Umfrage: Sollte BMW M auf den Mercedes C 63 AMG reagieren?

BMW M, BMW M3, BMW M4 | 24.09.2014 von 61

Der neue Mercedes-AMG C 63 S dürfte auch in Garching für Diskussionen sorgen: Sind die erst vor wenigen Monaten auf den Markt gebrachten BMW M3 F80 …

Der neue Mercedes-AMG C 63 S dürfte auch in Garching für Diskussionen sorgen: Sind die erst vor wenigen Monaten auf den Markt gebrachten BMW M3 F80 und BMW M4 F82 vielleicht doch nicht stark genug? Mit 431 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment ist der Biturbo-Reihensechszylinder S55 gewiss nicht schwach auf der Brust und auch die Fahrleistungen liefern keinerlei Anlass zur Kritik, zumindest auf dem Papier spielen die 510 PS des neuen Mercedes C 63 AMG aber dennoch in einer anderen Liga.

Da muss die Frage erlaubt sein, ob die BMW M GmbH mit dem inoffiziellen Ende des Wettrüstens nicht doch einen Fehler gemacht hat. Überrascht wurde man in München sicherlich nicht, schließlich waren die 431 PS von M3 und M4 schon lange vor ihrem Marktstart der schwächste Wert im direkten Wettbewerbsumfeld. Statt stumpfer Motorleistung standen auch in der Kommunikation ganz klar die Themen Leichtbau und Fahrdynamik im Fokus.

Mercedes-AMG-C63-S-2014-V8-Biturbo-Motor-M177

Fraglich ist, ob sich die verhältnismäßig schwache Motorleistung nicht negativ auf das Image der BMW M-Modelle auswirkt. Zwar ist es kein Novum, dass Fahrzeuge der Wettbewerber aus Affalterbach und Neckarsulm mehr Kraft als die Fahrzeuge aus Garching haben – 80 PS Differenz, das Überspringen der 500 PS-Marke und der typische V8-Sound – den schließlich auch die Kunden eines Vorgänger-M3 genießen durften –  sorgen in ihrer Kombination aber für ein unbestreitbar hohes Faszinationspotenzial der AMG-Antriebseinheit.

Dass die Leistungsunterschiede in der Praxis eine weniger große Rolle spielen als auf dem Papier, dürfte für manchen Kunden in den Hintergrund rücken. Die unterschiedlichen Motoren von BMW M3 F80 und Mercedes-AMG C 63 S bieten in jedem Fall genügend Stoff für heiße Diskussionen und weitreichende Überlegungen, an deren Ende mancher potenzielle M3-Kunde beim Konkurrenzmodell aus Stuttgart landet.

Auch das Argument der notwendigen Reduzierung von CO2-Emissionen hat Mercedes-Haustuner AMG eindrucksvoll widerlegt: Während der 3,0 Liter große Reihensechszylinder von BMW im EU-Zyklus 8,3 bis 8,8 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, konnte Mercedes dem neuen V8-Biturbo mit 4,0 Liter Hubraum sogar einen EU-Verbrauch von 8,2 bis 8,4 Liter antrainieren und das Triebwerk aus München trotz deutlicher Mehrleistung unterbieten.

Abzuwarten bleibt, ob in München früher oder später mit einem nachrüstbaren BMW M Performance Power Kit auf den Angriff aus Affalterbach reagiert wird. Dass die Reserven des S55 keineswegs ausgeschöpft sind, zeigen nicht nur diverse Tuning-Projekte wie der Lightweight BMW M4 mit einer Leistungssteigerung auf 520 PS. Entsprechende Zusatz-Power mit Werks-Garantie könnte so manchen Fan besänftigen, würde andererseits aber die offensichtlich bewusst praktizierte Zurückhaltung beim Leistungs-Wettrüsten konterkarieren.

Wir wollen wissen, wie ihr zur Motoren-Situation in der sportlichen Mittelklasse steht! Sollte BMW M nachlegen und M3 und M4 mit zusätzlicher Motorleistung versorgen oder befindet sich Mercedes-AMG mit der V8-Strategie auf dem Holzweg?

61 responses to “Umfrage: Sollte BMW M auf den Mercedes C 63 AMG reagieren?”

  1. MDriver says:

    Kurz und Knapp nein. 500PS in der Mittelklasse sind m.M.n. sinnfrei.

