BMW verabschiedet sich vorerst vom Wasserstoff-Antrieb

News | 7.12.2009 von 25

Was viele schon seit Monaten vermutet haben, hat BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger gegenüber dem Handelsblatt nun offiziell bestätigt: Auf Basis des BMW 7er F01 wird es …

Was viele schon seit Monaten vermutet haben, hat BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger gegenüber dem Handelsblatt nun offiziell bestätigt: Auf Basis des BMW 7er F01 wird es keine Testflotte von Wasserstoff-Fahrzeugen geben, wie es sie auf Basis von E38 und E65 noch gegeben hat.

Unabhängig von dieser Entscheidung will BMW aber weiter an der Technologie für einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor forschen, diese Forschung benötigt aber momentan keine Flotte von Testfahrzeugen und wird stattdessen hinter verschlossenen Türen auf den Prüfständen und in den Laboren der BMW Group stattfinden.

bmw-hydrogen7

Die Konkurrenz aus Stuttgart plant spätestens für das Jahr 2015 die Vorstellung eines Großserien-Fahrzeugs mit Brennstoffzellenantrieb, bei dem ebenfalls Wasserstoff als Energieträger zum Einsatz kommt. Das Prinzip ist allerdings ein anderes als beim BMW Hydrogen 7, denn dort wurde der Wasserstoff direkt im Motor verbrannt, man ist also ohne den Zwischenschritt der Brennstoffzelle zur Erzeugung elektrischer Energie ausgekommen.

Um die kurzfristig von der EU geforderten Einsparungen bei Verbrauch und CO2-Ausstoß erreichen zu können, wird der Fokus noch stärker als bisher auf der Optimierung der Otto- und Dieselmotoren liegen. BMW sieht hier ein weiteres Einsparpotential von 15 bis 20 Prozent, das bis 2020 ausgeschöpft werden könnte.

Einen weiteren Schritt stellen die Elektrofahrzeuge von Project i dar, die ihren Teil zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten werden. Bis 2020 möchte BMW den Flotten-Ausstoß nämlich um insgesamt 25% verringern – von aktuell 160 Gramm CO2 pro Kilometer würden dann nur noch 120 Gramm verbleiben.

Die EU fordert für das Jahr 2020 allerdings Flotten-Emissionen von nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer – dieser Wert dürfte aber eher für die italienischen und französischen Kleinwagenhersteller gelten, die deutschen Hersteller großer Luxuslimousinen erhoffen sich zumindest momentan noch ein Entgegenkommen der EU auf diesem Gebiet.

Den kompletten Artikel des Handelsblatts kann man hier nachlesen.

(Bild: BMW)

  • BMWfan

    Wasserstoff zu verbrennen ist ein super Konzept für die Zukunft und muss weiterentwickelt werden!!!!

    Nicht jeder lässt sich vom Elektrohype anstecken und will ein geräuschloses Auto

  • Ewtalburg

    Eine Frage; jedes Haus hat Elektrizität; warum macht die Politik nicht dort ein Stopp für Öl Verbrauch??
    Dieses Öl würde möglich machen daß Autos weitere 30 Jahren für ein normalen Preis auf Benzin/Diesel fahren und bis neue Technologie bereit sind.

  • Lennardt

    Wasserstoff ist aber nach wie vor ziemlich teuer und solarzellen ziemlich uneffektiv und bieten auch wenig Verbesserungspotential. Ich weiß nicht mehr, welche Einrichtung das war, aber ich meine es war eine amerikanische Uni, die einen Katalysator entwickelt hat, der Solarzellen effektiver machen soll, aber wenn der nicht wunder wirkt, bringt das nichts, weil leider irgendwoher die Energie fürs Wasserspalten herkommen muss.
    Ich finde Elektroautos auch echt – hmpf – unschön, weil die Charakteristika von Verbrennungsmotoren wirklich enorm reizen, aber Wasserstoffantrieb war leider ein Schuss in den Ofen. Aber für den Fall, dass man doch noch einen günstigen Syntheseweg findet, ist das Wiederaufnehmen eines Wasserstoffantriebs nicht so teuer wie die Unterhaltung der Motorenspate bis dahin. BMW fährt sicherlich besser -im Klartext: wirtschaftlicher- , die Ressourcen in elektronische Fortbewegung zu stecken.
    Ich hoffe im Moment halbherzig auf Metallpulver als Antrieb.. sonst wirds dem Verbrennungsmotor wohl bald an den Kragen gehen :-(

