August 2015: BMW 2er-Reihe in Deutschland klar vor 1er, 5er, 3er

BMW 2er | 8.09.2015 von 40

Was im Juli sanftes Erstaunen auslöste, hat sich im August 2015 mit Vehemenz fortgesetzt: Die BMW 2er-Reihe hat sich auf dem deutschen Heimatmarkt als mit …

Was im Juli sanftes Erstaunen auslöste, hat sich im August 2015 mit Vehemenz fortgesetzt: Die BMW 2er-Reihe hat sich auf dem deutschen Heimatmarkt als mit Abstand stärkste BMW-Baureihe etabliert und dabei im August derart dominiert, dass selbst die addierten Verkaufszahlen der BMW 1er-, 3er- und 4er-Reihe kaum genügen, um den 2er-Absatz zu übertreffen.

Konkret hat das Kraftfahrtbundesamt für den August 2015 ermittelt, dass in Deutschland 6.222 BMW 2er neu zugelassen wurden – ein Drittel aller verkauften BMW gehörten demnach der 2er-Reihe an. Eine exakte Aufschlüsselung nach Karosserievarianten nimmt das KBA nicht vor, lediglich das BMW 2er Cabrio F23 lässt sich mit 1.241 Einheiten aus der vierköpfigen 2er-Familie herauskristallisieren. Die verbleibenden 4.981 Fahrzeuge entfallen mehrheitlich auf die UKL-basierten Vans BMW 2er Active Tourer und BMW 2er Gran Tourer, das 2er Coupé dürfte eine untergeordnete Rolle spielen.

BMW-2er-Reihe-Absatz-August-2015-Deutschland-01

Mit den beiden Vans hat sich BMW eine Zielgruppe erschlossen, die bisher stets zu anderen Marken greifen musste und in München kein zu ihren Wünschen und Anforderungen passendes Modell finden konnte. Mit ihrem gemessen an der Grundfläche ungewöhnlich geräumigen Innenraum und der hohen Sitzposition sprechen die neuen Tourer der BMW 2er-Reihe sowohl Familien als auch ältere Menschen an und bedienen offenbar einen Markt, der lange Zeit auf ein passendes Angebot warten musste.

Dank des starken August konnte die BMW 2er-Reihe auch für das bisherige Gesamtjahr erstmals die Führung unter den BMW-Baureihen übernehmen, seit Jahresbeginn wurden 28.545 BMW 2er verkauft – 48 Einheiten mehr als von der 1er-Reihe, rund 1.000 Einheiten mehr als von der 3er-Reihe. Die beiden etablierten Baureihen wurden allerdings in diesem Jahr per Facelift aufgefrischt, was die Verkaufszahlen in den Monaten unmittelbar vor dem Marktstart der Modellpflege meist negativ beeinflusst.

Die meistverkauften BMW-Baureihen in Deutschland im/per August 2015:

BMW-Absatz-Statistik-Deutschland-nach-Baureihen-August-2015-KBA

40 responses to “August 2015: BMW 2er-Reihe in Deutschland klar vor 1er, 5er, 3er”

  1. Chris35i says:

    Hier sieht man schön, worauf es vielen Kunden ankommt: einen BMW zu fahren. Punkt. Seit es also auch einen blau-weißen Van gibt, wird umgesattelt und die paar Tausend Euro mehr gegenüber einem VW Touran/Sharan investiert – kommt gut beim Nachbaren und dem restlichen Umfeld an und zeigt, ich bin Premium.

    Und wir streiten uns über Technik-Kramms und sowas – völlig irrelevant. Image ist alles, egal welche Räder von wie vielen Zylindern angetrieben werden oder ob ob die Karre auf letzter Rille untersteuert oder nicht. 😉

    • mb81 says:

      Ja, das ist in der Tat so!
      Und solange …
      1. BMW diese Kisten (ich finde sie auch nicht schön!) in Deutschland baut und damit Beschäftigung und Wohlstand sichert,
      2. man dennoch BMW mit den “klassischen Tugenden” bekommt,
      …habe ich damit auch kein Problem

      • Chris35i says:

        Dito. Man kann ja nicht ewig dem alten Status-Quo nachtrauern.

