Umfrage: Sollte BMW M auf den Mercedes C 63 AMG reagieren?

BMW M, BMW M3, BMW M4 | 24.09.2014 von 61
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Der neue Mercedes-AMG C 63 S dürfte auch in Garching für Diskussionen sorgen: Sind die erst vor wenigen Monaten auf den Markt gebrachten BMW M3 F80 …

Der neue Mercedes-AMG C 63 S dürfte auch in Garching für Diskussionen sorgen: Sind die erst vor wenigen Monaten auf den Markt gebrachten BMW M3 F80 und BMW M4 F82 vielleicht doch nicht stark genug? Mit 431 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment ist der Biturbo-Reihensechszylinder S55 gewiss nicht schwach auf der Brust und auch die Fahrleistungen liefern keinerlei Anlass zur Kritik, zumindest auf dem Papier spielen die 510 PS des neuen Mercedes C 63 AMG aber dennoch in einer anderen Liga.

Da muss die Frage erlaubt sein, ob die BMW M GmbH mit dem inoffiziellen Ende des Wettrüstens nicht doch einen Fehler gemacht hat. Überrascht wurde man in München sicherlich nicht, schließlich waren die 431 PS von M3 und M4 schon lange vor ihrem Marktstart der schwächste Wert im direkten Wettbewerbsumfeld. Statt stumpfer Motorleistung standen auch in der Kommunikation ganz klar die Themen Leichtbau und Fahrdynamik im Fokus.

Mercedes-AMG-C63-S-2014-V8-Biturbo-Motor-M177

Fraglich ist, ob sich die verhältnismäßig schwache Motorleistung nicht negativ auf das Image der BMW M-Modelle auswirkt. Zwar ist es kein Novum, dass Fahrzeuge der Wettbewerber aus Affalterbach und Neckarsulm mehr Kraft als die Fahrzeuge aus Garching haben – 80 PS Differenz, das Überspringen der 500 PS-Marke und der typische V8-Sound – den schließlich auch die Kunden eines Vorgänger-M3 genießen durften –  sorgen in ihrer Kombination aber für ein unbestreitbar hohes Faszinationspotenzial der AMG-Antriebseinheit.

Dass die Leistungsunterschiede in der Praxis eine weniger große Rolle spielen als auf dem Papier, dürfte für manchen Kunden in den Hintergrund rücken. Die unterschiedlichen Motoren von BMW M3 F80 und Mercedes-AMG C 63 S bieten in jedem Fall genügend Stoff für heiße Diskussionen und weitreichende Überlegungen, an deren Ende mancher potenzielle M3-Kunde beim Konkurrenzmodell aus Stuttgart landet.

Auch das Argument der notwendigen Reduzierung von CO2-Emissionen hat Mercedes-Haustuner AMG eindrucksvoll widerlegt: Während der 3,0 Liter große Reihensechszylinder von BMW im EU-Zyklus 8,3 bis 8,8 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, konnte Mercedes dem neuen V8-Biturbo mit 4,0 Liter Hubraum sogar einen EU-Verbrauch von 8,2 bis 8,4 Liter antrainieren und das Triebwerk aus München trotz deutlicher Mehrleistung unterbieten.

Abzuwarten bleibt, ob in München früher oder später mit einem nachrüstbaren BMW M Performance Power Kit auf den Angriff aus Affalterbach reagiert wird. Dass die Reserven des S55 keineswegs ausgeschöpft sind, zeigen nicht nur diverse Tuning-Projekte wie der Lightweight BMW M4 mit einer Leistungssteigerung auf 520 PS. Entsprechende Zusatz-Power mit Werks-Garantie könnte so manchen Fan besänftigen, würde andererseits aber die offensichtlich bewusst praktizierte Zurückhaltung beim Leistungs-Wettrüsten konterkarieren.

Wir wollen wissen, wie ihr zur Motoren-Situation in der sportlichen Mittelklasse steht! Sollte BMW M nachlegen und M3 und M4 mit zusätzlicher Motorleistung versorgen oder befindet sich Mercedes-AMG mit der V8-Strategie auf dem Holzweg?

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