Wenn man in Affalterbach mit der Überarbeitung eines Fahrzeugs fertig ist, sitzt unter der Haube in der Regel ein dickes V8-Triebwerk mit reichlich Hubraum und jeder Menge Motorleistung. Das neue Mercedes C 63 AMG Coupé auf Basis des erst vor kurzem vorgestellten C-Klasse Coupés stellt hier keine Ausnahme dar und im aktuell kleinsten AMG-Modell arbeitet auch weiterhin der Saugmotor mit etwas mehr als 6,2 Litern Hubraum, während in größeren Baureihen bereits auf einen aufgeladenen Motor mit 5,5 Litern Hubraum umgestellt wurde.

Normalerweise darf der Motor im C 63 AMG Coupé 457 PS leisten, aber direkt zum Marktstart erhält man auch das optionale AMG Performance Package, das unter anderem mit einer Leistungssteigerung auf 487 PS verbunden ist. Je nach Ausbaustufe soll das C-Klasse Coupé dann in 4,5 oder sogar nur 4,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Das Performance-Paket bietet 30 Mehr-PS auch rote Bremssättel, eine Carbon-Abrisskante auf dem Heckdeckel, das AMG Performance Lenkrad in Leder Nappa mit Griffbereich aus Alcantara sowie ein titangrau lackiertes Schaltsaugrohr unter der Motorhaube.

Bildvergleich-BMW-M3-E92-Mercedes-C63-AMG-Coupé-Front

Bei so viel Power muss das BMW M3 Coupé zumindest auf dem Papier die Segel streichen, denn sein V8 mit 4,0 Litern Hubraum leistet “nur” 420 PS und bringt das M3 Coupé bestenfalls, also mit verbautem 7-Gang-DKG, in 4,6 Sekunden auf 100 km/h. Beim in dieser Fahrzeug- und Leistungsklasse weniger bedeutsamen Kraftstoffkonsum liegt der M3 mit DKG knapp unterhalb (11,2) und mit Schaltgetriebe knapp oberhalb (12,4) der neuen Alternative aus Affalterbach (12,0 Liter / 100 km), die stets mit einem 7-Gang-Automatikgetriebe mit vier Fahrprogrammen und Launch Control kombiniert ist.

Gegenüber der maximal 306 PS starken Basis aus Stuttgart hat man bei AMG eine neue Dreilenker-Vorderachse, eine verstärkte Raumlenker-Hinterachse und eine größere Spurweite gewählt, damit auch die Querdynamik zum stämmigen Auftritt des C 63 passt. Rundum setzt man auf etwas mehr negativen Sturz, Stabilisatoren mit mehr Querschnitt und spezifisch angepasste Feder- und Dämpferraten. An der Vorderachse sollen 235er Reifen die Kraftübertragung sicherstellen, hinten kommen 255er Breitreifen zum Einsatz.

Die Preise für das Mercedes C 63 AMG Coupé beginnen bei 72.590 Euro und liegen somit knapp oberhalb der Limousine und ebenso knaupp unterhalb des T-Modells. Für das Performance Package werden gegebenenfalls weitere 7.116,20 Euro fällig. Das BMW M3 Coupé ist ab 68.750 Euro zu haben und kann mit dem 4.300 Euro teuren und auf unseren Bildern zu sehendem Competition Paket ebenfalls aufgerüstet werden – statt mehr Leistung gibt es hier aber mehr Querdynamik durch Modifikationen am Fahrwerk und anderes Räderwerk.

(Bilder & Infos Mercedes C 63 AMG Coupé: Mercedes-Benz / Bilder BMW M3: BMW)

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  • iQP

    bei AMG macht man da kurzen Prozess, sparsam, wozu?
    Während der nächste M3 einen kleineren Motor bekommt.

    Aber 6,2l ist schon a bisl viel für 457PS.

    • M-Fetischist

      Der Sound des Benz ist aber hmmmmm 6,2l V8 gibt kaum etwas schöneres.

      Meiner Meinung nach hat Mercedes nicht wirklich Dinge, die mich verleiten würden, dauerhaft meinen Blick auf die Marke zu richten aber ich als Fan von Hubraum muss sagen das sowohl der 6,2l V8 wie auch der V12 Biturbo mit 612 / 670 PS mehr als nur Charme besitzen ;-).

  • Motion

    Als neuer Besitzer eines M3 bin ich noch voller Euphorie. Auch ist mir Mercedes innen zu bieder gewesen. Aber mit dem Coupe ist denen ein echter interessantes Fahrzeug gelungen. Ich mag den Sound vom M3 schon sehr (man braucht die Musikanlage fast nie), aber der Sound des AMG ist fast noch ne Spur besser.

    • Julian

      Dafür ist das C-Coupé in der Seitenlinie schon seeehr gewöhnungsbedürftig. Und hinten eigentlich auch ;)

    • http://www.margecalling.de/ Marge

      Zunächst erstmal Glückwunsch zum neuen Familienmitglied!

  • Chris35i

    Ein toller Wagen, das C63 AMG Coupé. Sieht echt schick und bullig aus und dann noch dieser Porno-Motor und der Sound – WOW! Der M3 ist aber auch echt toll!

  • iQP

    Der sieht auch innen gut aus, aber der altmodische Automatikhebel passt halt so gar nicht ins Bild.

  • M-Power

    Also da schaut der M3 alt aus… 487 PS gegen 420 PS. Wieso bietet BMW M eigentlich keine richtigen Performance Packete an. Mittlereweile wäre eine Leistungssteigerung echt nötig.

  • Paul Fiction

    Puh…. da wird es echt schwierig, über Mercedes zu schimpfen. Nach SLS und SLK das nächste Sahnestück.

