BMW Rapp Concept: Dejan Hristov entwirft Roadster zu 100. Geburtstag

Sonstiges | 26.06.2013 von 6

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – und je größer ein Ereignis, um so größer fällt offenbar auch der Schatten aus. Aus der Sicht von …

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – und je größer ein Ereignis, um so größer fällt offenbar auch der Schatten aus. Aus der Sicht von BMW wird das Unternehmen im Jahr 2016 100 Jahre alt, aber wie so oft lässt die Geschichte auch in diesem Fall etwas Spielraum. Genau diesen nutzt der Designer Dejan Hristov, der sich für die Berechnung des Alters auf das Gründungsjahr der Rapp Motorenwerke beruft, aus denen BMW schließlich hervorging.

So erklärt sich, warum Hristov schon in diesem Jahr eine Design-Vision zum 100. Geburtstag zeigt. Sein BMW Rapp Concept greift typische Elemente der BMW-Designsprache auf und ergänzt sie mit neuen Elementen, was unterm Strich für einen faszinierenden Roadster mit aggressiv-futuristischem Auftritt sorgt.

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In seiner Grundform erinnert das BMW Rapp Concept an die Studie BMW Vision ConnectedDrive, mit der die Münchner auf dem Genfer Salon 2011 für Aufsehen sorgten. Die flache Linie mit winziger Windschutzscheibe und klassischen Roadster-Proportionen versprüht schon im Stand Dynamik und verspricht reichlich Fahrspaß, auch wenn Hristov genau wie BMW 2011 keine konkreten Angaben zu einem möglichen Antriebsstrang macht und so das Design in den Vordergründ rückt.

Wie Kenner schnell sehen, hat Dejan Hristov bei seinem BMW Rapp versucht, Design-Elemente von den Ikonen der BMW-Geschichte in moderner Form zu interpretieren und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenzusetzen. An der Front dominieren mächtige Nieren, die mit ihrer starken Neigung an die Sharknose früherer Modelle erinnern und sich aggressiv in den Fahrtwind stellen. Hinzu kommen extrem schmal gezeichnete Scheinwerfer und die charakteristischen Lufteinlässe für die vorderen Air Curtains.

Hinter den Vorderrädern trägt das Concept die typischen BMW-Kiemen, die sowohl bei früheren als auch bei heutigen BMW-Roadstern eine wichtige Rolle spielen. Die kräftig ausgeformten hinteren Radhäuser betonen den Hinterradantrieb und schaffen Platz für große Felgen, am Heck sorgen die kleine Kofferraum-Haube mit angedeutetem Entenbürzel und ein mächtiger Diffusor für Anpressdruck. Auffällig sind außerdem die extrem schmalen Rückleuchten und die weit oben platzierten Endrohre.

Wer im BMW Rapp Concept das Design eines möglichen Supersportlers sehen möchte, findet auch dafür einige Indizien. Zunächst hilft eine genauere Betrachtung der Motorhaube, denn wie bei den Flugzeug-Motoren der Rapp Motorenwerke erlaubt diese einen Blick auf Teile des Motors, bei dem es sich unübersehbar um einen V8 handelt. Rundum gelochte Bremsscheiben und ein kleines M-Logo am Heck dürfen als weitere Indizien für einen potenten Antrieb betrachtet werden.

(Design-Zeichnungen: Dejan Hristov)

6 responses to “BMW Rapp Concept: Dejan Hristov entwirft Roadster zu 100. Geburtstag”

  1. Lauerput says:

    Nein!

  2. Pro_Four says:

    …das neue Batmobil ist geboren!!!

  3. jochenfischer says:

    Hoffentlich nie und nimmer – wo sind hier “typische Elemente der BMW-Designsprache”? Das Markenlogo?!

  4. JohnVI says:

    Nun, kann man so machen. Als unabhängiger Designer soll man ja auch mal aufzeigen dürfen, wie ein BMW alternativ aussehen könnte. Bei dieser Studie schwingen mir allerdings die persönlichen Vorlieben des Designers etwas zu stark mit.

    Gutes Design entsteht nach meiner Auffassung, wenn man die Vorstellungen des Designers mit der Identität des Unternehmens und den Erwartungen/Vorstellungen des sozialen Umfeldes kombiniert. Letzteres sehe ich in der Studie gar nicht.
    Zur Identität hat er zwar etliche Zitate von BMW verwendet, aber wo ist die Freude am Fahren? Das Wichtigste am BMW Design ist es eben diese zu vermitteln. Der Wagen ist dafür viel zu böse, aggressiv gezeichnet und schon beinahe comichaft überzeichnet – insbesondere die Niere.
    Klar dafür sind Studien da, aber man sollte doch eher versuchen zu überlegen, wie man die heutigen BMW Tugenden in Zukunft ausdrücken kann. Klar kann man auch einen BMW mit der Anmutung eines Beetle entwerfen, aber ist das dann in irgendeiner Weise wertvoll oder einfach nur schade um die Zeit?
    Die Farbe ist für den besonderen Anlass nach meinem Gefühl auch viel zu aggressiv gewählt – damit wird er leider keinen Trend aufzeigen.

    BMWs haben eigentlich immer ein Design, das Dynamik und Entschlossenheit vermittelt, aber nie böse wirkt (weshalb die unzähligen E36 mit “bösem Blick” einfach nur lächerlich sind). Im Gegenteil haben viele (z.B. E87 1er, 6er, 7er, X1, X5) einen sehr klaren, offenen Blick der sportliches Potential vermittelt und den Betrachter einlädt “fahr mich”. Entschlossenheit findet man besonders deutlich bei 3er, 4er, 5er und 6er.

    Da BMW in der Öffentlichkeit eh schon dem Vorurteil ausgesetzt ist, eine Marke für Linksfahrer mit Lichthupe zu sein, tut man gut daran dies nicht durch eine übertrieben aggressive Gestaltung zu verstärken. Das kann man ruhig den Jungs aus Ingolstadt mit den super bösen LEDs und riesigem Singleframe überlassen.

    Man muss sich bei dieser Gelegenheit auch mal überlegen, was es über einen Fahrer aussagt, der sich ein Auto kauft (oder umbaut), damit er damit auf der Straße möglichst böse aussieht – ich würde sagen nichts Gutes.

    Um zur Studie zurück zu kommen: eine echte Herausforderung wäre es gewesen, einen Supersportwagen mit neuen BMW Elementen, weniger Zitaten, zeitloser Eleganz und großer dynamischer bei gleichzeitig sympathischer Ausstrahlung zu entwerfen. Aber das schaffen selbst unter den Herstellern die wenigsten.

  5. Thomas says:

    Ich sehe einen Hai …

  6. der_ardt says:

    BMW Vision connected drive und Z4 gemixt und überzeichnet. Gefällt mir in gewisser Weise, aber das Produkt hat mit BMW letztlich nichts mehr zu tun.

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