  • Domi

    Alles total sinnlos. Die Zukunft sollten E-Autos sein, deren Strom aus der Sonnenenergie kommt (ich meine hier eher riesige Parabolkraftwerke als unsere mini-solaranlage-aufm-hausdach)

    Das gesparte Entwicklungsgeld für den neuen 7erHydrogen sollte in die Entwicklung einen CO2-Schleuder Supersportwagens fliesen *träum* :D

  • Lennardt

    @Domi:
    bei dem Wirkungsgrad, den Solarzellen haben eher nicht..
    Wenn Ökostrom, dann aus Windkraft. Bis das soweit ist, Atomkraftwerke verlängern statt Kohlekraftwerke zu bauen..

  • Everlast

    Was den Wirkungsgrad “Bohrloch > Rad” angeht, ist ein Wasserstoffverbrennungsmotor sowieso unterirdisch. Die Brennstoffzelle ist da deutlich überlegen. Aber selbst modernste Brennstoffzellenfahrzeuge erreichen in der Gesamtbilanz maximal den Wirkungsgrad moderner Dieselfahrzeuge. Das größte Problem ist dabei ganz klar die Wasserstoffaufbereitung und -speicherung.

    Der mobile Einsatz von Wasserstoff ist mit der heutigen Technik schlicht unnötige Verschwendung wertvoller Ressourcen. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet sich Wasserstoff eher für stationäre Anwendungen.

    Das werden wahrscheinlich auch die Verfechter der Brennstoffzelle noch einsehen müssen.

  • BMWfan

    wobei BMW wenigstens Wasserstoff-Verbrennungsmotore entwickelt hat…

    Ob Elektro-Auto oder Brennstoffzelle ist auch schon egal, macht alles keinen Krach :(

  • XfrogX

    E-eletro autos machen keinen sinn, akkus die das leisten was man von einem auto sich erhofft wirds wohl so schnell nicht geben und bis der preis noch passt würds dann noch ewigkeiten dauern.

    Wasserstoff lässt aber den nutzen eines fahrzeugs fast gleich mi dem was wir heute kennen, klar tanken ist etwas umständlicher udn gefährlicher aber dauert nicht länger.

    Und um genügend energie für wasserstoff zu erzeugen sollte man sich keine gedanken machen sobald die kern fusion funktioniert haben wir eh keine probleme mehr das es zu wenig strom gibt, oder man zuviele rohstoffe verbrauchen müsste im energie zu erzeugen.

  • Matthias

    Ich bin davon überzeugt, dass sich der Wasserstoff-Verbrennungsmotor durchsetzen wird. Zu viel spricht gegen einen kompletten Umstieg aus E-Fahrzeuge mit Batterie oder Brennstoffzelle. Ob Gewicht oder Kosten, sowie Fahrverhakten, im normalen Tagesbetrieb ist ein H2-Motor die erste Wahl. Der momentane Hipp auf E-Autos wird sich legen. Klar, für Großstädte ist dieser Antrieb denkbar aber für “Otto-Normal-Bürger” ist ein E-Auto zu teuer und von der Reichweite her nur lächerlich.
    Der H2-Motor kommt, leider aber erst in einigen Jahren – schade.
    Die Erdölindustrie sollte endlich aufwachen und die Infrastruktur aufbauen. Die Energieversorger werben ja auch bereits für den E-Antrieb, warum wohl !!

  • Lennardt

    @XfrogX:
    Kernfusion? Wissenschaftler sind noch nichtmal soweit, dass überhaupt irgendwie produktiv zu nutzen und bei dem Potential, wenn man es voll ausschöpfen könnte, ist ziemlich fragwürdig, ob überhaupt wirtschaftliches Energieproduzieren möglich ist.

