Elektroauto BMW i3 2013: Erlkönig zeigt Serienfahrzeug fast ungetarnt

BMW i | 27.06.2013 von 20

Fast komplett ohne Tarnung haben die Kollegen von BimmerFile.com einen Erlkönig des BMW i3 erwischt. Das Elektroauto wird schon in Kürze ganz offiziell enthüllt und …

Fast komplett ohne Tarnung haben die Kollegen von BimmerFile.com einen Erlkönig des BMW i3 erwischt. Das Elektroauto wird schon in Kürze ganz offiziell enthüllt und feiert auf der IAA 2013 im September seine Publikumspremiere, bevor es ab November in den Handel und somit auch zu den ersten Kunden kommt.

Wie die Erlkönig-Fotos zeigen, orientiert sich das Design des BMW i3 stark an der bereits 2011 gezeigten Studie, Details wie die nicht mehr durchsichtigen Türen machen das Fahrzeug aber deutlich alltagstauglicher. Charakteristisch bleiben die mindestens 19 Zoll großen Leichtmetallräder in aerodynamisch günstigem Design, es wird auf Wunsch aber auch sportlicher gestaltete Felgen wie beim i3 Coupé Concept geben.

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Das Elektroauto BMW i3 setzt auf eine sogenannte Life-Drive-Architektur, bei der Antriebsstrang und Fahrgastzelle klar horizontal voneinander getrennt sind. Während das Drive-Modul alle zum Fahren benötigten Komponenten beherbergt und diese schwerpunktideal am Boden des Fahrzeugs konzentriert, sitzen die Insassen im zu großen Teilen aus Carbon gefertigten Life-Modul. Diese Architektur erleichtert es auch, für vergleichsweise geringe Kosten diverse Fahrzeugvarianten auf Basis des gleichen Drive-Moduls auf den Markt zu bringen.

Nach eigenem Bekunden liegen BMW i bereits über 100.000 Anfragen für Probefahrten vor und auch wenn natürlich längst nicht alle dieser Interessenten am Ende einen BMW i3 kaufen werden, scheint das Interesse am Elektroauto von BMW groß zu sein. Wie wir bereits vor ein paar Wochen vermeldet hatten, wird der Preis für den BMW i3 zum Marktstart zwischen 36.000 und 40.000 Euro und somit auf dem Niveau eines gut ausgestatteten BMW 3er liegen.

Das Fahrzeug kann sowohl gekauft als auch geleast werden, als erstes Auto der BMW Group wird der Fahrzeugkauf im Fall des i3 auch komplett über das Internet möglich sein. Zum Mobilitätspaket des BMW i3 gehört auch die Möglichkeit, sich beim BMW-Händler zu attraktiven Konditionen Zugriff auf andere Fahrzeuge zu sichern.

Wer beispielsweise an drei Wochen im Jahr einen BMW 5er Touring für Urlaubsfahrten benötigt, kann dieses Bedürfnis direkt bei BMW anmelden und bezahlen. Je nach Fahrzeugklasse, Dauer und Kilometerleistung fallen hierfür andere Kosten an, die direkt mit der Leasingrate verrechnet werden können – aber auch jenen Kunden angeboten werden, die den BMW i3 kaufen oder eines Tages als Gebrauchtwagen erwerben.

(Foto: BimmerFile.com)

20 responses to “Elektroauto BMW i3 2013: Erlkönig zeigt Serienfahrzeug fast ungetarnt”

  1. L34D says:

    Diese Elektroautos werden sich nicht durchsetzen. Ist zwar nett das BMW versucht sich im “Elektroauto-Markt” zu etablieren aber ich bin fast sicher das das Auto früher oder später eingestellt wird weil man nicht genug Kunden hatte. Auch wenn ich den Schritt begrüße und den I3 gar nicht sooo schlecht finde.

    • iQP says:

      Man muss halt (zumindest am anfang) andere Vermarktungswege finden, kaufen werden sich wohl die wenigsten Privaten sowas, bei Leasing siehts schon anders aus. Auch Unternehmen werden Interesse daran haben. Viel wird sich auch um Prestige drehen. Außerdem gibt es für BMW nicht nur den deutschen Markt.

      Obwohl das Auto durchaus das Potential hat. Die wenigsten fahren täglich mehr als 150km. Aber selbst für weitere Pendelstrecken würde es gut funktionieren. Man muss nicht alle paar Tage zum Tanken, sondern steckt es einfach an der Steckdose an. Wenn beim Arbeitgeber auch eine Ladestation steht, dann ist das wirklich gut und bequem.
      Beim Design des i3 scheiden sich wohl die Geister, das dürfte vielen erst mal nicht konventionell genug sein.
      Der Innenraum dagegen sieht richtig gut aus und bietet sehr viel Platz.

