DriveNow: BMW & Sixt starten Joint Venture für Premium Car Sharing

News | 21.03.2011 von 10

Unter dem vielsagenden Titel DriveNow starten die BMW Group und die Sixt AG ein Joint Venture für Car Sharing-Angebote mit bisher ungekannter Qualität. Bereits ab …

Unter dem vielsagenden Titel DriveNow starten die BMW Group und die Sixt AG ein Joint Venture für Car Sharing-Angebote mit bisher ungekannter Qualität. Bereits ab April 2011 sollen in München qualitativ hochwertige Fahrzeuge, erstklassiger Service und eine unkomplizierte Nutzung miteinander verbunden werden. Die Fahrzeuge lassen sich dabei überall dort anmieten und abstellen, wo die Kunden sie benötigen.

Die BMW Group wird zunächst Fahrzeuge von BMW zur Verfügung stellen, aber schon jetzt ist klar, dass hier auch eine der Vertriebsoptionen für die neue Submarke BMW i getestet werden soll. Im Rahmen von BMW i sollen neben Fahrzeugen auch nachhaltige Mobilitätsdienstleistungen allgemein angeboten werden und das Projekt DriveNow fällt offensichtlich in diesen Umfang hinein. Über die Website Drive-Now.com oder die iPhone-App können verfügbare Fahrzeuge betrachtet werden und selbst das “Mitnehmen” von geparkten und verfügbaren Fahrzeugen ist möglich, weshalb keine klassischen Stationen für das Car Sharing benötigt werden.

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Aber wie kommt man ohne Servicestation an den Schlüssel, um das Auto zu öffnen, zu starten und zu schließen? Hier kommt die Technik von BMW ins Spiel, denn das gesamte Angebot funktioniert ohne Schlüssel. Lediglich eine einmalige Registrierung bei einer Sixt-Station ist nötig, dabei wird der Führerschein überprüft und mit einem Chip versehen. Letzterer dient als Legitimation zum Nutzen der Fahrzeuge und falls man ihn grade nicht besitzt, kann man folgerichtig auch nicht fahren.

Bei der einmaligen Registrierung wird eine Gebühr von 29 Euro fällig, danach zahlt man nur noch die Minuten, die man auch tatsächlich mit dem Fahrzeug verbringt. DriveNow berechnet 29 Cent pro Minute und beinhaltet bereits Parkgebühren und Kraftstoffkosten, pro Stunde können so maximal 17,40 Euro fällig werden. Nutzt man das Einstiegsmodell MINI Cooper, bleibt es bei maximal 14,90 pro Stunde. Wird die Fahrt unterbrochen, ohne dass der Kunde das Fahrzeug für andere Kunden freigeben will, kostet diese Reservierung 10 Cent pro Minute.

Im Innenstadtbereich sowie in einigen Parkhäusern gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten für DriveNow-Kunden und während das Angebot zunächst nur in München und Berlin gemacht wird, ist schon jetzt eine internationale Expansion in andere Großstädten und Metropolen in aller Welt geplant. In München sollen zum Start 300 Fahrzeuge verfügbar sein, in Berlin beginnt man mit 500 Fahrzeugen. Die ersten 1.000 Mitglieder erhalten als besonderen Bonus 90 Fahrminuten Gratis und müssen nur 19 Euro einmalige Registrierungsgebühr zahlen.

Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG für Vertrieb und Marketing): “Die BMW Group ist als Anbieter von Mobilität nicht nur Automobilhersteller. Es besteht ein zunehmender Bedarf an flexiblen Mobilitätsangeboten im urbanen Umfeld. Das Premium Car Sharing Angebot DriveNow stößt genau in diese Lücke vor. Wir wollen dadurch ein profitables neues Geschäftsfeld eröffnen und zugleich neue potentielle Kunden an unsere Marken heranführen.”

Detlev Pätsch (Vorstand Operations der Sixt AG): “Sixt hat Mitte 2008 in Berlin den SIXTI Car Club gestartet und ist damit Pionier eines innovativen Car Sharing. Dieses Konzept haben wir gemeinsam mit BMW zu DriveNow weiterentwickelt. Dank unserer umfassenden Erfahrung mit Vermietprozessen und Flotten-steuerungssystemen sind wir vom Start weg in der Lage, den Kunden von DriveNow reibungslose Mobilität mit hervorragendem Kundenservice zu bieten und damit ein nachhaltig profitables Geschäftsmodell zu etablieren.”

  • Thomas1

    Hört sich nicht schlecht an, aber wie wird das Problem mit eventuellen Schäden behandelt? Bisher überprüft man ja VOR Fahrtantritt das Fahrzeug mit einem SIXT-Mitarbeiter auf Vorschäden.

    • Benny

      Ich vermute (!), dass man sich das Fahrzeug vor Fahrtantritt angucken sollte und dann mit dem Aufschließen gewissermaßen bestätigt, dass alles in Ordnung ist. Somit wäre klar, dass der Nutzer zuvor das Fahrzeug ordnungsgemäß verlassen hat oder eben für den Schaden verantwortlich ist. Ob es wirklich so gehandhabt wird, weiß ich aber nicht.

      • M-Fetischist

        “Ich vermute (!), dass man sich das Fahrzeug vor Fahrtantritt angucken sollte und dann mit dem Aufschließen gewissermaßen bestätigt, dass alles in Ordnung ist.”

        Ich weiß es ist nur eine Vermutung deinerseits aber deine Methode der konkludenten Zustimmung durch aufschließen ist juristisch nicht sattelfest, da man ja von außen nicht alle Vorschädigungen erkennen kann.

        Jedenfalls ein interessanter Einwurf durch Thomas, bin gespannt wie das Sixt löst und ob man von der Lösung Kenntnis erhält.

  • Mitch

    mh, interessant.

    SIXT muss doch aus allen BMW Häusern raus? Wie passt das zusammen?

    • Thomas1

      Warum müssen die raus?

  • iQP

    Ich frag mich wie das mit dem Tanken aussieht….?

    • Benny

      Gibt gleich noch Antworten auf ein paar Fragen…

  • Rashid

    Also,
    Es gibt ja schon Carsharing mit festen Stationen von Sixt, nennt sich SixtiCarclub.
    http://www.sixticarclub.com/

    Fürs Tanken gibt es eine Tankkarte, die muss man benutzen wenn der Tank weniger als 1/4 voll ist.

    Der Fahrer muss das auto Selbst auf Schäden kontrollieren und bestätigt dies in einen kleinen Handcomputer. Vor Fahrtantritt wird der Fahrer gefragt “hat das Fahrzeug neue Schäden”

    Im SixtiCarClub sind die jedenfalls sehr kulant wenn es um Kratzer geht. Zu erwähnen ist auf jeden fall das Sixt den Nutzern sehr vertraut.

    Ich kann ja mal versuchen meinen Kontaktmann im SixtiCarClub zu erreichen ob er schon was weiß zu dem Thema.

    Wie der Name schon sagt es das fast ein Club bzw. ne kleine Community

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