      • cisi says:

        du bekommst bei BMW doch schon lange nicht mehr ALLE BMW klassischen Tugenden. Verschieden wurden Kosten optimierend schon aufgegeben um teils genau dieses “Monster” zu schöpfen….

      • Fredericus Rex says:

        Neulich sagte mir ein AMG Fahrer, “er habe keine Probleme, wenn eine B-Klasse neben ihm parke, solange er diesen nicht selber fahren müsse”.

        Ich denke, ein M-/ALPINA-Fahrer wird dem nicht widersprechen, solange der 2er AT nur neben seinem Fahrzeug steht.

    • Frank Schmidt says:

      Sie haben recht, sollten aber nicht verkennen, dass der “Technik-Krams” das Image einer Marke mittel- und langfristig entscheidend mitprägt (neben anderen Faktoren wie Preis, Design, Historie, Werbung, etc.). Eine Marke, die über einen längeren Zeitraum als technisch nicht up to date gilt, verliert auch Image-mässig an Strahlkraft. Man kann das eine nicht vom andern trennen.

      • Chris35i says:

        Ja, da stimme ich zu. Natürlich ist die Technik-Komponente auch wichtig für das Image einer Automobilmarke. Allerdings wird hier auf Bimmertoday teils viel tiefgehender darüber diskutiert wie ausschlaggebend jetzt 100 kg mehr oder weniger Gewicht für den Verkauf eines Fahrzeugs sind als dies in Realität der Fall ist. Vor allem bei Volumenmodellen wie einem 1er, 3er, 5er und den anderen Derivaten (sowas wie ein M4 GTS mal ausgenommen). Die meisten fahren keinen Rennen damit und nutzen das Potential der möglichen Fahrleistungen (außer vollgas Geradeaus) eh nicht aus.

        Es ist in Deutschland nach wie vor so, dass ein Premiumfahrzeug (BMW, Mercedes, Audi) von vielen als Statussymbol und Statement angesehen wird und da ist es weniger wichtig ob in dem Fahrzeug nun 4 oder 6 Zylinder drin sind. Die Außenwirkung bleibt identisch (hier spielen eher Felgen, Farbe oder irgendwelche Lines eine Rolle).

        Daher laufen auch die BMW Vans so gut, einfach weil sie BMWs sind. Sicher nehmen die Technik-Gadgets und die Komponenten Qualität und Komfort eine Funktion zur Image-Bildung ein, die Kraft der Marke darf man aber nicht unterschätzen.

      • 135iCoupe_N55 says:

        richtig, BMW hat ja auch einige Innovationen in petto:
        – i-Modellreihe
        – Laserlicht
        – Carbon = Leichtbau
        – usw.

        • Pro_Four says:

          …zum Thema Turbo gabs doch mal einen Bericht in der Motor Talk, Chris35i wird sich erinnern, habe ihn auch komplett gelesen.. Dort stand das ein Turbo kein Verschleißteil, interessante These.

          Ausschnitt: “Und sehr gerne wird dann seitens der Tuner (und nicht nur denen)
          verbreitet, bestimmte Komponenten seien ein Verschleißteil – z.B. der
          Turbolader. Das ist er aber nicht! Turbos gehen durch Chiptuning oder
          falsche Handhabe kaputt.”

          Interessant ist auch, das mein 20d eine höhere Klassifizierung seitens Materialmix beinhaltet, als beispielsweise der 25d, szs. kein UL sondern OL.

          Ich bin seit dem ich den Bericht gelesen haben etwas Vorsichtig mit Chiptuning geworden, einst wollte ich, hmmm, nun schwer am grübeln..

          • 135iCoupe_N55 says:

            zu den Turboladern:
            ich kenne den Bericht nicht 😀 was ich dazu sagen kann ist: grad beim N54 geht oft nicht der Turbo oder Verdichter an sich kaputt (wenn man das so sagen kann) sondern die Wastegates, die sind halt recht filigran gehalten…. die Wastegates sind die große Schwachstelle der N54-Turbos und in den meisten Fällen der Grund für einen Turboschaden (bei den N54ern).