    • JohnVI says:

      Ich denke das Gegenteil ist der Fall. Das wird der langsame Abschied vom Verbrennungsmotor. Auch wenn E-Autos gegenüber einem Auto mit Verbrennungsmotor heute den Nachteil der geringeren Reichweite haben, haben sie in der Summe doch einige schlagende Vorteile, die ihnen auf lange Sicht zum Durchbruch verhelfen werden.

      Zu nennen sind da der für Verbrenner unerreichbar hohe Wirkungsgrad, der in einer Welt mit immer höheren Energiepreisen immer wichtiger wird.

      Dann ist es dem E-Auto egal wie der Strom produziert wird. In der Welt von morgen wird es keinen Hauptenergieträger mehr geben, sondern Strom wird je nach Land und verfügbaren Ressourcen auf unterschiedliche Weise produziert werden können. Das macht Länder und Verbraucher unabhängiger von den wenigen ölfördernden Ländern. Die Politik kann sich darauf konzentrieren wie der Strommix zustande kommt und muss sich keine geostrategischen Gedanken machen, mit welchen Ländern man sich gut stellt, nur um Öl zu importieren.

      E-Autos brauchen keine aufwändige Infrastruktur mit Tankstellen, Tank LKWs, Raffinerien etc. Man überlege sich mal, was das alles kostet… Die Infrastruktur für Strom ist flächendeckend praktisch schon vorhanden und kann wieder effizient mit diversen anderen Verbrauchern geteilt werden. Ladestationen sind verglichen mit Tankstellen Peanuts, benötigen kaum Personal, weniger Wartung… -> höhere Effizienz = geringere Kosten.

      Dann sind Produktion und Wartung von E-Autos auch deutlich einfacher. Keine Ölwechsel, weniger mechanische Teile, die sich zudem nicht so störanfällig wie im Verbrenner mit Kolben, Ventilen etc. bewegen müssen. Keine Dichtungen und der ganze Mist der irgendwann getauscht werden muss…
      Neulich habe ich gelesen, dass ein i3 nur ein Drittel der Teile eines herkömmlichen Autos hat. War eine BMW i Seite, aber finden den Link nicht mehr. Das bedeutet auf jeden Fall auch einfachere Produktion, weniger Personal und weniger Ressourcen -> geringere Kosten.

      Auf den ganzen Öko Aspekt und die Vermeidung lokaler Emissionen in Großstädten gehe ich mal gar nicht näher ein.

      Nachteil bleibt die Batterie, aber nach den Prinzipien von Innovationen in anderen Industrien, sind da schnelle Fortschritte zu erwarten, sobald Unternehmen feststellen, dass sich damit Geld verdienen lässt.
      Langfristig gibt es auch immer noch Wasserstoff, der in einer Brennstoffzelle auch nur den Akku in einem E-Auto ersetzt. Der Rest bleibt ja im Wesentlichen gleich.

      • cisi says:

        es gab schon Mal ne zeit, wo Elektroautos über 50% der Autos-Antriebe ausgemacht haben, durchgesetzt haben sich dann aber die Verbrennungsmotoren.
        Schauen wie es diesmal ausgeht.

        Das allerdings Produktion + Wartung billiger sind ist nat. falsch. Es ist die Hoffnung dass irgendwann mal Produktion + Wartung besser wird, aber im Moment ist es sicher nicht so.

        Warum meinst du kostet so ein i3 ca gleich viel wie ein gut ausgestatteter potenter 3er….
        Genau WEIL die Produktion so teuer ist….

        Und zur Wartung… man muss monatlich X € nur für die Batterie hinlegen, wie eine Miete, weil die so grottenschlecht sind, dass niemand sie mit gutem gewissen für X Jahre einem Kunden zutrauen kann…

        Wer sich IM MOMENT freiwillig ein Elektroauto kauft ist ehrlich gesagt fast ein kleiner Sadist…. Das kann man nur in der Stadt machen wo die öffentlichen Verkehrsmittel einen im Fall retten.

        Ich brauch mir nur anschauen wie viele Probleme ich mit meinen Handys allgemein habe(ist auch reine Elektronik, und gibts schon ne ganz schön lange Zeit…) , wenn mein Auto auch so zuverlässig wäre dann vielen dank….

        • Pro_Four says:

          “Warum meinst du kostet so ein i3 ca gleich viel wie ein gut ausgestatteter potenter 3er….” schon klar, trotzdem wenn man sich mal die anderen Hersteller anschaut, gerade der Ford Focus E mit knapp “40 Scheinen” und das für ein Auto was es schon gibt.

          Batterie ins Auto gesteckt (i3-Auto um die Batterie gebaut) und das für ein komplett vollwertiges neues Auto mit knapp 36/37.000€, dann ist der i3 bis Dato schon ein Meilenstein auf dem Elektromarkt. Ich sehe da nicht nur Reichweite sondern auch den Spaßfaktor, denn in knapp 7,x sek. schafft der i3 auch schon, der Ford in knapp 11sek.