    • BMW_550i says:

      Ich bin deiner Meinung, nur wird es z.b. Fälle geben, dass der AMG C63S auf Teststrecken, wie z.b. der NOS, schneller ist – auch wenn er evtl. nicht so stark in der Querdynamik-Disziplin ist, wie der M3/4. War ja beim RS5 auch so – mit dem M3 E92 mitgehalten auf der NOS, da sehr viel Power und Geraden vorhanden sind. Am eher kleineren und mit wesentlich engeren Kurven (im Verhältnis zur Länge des Kurses) ist der M3 dem RS5 wieder davongefahren (querdynamische Talente). Dies wird beim AMG C63S vs. M3 ohne Leistungs-Kit ebenso passieren und sorgt natürlich für lange Gesichter, wenn dann der AMG plötzlich x Sekunden schneller ist, als die Ikone M3/4. 🙂

      Dass dieses Wettrüsten nicht toll ist, stimme ich dir zu !

      • B3ernd says:

        Glaube ich nicht mal. Schau dir die Zeiten des C AMG BS an. Der Wagen ist 2 Sekunden schneller auf der NOS, als der GTS mit 67PS weniger.

        M3 und C63 werden wohl auf einem (Zeit-) Niveau sein.

        Weis man schon wie schwer der AMG ist?

        • BMW_550i says:

          Ja, hast recht. Über den M3 GTS habe ich eh schon intensiv “nachgedacht” und mir ist es ein Rätsel, weshalb BMW hier nicht noch radikaler durchgegriffen hätte. Wenn ich schon einen M3 GTS herausbringe, dann muss ich das Fahrwerk so abstimmen, dass es der Konkurrenz um die Ohren fährt und auch den eigenen M-Fahrzeugen (M392 Coupé) ebenso. Der M3 GTS tut dies ja nicht so richtig :-), daher wundert mich auch nicht, dass der BS (der radikal abgestimmt ist, was auch so sein soll), den GTS stehen und alt aussehen lässt.

          BMW braucht wieder mal was à la M346 CSL 🙂

          • Lauerput says:

            “BMW braucht wieder mal was à la M346 CSL”
            +1

          • B3ernd says:

            Ich habe mich glaube ich etwas missverständlich ausgedrückt. Ich finde, dass der GTS alles andere als “abgezogen” wird. Der GTS hat ca. 70PS weniger als der AMG BS und dennoch sind beide auf einem Zeitniveau. Das zeigt doch eigentlich, dass der GTS das bessere Fahrwerk und mehr Grip hat.

            So wird es auch beim M3 sein. Er wird die gleichen Rundenzeiten wie der neue AMG leisten und dass bei deutlich weniger PS. Allerdings muss man sagen, dass auch AMG immer bessere Kurvenräuber baut. Der erste Test wird es zeigen.

            • BMW_550i says:

              Ja, freue mich auf die Tests 🙂 Ich meinte aber dennoch, dass der GTS meiner Meinung nach nicht so wie ein CSL aufgestellt ist, was eigentlich der Fall sein “sollte”. Aber gut, vielleicht wird es der M4 GTS besser können :))

        • quickjohn says:

          Absolut richtig – auf der Nordschleife dominieren die Fahrwerksqualitäten in den vielen schnellen Kurven.

          Der kl. und sehr ebene Kurs in HH verzeiht hingegen Fahrwerksschwächen und Autos mit viel Dampf machen – so sie Traktion haben – aus den langsamen Ecken heraus richtig Zeit gut.

  2. der_ardt says:

    Wenn mehr Leistung auf jeden Fall nicht indem man den R6 noch weiter aufbläst, sondern dann eher indem man den S65 oder eine Neuentwicklung mit Turbo oder besser Kompressor nachreicht. BMW wird das aber sicher mindestens bis zum Facelift aussitzen, alles andere wäre sehr unsouverän

    • PHoel says:

      Warum Kompressor? Turbo ist doch viel besser..

      • der_ardt says:

        Ansprechverhalten

      • BMW_550i says:

        Turbo mag besser sein, was Leistungswerte angeht, aber das Ansprechverhalten ist, wie mein Vorposter bereits andeutete, ganz klar ein Pro-Argument für die Verdichter .. das würde ja sehr gut zu den alten BMW-Saugermotoren passen *-* – wobei man fairerweise sagen muss, dass beim N54/55-Motor nicht mehr viel vom Turboloch da ist .. fast gar nichts 🙂

        • der_ardt says:

          wenn du die Chance hast fahr mal den 1.6 TDI von VW. Beim Abbiegen beißt man da regelmäßig ins Lenkrad, wenn die Gurke ca. 3 1/2 h braucht bis der Druck sich aufgebaut hat. So mies ansprechende Motoren gab es bei BMW nie

          • B3ernd says:

            Agree…..bin neulich mal den Mini S gefahren und war wirklich überrascht, wie bissig der kleine R4 Turbo am Gas hängt – hätte ich nicht gedacht. Der Leihe würde ihn für einen Sauger halten. Nutzt alles nix, es war nass und der Karren hatte im 3. Gang Whellspin^^ Macht alles ander als Spaß(Bei Nässe)

            • der_ardt says:

              das Abbiegen ist beim FWD eh Krampf. Am besten rumrollen lassen und dann wenn die Karre mal endlich ausgerichtet ist mit Beschleunigen anfangen.