            Chiptuning beinhaltet immer Risiken (je nach Motor und Art des Tuning größer oder kleiner), bei meinem Alltagsauto würde ich eher darauf verzichten…

          • Chris35i says:

            Du kannst einen Turbo auch mit Serienleistung schrotten, wenn du, so wie du schreibst, diesen einem falschen Umgang aussetzt. Solange man es mit dem Chip-Tuning nicht übertreibt und im Anschluss auch etwas mit Köpfchen fährt, kann man einen Schaden gut vermeiden bzw. es kommt gar nicht dazu.

            Es lässt sich natürlich nie ausschließen, daher sollte man sich auch vorher zweimal überlegen, wo man den Wagen chippen lässt und wie viel Ahnung die Beteiligten davon haben. Manche wissen nicht viel mehr als OBD-Stecker rein, Software öffnen und rüber mit den neuen Files…

            • Pro_Four says:

              …das stimmt schon,nur die Frage ist doch immer, WELCHER ist denn nun der Richtige und welcher der Falsche, dort stellt sich mir doch die Frage auf.

              • 135iCoupe_N55 says:

                Kannst ja mal in Foren fragen wo deutlich mehr User am Start sind die auch eigene Erfahrungen mit Chiptuning gemacht haben, ich kann dir lediglich mit Infos helfen die ich von Hörensagen oder lesen aufgeschnappt habe. Gute Anbieter sind soweit ich weiß:
                MS Tuning (der Chef ist im 1erForum sehr bekannt und präsent, da liest man auch sehr viel Gutes über MS Tuning), Steinbauer, Tuningwerk, Schnitzer sicherlich (jedoch sehr teuer und kriegen soweit ich weiß ihre Tuningboxen von Steinbauer)…

                Ich würde mir persönlich einen dieser Anbieter raussuchen (bei meinem 135i würde ich auch Lightweight in Betracht ziehen).

              • Chris35i says:

                Einfach mal da anrufen und bisschen mit denen quatschen. Frag mal, ob zum Beispiel neben deren Angebot auch noch mehr PS und Drehmoment gehen, z.B. 240 PS oder ob du eine Kurve bekommen kannst, die mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich hat, was dann aber bei 1300 U/min mit dem Drehmoment passiert (Kurve sollte ggü. Serie flacher sein, sprich der rapide Drehmomentanstieg setzt etwas später (200-300 U/min) ein, dafür aber stärker. Wie überhaupt mehr Leistung zu Stande kommt, Ladedruck rauf weißt du, aber den Schritt davor (Laderdrehzahl erhöhen, also über Herstellerangaben laufen lassen) und ob das nicht auf Dauer die Wastegates zu sehr belastet. Welche Einschränkungen du hast (Dauervollgasfest?) und ob es Sinn macht, einen 5 Jahre alten Diesel mit 100 k km zu tunen.

                Wenn überall ja geht, alles kein Problem rauskommt, vergiss es… ist eben auch etwas Gefühlssache, welcher Tuner einem kompetent erscheint. Ansonsten kann ich 135iCoupe_N55 nur zustimmen, Marcel (MS Tuning) kennt sich prima aus und Lightweigt oder Versus Performance sind auch gut.

    • Der_Namenlose says:

      Ich bin der Meinung, dass das Reduzieren des Erfolgs auf das Image dem 2er AT/GT nicht gerecht wird.
      Wir fahren aktuell in der Firma folgende Vans: Citroen C4 Grand Picasso, Renault Grand Scénic, den gerade ausgelaufenen Ford S-Max. Den 2er AT und GT habe ich mir einige Male beim Händler in Detail angesehen. Und in den letzten 18 Monaten bin ich mindestens mehrmals über 1500 Kilometer mit gemieteten Tourans zu Messen gefahren.
      Der S-Max ist wie der von Dir genannte Sharan eine Klasse höher und kein Konkurrent. Vor S-Max kann ich nur den Hut nehmen. Die Verarbeitung und die Materialien sind wirklich top. Und der Innenraum ist wunderschön.
      Wie auch immer: Grand Picasso, Grand Scenic, Touran und 2er GT sind Konkurrenten. Unter diesen 4 ist der Touran in jeder, aber auch wirklich in jeder Hinsicht das Schlusslicht. Die Materialien, egal welcher variante Du nimmst, sind einfach billig. Und die Bedienung, speziell hinsichtlich der Navigation und Infotainment hinkt mehrere Generationen hinter der des 2er GT und des Grand Picasso, seit dem Facelift von Grand Scenic auch mehrere Generationen hinter dessen Bedienung. Es kann sein, dass die Navigation und Infotainment im neuen Touran besser werden, aber der Bildschirm wird wieder genauso schlecht positioniert sein wie bisher.
      Der Innenraum des 2er GT ist um einiges schöner und auch hochwertiger als der der Franzosen. Touran folgt wie gesagt weit abgeschlagen.
      Der Aufpreis des 2er GT gegenüber Touran ist mehr als berechtigt und ist keinesfalls ein reiner Imageaufschlag. Es ist einfach (für mich) das schönere Auto, hat den moderneren Innenraum und ist technologisch dem Touran weit überlegen. Die Käufer sind doch nicht blind, gerade die Familienväter und auch ältere kaufen nicht nur aus Imagegründen.

      • Chris35i says:

        Nein, natürlich nicht ausschließlich. Sicherlich kennzeichnet sich der BMW auch dadurch, dass er eine höhere Qualität und mehr Design/Komfort hat. Iste die Frage, ob allein diese Features den saftige Aufpreis gegenüber einem VW Touran, Citroen C4 Grand Picasso oder Renault Grand Scénicrechtfertigen würden, wäre es kein BMW, sondern ein anderes Fabrikat.

        • Pro_Four says:

          …ich würde mein Produkt immer höcherpreisig Positionieren wenn dies schon bei 3er/5er oder auch 7er so ist, warum nicht auch das Gleiche beim 2erAT/GT machen, wäre ja nicht Wirtschaftlich so zu denken.

  2. Axel says:

    Und schon sieht man warum der 2er AT ein 2er ist. So kann man schön verschleiern wie die Absatzzahlen des Coupes sind.

    • der_ardt says:

      huch, heute wieder ohne Aluhut unterwegs gewesen? 😀

      • Axel says:

        Mitnichten, das war nicht meine Intention. Es geht nur darum das sowas auch gerne Strategie sein kann.

        • Chris35i says:

          Was soll der Sinn der Sache sein? Wenn die Zahlen hoch sind, warum sollte man sie dann verschleiern wollen? Und falls sie niedrig sein, was macht es für einen Sinn – sich selbst zu vereiern?

        • der_ardt says:

          ich denke du interpretierst da ein bisschen zu viel rein 😉

        • Fredericus Rex says:

          BMW weist ab dem Geschäftsbericht 2014 auch keine separaten Einzeldaten der unterschiedlichen Karosserie Aufbauten mehr aus.

          Zuvor wurden bspw. die Neuzulassungen des 6er nach Gran´Coupe, Coupe´, Cabrio oder die des 5er nach Limousine, Touring, GT einzeln aufgelistet.
          Ab 2014 werden nur noch die kumulierten Werte pro Modellreihe gesamt gelistet.

          Genau das scheint der wahre Grund, warum die Monatszahlen des 2er AT/GT eben nicht vom Coupe´ getrennt genannt werden, obgleich (soweit Zustimmung) das für den Leser eigentlich hier besonders interessant wäre, da innerhalb der 2er Baureihe gänzlich andere Zielgruppen angesprochen werden.

          Nichts desto trotz kann jeder über andere Quellen als den hier veröffentlichen Zulassungen mit etwas Mühe die Aufteilung nach den Varianten innerhalb der jeweiligen Baureihe anderweitig in Erfahrung bringen.