    Und wenn das Wasserstoffauto ja eh in naher Zukunft kommen wird, denkt ihr (Matthias, Xfrogx), dass BMW einfach mal so, bevors endlich richtig damit losgeht, nach 20 Jahren Entwicklung genau jetzt das Programm einstellen würde? Ich glaub eher, dass man bei BMW wie auch schon bei VW erkannt hat, dass flächendeckend der Einsatz von Wasserstoff nicht realisierbar ist. Die Lagerungsbedingungen sind sehr schwierig, weils gefährlich ist und durch Diffusion nach und nach der Treibstoff einfach unnutzbar verschwindet. Ich hätte jedenfalls keine Lust, wenn ich mein Auto länger geparkt habe, je nach Zeit Treibstoff zu verlieren (und Wasserstoff wird zu keiner Zeit allzu billig sein..)

  • Matthias

    Lennardt, wer sagt, das BMW die Entwicklung einstellt ? Die Medien ? Nach de Bild-Zeitung wäre die Erde bereits zwei mal unter gegangen und der Araber in Europa eingefallen.
    BMW baut derzeit nur kein neues Modell auf. Die Entwicklung geht intern weiter bis weitere Fortschritte gemacht sind. Dann wird ein neues Model aufgebaut. Dies ist die Aussage von Reithoffer. E-Antrieb macht auf dauer keinen Sinn, ebenso wie die Brennstoffzelle.
    Was bringt Dir ein Auto, das nach 200-300 km aufgibt ?

  • Ewtalburg

    Es gibt eine sehr interessante Lösung zu Produktion; Link:

    http://www.telegraph.co.uk/earth/energy/renewableenergy/3535012/Ocean-currents-can-power-the-world-say-scientists.html

    Nuklearfusion ist sicher die Zukunft, aber wann sie genau kommt ist noch in der Sternen.

    Speicherung:

    Ich glaube nicht in Hydrogenium als Energie-Speichermittel; zu viel Problemen (mit Speicherung, Verdunstung, Verwendung,…).

    Batterien sind nicht viel besser.

    Ich glaube daß der beste Weg ist Synthese von organische Verbindungen (als Energiespeicher).

  • Lex

    Meint Ihr wenn es soweit ist, dass die E-Autos genau so weit Fahren können und genau so gut sind die Otto-Motoren, das der Strompreis dann so “günstig” bleibt? Alle sagen das das Aufladen eines E-Autos viel billiger sei und somit eine günstige Alternative ist. Aber wenn es soweit ist dann werden die Strompreise “explodieren”.

  • Ewtalburg

    Der Staat würde sofort pleite gehen ohne Steuer auf Benzin/Diesel.
    Steuer ist 60% von Preis (oder mehr; wenn sie auch das Einnahmesteuer drin kalkulieren).
    Steuertendenz steigend; natürlich.

    Und wenn Deutschland sich das nicht leisten kann, was ist mit alle andere Staaten???

    Ohne Steuer (und wenn Häuser keine Öl für Heizung nutzen würden-die haben ja alle Strom-keine Batterie nötig ) können wir noch sehr lange mit Benzin/Diesel fahren.

  • Lennardt

    @Matthias:
    Ok, wusste ich nicht, dass BMW da trotzdem weiterforscht. Aber dennoch ist es schon ein deutliches Zeichen, kein Wasserstoffmodell auf den Markt zu bringen, obwohl die Zeiten derzeitig bestimmt besser dafür wären als z.B. vor 10 Jahren.
    Synthese von organischen Verbindungen halte ich für moralisch fragwürdig. Man müsste dafür brach liegende Flächen nutzen, um die Lebensmittelversorgung nicht zu beeinträchtigen bzw. Vorwürfe (in Afrika verhunger Kinder etc) zumindest ansatzweise dementieren zu können. Und dann bleibt noch das Problem, was die Beackerung der gigantischen, aber notwendigen, Flächen mit Grundwasser, Luft etc. anrichtet.