          • BMW_550i says:

            Ui, ui, ui, lieber der_ardt! 😀

            Dieses 1.6 TDI hört sich für mich schon so an wie 114d oder 114i – also da kommt bei mir sofort ein ICH-WILL-SOWAS-NIE-UNTER-MEINEM-ARSCH-HABEN-Gefühl auf ;-)))

            Ne, im Ernst – wenn man einer wo steht und ich Zugang habe, fahre ich ihn Probe, um mir das anzukuken (-igitt-) ;-))

            Grüße aus MUC.

        • PHoel says:

          Eben, also ich bin kein Fan von Kompressoren, ich fände da einen Turbo besser, oder einen Sauger 😀

          • der_ardt says:

            Kompressor ist ja praktisch nur ein Sauger mit mehr Drehmoment und unter Umständen etwas schlechterer Gasannahme, aber so wie das die Turbos gemeistert haben dürfte da beim Kompressor garnichts mehr spürbar sein 😉

        • Chris35i says:

          Gerade die N54/N55 gehen super, da spürt man kaum was von einem loch, schon gar nicht oberhalb von 3,5k rpm.

    • M3-Dreamer says:

      Der S55 ist und bleibt eine Fehlentscheidung der BMW AG … sicher ist es ein sehr guter Turbomotor geworden, aber eben kein sehr guter M Motor. Es fehlt diesem Motor schlicht an der spezifischen M Motor-Faszination seiner Vorgänger … er liefert schlicht Leistung, mehr aber auch nicht.
      Hätte die M-GmbH schlicht einen modifizierten S65 mit ~440-460PS gebracht, würde sich jetzt keiner über mangelnde Leistung beklagt, weil es mit seiner genialen M spezifischen Leistungsabgabe immer noch den Reiz des Besonderen geboten hätte, nicht ohne Grund ist Toyota/Lexus beim neuen RC-F beim Saugmotor für sein Sportmodell geblieben.
      Wenn man aber den Turboweg gehen will, wäre es klug gewesen, ein wirklich M spezifisches Aggregat zu entwickeln, einen 3.0ltr.R6TT, 3.0ltr.V6TT oder 4.0ltr.V8TT auf Basis der Kurzhub-Zylinder von N/S63 o. N74 und diese Motoren mehr über Drehzahl und PS zu definieren als ausschließlich über hohe und niedrig anliegendes Drehmoment … so hätte man einen Turbomotor mit wirklichem Hochdrehzahlcharakter bekommen, der eines M3 würdig gewesen wäre !
      Kurzfristige Abhilfe wäre m.M.n. ein M3 GTS(CRT) und M4 GTS mit Leichtbau und einem modifizierten ~460PS 4.0ltr.S65 und zusätzlichem Leichtbau … die Limitierung und der eh hohe Preis sollten ein solches Projekt möglich machen !?

      • der_ardt says:

        Grundsätzlich stimme ich dir zu, dennoch muss man einiges berücksichtigen:
        Der Motor ist durch sein überall starkes Drehmoment auch einem auf 460 PS erstarkten S65 überlegen und die Maximaldrehzahl von 7500 ist ebenfalls ganz ordentlich, wenn auch keine 8300/min. Weiterer Minuspunkt ist der Normverbrauch, bei dessen Ermittlung sich mit früh anliegendem Drehmoment herrlich besch***en lässt. Ich bin mir so sicher (und das macht mich sehr traurig), dass bei einem realitätsnäheren Zyklus die Sauger in breiter Masse überlebt hätten. So ist dann eben Aktivsound im Innenraum nötig damit das ganze wirklich gut klingt (vermutlich die Soundfiles mit dem herrlich metallisch klingenden S54 aufgenommen und etwas Bass drunter gelegt ^^).
        Zusätzlich dürfte der S65 wesentlich teurer zu produzieren sein, was natürlich die Aktionäre nicht so toll finden. Gleiches gilt auich für weitere Gewichtsoptimierungen, denen man bei BMW ja schon eine Abfuhr erteilt hat, weil das machbare zu teuer für das wenige weitere Abspecken wäre.

