetriebe in D zu bekommen”

      Da hab ich bedenken.

  • Tobee

    Das hat jetzt nicht direkt mit dem M5 zu tun, aber warum sollte politisch 250km/h als Maximum gesetzt sein? Zahlt Porsche etwa direkt an den Staat dass deren Fahrzeuge standardmäßig nicht eingebremst sind? Auf deren Homepage stehen nämlich immer die “exakten” ungeraden Werte, die eben technisch möglich sind, oder entsprechend von der Firma eingestellt wurden. Aber es gibt kein Fahrzeug dass bei 250km/h gebremst ist. Kann mir das jemand erklären?

    • Benny

      Porsche regelt seine Modelle nicht bei 250 km/h ab, sondern überlässt die Vmax den physikalischen Gesetzen ;-) Porsche beansprucht hier einen Sonderstatus für sich, weil man sich als Sportwagenhersteller nicht an die Selbstverpflichtung der Automobilhersteller gebunden fühlt. Das machen andere Hersteller ähnlich, beispielsweise Ferrari, Wiesmann, Bentley oder lange Zeit auch BMW Alpina, wobei es dort zuletzt mit Blick auf die Reifen ebenfalls zu Beschränkungen kam.
      Generell ging es bei der Einrichtung der 250er-Marke darum, das Wettrüsten unter den Herstellern ein wenig einzudämmen und eine öffentliche Debatte über mögliche Höchstgeschwindigkeiten auf deutschen Autobahnen zu vermeiden. Wenn BMW jetzt generell sagen würde, dass man sich nicht mehr an das 250er-Limit hält, könnte das durchaus eine solche Debatte in Gang setzen und davon würde wohl kaum jemand profitieren.

  • Chris35i

    Mit knapp 600PS sollte der Hobel offen locker 330-340km/h rennen. Der alte ging schon 328km/h (204mph – vgl. Review von TopGear).

    P.S. Endlich mal Porsche Werbung bei bimmertoay :P :)

    Die Opel Bänder nerven aber nach wie vor…will aber keine Diskussion anfangen, kenne die Problematik ja.

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  • Simon

    Kurz nochwas zum Klarstellen, den E60 M5 gabs in der USA auch als Handschalter.
    Aber bei einem Biturbomotor mit 650NM und mehr, da gibts keine Handschaltung mehr.

    • Lennardt

      Naja Handschaltung sollte einfacher mit großen Kräften umgehen können als eine Automatik, ohne dabei gleich viel schwerer werden zu müssen.

      • M-Fetischist

        Jupp so siehts aus. Deswegen bekam der 850CSi auch eine Handschaltung, weil mit den Kräften eben keine Automatik klar kam.

        Aber auf dem Getriebemarkt hat sich ja sehr viel getan.

        • http://www.bla.de bla

          So ein Schwachsinn. Natürlich gab’s 92 Automatikgetriebe, die der Leistung der damaligen v12 Motoren gewachsen waren. Mercedes m 120 e60 Motor bot sogar mehr Leistung als bmws s70 b56 und das noch vor 92. Und der Mercedes v12 wurde damals ausschließlich mit einem Fünfgang Automatikgetriebe verkauft. Im laufe der 90er Jahre wurde die Leistung des m 120 sogar auf 525 ps und 750nm gebracht und immer noch ausschließlich in Verbindung mit einem Fünfgang Automatikgetriebe angeboten.
          Lediglich in den zahlreichen Supersportwagen, in denen der m 120 verkauft wurde und noch wird, ist er nicht mit einer Wandlerautomatik verbaut.

      • Lennardt

        Kriegt euch mal wieder ein. Dass es bei einem Biturbo mit 650 Nm keine Handschaltung aufgrund der Kräfte gibt, ist schlicht FALSCH. Wenn, dann haben Automatikgetriebe mit der Kraft ein Problem. Diverse Stellen größer zu dimensionieren ist beim Handschalter einfacher als bei Automatik. Mit gewissem Aufwand kann man für jede Kraft das Getriebe fertigen, nur beim 850CSi war vermutlich die Stückzahl zu gering um die Entwicklung einer Automatik nur für dieses Modell zu rechtfertigen.
        Die Handschalter verschwinden eher weil keiner der so viel Geld für eine Auto bezahlt im Alltag schalten will. In den USA siehts eben anders aus, wie Benny oben auch geschrieben hat.
        Kann es außerdem sein dass hier irgendwer komplett allen Kommentaren einen Daumen runter drückt? Zu viel Freizeit? :-D

        • Simon

          Da denkst du falsch.
          Ich habe nie behauptet, dass eine Handschaltung nicht standhaft ist – das Ding wird nach einer festen Auslegungsrechnung festgelegt und fertig.
          Ehr haben wir hier den Faktor Mensch als Problem. Bei 650NM Drehmoment mal nicht richtig aufgepasst und man braucht mal schnell eine neue Kupplung. Die Automatik hat nur die Wandlerkupplung und die ist auch vollelektronisch geregelt und wird nicht schleifen gelassen.
          Zum 850CSI, vor 15 Jahren waren Automatikgetriebe keinesfalls soweit, dass sie in einen Sportwagen was zu suchen gehabt hätten. Das was die Amis damals mit Automatik bauten, war in keinen Ansatz her von der Sportlichkeit der 850CSI zu vergleichen.

          • Lennardt

            war das eine Antwort auf meinen Kommentar? Was war dann das für eine Behauptung?
            “Aber bei einem Biturbomotor mit 650NM und mehr, da gibts keine Handschaltung mehr. ”
            –> Doch, gibts!
            Ist aber auch egal, wir werden uns gegenseitig eh nicht überzeugene ;-)

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  • Anonymous

    … umso niedriger das Leistungsgewicht

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  • Willi

    Ich halte die Aufweichung der 250 km/h-Beschränkung für sehr gefährlich. Wir sollten froh sein, daß wir in unserem Land keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung haben. Die Aufhebung der elektronischen Sperren ist nur Wasser in den Mühlen der Leute, die für eine Begrenzung eintreten. Eine Höchstgeschwindigkeit von 250 für Serienfahrzeuge reicht vollkommen aus.
    Ansonsten sieht es nämlich so aus, daß der M5 nicht 55 km/h schneller ist, sondern 120 km/h langsamer, weil irgendwelche Unsympathen beschließen, daß 130 km/h für alle gilt.

    • Anonymous

      Die Aufweichung ist kein Phänomen vom F10M. 

      Diese Angebote gibt es seit Ewigkeiten bei BMW und dann oft in Verbindung mit Fahrertrainings oder der Vorlage einer Rennfahrerlizenz ( BMW M3 CSL ).

      Dies jedoch stets als verdeckte Angebote, d.h. in den normalen “Verkaufspreislisten” werden diese Aufhebungen in der Regel nicht artikuliert.

      Da es in letzter Zeit nicht zu einem vermehrten Anstieg von Hochgeschwindigkeitsunfällen kam, ist die Gefahr des allgemeinen Tempolimits aktuell nicht wirklich gegeben. Da ist die Einführung einer PKW Autobahnmaut weitaus realistischer.

      PS: Es ist im Fall des F10 keine Aufhebung elektronischer Sperren, sondern nur eine Anhebung der Abregelungsgeschwindigkeit. Das Fahrzeug sollte ganz ohne elektronische Fesseln noch einiges schneller laufen.