    @Ewtalburg:
    Kernfusion ist aber zu schwer zu handhaben und vor allem vom möglichen Energiegewinn auf dem Blatt eine ordentliche Zahl, aber letzten Endes bleibt bei dem Aufwand, den man zum Gewinn dieser Energie betreiben muss, einiges auf der Strecke und die Bilanz sieht wieder eher weniger toll aus und da wird sich nur auf lange Sicht EVTL. was dran ändern. So langweilig ich Elektroautos doch finde (von wenigen sauteuren Ausnahmen mal abgesehen), ich glaub das wird auf jeden Fall eine weit verbreitete Übergangslösung, wenn nicht sogar die letzte für das Mobilitätsproblem sein. Wer dann das ganze Litium beschafft/entsorgt, darf sich schonmal freuen, aber ich hoffe, ich bin noch in der Generation, die sich da nicht mehr drum kümmern muss.
    Die Steuerausfälle für den Staat wären natürlich nicht so toll, aber irgendwie findet sich schon ein Weg, das Geld einzutreiben. Die Steuern auf Strom, als Netzsteuer oder sowas. Da wäre Strom immernoch billiger. Ansonsten notfalls erst Rente ab 120 ;-)

  • Lennardt

    Ich vergaß, das hier noch zu erwähnen:
    Macht sich eigentlich keiner Sorgen, woher wir, wenn das Öl knapp wird, Kunststoffe herkriegen? Eigentlich sollte man sich da mehr Sorgen drum machen meiner Meinung nach..

  • XfrogX

    Also keine aktuelle batterie wird den kunden eine speicherung der energie mengen und aufladung in gewünscht kurzer zeit bieten.

    Man müsste also schon batterien finden die in max 10 min aufgeladen sind und wenisgtens 350km bei einem ganz normalen gorßen auto leisten auch wenn man gas gibt.

    Ihr müsst ja auch sehen das die heutigen 200km die so ein auto schafft nur dann geschafft werden wenn man keine heizung lüftung, kein radio, keine scheinwerfer usw an hat, und nur stormsparend fährt denke mal im winteralltag ohne ändern seines fahrstils kommen die katuellen 200km wohl runter auf noch 70km, und das ist schon für viele pendler zu wenig und wenn jeder arbeiter auf der arbei sein auto noch laden muss werden sich viele chefs sehr bedanken.

  • Ewtalburg

    @Lennardt:

    ich habe gesagt Synthese (nicht “Bio”-Landwirtschaft).
    Pflanzen machen auch Synthese; von anorganisch zu organisch.

    Kunststoffe sind banale organische Verbindungen.

    Problem sind nicht Kunstoffe aber Dünger; ohne Öl kein Dünger; ohne Dünger kein Nahrung für Mensch und Tiere. Und Europa is sehr dicht besiedelt.
    Das ist schön heute ein Problem, weil die Dünger sehr teuer geworden sind.

    Nuklearfusion ist der Weg; der einzige. Die Seegeneratoren sind die Zwischenlösung bis Nuklearfusion.
    Aber das alles ist nur Strom (Energie), der gespeichert werden muß; in Hydrogenium, Batterien, oder eine chemische Verbindung (organische Verbindungen würden die Motoren technologie bewahren).

  • Lennardt

    Die Akkutechnik bietet aber noch einiges an Potential, dass sich auch innerhalb von ~10 Jahren gut ausschöpfen ließe.

    @Ewtalburg:
    womit wir wieder dabei wären, unter Energieaufwand Brennstoffe zu produzieren.
    Zur Kernfusion: Wenns hinhaut, würd ich mich freuen und gern meinen Irrtum einräumen, aber für mich ist das eine Vision, die, wenn überhaupt, noch eine ganze Weile auf sich warten lassen wird.

  • Everlast

    Übrigens:

    Der E68 hat einen Kryotank für 8 kg flüssigen Wasserstoff. Damit kommt er rund 200 km weit. Pro kg stehen 8€ an der öffentlichen Zapfsäule in München. Das macht 64€ für 200 km. Es ist schlichtweg sinnlos, den Wasserstoff zu verflüssigen, um ihn anschließend zu verbrennen. Der Energieaufwand zum Verflüssigen liegt bei 30% des Heizwerts des Kraftstoffs. Alle neueren, mir bekannten H2-Fahrzeuge mit Brennstoffzelle setzen auf komprimierten, gasförmigen Wasserstoff, dessen Kompression etwa 10-15% der chemisch im Wasserstoff gespeicherten Energie benötigt.
    Außerdem ist die Hälfte des Tankinhalts im E68 nach zwei Wochen einfach durch die Isolation diffundiert (bei der genauen Zeitangabe schwanken die Pressemitteilungen).