        • M3-Dreamer says:

          Sicher hat im Alltagsbetrieb eine drehmomentlastige Auslegung ihre Vorteile … allerdings glaube ich, das on-track ein 460PS/450Nm HDZ-S65 seine Vorteile hätte, sonst wäre die bisherige M Philosophie bzgl. des M3 völlig falsch gewesen und die M3s wären nicht trotz weniger Drehmoment der stärkeren Konkurrenz so überlegen gewesen.

          Mit dem Argument “Produktionskosten” hast Du natürlich Recht … nur dürften diese bei eimen Nischen- und Spitzenprodukt, sowie Aushängeschild der gesamten Baureihe wie dem M3/M4 nicht so einen Stellenwert einnehmen, wie sie es bei der Motorenentscheidung des F8x zweifelsfrei getan haben. Wenn man sich schon gegen den tollen, aber teuren S65 entscheiden mußte, hätte man wenigstens die von der M-GmbH favorierte Turbomotorenlösung nehmen sollen … dann wöre das was jetzt passiert ist wohl nicht so eingetreten.

          • der_ardt says:

            Danke für die Bilder, jetzt weiß ich wovon ich die nächste Woche träume 😉
            die von der M favorisierte Motorenlösung wäre der Biturbo V6? Ganz ehrlich: das hätte mich gefreut. Die konzeptionellen Vorteile überwiegen und die Laufruhe sollte bei einem M4 auch nicht oberstes Gebot sein.
            Beim Vergleich S65 vs S55 würde ich nicht vom maximalen Drehmoment ausgehen, sondern davon wann es anliegt. Der S55 muss durch das Drehmoment nicht in so einem engen Fenster bewegt werden, erfodert daher nicht so großes fahrerisches Können bei der Gangwahl und beim Herausbeschleunigen aus Kurven wie der S65. Auch wenn alles richtig gemacht wird, dürfte der S55 schneller sein als ein aufgeblasener S65. Ändert nichts daran, dass der S65 wohl von allen mehr geschätzt wird als der S55, da sind wir uns einig.

            Ein mit Kompressor aufgeladener S65 wäre wohl über Jahre unschlagbar..

            • M3-Dreamer says:

              Gebe Dir vollkommen Recht, wenn man ausschließlich F8xM3/M4 mit S55 vs. E9xM3 mit S65 betrachtet … leider wird man mangels F8xM3/M4 mit S65 nie wissen, wie viel von den tollen Fahreigenschaften auf die leichte Carbonkardanwelle und die wirklich sensationelle Traktion zurückzuführen sind … beides m.M.n. Dinge die auch dem S65 das Leben um einiges leichter gemacht hätten.
              Und gerade das Erfordernis von ein “bißchmehr” Fahrtalent macht doch den wesentlichen Spaß an einem Sportwagen aus.

        • B3ernd says:

          Das Hohe Drehmoment ist nicht immer ein Vorteil. In einem Test des GTS gg. AMG C BS wurde es deutlich. Die meinten, dass der GTS vom Leihen besser und vor allem schneller bewegt werden kann, als der 600NM+ C63 AMG. Man benötigt einen extrem sensiblen Gasfuß bei so viel Power und da wäre der e9x V8 eine super Wahl gewesen – gleichmäßig, harmonische Leistungsentfaltung und nicht BOOOM!!! der Turbo läuft jetzt 😀

          • der_ardt says:

            ja, aber dem S55 wurde extrem gutes Ansprechverhalten (nicht auf S65-Niveau natürlich) in so ziemlich jedem Test den ich gesehen habe bescheinigt, ich denke das wird schon gut kontrollierbar sein. Ich will dafür auch keine Lanze brechen, der S65 wird durch den S55 endgültig zur Legende

        • Chris35i says:

          Andererseits klang mein 135i mit PP-Anlage und Downpipes richtig geil – ohne Sound aus dem Lautsprechern. Besonders beim morgentlichen Kaltstart war das Ding kriminell. 😀 R6 Bi-Turbo kann schon auch geil klingen. Finde aber eh, dass der erste R6 Bi-Turbo von BMW den besten Sound hatte (siehe auch 1er M Coupé).

          • der_ardt says:

            ja, aber die Kunden sind nicht mehr die die es vor 10 Jahren waren. Die jetzigen wollen einen Wagen der nirgendwo drückt, aber wenn er soll Spaß macht und die interessiert es auch nicht, wie das zustande kommt. Und solche Anlagen kann man eben nicht so billig auf diese Charakteristik trimmen wie eine 0815-Anlage+Soundfiles. Ich würde mit einem F80/82 erstmal zu meiner Werkstatt fahren und diese Sounds abstellen lassen. Geil wäre natürlich als Alternative so ein fieser Techno-Song (die Schlümpfe oder Blümchen) aus den 90ern der mit der steigender Drehzahl immer lauter und schneller abgespielt wird, das ganze müsste natürlich deaktivierbar sein.

