Nicht nur auf den ersten Blick hat ein BMW M140i nichts in einem Dragrace gegen einen Lamborghini Revuelto verloren. Auch wenn der Top-1er der Generation F20 ein ausgesprochen unterhaltsamer Kompakter war und ist, spielt er mit seinen 340 PS in einer völlig anderen Liga als der aktuelle Hybrid-Supersportler aus Sant’Agata Bolognese. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn es um den BMW M140i aus dem jüngsten Video von Mat Watson und CarWow geht, denn dieser Tuning-1er hat fast nichts mehr mit dem ‘braven’ Kompaktsportler gemein – was sich unter anderem an einer unfassbaren Leistungsangabe von weit über 1.000 PS und einem maximalen Drehmoment von 1.500 Newtonmeter zeigt.

Je nach Ladedruck kann der auf 3,4 Liter Hubraum vergrößerte Reihensechszylinder 1.200, 1.400 oder auch 1.600 PS an alle vier Räder schicken. Was damit möglich ist und dass die vielen Pferde bei weitem nicht nur auf dem Papier galoppieren, zeigt schon das erste Drag-Race ab Sekunde 40 – obwohl der BMW hierbei noch mit “low boost” ins Rennen geht. Mit am Start ist auch ein Audi S3, der durch massives Tuning ebenfalls in den Bereich der 1.000-PS-Marke gebracht wurde und damit durchaus an den Lamborghini Revuelto heranrückt, der mit V8- und Elektro-Power auf 1.015 PS Systemleistung und 925 Newtonmeter System-Drehmoment kommt. Aufgrund des komplexen Hybrid-Antriebs ist der Supersportler allerdings tatsächlich knapp 400 Kilogramm schwerer als der BMW.

Beim rollenden Start ab Minute 4:00 zeigt sich ein ähnliches Bild wie beim ersten Versuch: Der Lambo erwischt den besten Start, aber dann kommt der Tuning-BMW und scheint völlig mühelos an ihm vorbeizuziehen. Im zweiten rollenden Start ab Minute 6:20 ist der M140i noch klarer vorn und lässt von der ersten Sekunde an keine Zweifel am Sieger aufkommen.

Auch im entscheidenden Viertelmeile-Rennen ab Minute 10:15 spielt der BMW M140i xDrive in einer anderen Liga als die Rivalen aus dem VW-Konzern. Die Uhr bleibt dabei nach nur 8,8 Sekunden stehen, womit der Tuning-1er deutlich vor dem Audi S3 (9,9 Sekunden) und dem Lamborghini Revuelto (10,0 Sekunden) landet. Dass das Rennen mit drei serienmäßigen Fahrzeugen einen völlig anderen Ausgang in Form eines klaren Lamborghini-Siegs erlebt hätte, steht selbstredend nicht zur Debatte.