  3. Stefan says:

    Das ist richtig so. VW will Premium werden und deshalb macht es Sinn VW dann auch nach unten anzugreifen. Ein Audi VAN wird sich dann schön mit einem VW Van kannibalisieren. Und es wurde ja auch Zeit etwas gegen die B-Klasse zu setzen. Alles richtig gemacht.

  4. B3ernd says:

    Dass 2er AT/GT so erfolgreich ist, hätte ich tatsächlich nicht gedacht.

  5. Frank Schmidt says:

    Bemerkenswert ist doch weniger die Stärke des 2er AT als die andauernde Schwäche der übrigen BR im Heimatmarkt: 3er nicht mal die Hälfte der C-Klasse (und das Coupe kommt erst noch, selbst der alte A4 schlägt sich besser), 1er hinter A Klasse und A3, X1 hinter GLA und Q3, 4er nicht mal die Hälfte von CLA, 6er und 7er zusammen knapp die Hälfte von CLS und S, und so weiter. Einzig dem 5er ist es gelungen, ganze 366 Stück mehr abzusetzen als die 6 Jahre alte E Klasse. Was ein Erfolg. Seien wir ehrlich: Der August lief wie schon die Vormonate bescheiden, in allen “klassischen Premiumsegmenten” ab Mittelklasse aufwärts sind wir abgehängt, wie inzwischen sogar bei den Kompakten. Und die Reaktion: Statt zu fragen warum niemand mehr 40k plus in einen klassischen BMW stecken will und alle Mercedes wg. der C, CLA oder S Klasse die Bude einrennen, flüchten wir uns in Weisheiten wie “der Mini läuft aber zumindest blendend” oder “der neue Kompaktvan kommt aber gut an”. Minis und Familienvans, soll das die Zukunft von BMW sein? Oder warum werden die anderen Segmente laut- und kampflos abgeschenkt?

    • Quer says:

      Kannst du das auch mit Zahlen belegen, eventuell mit Eigen.- Firmen.- und Privatzulassungen.

      • Frank Schmidt says:

        Ich rede von August als bescheidenem Monat. Aber deine Argumentation passt schön ins bekannte Muster: 3er von C Klasse deklassiert, 5er von A6 abgehängt, 6er und 7er chancenlos gegen CLS&Co., aber halt – neben dem Mini haben wir ytd ja auch noch den 1er als Trumpf im Ärmel. Na klasse, ein weiterer Kleinwagen der sich im Wettbewerb behauptet. Kann das der neue Anspruch sein?

      • Fagballs says:

        Einige Zahlen vom KBA: (Quelle http://www.amz.de/kba-zahlen/158/1737)

        Jeweils Januar bis August 2015:

        Kompaktklasse:
        1er: 28 497
        A-Klasse: 21 183, CLA: 13 094, Summe: 34 277
        A3, S3, RS3: 39 950

        Mittelklasse:
        3er: 27 531, 4er: 14 344, Summe: 41 875
        C-Klasse: 46 464
        A4, S4, RS4: 36 832 A5, S5, RS5: 12 512, Summe: 49 344

        Obere Mittelklasse:
        E-Klasse: 20 682
        5er: 21 701
        A6, S6, RS6: 29 735

        Kompakt-SUVs:
        X1: 11 230
        GLA: 11 588
        Q3: 16 620

        Mittelklasse SUV:
        GLK/GLC: 8 977 (Modellwechsel)
        X3: 9 775 X4: 4 145 Summe: 13 940
        Q5: 14 629

        Oberklasse SUV:
        Q7: 4925
        ML/GLE: 5785 (Modellwechsel)
        X5: 7278 X6: 2683 Summe: 9961

        Andere Zahlen:
        6er: 1540
        CLS: 3630

        Summen:
        BMW: 162 023
        Audi (ohne A1/S1): 169 124
        MB (ohne Sprinter, Vito und V-Klasse): 175026

        In Summe ist es nicht ganz so dramatisch wie dargestellt. Aber in Deutschland ist BMW nicht der führende Anbieter von Premiumfahrzeugen, das ist mal Fakt so. X5 ist in seinem Segment führend, i3 und i8 auch. Dafür dass der 2er ganz neu ist und damit “begehrenswert” ist der Abstand zur B-Klasse auch nur minimal. Den Rest musst du dir selbst zu Gemüte führen 😉

        • Der_Namenlose says:

          Man darf nicht vergessen, dass BMW-Vorstand im letzten Jahr betont hat, dass die Rendite wichtiger sei als die Absatzzahlen. Man verkauft die Autos dort, wo man mit ihnen mehr Geld verdient.