            • Chris35i says:

              Techno-Sound? Wtf? 😀
              Nene, Traumsound ist folgendes: https://www.youtube.com/watch?v=aBzDy42lsm0
              Ab 0:30: Boah und dann ab 1:00/2:00. Wie ein Weltuntergang. Das Ding für einen Abend und dann um 3:00 schön durch die Stadt bzw. kleinen Ortschaften. *Muahaaa*.

              • der_ardt says:

                gerade weil es so lächerlich ist wäre fiese Technomukke doch so lustig. Der FF klingt geil aber ich war vor kurzem einige Tage mit einer KTM SuperDuke unterwegs und mir gingen diese ständigen Fehlzündungen irgendwann einfach echt auf den Sack, weil das tierisch peinlich ist so ein mit aller Brutalität nach Aufmerksamkeit schreiendes Fahrzeug zu bewegen. Sicher ist es die erste Zeit lustig, aber damit fährt niemand der die Wahl hat weiter als 30 km täglich über längerem Zeitraum.

                Meintest du nicht der S54 klinge dir zu metallisch? Der FF klingt als hätte man vier Supersportmotorräder parallel geschaltet, jede Zündung als würden da drinnen ein paar Metallspäne zusätzlich zum Benzin eingespritzt 😀

                Und stell dir vor du verleihst deine Karre und aktivierst in allen Fahrmodi den Technomodus. Wetten jeder der damit unterwegs ist unterbietet sogar den Normverbrauch? So alle 2000 Umdrehungen 100% mehr Abspielgeschwindigkeit und 30% mehr Lautstärke 😉
                http://www.youtube.com/watch?v=OgR4S1dSkVQ

                • Chris35i says:

                  Ja, der S54 gefällt mir vom Sound nicht unbedingt. Ich finde im Ferrari (ob nun FF oder 458) klingt der Motor noch infernalischer und das Schreien erinnert mich hier an F1 Sound (Saison < 2014) – das ist schon ziemlich geil. Ob man sowas im Alltag haben will – eher weniger, soll doch Ferrari fahren was Besonderes sein.

                  Zu deiner Idee: was ist, wenn der Fahrer Blümchen-Fan ist oder ein Raver? 😀 Dann stehen 20l+ in der Verbrauchsanzeige.

                  • der_ardt says:

                    Natürlich wird ein Chip installiert der bei einem zu hohen Verhältnis von Drehzahlen über 4000 zu denen darunter auf die Beatles oder Beethoven umstellt

    • Chris35i says:

      Mehr Leistung – ganz einfach: die 3.0l richtig ausnutzen oder auf 3,5l aufbohren. 500PS gehen da locker (siehe Lightweight Performance) mit Nacharbeiten und/oder in Kombination mit einem Elektromotor (à la P1 – das wäre richtig geil) kommt der M3 dann auch wieder auf der Geraden an den C63 ran.

      • M3-Dreamer says:

        Aufbohren ist beim S55 schlicht unmöglich … und wenn man weg vom Standard-Baukasten-500ccm-Zylinder wollte, hätte man gleich die bessere Konzernmotorenbasis wählen koennen, wie es die M-GmbH ja wollte.

        • Chris35i says:

          Deshalb auch oder. Ein neuer 3,8l V6 wäre auch toll gewesen – sowas standfestes wie im GT-R – einmal eine tolle Basis aufbauen und dann Step-by-Step bis 600PS aufrüsten.

          • M3-Dreamer says:

            Ich weiß jetzt nicht, ob ´Du Dich mit dem “V” jetzt verschrieben hast, aber egal ob V6 oder R6 3.8ltr. Hubraum wären unrealistisch gewesen.
            Der V6 den die M-GmbH aufgrund der Turbomotor-Vorgaben von BMW entwickelt hätte, hätte je nach Quelle einen Hubraum zwischen 3.0ltr. und 3.3ltr. gehabt – vom gefühl her würde ich wegen bestimmter länderspezifischer Zulassungsbestimmungen auf 3. Liter tippen … wozu ein 3.0ltr.V6TT zu leisten instande ist, zeigt der Maserati/Ferrari V6 BiTurbo mit bis zu 520PS (auf Serienstandard!)i

            • Chris35i says:

              Ehrlich gesagt, habe ich mich nicht verschrieben. Die 3,8l waren mehr Wunschdenken, als eine realistische Annahme. Wie du bereits geschrieben hast, so ein V6 hat durchaus ein großes Potential, mal sehen ob sich BMW mal dazu hinreißen lässt – wieso eigentlich nicht. Tugenden spielen ja eh keine Rolle mehr.

