BMW i3 in Capparisweiss unter Solarwatt-Carport mit Solar-Anlage

BMW i | 16.10.2013 von 12

Eine der zentralen Fragen der Elektromobilität ist, woher der Strom zum Laden der Batterien eigentlich stammt. Zwar ist ein reines Elektroauto lokal stets völlig emissionsfrei …

Eine der zentralen Fragen der Elektromobilität ist, woher der Strom zum Laden der Batterien eigentlich stammt. Zwar ist ein reines Elektroauto lokal stets völlig emissionsfrei unterwegs, aber wenn der Strom zum Laden aus einem CO2-intensiven Kraftwerk stammt, hat sich die Umweltbelastung letztlich nur verlagert. Eine Lösung für Menschen mit besonders grünem Gewissen bietet die Firma Solarwatt, die gemeinsam mit BMW i spezielle Carports mit Solar-Anlage auf dem Dach entwickelt hat.

Ein Beispiel für einen solchen Carport konnten wir bei der Präsentation des i3 in Amsterdam begutachten, allerdings steht seine Form nur stellvertretend für viele denkbare Konfigurationen: Jeder Carport wird im Auftrag wie individuell gewünscht angefertigt.

BMW-i3-Capparis-weiss-white-under-Solar-Carport-Solarwatt-01

Das gezeigte Exemplar kostet inklusive Solar-Anlage rund 15.000 Euro und gewinnt innerhalb von 6 bis 8 Stunden genügend Strom für eine komplette Fahrzeug-Ladung. Zwar wird der Strom wie üblich zunächst ins Stromnetz eingespeist und nicht direkt zum Laden des Fahrzeugs verwendet, in der CO2-Bilanz kann man seinen BMW i3 auf diese Art aber CO2-neutral laden.

Selbstverständlich kann der BMW i3 auch mit Solarstrom-Anlagen anderer Anbieter geladen werden, die Kooperation mit der Firma Solarwatt soll den Kunden lediglich die Suche nach einem Anbieter ersparen und ein relativ vorkonfiguriertes Komplettpaket anbieten. Woher der Kunde letztlich seinen Strom zum Laden des BMW i3 nimmt, bleibt hundertprozentig ihm überlassen.

Je nach Strompreis kostet der Ladevorgang mit dem BMW i3 zwischen vier und fünf Euro, BMW i bietet Verträge mit dem Ökostrom-Anbieter Naturstrom an. Dort kann “sauberer Strom” zum Preis von derzeit 25 Cent pro Kilowattstunde bezogen werden, was bei einem Normverbrauch von 12,9 kWh auf 100 Kilometer “Spritkosten” im Wert von etwa 3,25 Euro entspricht. Wir fuhren den i3 mit 16 kWh / 100km und auch die daraus resultierenden rund vier Euro auf 100 Kilometer unterstreichen die Effizienz des Fahrzeugs eindrucksvoll.

Zu Demonstrationszwecken ist der Carport gleich mit einem BMW i Wallbox-Duo ausgerüstet: Links die ab Marktstart erhältliche “normale” Wallbox für rund 900 Euro zuzüglich Installation, rechts die für 2014 geplante Wallbox Pro mit Display und zahlreichen Einstellmöglichkeiten zur Konfiguration von Ladezeitpunkt und anderen Details.

Auch der BMW i3 auf den Bildern soll nicht unerwähnt bleiben, denn er strahlt in Capparisweiss Metallic und wirkt dank der serienmäßigen Bicolor-Lackierung mit Black Belt sowie den Akzenten in BMW i Blau ziemlich durchgestyled. Bei den Felgen handelt es sich um die serienmäßigen BMW Leichtmetallräder Sternspeiche 427 in 19 Zoll.

12 responses to “BMW i3 in Capparisweiss unter Solarwatt-Carport mit Solar-Anlage”

  1. Rob says:

    Ökobilanz ist vielleicht damit in Ordnung, Finanziell leider nicht. Die Einspeisevergütung liegt doch bei wenigen Cent, wenn man aber später den Strom wieder aus dem Netz zieht, kostet er die angesprochenen 25cent. Das dürfte den Ökostromanbieter sehr freuen, den Kunden aber weniger. Ab wann rechnet sich somit dieser Carport… oder habe ich hierbei einen Denkfehler?

  2. cisi says:

    scheinbar gehts bei der i serie ja gar nicht ums sparen…. es geht um die CO2 werte/emissionen….

    Ginge es ums sparen würde man gleich ein anderes auto kaufen.
    Wer sich irgendwas aus der i serie kauft um zu sparen hat seine exel tabelle falsch ausgefüllt.

  3. robojr says:

    Warum gibt es den i3 (oder andere) nicht gleich mit einem Solardach / Motorhaube im PKW? Meine Vergütung nach EEG liegt bei 54,5 ct/kWh, das passt dann schon.

    • iQP says:

      Gewicht und Kosten …
      Viel bringen würde es auch nicht.

      • jerryre89 says:

        Wenn du an einem sonnigen Tag abseits einer Ladesäule parkstm könnte es zumindest für ein paar Extra-Kilometer sorgen. Aber das müsste man mal durchkalkulieren, hat BMW bestimmt auch gemacht und wird sich wohl nicht rechnen …

        • der_ardt says:

          ein paar Extrakilometer nach ein paar Stunden sind sehr unrealistisch..

        • Peter says:

          Es gibt bei Audi Solar-Schiebedächer (bei BMW vielleicht auch), die dafür sorgen, dass das Auto etwas durchgelüftet wird. Das macht Sinn weil es gleichzeitig verfügbar und notwendig ist bei großer Sonneneinstrahlung. Ansonsten sind Solaranlagen viel zu teuer und bringen maximal 0,2 kW/m^2. Außerdem ist es dann nicht so einfach, den Strom in die Batterie zu bekommen, wegen der unterschiedlichen Spannung…

  4. Braun says:

    Zwar wird der Strom wie üblich zunächst ins Stromnetz eingespeist und
    nicht direkt zum Laden des Fahrzeugs verwendet, in der CO2-Bilanz kann
    man seinen BMW i3 auf diese Art aber CO2-neutral laden.
    Eine direkte Ladung ohne Speicher ist also nicht möglich,man braucht das Netz wegen Grundlast und wer während der Auflsdung einen Furz lässt verhagelt die CO2 Bilanz mit Methan wieder. Von was Träumts euch sonst noch ???.

    • Peter says:

      Das menschliche Hinterteil entlässt durchschnittlich 600ml Gas am Tag, davon sind 50-60% CO2. Nehmen wir das Methan dazu und rechnen mit 80%, also 480ml = 0,00048m^3. Bei einer Dichte von 1,98kg/m^3 macht das 0,95g CO2 pro Tag. Das entspricht dem Normverbrauch des 116d nach ca. 800m. Der menschliche Ausstoß ist also durchaus vernachlässigbar…. 😉

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