    Der Tankvorgang für die 8 kg dauert rund 15 Minuten, wovon aber nur knapp die Hälfte den eigentlichen Tankvorgang ausmacht. Der Rest ist Druckaufbau und so weiter.

    Ich hatte mal das Glück selbst gerade zu tanken, als so ein E68 nebenan gehalten hat. Da konnte ich das ganz gut verfolgen… ;-)

    Ein Brennstoffzellenfahrzeug ist im Übrigen auch ein Elektrofahrzeug. Ich verstehe auch nicht, warum manche hier immer noch heutige Maßstäbe ansetzen. Wir MÜSSEN uns schlichtweg davon verabschieden, in Zukunft 1000 km mit einer Tankfüllung fahren zu können und mit einem V8 mit 200+ über die Piste zu pflügen. Das wird nicht mehr lange verantwortbar sein. Wozu soll ein E-Fahrzeug auch 200 km/h fahren sollen?

  • Ewtalburg

    Es gibt zwei unterschidene fragen hier.

    Erste: Energie Produktion
    Landwirtschaft (“Bio”-Öl) – nicht möglich; leute sterben schön heute von hunger
    Seegeneratoren
    Nuklearfusion (zukunft)

    Zweite: Speicherung
    Heute speichern wir Energie in Verbindungen.
    Chemische Energie ist freigelassen im Elektron transferen zwischen Orbitale (Atombahnen); was jede der Grundschule gemacht hat weist; reden wir nicht uber ein Gimnasium.

    Wenn unsere Zellen Öl verbrenen ist der Transfer von Elektronen kontrolliert; eine esotermische spontane Reaktion wenn das Öl in Pfanne brennt ist nicht kontrolliert-deshalb spontan.
    BMW und Mercedes Brennstoffzellen sind deshalb das selbe Ding.
    Wenn wir eine chemische Verbindung mit Brennstoffzelle kontrolliert brennen oder machen wir so als heute in Otto motoren ist das wichtig nur aus Effizienzblickwinkel.

    Aber Effizienz muß gegen einfache Technik (Preis neu, Wartung, Lebensdauer,…) sich lohnen. Deshalb hat BMW richtig getan.
    Nicht richtig war was sie getankt haben (Hydrogenium nämlich).

    Heute können wir einfach chemische Verbindungen machen (pseudo-Benzin), die leicht zu speichern und nutzen sind.

    Und ein teil von Energie geht immer verloren; deshalb werden Sie heiß wenn sie arbeiten.

