BMW i8: 300.000 Euro Werbe-Kosten pro verkauftem Auto?

BMW i, BMW i8 | 14.08.2014 von 19
BMW-i8-Werbung-2014-Launch-Werbe-Kampagne-Erster-einer-neuen-Zeit-03

Es sind stattliche Zahlen, die derzeit durch das Internet geistern: Laut dem Fachblatt Werben & Verkaufen hat BMW im ersten Halbjahr 2014 nicht weniger als …

Es sind stattliche Zahlen, die derzeit durch das Internet geistern: Laut dem Fachblatt Werben & Verkaufen hat BMW im ersten Halbjahr 2014 nicht weniger als 16,6 Millionen Euro in Werbung für den BMW i8 investiert.

Wer diese Ausgaben in Relation zu den verkauften 55 Exemplaren setzt, kommt auf einen beeindruckenden Wert von 301.818 Euro je verkauftem Fahrzeug – doch diese Rechnung ist leider auch völlig sinnfrei, wenn man den Zeitpunkt des i8-Verkaufsstarts im Juni (!) 2014 mit in Betracht zieht. Schließlich ist es völlig normal, dass Werbekampagnen vor dem Verkaufsstart beginnen und zu Beginn keinen hohen Stückzahlen gegenüberstehen können. Hinzu kommt im Fall des i8, dass die Verfügbarkeit durch das überschaubare Produktionsvolumen im BMW Werk Leipzig ein unübersehbar äußerst limitierender Faktor für die Zulassungszahlen ist.

BMW-i8-Werbung-2014-Launch-Werbe-Kampagne-Erster-einer-neuen-Zeit-01

Abgesehen von der weltfremd anmutenden Rechnung gibt es aber noch einige andere interessante Zahlen zur Werbekampagne für den BMW i8, denn auch das Marktforschungsunternehmen puls hat sich detailliert mit der Werbung zum Plug-in Hybrid-Sportwagen BMW i8 (zum Fahrbericht) beschäftigt.

Demnach darf sich BMW in Folge der i8-Kampagne über einen deutlich messbaren Image-Gewinn freuen: Wer die Werbung gesehen hat, hält den Autobauer aus München in 68 Prozent der Fälle für einen Hersteller, der “Fahrzeuge der Zukunft” baut. Menschen, die die i8-Kampagne nicht wahrgenommen haben, stimmen dieser Aussage nur in 50 Prozent der Fälle zu.

Die teure Werbekampagne hat laut der puls-Studie nicht weniger als 44 Prozent der Autokäufer in Deutschland erreicht, überdurchschnittlich stark wahrgenommen wurde die Werbung von Fahrern der direkten Wettbewerber Audi und Mercedes sowie von den häufig stärker am Thema Hybrid- und Elektromobilität interessierten Toyota-Fahrern.

  • Axel

    Ich habe so langsam das Gefühl das die Medien die i Modelle von BMW schlecht machen wollen. In die Richtung geht ja auch der Bericht der Audi Bild zum Crash des i3.

    • digger

      hör auf zu heulen und mach mir das auto schmackhaft. sag mir, warum ich nen i8 fahren soll, statt in der preisklasse auf corvette Z06, GT3, GT AMG oder nen huracan zurückzugreifen?

      am besten du schreibst: “der i8 ist nicht vergleichbar, der i8 ist der begründer….%&$&”§$”

  • cisi

    ohne massive werbung dh. einhämmern in die gedanken der Käufer, wie toll der i8 und i3 ist, würde der wohl kaum absatz finden. Das ist der preis wenn man so ein revolutionäres auto verkaufen will.

    • Lerge

      Was schreibst Du für eine Scheiße, Audi trichtert uns schon Jahre den Vorsprung durch Technik ein obwohl die nie einen Technikvorsprung hatten und haben werden.

      • cisi

        genaus so ist es und bmw macht es wohl gleich seit einiger zeit.
        Was ist daran gut sich auf audi niveau zu begeben, audi technik einzuführen und allgemein sich immer mehr wie audi zu präsentieren?

        Nur weil audi immer schon “scheisse” war muss es jetzt auch bmw werden?
        Lieber ein kleiner bmw als ein audi bmw.

        • Lerge

          Oha da habe ich den Nerv eines VW mit den vier Nulln Ring Fahrer erwischt, vermutlich hat BMW den Stauassistenten den es seit 2013 gibt auch von Audi nur die sind erst mal beim Testen in den USA.
          Die Ingolstädter haben einen solchen Technikrückstand das die alle Fahrzeuge die 2014 kommen sollten auf 2015 geschoben.
          Vermutlich stammt die ganze Technik im i3 und i8 auch von Audi.

  • quickjohn

    Wow – wenn man diesen Beitrag liest und sich auch noch die Links zu motor-talk reinzieht, tendiert man notwendigerweise zu der alten Weisheit: “….. Schuster bleib bei Deinem Leisten ……”

    Wenn sich Auto-Publikationen mit Marketing- oder anderen bwl. Themen befassen bleibt leider bisweilen oft die Kompetenz auf der Strecke. Da kann es auch nicht mehr erstaunen daß ein Medium das Andere nachplappert – wie in diesem Fall Automobil-Produktion/motor-talk/bimmertoday – und am Schluß überwiegend Konfuses übrigbleibt.

    Letztlich dürfte hier auch die Fachpublikation W+V über die ‘Zitate’ nicht glücklich sein. Und ob puls sich mit seiner ‘Studie’ einen Gefallen getan hat? Nun, bei den Werbe-Wirkungs-Forschern sicherlich nicht!

