Formel 1-Technik für die Straße: Die Studie BMW Z29 von 2001

Concept Cars | 27.03.2010 von 5

Wenn die BMW Technik GmbH mit der M GmbH gemeinsame Sache macht, ist das Ergebnis vermutlich immer interessant für die Freunde sportlicher Automobile. Das im …

Wenn die BMW Technik GmbH mit der M GmbH gemeinsame Sache macht, ist das Ergebnis vermutlich immer interessant für die Freunde sportlicher Automobile. Das im Jahr 2001 fertiggestellte Concept Car BMW Z29 bildet hierbei keine Ausnahme, auch wenn die Optik bei der Entwicklung klar im Hintegrund stand und wir folglich sicherlich den schönsten Sportwagen von BMW vor Augen haben. Wie so oft spielt aber auch hier die Technik die entscheidendere Rolle:

Im Fokus stand bei der Entwicklung des Z29 vor allem die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von High-Tech-Werkstoffen. Herausgekommen ist dabei ein zweisitziger Sportwagen mit nach oben aufschwingenden Türen, der vom legendären Reihensechszylinder-Hochdrehzahlmotor des BMW M3 E46 mit 343 PS aus nur 3.246 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben wird.

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Die Fahrgastzelle des Sportwagens wurde wie in der Formel 1 aus kohelfaserverstärktem Kunststoff entwickelt, die am Monocoque befestigten Front- und Heckmodule, die Doppelquerlenker-Vorderachse sowie die Hinterachse sind aus Aluminium gefertigt. Weitere Gewichtseinsparungen konnten im Cockpit realisiert werden, wo insgesamt 26 Kilogramm Gewicht gegenüber herkömmlichen Konstruktionen eingespart werden konnten.

Aus diesen Anstrengungen resultiert ein Leistungsgewicht von 3,4 Kilogramm pro PS und die Fähigkeit zum Sprint auf 100 km/h in nur 4,4 Sekunden. Insgesamt wiegt der 1,265 Meter flache und vier Meter lange Prototyp 1.160 Kilogramm, womit natürlich auch die Basis für beeindruckende querdynamische Fähigkeiten gelegt ist. Die Gewichtsverteilung liegt beim von BMW stets angestrebten Idealwert von 50:50.

Die Kraftübertragung an die Hinterräder findet mit Hilfe des SMG-Getriebes der M GmbH statt, das über sechs Schaltstufen verfügt und überaus schnelle Gangwechsel realisieren kann. Die Höchstgeschwindigkeit des Prototypen liegt bei 270 km/h. Wie immer dienen die Projekte der Technik GmbH vordergründig dem Ausloten von Möglichkeiten, die später in Serienfahrzeugen umgesetzt werden können. Wann und ob BMW allerdings tatsächlich einen derart optimierten Rennwagen für die Straße auf den Markt bringt, steht derzeit in den Sternen – sicher ist, dass man sich bei einem Serienfahrzeug mehr Mühe mit dem Design geben würde, das bei der Studie eine untergeordnete Rolle spielte.

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