ADAC Kundenzufriedenheitsstudie: BMW beste deutsche Marke – Platz 10

Sonstiges | 28.10.2010 von 5

Der ADAC hat seine Mitglieder auch im Jahr 2010 nach der Zufriedenheit mit ihrem Auto sowie der Werkstattleistung gefragt und dabei immerhin 43.000 Antworten erhalten. …

Der ADAC hat seine Mitglieder auch im Jahr 2010 nach der Zufriedenheit mit ihrem Auto sowie der Werkstattleistung gefragt und dabei immerhin 43.000 Antworten erhalten. Großer Gewinner ist wie schon in den vier Jahren zuvor der Allrad-Spezialist Subaru, der auf eine Zufriedenheit mit der Marke von 1,22 kommt und damit unangefochten an der Spitze liegt. Mit Lexus (1,37), Mitsubishi (1,39) und Honda (1,40) folgen weitere Asiaten auf den Plätzen zwei bis vier. Auf dem fünften Rang folgt der preiswerte Renault-Ableger Dacia mit einer Note von 1,44.

Und wo bleiben die deutschen Hersteller? Hinter Jaguar, Volvo, Toyota, Daihatsu und Lancia folgt BMW auf dem zehnten Rang und erreicht dabei eine Kundenzufriedenheit von 1,56 – die Abstände zwischen den Marken sind also sehr klein, was die Aussagekraft der Studie unserer Meinung nach einschränkt. Die wichtigsten Wettbewerber von BMW folgen mit Audi (1,63) und Mercedes (1,69) auf den Plätzen 16 und 20.

ADAC_Kundenzufriedenheit_2010_oben

Auf dem 34. und vorletzten Platz landet die Marke MINI, aber hier ist die Basis mit 114 Teilnehmern auch besonders klein, weshalb schon vereinzelte Negativ-Bewertungen großen Einfluss haben. Bei der Zufriedenheit mit dem Auto – und nicht mit der Marke – schneidet MINI mit 1,71 ohnehin deutlich besser ab, was für die Qualität der Fahrzeuge spricht. BMW kommt hier sogar auf einen Wert von 1,48 und liegt auch in dieser Kategorie vor Audi (1,54) und Mercedes (1,66).

Wie bei anderen Kundenzufriedenheitsstudien wird auch hier deutlich, dass die Kunden günstiger Marken offenbar andere Erwartungen an ihre Fahrzeuge haben als beispielsweise die Kunden von Premiumherstellern. Das ist mit Blick auf den Preis aber auch verständlich, denn hohe Preise wecken zu Recht auch hohe Erwartungen und diese werden ja in der Regel auch erfüllt, denn Schulnoten im Bereich von 1,5 sind in der Regel kein Ausdruck von mangelnder Qualität.

Die komplette Tabelle mit allen Marken & Zahlen:

ADAC_Kundenzufriedenheit_2010_15

(Bild & Infos: ADAC Pressemitteilung)

5 responses to “ADAC Kundenzufriedenheitsstudie: BMW beste deutsche Marke – Platz 10”

  1. Südstaatler says:

    viel zu kleine Stichproben, daher statistisch leider völlig unbrauchbar

  2. mitsu says:

    Eben. Diese “statistische” Erhebnung hat KEINE Aussagekraft. Man muss nur mal schauen, dass man sich bei Lexus auf 181 Fragebögen und bei BMW auf etwa 2500 stützt. Wenn sich NUR 181 Käufer für einen Lexus entscheiden, dann müssen diese Wenigen schon sehr überzeugt sein. Sie werden schon allein deshalb und aus einer grundsätzlichen Minderheitenhaltung nichts viel Schlechtes an ihrem Fahrzeug und an der Kundenbetreuung finden. Die Wahrscheinlichkeit der Unzufriedenheit steigt eben auch mit der Anzahl der Käufer. Wieso landet z. B. VW auf einem der hinteren Plätze und Dacia sehr weit vorn? U. a. deshalb, weil jemand, der unter 10.000€ für eine Auto ausgibt eh keine hohen Ansprüche hat. Ein BMW- oder Mercedes-, aber eben auch ein VW-Käufer schon.

  3. John says:

    Hinzu kommt häufig, dass die Definition von ‘Zufriedenheit’ gar nicht geklärt ist. Frage zehn verschieden Kunden und Du bekommst zehn verschiedene Antworten. So etwas kann man kaum mit Noten bewerten. Auch deshalb sind solche Umfragen von keinem Nutzen, da sie keine Aussage darüber treffen, was im speziellen gut/schlecht ist und nicht berücksichtigen, wie hoch jeder Kunde einzelne Faktoren wichet. Wenn im BMW nur ein Kunststoffteil knarzt, ist der Eigner sicherlich äußerst verstimmt und fährt sofort zum Händler, während der Dacia Fahrer das vermutlich gar nicht registriert.

  4. Fazer78 says:

    Ich finds genial, dass eine günstige Automarke (z.B. Dacia) besser ist als eine “möchtegern” Premium-Marke a la Germany-Car. Viele finden es ungerecht und fühlen sich dadurch verärgert, weil sie viel zu viel für ihre Karren bezahlt haben, kommen aber auch nicht schneller u. durch irgendein schnick-schnac-luxus entspannter an ihr ziel. Ein Auto ist eben nur ein Auto, egal ob es 7.500.-€ oder 65.000.-€ kostet. Außerdem wenn weniger zusatzelektronik eingebaut ist, kann auch weniger kaputt gehen. Zudem sind die deutschen Marken vom Preis-Leistungsverhältnis sehr schlecht (Mitarabeiter i d deutschen Automobilindustrie bekommen bis zu 40% Nachlass auf eine neue Karre wie Golf). Aber wenn jemand auf Image steht u bei seinen Nachbarn angeben möchte, um sein Selbstwertgefühl zu befriedigen- dann sollen die Leute doch zahlen… Ich bin froh, dass es solche Menschen gibt, die keine Ahnung von Fzg.-Technik haben und nur aufs äußere achten, sonst wäre ich als Ingenieur in der Automobilbranche nicht so gut bezahlt bzw. hätte ich nichts zu tun.

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