USA: BMW feiert Absatz-Rekord 2015, 3. Rekord-Jahr in Folge

News | 6.01.2016 von 2
BMW-Group-Absatz-USA-2015-Dezember-Gesamtjahr

Grund zum Feiern in Nordamerika: BMW feiert 2015 einen neuen Absatz-Rekord in den USA und sichert sich außerdem die Premium-Krone vor Mercedes-Benz.

Die BMW Group hat das Jahr 2015 auf dem wichtigen US-Markt mit einem neuen Absatz-Rekord abgeschlossen. Für die Kernmarke BMW markiert 2015 bereits das dritte Rekord-Jahr in Folge, was die Münchner vor allem einer weiteren Steigerung des SUV-Segments zu verdanken haben. Die Verkaufszahlen der SUV-Coupés X4 und X6 konnten mehr als verdoppelt werden, weshalb sich Rückgänge bei anderen Baureihen mehr als ausgleichen ließen.

Auf den ersten Blick eher schwach war die Performance im Dezember, allerdings muss man hierbei den extrem starken Vorjahresmonat berücksichtigen. Zwar lagen die Verkaufszahlen der Kernmarke BMW im Dezember 2015 deutliche 16,6 Prozent unter Vorjahr und auch MINI musste einen Rückgang um 24,3 Prozent vermelden, die absoluten Zahlen sind aber auch im Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern kein Grund zur Sorge.

BMW-Group-Absatz-USA-2015-Dezember-Gesamtjahr

Dass der deutliche Rückgang im Dezember verschmerzbar ist, wird spätestens beim Blick auf die Verkaufszahlen von Mercedes-Benz deutlich. Die Stuttgarter, die den Münchnern das ganze Jahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze im amerikanischen Premium-Segment geliefert haben, verkauften im letzten Monat des Jahres rund 400 Fahrzeuge weniger als BMW und ziehen damit auch im Gesamtjahr den Kürzeren: Während BMW auf einen US-Absatz von 346.023 Fahrzeugen kommt, verkaufte Mercedes exklusive Sprinter und Smart “nur” 343.088 Neuwagen.

Audi konnte sich im Dezember trotz Abgas-Skandal erneut steigern und feierte mit einem Absatz von 20.399 Einheiten den 60. Rekord-Monat in Folge. Damit knackten die Ingolstädter 2015 erstmals die Marke von 200.000 Fahrzeugen auf dem US-Markt, sie steigerten ihren Absatz um 11,1 Prozent auf exakt 202.202 Fahrzeuge.

Ludwig Willisch (President and CEO, BMW of North America): “Der neue Absatz-Rekord 2015 ist für BMW bereits das dritte Rekord-Jahr in Folge, wobei die Bedeutung der nun für ein Drittel unserer US-Verkaufszahlen stehenden SUV weiter zugenommen hat. Auch im neuen Jahr sehe ich unsere Sports Activity Vehicle als wichtigsten Wachstumstreiber, weil wir auf die weiter steigende Nachfrage mit einer besseren Verfügbarkeit reagieren können. Als Erbauer der Ultimate Driving Machine freuen wir uns besonders über die Rekordzahlen der BMW M GmbH in den USA und können es kaum erwarten, im kommenden Jahr den BMW M4 GTS und den BMW M2 bei uns begrüßen zu dürfen.”

  • gigaset

    Die Tabelle offenbart einmal mehr das Problem von BMW. Weg von einer sportiven, individuellen Marke, hin zu einem 0815 Automobil wie diese auch von Volkswagen gebaut werden. Es ist schon traurig mit ansehen zu müssen, wie eine Marke immer neue Modelle auf den Markt wirft, um den enormen Wasserkopf im Münchner Management am Leben zu erhalten. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass sich BMW damit auf Lange sicht keinen Gefallen getan hat und der Konzern die immer bereitere und tiefere Fahrzeugpalette irgendwann teuer bezahlen muss.

    2er GT und AT, die blödsinnige Unterscheidung zwischen 3er und 4er, Modelle wie X4 oder MINI Countryman… es ist alles zu viel. Man hätte sich auf 1er bis 8er und X3 bis X7 (in Zukunft) beschränken sollen. Und vor allem hätte man MINI, mini lassen sollen. Hier wird sich BMW noch ins eigene Fleisch schneiden, wenn die Absatzzahlen der 1er und 2er zu Gunsten der immer größer werdenden MINIs zurück geht. Wobei… die Preispolitik verhindert eigentlich eine solche Verschiebung hin zu MINI. Was die Frage aufwirft, was MINI überhaupt für einen Sinn hat? Sorry, aber über 40k für einen John Cooper? No Way… Selbst die Basisminis sind preislich gesehen nicht mehr sonderlich attraktiv…

    Und genau so verhält sich das auch bei allen anderen Modellen. Mal abgesehen von den Technologieträgern 7er und i8, sind alle Modelle maßlos überteuert. Für das, dass man selbst in einem 5er teilweise schon arg mit dem Kopf schütteln muss, was für Materialien verbaut wurden. Kostendruck an jeder Ecke.

    Damit will ich nicht sagen, dass es andere Autobauer in Deutschland besser machen… aber BMW konnte es definitv einmal besser.

    Lange Rede kurzer Sinn: Die Absatzzahlen sehen auf den ersten Blick vielversprechend aus, sind aber ähnlich wie bei Audi und Mercedes nur die halbe Wahrheit. Die deutschen Premiumhersteller stecken in einer Sinnkrise. Es fehlt an klaren Wegen in die Zukunft. Und hierzulande muss man aufpassen, dass selbst die plumpen Amis uns nicht irgendwann wieder überholen.

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