          Betrachtet man die Fahrzeugsegmente weltweit, sieht man, dass BMW bei den wichtigen Modellen weiter unangefochten die Nummer 1 ist. Daher sind die Deutschlandzahlen inzwischen wirklich nicht mehr so wichtig.

          Eine Bemerkung zum Vergleich des 6ers mit CLS: auch wenn Mercedes den CLS zur Oberklasse zählt, so wie Audi den A7, haben die beiden da oben nichts verloren.

          Der günstigste CLS kostet 27 Tsd. (26.998) Euro weniger als der günstigste 6er GC. Daher macht ein Vergleich der Absatzzahlen aus meiner Sicht keinen Sinn. Würde BMW den 6er GC auch zum Einstiegspreis von CLS anbieten, würde ich sofort einen kaufen (ich meine leasen:)), viele andere wahrscheinlich auch.

          Der 6er ist einfach eine Klasse höher und müsste mit S-Coupe und Cabriot verglichen werden.
          Die S-Klasse wird mit dem neuen 7er wieder einen Gegner bekommen.
          Also ist alles aus BMW-Sicht in Ordnung.

          • Pro_Four says:

            …sehe ich auch so, schon das 4er Modell lehnt sich eher an den 5er, als an den 3er an.

          • Frank Schmidt says:

            Die Ansage des Vorstands ist ja richtig. Allerding wird die Rendite gerade ab Mittelklasse aufwärts und insbesondere in der Oberklasse erzielt und nicht in der Mini- oder Kompaktklasse (das ist ja auch das Problem von Audi mit ihrem Übergewicht beim A3/A1 Volumen). Die S-Klasse hat Mercedes zum erstenmal seit Jahren wieder die höchste Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) aller 3 Wettbewerber beschert: http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/mercedes-benz-daimler-faehrt-satten-quartalsgewinn-ein/12091360.html . BMW ist bei der Rendite also gerade nicht mehr Benchmark wie all die Jahre vorher, sondern auf den 3. Platz zurückgefallen. Die Ebit-Zahlen gelten übrigens weltweit, nicht nur für den Heimatmarkt.

            Das ist ja genau mein Reden: Man kann nicht einen verkauften 2er AT gleichsetzen mit einem 5er, 6er oder 7er, weder Rendite- noch Prestigemäßig. Die Jubelmeldungen über den 2er AT sind daher angesichts der sonstigen August-Zahlen ein reines Feigenblatt und gehen am eigentlichen Problem vorbei.

            Was den neuen 7er betrifft, so hat ja der Vorstand selbt im vorauseilenden Gehorsam das Ziel, die S-Klasse abzulösen, einkassiert: http://www.bimmertoday.de/2015/09/08/bmw-7er-2015-kein-absatz-wettstreit-mit-mercedes-s-klasse/. Bemerkenswerter Vorgang für einen Marktführer. Hat der FC Bayern schon mal vor Beginn einer Saison mitgeteilt: Meister wird Borussia Dortmund und wir schauen, was am Ende für uns rausspringt? Wer eine renditeorientierte Modellpolitik predigt sollte doch eigentlich auch den Anspruch haben, im renditestärksten Segment die meisten Abverkäufe zu haben.

            • Fredericus Rex says:

              Ja, natürlich muss das erklärte Ziel für einen Premium Hersteller wie BMW immer sein, das global erfolgreichste Modell an der Spitze stellen zu wollen.

              Hierzu fällt mir ein Werbe Flyer, so um 1995 ein, Slogan damals bei BMW:

              “An der Spitze ist Platz für zwei”, abgebildet wurde der damalige 7er_E38, und der 8er_E31.

