BMW 1er ActiveE: Elektroauto-Erprobung auf der LangstreckE

BMW 1er, BMW i | 7.02.2015 von 3
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Beim Thema Elektroauto denken die meisten Menschen in erster Linie an Stadtautos und Kurzstrecken-Einsätze, für den Einsatz auf der Langstrecke scheinen die rein elektrisch angetriebenen …

Beim Thema Elektroauto denken die meisten Menschen in erster Linie an Stadtautos und Kurzstrecken-Einsätze, für den Einsatz auf der Langstrecke scheinen die rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge mit ihrer relativ überschaubaren Reichweite kaum geeignet. Dennoch hat die BMW Group im Mai 2013 gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz und den Stadtwerken Leipzig das Projekt LangstreckE ins Leben gerufen, um Daten zur Langstreckentauglichkeit von Elektroautos zu sammeln.

Zwischen Mai 2013 und Dezember 2014 waren 15 BMW ActiveE im Großraum Leipzig unterwegs und wurden dabei von 75 Berufspendlern jeweils drei Monate lang als Alltagsauto genutzt. Auf 23.000 Fahrten absolvierten die Tester eine Gesamtdistanz von 450.000 Kilometern.

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Die Tester konnten während ihrer Erprobungszeit 91 Prozent ihrer Fahrten mit dem BMW ActiveE zurücklegen, in weniger als zehn Prozent der Fälle machte die eingeschränkte Maximalreichweite die Nutzung eines konventionell angetriebenen Fahrzeugs erforderlich. Vier von fünf Fahrern gaben im Anschluss an, dass sie die maximale Reichweite von 160 Kilometern als ausreichend empfunden haben.

Bestätigt hat sich auch die These, dass die Reichweitenangst mit zunehmender Nutzungsdauer immer weiter in den Hintergrund rückt. Im letzten Monat gab es durchschnittlich nur noch 1,35 Situationen pro Monat, in denen die Reichweite für Stress sorgte.

Dennoch ist klar: Damit die Elektromobilität für mehr Menschen in Deutschland attraktiv werden kann, muss die Lade-Infrastruktur deutlich ausgebaut werden. Dabei geht es sowohl um DC-Schnellladestationen als auch um Möglichkeiten zum AC-Laden für Laternenparker.

Trotz der bekannten Hindernisse und einer mit dem Auto zu bewältigenden Strecke von mindestens 80 Kilometern pro Tag im Sommer und mindestens 60 Kilometern im Winter konnten sich nach dem 12-wöchigen Test über die Hälfte der Nutzer vorstellen, ein Elektroauto anzuschaffen. Übrigens: Die maximal mit dem BMW ActiveE zurückgelegte Tagesstrecke lag bei 367 Kilometern.

3 responses to “BMW 1er ActiveE: Elektroauto-Erprobung auf der LangstreckE”

  1. Fagballs says:

    Hat halt jeder seine eigenen Anforderungen und Möglichkeiten. 160km sind mir an den meisten Tagen auch genug. Nur müsste ich mir halt jeden Tag Gedanken machen, wo und wie ich die Karre geladen kriege.

    Den meisten Leuten wäre an den meisten Tagen auch ein Zweisitzer ohne Kofferraum genug, trotzdem sieht man jeden Tag im Berufsverkehr die Kombis und SUVs, in denen dann eine einzige Person sitzt.

    “Ich könnte ja mal umziehen”, “ich könnte ja mal bei IKEA nen Großeinkauf machen” und “ich könnte ja mal ne größere Strecke fahren”. Wenn man zu seinem i3 einen Gutschein dazu kriegt, dass man sich die paar Tage im Jahr nen 3er Touring leihen kann, würde das vielleicht vielen Leuten reichen. Nur für zwei aktive Autos haben viele nicht die Möglichkeiten, also wird das genommen, das auch im Notfall eben diesen lösen kann.

  2. michael says:

    BMW geht wohl davon aus , daß sich BMW Kunden 2 PKWs kaufen, einen auch für längere Strecken
    Weit gefehlt……
    Bei meiner Firma gibt’s bisher fast nur BMW, aber da BMW keine Elektro PKW mit ausreichender Reichweite ( Für AD mindestens um die 350 km ) anbietet, wechselt jetzt meine Firma komplett auf einen anderen PKW Anbieter.

    • Jupp says:

      Welcher Hersteller bietet den bitte mindestens 350 km rein elektrische Reichweite?
      (Tesla, und auch die würden sich mit echten 350 km äußerst schwer tun, sprengt wohl das Budget würde ich mal sagen. Oder fahren eure Außendienstler momentan 7er?)
      Glaube kaum, dass ein Außendienstler einen E-PKW bekommt.

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