      • der_ardt says:

        Dann hast du vermutlich einen mies ansprechenden, größeren Turbo um das zu erreichen. Sowas wirds bei M hoffentlich nie geben. Das ganze nützt außerdem nichts wenn die Kunden alle 30 TKM den Motor auseinandernehmen und mit neuen Lagern ausstatten musst. Elektromotor wäre sicher eine interessante Maßnahme, so leicht Gewichtsverteilung nach hinten verschieben und mehr Drehmoment. Fände ich dennoch blöd. M3 soll sowas nicht mitschleppen müssen.

        • Chris35i says:

          Bei 3,0l dann eben mit Registeraufladung wie in den alten Supras oder eben mit elektrischem Verdichter fürs Ansprechverhalten (e-Turbo bzw. eine andere innovative Lösung). Das lässt sich schon lösen, schließlich bekommt Lightweight das auch hin. Ist ja auch keine Kunst, bei Turbomotoren gehen immer 20-25% mehr an Output, ergo 1,20*431 = 517PS, selbst als Twinturbo mit zwei gleichgroßen ladern.

          Vergleich mein alter 135i: 1,25*306 = 383PS. Das Ding ging wie die Hölle und hat selbst nach über 60k km mit Tune keine Mucken gemacht. Anderer LLK, Downpipes, PP-Anlage und Ölkühler (letzteres eher optional nötig) rein und die Standfestigkeit ist garantiert.

          • der_ardt says:

            von 306 PS bei einem 3L R6 ist auch was anderes als von 431 auf 517 bei einem eh schon hochgezüchteten Motor, in Serie erst recht. Klar ist das machbar, allerdings auch mit einer ganzen Menge Entwicklungsarbeit verbunden. Wenn(!) ein V6 vorhanden ist hat der aufgrund seiner Bauform schon höheres Leistungs-Potential und lässt sich noch dazu mit günstigerem Schwerpunkt einbauen. Ich finde den R6 gut, klar, aber was ein V6 geleistet hätte wäre schon interessant und ob überhaupt vorhanden. Wenn dem so ist würde ich den gerne in einer schäferen M3/M4-Variante sehen

            • Chris35i says:

              Abwarten, allerdings wäre das echt eine Überraschung, wenn BMW im M3/M4 GTS auf einmal einen V6 präsentieren würde – ich vermute frühestens in der neuen G-Modellreihe in ein paar Jahren. Bis dahin stecken die sicher noch etwas Know-How in den R6 und kitzeln vielleicht die knapp 500PS als Serienleistung raus.

              Natürlich sind 20% Leistungszuwachs von 306PS leichter zu realisieren, als von 431PS, die Sicherheitsreserven, die BMW jedoch einhalten muss, sollten in beiden Leistungsregionen eine 20%-tige Steigerung erlauben. Wenn man mal bisschen die Angaben der Tuner anguckt wird bei Turbomotoren nahezu immer dieser Wert um die 20-25% über Serie angepeilt, je nach Modell manchmal nur Software, manchmal noch mehr Hardware.

              • der_ardt says:

                die 20-25% kenne ich. Je nach Bastelbude lässt sich das auf Kosten der Haltbarkeit steigern. Wäre die Frage wie sehr der N54 nun wirklich verändert wurde um den S55 draus zu konstruieren und wieviel das an Standfestigkeit im hohen Leistungsbereich mit sich bringt.

                Zum Facelift oder als PP einen V6 halte ich auch für völlig unrealistisch, vermutlich wird der Motor, falls es ihn wirklich gibt, nie das Tageslicht sehen. Er würde ja auch das jahrelange Predigen des Reihensechszylinders von einigen wie Hochverrat gesehen, ähnlich wie Turbo statt Drehzahl und FWD

              • M3-Dreamer says:

                Also auch ich gehe davon aus, dass der V6 der innovative und genetische M3-Motor gewesen wäre, der perfekt in den F8x gepaßt hätte … schlichtes Argument ist, das die M-GmbH diesen Motor als die optimale Anwort auf das vorgegebene Lastenheft entwickelt hat … was ja letzlich auch in einem Beitrag hier auf Bimmertoday zugegeben wurde … m.M.n. hängt das Statement von BMW zu “V6 Entwicklungen” unmittelbar mit diesem M Motor zusammen und die Forderung die er halt nicht erfüllt hat / nicht erfüllen konnte war, dass er nicht in den produktionskostengünstigen B Motorenbaukasten paßte.
                Auch ich gehe nicht davon aus, dass dieser Motor es in einen M3 GTS(CRT) oder M4 GTS schaffen wird, sondern erst im Nachfolger bzw. im kommenden Supersportwagen (i9?) eine Chance hat. Den Motor jetzt zu bringen wäre das Eingeständnis einer Fehlentscheidung bzgl. des S55 und würde ja auch beweisen, das dieses Konzept in einem Sportwagen das größere Potenzial gehabt hätte. Das könnte sich negativ auf den Verkauf von M3/M4 auswirken.
                Die perfekte Lösung für einen GTS wäre ein modifizierter S65 ala RC-F … perfekt für solch limitierte und hochpreisiges Sportmodell … besser jedenfalls als ein S55 mit ein paar mehr PS aber der gleichen unsportlichen Leistungs- und Drehmomentcharakteristik.

  3. B3ernd says:

    Sehe ich auch so – nein! Man sollte sich lieber auf den Leichtbau konzentrieren, dann braucht man auch keine 500PS in der Mittelklasse!

    In Tests wird es wie folgt aussehen: Der Benz wird auf der Geraden besonders ab 100kmh schneller sein und auf der Rennstrecke auf dem gleichen Niveau wie der BMW – allerdings mit 80PS mehr(damit treibt man z.B. einen Golf an) Meine Vermutung.

    • Pro_Four says:

      …Daaaaanke, denn “Man sollte sich lieber auf den Leichtbau konzentrieren”, das ist genau der Punkt warum man ständig mehr und mehr Leistung verpackt um das gewicht zu kompensieren!!

      • B3ernd says:

        Absolut! Leider ist es für die Hersteller viel leichter 100PS mehr in den Wagen zu stecken, als 100kg abzuspecken.

        Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich wäre den Leichtbau zu fokussieren – es ist einfach günstiger – Gewinne Gewinne Gewinne….sind halt – manchmal leider – Aktienunternehmen, die ihre Anleger glücklich machen wollen – dazu gehört eben auch jedes Jahr eine höhere Dividende.

        • Pro_Four says:

          …und sind wir ehrlich, mehr Leistung ist nun auch mal um einiges günstiger als einen neuen Werkstoff ZU entwickeln, der das Gewicht senkt.

          • Shinguin says:

            Ihr habt beide Recht. Der BMW benötigt schlicht ein besseres Leistungsgewicht als die Konkurrenz von AMG und Quattro um zu bestehen. Und dieses sollte meiner Meinung nach durch Leichtbau und nicht durch schiere Motorleistung erreicht werden. Dann kann der M3/ M4 auch wieder als “Sportwagen” bezeichnet werden.

  4. Thomas says:

    JA, BMW sollte reagieren!
    Man sollte den Karren noch mehr abspecken und seine positiven Eingeschaften noch weiter stärken.
    Leider ist so etwas mit einem einfachen Facelift nur schwer zu machen 🙁
    Darum wird es wohl auf ein “Performance” Modell hinauslaufen, welches bis zum Facelift die Stellung halten wird.

  5. PHoel says:

    Es kommt auf die Rundenzeiten und auf die Praxis an, nicht auf das was auf dem Papier steht, und ich glaube das wissen auch die meisten, die sich einen M3/ M4 kaufen.

  6. bmwINSIDE says:

    Ich finde es gibt in der Umfrage zu wenige Auswahlmöglichkeiten…

  7. quickjohn says:

    Ich konnte auf keine der vorgegebenen Antworten Voten, da keine wirklich den Kern der Sache trifft.
    Ich denke daß sich BMW in der Frage der Motorisierung des M3/4 an seine Strategie gehalten hat. Und die weist grundsätzlich den Weg zu mehr Nachhaltigkeit – perspektivisch heißt das für eine Sportversion wie den M3/4 Leichtbau und abgesenkter Verbrauch. Dieser Weg wurde für das aktuelle Modell beschritten – wenn auch (noch) nicht zu Ende gegangen.
    Gegenüber der Vorgänger-Version wurden die Ziele erreicht – Fahrleistungen hoch, Verbrauch runter.
    AMG geht den Power-Weg – 180 PS/ltr. schon im 4-Zylinder – skaliert wären dies für den 4,0 ltr. V8 um die 700 PS und insofern sind die 510 PS des C63S quasi erst der Anfang.

