Noch mehr Power für den X6 M: G-Power Typhoon RS ultimate V10

BMW X5 M / X6 M | 18.07.2010 von 7

Man muss schon besondere Ansprüche haben, um einen BMW X6 M für zu langsam zu halten und nun auf der Suche nach noch mehr Power …

Man muss schon besondere Ansprüche haben, um einen BMW X6 M für zu langsam zu halten und nun auf der Suche nach noch mehr Power zu sein. Für alle, die genau in dieses Muster passen und denen 100 oder 200 Mehr-PS auch nicht genügen würden, bietet G-Power nun den BMW X6 Typhoon RS ultimate V10.

Zugegebenermaßen dürfte es sich hier um eine recht überschaubare Zielgruppe handeln, aber das Resultat der Arbeit kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Und falls man doch Angst hat, dass der Nachbar schon bald mit demselben Gefährt unterwegs ist, hat G-Power noch eine kleine Beruhigungspille parat: Das Fahrzeug ist auf ganze fünf Exemplare weltweit limitiert, um ein Massenprodukt von der Stange handelt es sich also definitiv nicht.

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Wie der Name schon sagt, hat G-Power den brandneuen V8 Biturbo S63 unter der Haube des X6 M entfernt und durch eine massiv überarbeitete Variante des V10-Hochdrehzahlmotors aus dem noch aktuellen BMW M6 ersetzt. Um die angestrebten Leistungswerte zu erreichen, wurde der Hubraum auf 5,5 Liter erweitert und der Motor zusätzlich mit zwei Kompressoren bestückt, die die Luft im Vorfeld der Verbrennung komprimieren und somit für einen höheren Sauerstoffgehalt in den Brennräumen sorgen.

Damit die Luft dort eine ideale Temperatur hat, wurde außerdem ein zweiflutiges, wassergekühltes Ladeluftkühlersystem entwickelt. Im Motorinneren kommen Hochleistungsschmiedekolben von Mahle zum Einsatz, die durch besonders niedriges Gewicht punkten. Auch die Pleuel und Kolbenbolzen mussten mit Blick auf die deutlich höheren Kräfte im Triebwerk durch stärkere Teile ersetzt werden. Sehr speziell ist auch die 7-fach gelagerte Kurbelwelle, bei der es sich um eine Sonderanfertigung für den Typhoon RS ultimate V10 handelt.

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Ergebnis der Anstrengungen sind unglaubliche 900 PS, die bei 8.000 U/min anliegen. Das maximale Drehmoment liegt bei 870 Newtonmeter und steht bei einer Drehzahl von 6.800 U/min zur Verfügung – wir sind allerdings überzeugt, dass es dem Motor auch in niedrigeren Drehzahlbereichen nicht an Kraft mangelt.

Gegenüber dem normalen BMW X6 M gibt es neben dem Triebwerk noch zwei weitere gravierende Änderungen: Der Allradantrieb xDrive musste weichen, der G-Power Typhoon RS überträgt seine Kraft ausschließlich an die Hinterräder. Außerdem wurde das serienmäßige Automatikgetriebe durch ein Sechsgang-Schaltgetriebe ersetzt. Hierbei dürfte es sich auch um einen Tribut an das enorme Drehmoment handeln, auch wenn G-Power offiziell einen puristischeren Fahreindruck als Grund nennt.

Seine 900 PS bringen den G-Power Typhoon RS in 4,2 Sekunden auf 100 km/h und zumindest bei dieser Disziplin hätte der Allradantrieb xDrive mit Sicherheit für erheblich bessere Werte gesorgt. So kann sich der getunte X6 M kaum von seinem Serien-Pendant absetzen und zieht diesem erst bei höheren Geschwindigkeiten uneinholbar davon. Bereits nach weniger als 13 Sekunden sollen 200 km/h anliegen, als Höchstgeschwindigkeit nennt G-Power “über 330 km/h” – damit handelt es sich um den schnellsten BMW X6 der Welt!

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Das auffällige und äußerst extrovertierte Aerodynamik-Paket ist mit Blick auf die erreichbare Vmax nicht nur Show, sondern soll tatsächlich für reichlich Anpressdruck und damit hohe Fahrstabilität sorgen. Die ausgestellten Radhäuser schaffen Platz für die Felgen im 23 Zoll-Format, auf denen rundum Michelin-Reifen im aberwitzigen Format 315/25 ZR23 montiert sind.

Für angemessene Verzögerung sorgen Carbon-Keramik-Bremsscheiben mit 410 Millimeter Durchmesser, die von einer 6-Kolben-Bremsanlage in die Zange genommen werden. Die Bremsanlage hat allerdings auch etwas weniger Gewicht als im normalen X6 M zu bremsen, denn dank der Reduzierung auf Heckantrieb, der Verwendung einer Titan-Abgasanlage, der Carbon-Keramik-Bremsanlage und der vier Carbon-Einzelsitze konnten beachtliche 150 Kilogramm eingespart werden.

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Im Innenraum dominiert optisch ebenfalls Carbon, allerdings handelt es sich dabei “nur” um Leder mit Carbon-Struktur. Mit diesem Werkstoff ist praktisch der gesamte Innenraum bezogen und verdeckt somit an einigen Stellen das echte Carbon: Mittelkonsole, Tüverkleidungen und Sitze bestehen tatsächlich aus dem besonders leichten Werkstoff, der von BMW ab 2013 in der Großserienproduktion eingesetzt werden wird.

Bleibt wie immer die Frage nach dem Preis und wie man sich denken kann, ist auch dieser genau wie das Fahrzeug ziemlich exklusiv: Will man einen der fünf G-Power X6 Typhoon RS ultimate V10 sein Eigen nennen, sollte man mindestens 675.000€ netto (!) zur Verfügung haben.

(Bilder & Infos: G-Power)

  • TheRealDaniel

    Meine Güte, was für ein Monster! Schade, dass die ganzen technischen Highlights in dem brachialen Auftritt fast untergehen. Aber die kleine Zielgruppe wird das wohl mehr zu schätzen wissen.
    Seltsam, dass das Drehmomentmax erst bei 6800 anliegt, und das bei einem Bi-Kompresor! Hat der Kompressor seinen Wirkungsgrad da nicht schon längst überschritten?

  • Chris

    Ich frag mich, wieiviel Leute G-Power beschäftigt, um sich so einen Blödsinn einfallen zu lassen 😉

  • 20cm

    hässlich ohne ende

  • Steve8178

    Totaler Blödsinn, genau wie MTM oder Brabus, sowie der hier. Die einzig waren sind und bleiben die M GmbH wo mein Herz schlägt, AMG und naja die Quattro GmbH!!

  • Lennardt

    Krass 😀
    G-Power haut echt in letzter Zeit viele kranke Autos raus. Freut mich auch, dass der V10 wieder zum Einsatz kommt. Genialer Motor 🙂
    Aber an sich ist der Wagen nach meinem Geschmack. Heckantrieb, Leistung ohne Ende, dreht sicherlich gut. Nur wärs mir lieber das ganze im M3 oder 1M Coupè (wäre das böse 😀 ) zu haben. Und mehr Understatement hätte Stil.. so wirkts doch etwas billig..

  • Pingback: G-Power macht den BMW X6 M zum 725 PS starken Typhoon S()

  • Chris35i

    Alter Verwalter – what a machine!

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