  • BimmerThom

    Es ist natürlich vollkommener Quatsch, wenn jetzt hier manch einer schreibt: “Ohne die Werbung würde sich der BMW i8 nicht verkaufen”. Bei der Werbung für den BMW i8 geht es nicht um den direkten Verkauf des Fahrzeugs. Der BMW i8 ist ein Leuchtturm – genau das übrigens wird auch im W&V Artikel so dargestellt. Man will bei BMW natürlich, dass der i8 eine breite Strahlkraft bewirkt, die auf andere Modelle wirkt. Zitat: “Auch, wenn ich einen BMW 1er kaufe, muss ich das Gefühl haben, mir ein Stück dieser Technologiekompetenz zu kaufen. Der BMW i8 ist der Leitwolf.”
    Nichts anderes übrigens macht Audi mit dem R8. Das Auto verkauft sich auch ohne die ganzen Facebook-Postings und Werbeanzeigen. Aber das Modell soll abfärben, es soll Begehrlichkeit wecken – eine, die sich der normale Käufer dann eben mit einem kleineren Modell befriedigt.

    • digger

      der i8 verkauft sich trotz werbung nicht…

  • Fagballs

    So ganz verstehe ich die Werbestrategie auch nicht. Vor ein paar Monaten hat BMW eingeladen und alle Medienvertreter sind artig nach Kalifornien geflogen. Dann gab es auf allen Kanälen Gratiswerbung. Ist ja auch ein tolles Auto. Was soll also die ganze TV und Print-Werbung?

    Das Auto kann sich kaum ein Schwein leisten und selbst wenn, dauert es ewig, bis das bestellte Auto auch da ist, weil’s halt nicht in der Masse gefertigt wird wie ein 1er oder 3er. Oder sind wir an einem Punkt angekommen wie McDonalds, Cola oder Apple, wo auch jeder weiß, worum es geht und die Werbung ist reine Image-Pflege?

    Außerdem: Die Werbekosten sind ein Keks im Vergleich zu den massiven Investitionen des Projekts i.

    • quickjohn

      “…..So ganz verstehe ich die Werbestrategie auch nicht……”
      Vielleicht weil das Marketing-know-how dazu nicht ausreicht?

      “……Die Werbekosten sind ein Keks im Vergleich zu den massiven Investitionen des Projekts i……”
      stimmt – und ebenfalls auch zum Gesamt-Etat von BMW!

      • digger

        …(das etat), welches verdient werden will.

    • digger

      2.500.000.000 euro

  • moehre

    Tut mir Leid, dass so hart sagen zu müssen, aber dieser Eintrag ist einfach Käse.

    Bei den einen sagt ihr “w&v” verbreitet falsche Zahlen bzw. rechnet die falsch. Im Artikel ist es einfach nur eine provokante Fragen, auf die Frau Wirst (sic!) dann antwortet, wie man die investierten Millionen zu verstehen hat und dass die eben nicht auf den ROI des i8 entfallen. Und das hat die Zeitschrift auch nie behauptet, sondern nur als Aufmacher genutzt und die Frage im Artikel hinreichend erklärt (ich habe ihn gelesen ;)). Den Fehler macht nicht nur BT, sondern eben auch z.b. motor-talk (was für ein peinlicher Artikel ohne genaue Quellen-Angabe, wahrscheinlich haben die in irgendeiner BIB mal durchgeblättert und n Handyfoto vom Aufmacher gemacht).

    Ich zitiere aus der v&w heft 33/2014 S. 14

    “Kein anderes Auto in Deutschland wurde im ersten Halbjahr so stark beworben, wie der BMW i8. Sie haben 16,6 Millionen Euro von April bis Juni ausgegeben. Verkauft hat BMW im Juni 23 Einheiten. Und im ersten Halbjahr 55. Wo ist der Return on Investment?

    In der Faszination für die Marke BMW und der Innovationskraft des Unternehmens. Auch wenn ich einen BMW 1er kaufe, muss ich das Gefühl haben, mir ein Stück dieser Technologiekompetenz zu kaufen. der BMW i8 ist der Leitwolf. Diese Rolle hat er perfekt erfüllt.”

    Das war es übrigens im Artikel zu dieser Zahl. Es geht dann noch um die i8 Kampagne allgemein und innovative Kampagnen und und und.

    Was mich viel mehr ärgert: Bei der Statistik des Marktforschungsinstitut, welches alleine durch den Auftraggeber schon deutlich befangener ist, werden die Zahlen von euch einfach durchgereicht. So nach dem Motto: Diese Quelle passt, mir, diese nicht. Egal was drin steht und wie es zustande gekommen ist.

    • Lerge

      Ich habe Ihren Link gelesen, der Autor dieses Artikels tut so als würde der i8 schon 1/2 Jahr ausgeliefert in Wirklichkeit wird er seit Juni an die Kunden übergeben.

      • moehre

        Den w&v Artikel habe ich doch gar nicht verlinkt ;)

        Der Autor schreibt “verkauft”, d.h. das Zustandekommen des Kaufvertrages und somit “sicheres” Geld. Finde ich vollkommen okay. Man kann ja nicht erst seit Juni bestellen und so sind es sogar MEHR Autos, die in die “Kalkulation” einfließen.

  • Pingback: BMW i8: 300,000 EUR advertising cost per car sold?()

  • Pingback: BMW i8: 300,000 EUR advertising cost per car sold? | labmw.com()

  • Pingback: electrive.net » BMW-Marketing.()

Find us on Facebook

[Anzeige] Michelin und Porsche haben bei den 24 Stunden von Le Mans 2014 alles für den Sieg gegeben. Das Video "We are Racers" wirft einen Blick zurück und liefert interessante Einblicke

Bimmertoday

Tipp senden