              Der E38 war tatsächlich, wenn auch nur für kurze Zeit, weltweit Marktführer im Oberklasse Segment, mit dem 8er wollte BMW beweisen ein zweites Top Modell zum damaligen 7er ganz vorne zu positionieren, daher der Slogan “an der Spitze ist Platz für zwei”.

    • Fredericus Rex says:

      Die Analyse ist im Wesentlichen deckungsgleich mit meiner vor exakt einem Monat.

      Ja, der Weltmarkt läuft für BMW unstrittig deutlich besser, als der Heimatmarkt.
      Da laut Geschäftsbericht 2014 aber nur noch knapp über 12% aller Neuzulassungen der Group hierzulande geordert werden, ist die Situation weniger dramatisch, als dieses der erste Blick vermuten lässt.

      Eine wichtige Ergänzung jedoch, die Modellzyklen spielen hierbei eine nicht unwesentliche Rolle.

      Die Zulassungen des 3er ziehen erst wieder mit dem LCI (zeitversetzt zirka 6 bis 8 Wochen nach Angebotsbeginn) an, beim 5er und 7er stehen die Modellwechsel in wenigen Monaten bzw. Wochen an.

      Der X1 wird ganz sicher neuen Schub geben, gerade im Inland, da die “Big”-SUV generell auf dem Weltmarkt wesentlich stärker gefragt sind und BMW mit dem alten X1 eigentlich keinen echten compakt-SUV baute, da dieser aus dem damaligen E91 (3er Touring ab 2005) entwickelt wurde.

  6. Polaron says:

    Die starke Nachfrage nach den 2er-Vans überrascht mich keineswegs.

    Überraschend fand ich es bisher aber auch nicht, dass ich noch keinen Fahrer des 2er AT/GT sah, der geschätzt unter 50 Jahre alt war. Man greift im Endeffekt halt scheinbar das ältere Klientel von Mitbewerbern ab…

    • Franz R. Ullrich says:

      Wenn die Beobachtung der Altersstruktur tatsächlich stimmen sollte, was ich zu diesem Zeitpunkt weder bestätigen, noch dementieren möchte, da mir harte Fakten hierzu noch nicht vorliegen, wäre das für BMW schon fatal.

      Denn gerade Vans werden häufig von jungen Familien gekauft, wegen der großen Variabilität des Innenraumes bei überschaubaren Kosten in Anschaffung und Unterhalt des Fahrzeuges.

      Hier bei uns in Hamburg (im eher beschaulichen Nordosten der Stadt) haben viele junge Familien Eigentum, oftmals Erstbezug mit KfW-40-Engeriestandard, erworben.

      Dort stehen zumeist Vans, kompakt-Kombis und kleinere SUV´s quer von allen Herstellern vorm Carport, die hochpreisigen Fahrzeugklassen sieht man dagegen eher selten, denn Wohneigentum und Familie haben in diesem Lebensabschnitt für die meisten verständlicherweise Priorität.

      • Polaron says:

        Ich kann nur meine persönlichen Eindrücke wiedergeben und möchte das auch gar nicht verallgemeinern oder irgendeine Käuferschicht abwerten.

        Meine Beobachtungen habe ich bislang im Raum Landshut/Dingolfing aber auch München gemacht, wo ja BMW auch Standorte hat und allgemein die Kaufkraft relativ hoch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist. Mir scheint es fast so, dass die BMW-Vans auch ziemlich stark bei den eigenen SUVs und insbesondere auch bei MB wildern. Vermeintliche Konkurrenten in dieser Fahrzeugkategorie von bspw. VW, Ford oder Opel scheinen aufgrund des fehlenden Premiumstatus als Konkurrenz gegenüber den BMW-Vans eher eine untergeordnete Rolle zu spielen. Andersrum liegen der 2er AT und der 2er GT preislich deutlich über vergleichbaren Fahrzeugen dieser Konkurrenten, so dass der Kauf für viele (junge) Familien wohl kein ernstes Thema ist. Aber wie gesagt – meine rein subjektiven Eindrücke aus dem Alltag.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Find us on Facebook

Tipp senden