    • Chris35i says:

      Leistungen über 500 PS braucht in der Mittelklasse niemand – das stimmt so nicht. In der Liga kann man nicht von Brauchen sprechen, das ist schlichtweg nicht möglich. Bereits die 35i gehen wie verrückt und ein 30d im 3er reicht auch 99% der Leute, was die Beschleunigung angeht. Es ist aber einfach “geil”, 500PS zu haben, genau so wie 600PS im M5 – und solange in Deutschland die BABs offen sind und sich die Leute nicht über Leistung aufregen, dann why not?

      Rational sind solche Autos nicht, genau wie die Leistung, aber diese Fahrzeuge machen nur einen Bruchteil des deutschen Fuhrparks aus, kosten ein Vermögen und haben daher auch das Anrecht auf 500PS. Punkt. 😉

  8. R6_Fan says:

    Hallo zusammen,
    lese hier schon länger mit und kann absolut nicht nachvollziehen was Ihr gegen einen R6 in einem M3 auszusetzen habt!! Meiner Meinung nach ist ein 6 Zylinder ideal. Wer will schon einen V8? Soll der besser sein weil er rappelt und brabbelt? Geht doch nichts über einen seidig laufenden R6!
    Um dem Benz um die Ohren zu fahren lieber noch ein paar Kilo abspecken.

    • M3-Dreamer says:

      Der S65 4.0ltr.V8 war schlicht die Krone und der absolute Höhepunkt des M Motorenbaus … wenn man die Umfragen sieht, würden viele gerne wieder einen V8 im M3/M4 sehen !

      Und der S55 verändert leider in ersten Linie den motorischen Charakter des M3, weg von hoher Drehzahl wie S54 und S65 und hin zu hohem Drehmoment.

      • quickjohn says:

        An Deinen Äußerungen – lieber M3-Dreamer – kann man doch genau das Mißverständnis ablesen um das es hier wirklich geht:

        – nämlich darum daß ein HDZ-Sauger von einem Turbomotor abgelöst wurde.

        Fälschlicherweise wird der Entfall der zwei Zylinder als die Ursache alles Bösen postuliert.

        R6_Fan hat absolut recht – von der Laufruhe ist der R6 (und auch der B6) jedem V8 mit unregelmäßiger Zündfolge zwischen den Zylinderbänken und freien Massenmomenten überlegen.

        Ich verstehe auch die weiter oben geführten Diskussionen um angeblichen Ghost V6 der M-GmbH nicht. Was soll der V6 dem R6 voraushaben? Wenn überhaupt dann den Vorteil der kurzen Kurbelwelle, aber der entsteht erst in Drehzahlbereichen (> 9.000 1/min.) um die es hier nie geht. Schwerpunkt? Never – der liegt beim R6 keinesfalls höher – gemeint war wohl die Einbaulage. Und die war bei der 3er Reihe, da ohnehin für R6-Einbau vorgesehen, noch nie ein Problem. Und wo sollen die Turbos hin? Im V – weder im 90° noch im klassischen 60° – haben sie keinen Platz und Außen brauchen sie zuviel davon.

        Nein – über das wirkliche Problem der Turbomotoren hat hier Niemand geschrieben und ich vermute daß den Meisten dazu einfach die Erfahrung fehlt. Auf den Trackdays wird das Problem offenkundig – reihenweise gehen die 35i-Motoren nach ein wenig Heizen bei hohen Außentemperaturen in den Notlauf-Modus und auch bei M3/M4 wird in dieser Konstellation die Leistung des Turbomotors zurück genommen.

        • M3-Dreamer says:

          Natürlich bin ich ein großer Fan des S65 V8 Saugers … ein HDZ-R6 in dieser Leistungsklasse ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.
          Es geht auch nicht um die Trackday-tauglichkeit des neuen M3/M4, ich habe keine Sorgen, dass der S55 hier deutlich besser abschneiden wird als N54/55.
          Mir geht es um die fehlenden M-spezifischen Merkmale des S55, die alle bisherigen M3 Motoren in Reinform aufwiesen, mit der Krönung in S54 und vorallem S65. Der S55 bietet Leistung in allen Lebenslagen aber eben keinerlei großartige Emotionen, er ist zweifellos ein sehr guter Turbomotor, aber kein wirklicher M3 Motor.
          Zum V6 habe ich ja die hauptsächlichen Vorteile der anderen Zylinderkonstruktion versucht zu erklären … auch ein R6 wäre in dieser Konstellation möglich gewesen (halber N74!) aber die M-GmbH hat sich für einen V6 entschieden … ich nehme mal an, dass es dafür triftige technische Gründe gegeben hat … u.a. die Möglichkeit die Turbos oben im V anzubringen.

  9. eimsbuschler says:

    Soundtechnisch ist der 6,2 Liter im C63 AMG das absolut geilste was ich jemals gehört habe!

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