  • Steve8178

    Schon der Wahnsinn was hier 62 mehr-PS in der C-Klasse zum M3 darstellen. Wo soll das denn in der nächsten C-Klasse noch hingehen?? 520PS ?
    Der nächste M3 wird mit Sicherheit nicht über 500PS kommen, Gott sei dank, sondern jediglich 450-480 aus dem R6!
    Alpine macht es ja schon vor wie es geht.

    Trotz allem ein, schicker Wagen. Mercedes ist nach BMW die Marke die mich auch(wieder) gegeistert….. ;)

    Negativ–>> der kleine Hofmeisterknick!

  • Steve8178

    Nachtrag: Das steile Heck von der Seite ist schon extrem stark!
    Der M3 liegt da fast in Waage!!

  • _.M@xi.KinQ’

    Also der AMG schaut schon brutal gut aus .. Mercedes gelingen immer schönere Autos (Ich wills aber nie wahr haben ;-) )

  • Jeero

    Die Seitenansicht mit der stark ansteigenden Keilform gefällt mir weniger. Ansonsten (auch die nicht AMG-Version) ist es ein schnörkeloses, gefälliges Coupé geworden. Was meiner Meinung nach sehr schade ist, dass das Coupé keine rahmenlosen Türen hat. Auch wenn diese mehr Nach- als Vorteile bringen gehören in ein richtiges Coupé rahmenlose Türen.

  • Andreas

    Ich würde den AMG nehmen, ohne Frage!

  • E39

    Und trotzdem ist und bleibt es nur eine C Klasse mir dickem Motor und viel optischem Schmuck ,während der M3 unterm Blech eine komplette Eigenkonstruktion ist,das hat ihn immer vom Wettbewerb unterschieden und wird das auch weiter tun…wie hoch gelobt hat man den RS5 im Vorfeld…auch hier im Forum hat man da schon den neuen Platzhirsch gesehen…die Presse nannte ihn den neuen Maßstab…und was war,schon bei den ersten Tests deklassierte der “ältere” M3 den RS5 deutlich und das bei sämtlichen Tests in Europa. Das aktuelle E63 AMG Coupe greift dem C doch schon seit Jahren vor,ist ja ein und das selbe Auto,hat das E63 Coupe den M3 in den Schatten stellen können? Zu keine Zeit!

    • M-Fetischist

      “…unterm Blech eine komplette Eigenkonstruktion ist,das hat ihn immer vom Wettbewerb unterschieden und wird das auch weiter tun”

      Das stimmt so eigentlich nur für den aktuellen und den E30S… Der Rest basiert zu sehr großen Teilen auf der Großserientechnik.

    • staiger

      Das stimmt, der M3 bleibt das Maß der Dinge in dieser Klasse. Weder der AMG noch der RS5 kann dem M3 auf der Renne das Wasser reichen (im Alltag können sie´s beide). Das muss aber auch nicht sein. Schliesslich bieten sowohl Audi als auch MErcedes echte Sportwagen an. Ein R8 (insbesondere als GT! – aber auch der R8V8 den ich ausfahren durfte war ein Genuss ohne Reue) oder ein SLS (den ich selbst zu fahren leider noch nicht die Gelegenheit hatte), einfach traumhaft. Wird Zeit das der Concept M, oder wie das Ding heißen soll, kommt.

    • Chris60i

      Immer noch besser als die m gmbh, die nun leicht modifizierte Großserienmotoren in ihren Fahrzeugen verbaut. Außerdem was schreibst du da eigentlich? Es gibt kein e63 coupe. Das ist auch der Grund dafür, weshalb es den m3 nicht in den Schatten stellen kann. Solche Kommentare sind einfach eine Frechheit.

  • Dooqqy

    Endlich mal einen ernstzunehmenden Gegner für den M3 Coupe

  • Chris

    Der M3 ist ein fantastisches Auto und hat in zahlreichen Tests sowohl der RS5 als auch den C63 AMG zweifelsohne geschlagen. Ich bin sowohl den M3 als auch den RS5 gefahren (den Mercedes leider nicht) und wenn ich die Entscheidung treffen muesste wuerde ich auf jeden Fall den M3 waehlen.
    Nur muss ich eins richtig stellen.
    Der BMW ist mit Competiton Paket und bei Top Wetter Bediungen auf abgesperrter Strecke das schnellere Auto, auch das Auto das sich dabei schoener und agressiver bewegen laesst, nur abgesehen von diesem selten Fall der Nutzung bewegen sich die Autos auf Augenhoehe. Auf schnell gefahrenen Landstrassen und jeglicher Form der Alltagnutzung ist der M3 nicht schneller oder signifikant besser als ein RS5. (und faehrt diesem auch nicht davon).
    Der RS5 ist in vielen Bereichen das einfacher zu fahrende Auto was den meisten Kunden entgegen kommt und wie es halt aufgrund der beiden Antriebskonzepte so ist, auch das “ruhigere” und noch angenehmer schnell zu fahrende Fahrzeug bei Niedrigreibwerten und unterschiedlichen Wetterbedingungen.
    Der M3 strahlt fuer mich ein bisschen mehr Reiz aus, aber aus meinen Erfahrungen kann von “deklassieren” keine Rede sein.
    Und man sollte sich nicht der Illusion hingeben der BMW M3 sei eine, wie hat E39 geschrieben “komplette Eigenkonstruktion”. Es ist einfach das sportlichste Derivat der BMW 3er Reihe und BMW M versucht selbsterverstaendlich (das es ein wirtschaflich orientiertes Unternehemen ist) mit moeglichst wenig Modifikationen den gewuenschten Effekt zu erzielen.
    Auf jeden Fall ist es ein fantastisches Sportcoupe!

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