Audi SQ7 mit V8-Diesel: Triturbo-Rivale für den BMW X5 M50d

BMW X5 | 4.03.2016 von 12
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Der neue Audi SQ7 TDI setzt genau wie der BMW X5 M50d auf einen Triturbo-Diesel. Zwei Abgas- und ein Elektro-Lader setzen einen 4,0 Liter-V8 unter Druck.

Die Karten im Segment der Luxus-SUV mit Power-Diesel werden 2016 neu gemischt. Mit dem Audi SQ7 betritt ein Neuling das Feld, der nicht nur dem BMW X5 M50d Kopfzerbrechen bereiten soll und sich mit einigem Abstand die Krone des leistungsstärksten Selbstzünders seiner Klasse sichert. Angetrieben wird der Audi SQ7 von einem völlig neu entwickelten V8-Diesel, der neben zwei klassischen Abgas-Turboladern auch noch über einen elektronischen Verdichter verfügt.

Letzterer ist anders als ein klassischer Turbolader unabhängig vom Abgas-Gegendruck und kann daher praktisch verzögerungsfrei ansprechen, was dem Triturbo-Konzept der Ingolstädter besondere Spontanität verleihen soll. Dass der Achtzylinder außerdem über 4,0 Liter Hubraum und zwei großzügig dimensionierte Abgas-Turbolader verfügt, ist alles andere als ein Nachteil. So stehen unterm Strich 435 PS und ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmeter zur Verfügung, wenn der Fahrer des Audi SQ7 TDI Vollgas gibt.

Audi SQ7, BMW X5 M50d, Triturbo-Diesel

Audi SQ7: Triturbo-Diesel tritt gegen BMW X5 M50d an

Ähnlich wie der Triturbo-Diesel aus BMW X5 M50d & Co. setzt auch der neue 4.0 TDI von Audi auf eine Stufen-Aufladung, bei der unterschiedlich große Verdichter zum Einsatz kommen. Während der relativ klein gehaltene elektrische Verdichter für ein rasantes Ansprechen sorgen soll, beschert er den größeren Abgas-Turboladern Zeit zum Durchatmen. Für das Erreichen der Spitzenleistung sind schließlich die großen Lader verantwortlich.

Der BMW Triturbo-Diesel ist im Vergleich zum neuen Pendant aus Ingolstadt deutlich kleiner, setzt “nur” auf 3,0 Liter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe. Er verfügt über drei unterschiedlich große Abgas-Turbolader, wobei der kleinste ebenfalls sehr überschaubar dimensioniert ist um für ein beinahe verzögerungsfreies Ansprechen des Motors zu sorgen. In der Praxis vermittelt das ausgeklügelte Zusammenspiel der drei Lader einen harmonischen Eindruck von permanent verfügbarer Kraft, ein Turboloch im klassischen Sinne ist auch dem BMW-Triebwerk fremd.

Beim Blick auf die Fahrleistungen wird allerdings deutlich, dass der neue Audi SQ7 in vielen Lebenslagen noch etwas mehr Kraft bieten kann – was angesichts eines zusätzlichen Liter Hubraums keine Überraschung darstellt. Die 435 PS des Triturbo-TDI sollen den SQ7 in 4,8 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen, der 381 PS starke X5 M50d benötigt eine halbe Sekunde länger. Auf dem Weg zur beiderorts auf 250 km/h limitierten Höchstgeschwindigkeit dürfte der Audi ebenfalls von seinem Leistungsplus profitieren.

Dass der Reihensechszylinder des BMW X5 M50d in Sachen Effizienz die bessere Wahl ist, zeigen die Normverbrauchsangaben: Während der neue Audi im EU-Zyklus 7,4 Liter auf 100 Kilometer konsumiert und 194 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, kommt der deutlich ältere BMW auf 6,6 Liter und 173 Gramm.

Dr. Stefan Knirsch (Audi‑Vorstand für Technische Entwicklung): “Nach der Einführung des erfolgreichen SQ5 übertragen wir das Konzept eines S‑Modells mit Dieselmotor auch auf die Q7‑Baureihe. So ausgerüstet erreicht der SQ7 TDI mit einem V8 TDI-Motor die Verbrauchswerte eines Sechszylinders. Die neue Techniklösung des elektrisch angetriebenen Verdichters im SQ7 TDI ist eine Weltpremiere im Wettbewerbsumfeld. Damit untermauert Audi einmal mehr seinen Anspruch Vorsprung durch Technik.”

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