Die Airbags des längst insolventen japanischen Herstellers Takata werden zwar seit Jahren nicht mehr verbaut, sorgen aber weiterhin für große Rückrufe. Auch BMW muss im Mai 2026 einen weiteren XXL-Rückruf starten und allein in Deutschland fast 375.000 Fahrzeuge der Baureihen 1er, 3er, X1, X3 und M3 in die Werkstätten rufen. Der überwachte Rückruf mit der KBA-Referenznummer betrifft weltweit 1.450.760 Fahrzeuge und auch wenn dem Kraftfahrtbundesamt bisher keine Unfälle oder andere Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt geworden sind, wird der Fahrerairbag aller betroffenen Fahrzeuge sicherheitshalber ersetzt.
Wie bereits bei früheren Takata–Rückrufen, von denen neben BMW auch zahlreiche andere Hersteller betroffen waren, kann ein Fehler im Gasgenerator zur ungewollten Auslösung des Airbags führen. Die unkontrollierte Entfaltung ist nicht nur mit einem erheblichen Schreckmoment verbunden, durch sich lösende Metallfragmente droht auch eine Verletzung des Fahrers und weiterer Insassen.

Betroffen sind ausschließlich Kompakt- und Mittelklasse-Fahrzeuge, die zwischen dem 2. Januar 2006 und dem 30. Juni 2015 gebaut wurden. Aus der BMW 1er-Reihe sind alle Varianten der ersten Generation (Fünftürer E87, Dreitürer E81, Coupé E82 und Cabrio E88) betroffen, bei der 3er-Reihe dreht sich der Rückruf um die fünfte Generation (Limousine E90, Touring E91, Coupé E92, Cabrio E93 sowie die dazugehörigen M3-Modelle). Außerdem sind die erste Generation des BMW X1 (E84) und des X3 (E83) betroffen.
Bei BMW wird die aktuelle Aktion unter dem Rückrufcode 0032730300 geführt. Wer die eigene siebzehnstellige Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) zur Hand hat, kann sich auf der BMW-Rückrufseite über erforderliche Maßnahmen an seinem Fahrzeug informieren und den gegebenenfalls erforderlichen Werkstattbesuch planen. Die dem KBA und/oder bekannten Halter der 374.891 in Deutschland betroffenen Fahrzeuge werden außerdem auch direkt angeschrieben und zum Austausch des Airbags aufgefordert.
Ob die scheinbar endlose Geschichte der Takata-Rückrufe nun ihren Schlusspunkt erreicht hat, bleibt weiter abzuwarten.