  • Lennardt

    @ewtalburg:
    ich dachte erst, du willst mich vereiern.
    Also nochmal um das klar zu stellen: ich bin entschieden gegen Wasserstoffantrieb, weil der selbst momentan noch umweltfeindlicher ist als normale fossile Brennstoffe (die ja lächerlicherweise, um billig das so saubere H2 zu produzieren, verbrannt werden (keine Firma benutzt dafür ernsthaft Solarzellen und ist damit konkurrenzfähig)). Außerdem sind da noch die oben genannten Probleme. Die Tanks sind inzwischen, muss man fairerweise zugeben, um einiges dichter. Den 2-Wochen-Halbwert habe ich vor ~5-8 Jahren zuerst gehört, inzwischen ists deutlich länger.
    Seegeneratoren sind richtig teuer, nicht nur im Bau, sondern auch in Wartung und dauerhaften Umweltauflagen (zurecht). Kernfusion dauert zu lange, deswegen ists schonmal schwierig, die Energie, die wir also für dein pseudo-Benzin benötigen, mittels Kernfusion ranzuschaffen. Wenns schon unbedingt umweltfreundlich sein soll, dann würde ich mich für Windkraft breitschlagen lassen. Aber wenn das Energieproblem gelöst ist, braucht man noch Verbindungen, die die Energie speichern und sich kontrolliert verbrennen lassen und da wirst du um Kohlenwasserstoffe leider keinen Bogen machen können, womit wir wieder bei dem Problem wären, wo wir die organischen Verbindungen herkriegen. Wenn du ernsthaft biotechnologisch, anders gehts nunmal nicht außer mit einfacher Landwirtschaft, aus anorganischen Stoffen technisch organische Stoffe herstellen und als Benzin verkaufen willst, dann will ich mal sehen welcher Autofahrer den Preis zahlt, den du als Produzent verlangen musst.
    Zitat:
    “Zweite: Speicherung
    Heute speichern wir Energie in Verbindungen.
    Chemische Energie ist freigelassen im Elektron transferen zwischen Orbitale (Atombahnen); was jede der Grundschule gemacht hat weist; reden wir nicht uber ein Gimnasium.”
    Energie steckt in den Bindungen der Atome untereinander und wird frei, nachdem die Aktivierungsenergie geleistet wurde, z.B. ein sympatischer Zündfunke, und die chemischen Bindungen sich in energieärmeren Niveaus neu formieren, z.B. bei optimaler Verbrennung aus Octan zu CO2 und Wasser. Wenn dadurch eine Kettenreaktion entsteht und man die Wärme nicht direkt abführt, findet eine adiabatische Expansion (endlich lohnt sich physikalische Chemie II ;-) ) statt und der Kolben bewegt sich. Dafür müssen Valenzelektronen jedoch nicht unbedingt Orbitale wechseln.

    Zitat2:
    “Aber Effizienz muß gegen einfache Technik (Preis neu, Wartung, Lebensdauer,…) sich lohnen. Deshalb hat BMW richtig getan.
    Nicht richtig war was sie getankt haben (Hydrogenium nämlich).”

    Wasserstoff ist aber für eine Brennstoffzelle der am günstigsten herstellbare Stoff. Elektrolyse von Wasser, es ist sogar rel. egal ob salzig oder verdreckt, und dann hat man den gewünschten Wasserstoff.
    Naja.. wir haben beide unsere Meinungen und ich glaub, du bist ungefähr genauso Stur wie ich ;-)
    Sonst kritisier ich nicht Rechtschreibung, aber hier(und ich meins gut):
    Gymnasium und exotherm (nicht esotherm) heißts.

  • Matthias

    Man sollte das Thema wohl auf ein breiteres Sichtfeld erweitern. E-Antrieb ist und wird nur für Nahverkehr in Kleinwagen Sinn machen. Durch die Begrenzte Laufleistung und nicht zu vergessen Lebensdauer der Batterien wird es keinen Durchbruch für die Stromer geben. Verbrennungsmotoren egal ob H2 oder sonst etwas bieten auch lünftig in Verbindung mit Hybrid die beste Lösung.
    Ein LKW mit E-Antrieb wird nicht funktionieren, Schiffe und Flugzeuge können auch nicht mit Strom betrieben werden. Die Industrie bereitet sich im Hindergrund auf die Wasserstoffzeit vor und dann werden auch Wasserstoffverbrennungsmotoren, Turbinen usw. vorhanden sein. Der E-Antrieb wird jetzt vorgehalten umd etwas zeigen zu können gemäß dem Motto : Wir machen etwas für die Umwelt.
    Im Übrigen müssen die PKW-Hersteller einige E-Autos anbieten um den Flottenverbrauch zu senken, damit keine Strafen fällig werden.
    Um eine Mittelklasselimousiene vernünftig anzutreiben ist eine Batterie mit 4,5t Gewicht nötig. Es kann nicht sein, dass wir alle unsere Fahreigenschaften ändern damit wir mit Autos klar kommen die nur 70-300 km schaffen und dann liegen bleiben.
    In Zukunft wird es E-Antriebe geben, keine Frage aber nur als Nische in Großstädten. Die Masse wird weiterhin mit Verbrenungsmotoren fahren, mit Wasserstoff, Bio- und oder Synthetischer Sprit.

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