BMW X5: SUV mit Wasserstoff-Brennstoffzelle kommt vor 2025

BMW X5 | 5.07.2019 von 0

Trotz vieler Ankündigungen rund um Elektroautos und Plug-in-Hybride hat die BMW Group in den letzten Jahren kaum über die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle gesprochen. Unsere …

Trotz vieler Ankündigungen rund um Elektroautos und Plug-in-Hybride hat die BMW Group in den letzten Jahren kaum über die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle gesprochen. Unsere Fahrt in einem BMW 5er GT FCEV Prototypen mit adaptierter Technik aus dem Toyota Mirai ist inzwischen über vier Jahre her, doch nun gibt es die nächste konkret terminierte Aussage: Forbes berichtet von einem Gespräch mit Klaus Fröhlich, das erste Fahrzeuge für die nächsten fünf Jahre ankündigt.

Schon in den ersten Jahren des kommenden Jahrzehnts soll eine Kleinserie des BMW X5 G05 mit Wasserstoff-Brennstoffzelle auf die Straße kommen und Erfahrungen mit dem Serieneinsatz sammeln. Ab 2025 soll schließlich die Serienversion eines Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV) verkauft werden, wobei es sich ausdrücklich um eine Großserie handeln soll. Eine definitive Festlegung, dass auch dieses Serienfahrzeug auf dem BMW X5 basieren wird, gibt das Zitat von Klaus Fröhlich nicht her.

An den Grundfragen rund um die Wasserstoff-Brennstoffzelle hat sich seit unserem 2015 geführten Interview mit Antriebsforscher Matthias Klietz nichts geändert. Weiterhin ist klar, dass die Technik nur für große Fahrzeuge mit hoher Langstrecken-Quote Sinn ergibt. Schon der Platzbedarf für den Wasserstoff-Tank, die Brennstoffzelle, den Lithium-Ionen-Akku und den Elektromotor macht es so gut wie unmöglich, kleinere Fahrzeuge als FCEV anzubieten: Auch wenn aus rein technischer Sicht genügend Platz ist, verschlingt der komplexe Antrieb einen Großteil des sonst für Passagiere und Gepäck verfügbaren Raumes.

Hinzu kommt, dass kleinere Autos nur selten auf langen Strecken bewegt werden und selbst mit heutiger Technik auch rein batterieelektrisch mehrere hundert Kilometer Reichweite in einem Kleinwagen realisierbar sind – der aktuelle BMW i3 120Ah mit einer Praxis-Reichweite von über 250 Kilometern ist dafür das beste Beispiel.

Ein weiteres Problem ist aus heutiger Sicht das Tankstellen-Netz, denn mit Blick auf den überschaubaren Fuhrpark ist auch das Netz der Ladepunkte in den letzten Jahren kaum größer geworden. Immerhin ist hier eine deutliche Entwicklung spürbar, auch wenn die Dichte noch nicht mit dem Netz von Tankstellen für fossile Treibstoffe vergleichbar ist. Bis zum Marktstart des BMW FCEV im Jahr 2025 dürfte sich die Situation auch in dieser Hinsicht weiter verbessert haben.

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