          • der_ardt says:

            nicht vergessen, dass die Marge beim i3 (wenn überhaupt existent), sicherlich geringer ist als beim 3er, weil BMW Marktakzeptanz schaffen muss um später gute Absatzzahlen erreichen zu können.

            • Pro_Four says:

              …warum sollte die Marge beim i3 weniger sein als wie bei den anderen, dies erschließt sich mir nicht, gerade weil es hier fast nur um Leasing gehen wird um evt. auch Flotten zu gewinnen. Ich denke schon das mit einer guten Marge zu rechnen ist, gerade weil das Fahrzeug an den Mann/Frau gebracht werden muss und sollte und eben schnell die -wie du schon beschrieben hast- Marktakzeptanz zu schaffen.

              • der_ardt says:

                Weil der Wagen teurer produziert, aber nicht teurer verkauft wird.

              • v10 says:

                Naja. Wenn man die Entwicklungskosten rausrechnet und als allgemeine Forschungsausgaben deklariert, wird der Wagen wahrscheinlich schon eine ordentliche Marge haben. Wenn nicht, nicht. Setze die zu erwartenden Verkaufszahlen p. a. mit den wahrscheinlichen Entwicklungskosten in Relation. Da kann keine ordentliche Marge rauskommen.

        • v10 says:

          Tschuldige, will nicht klugscheissen, aber du meinst: Masochist. , Nach Sacher-Masoch. Sadist, nach Marqui de Sade meint das Gegenteil.

      • v10 says:

        Dein Optimismus in allen Ehren, aber ich teile ihn nicht. Ich habs schon mal geschrieben: jeder Tropfen Öl der jemals auf der Erde gefunden werden wird, wird verfeuert werden, völlig egal ob es E-Autos gibt oder nicht. Der Durchbruch des E-Autos wurde schon von Beginn des Automobils bis heute des öfteren beschworen, geklappt hats nie. Elektroautos sind m. E. nach für lokale Emissionsvermeidung in smoggeplagten Megacities eine gute Lösung. Mehr nicht.
        Sie sind auch sehr teuer. Bislang ist das E-Auto ein Luxusprodukt, auch dann wenn Smart draufsteht oder Nissan. Lass die Weltwirtschaft einbrechen, E-Autos werden stehen wie Blei. Sie kosten sehr viel Geld für das was sie bieten, sie sind uneffektiv. Und weil das so ist, und weil sie offensichtlich nur über die Lifestyleschiene, über die Luxusproduktschiene vermarktet werden können, gibt es BMW i. BMWi bringt der Umwelt gar nichts, solange die durch die Fahrzeuge verbrauchte Energie (und das ist für ein Stadtauto beim i3 nicht gerade wenig, wenn du dir die Leistung des Wagens anschaust) nicht aus regnerativen Quellen kommt. Und das tut sie heute nicht und das wird sie auch morgen nicht tun. Nur D steigt aus der Atomenergie aus und arbeitet am ehrgeizigen Ziel das Land auf “regenerative” Energien umzustellen. Macht sonst niemand. Der Energieverbrauch weltweit steigt ins Uferlose. Atomkraftwerke werden in China in rauen Mengen gebaut plus Wasserkraftwerke plus Windräder etc., ohne dass die alten Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, weil man immer mehr Energie braucht. Die regenerativen Energieen kommen auf den Mix drauf, sie ersetzen die “alten” nicht. In Mexiko, Brasilien, Indien usw. sieht es nicht viel anders aus. Insofern: in meinen Augen ein mutiges Projekt. Es wird BMW einen Imageschub geben. Ob es für mehr reicht, muss man sehen.

    • Dude says:

      Norbert Reithofer hat zu dem Thema letztens ein paar sehr wahre Worte gesprochen, D ist nicht unbedingt der erste und wichtigste Mart für Elektroautos.

      https://www.bimmertoday.de/2013/05/17/bmw-i-erfolg-gruende-i3-i8-ziele-elektroauto-elektro-reithofer/

  2. tk14 says:

    Ich finde den technischen Ansatz des i3, den angepeilten Preis und den Mut von BMW so einen Weg zu gehen toll und beeindruckend.
    Aber warum muss das Auto denn SO aussehen? Wenn z.B. der angesprochen Focus E nur ansatzweise diese Leistung bringen würde, dann wäre meine Entscheidung gefallen, gegen BMW. Die Außen Optik ist wirklich gewagt, und wäre so meiner Meinung nach nicht nötig gewesen. Aber mal sehen was die Verkaufszahlen dann sagen…

    • tk14 says:

      Ein tolles Beispiel wie solche Autos auch aussehen könnten, liefert Tesla! Sowas hätte ich mir auch von BMW erwartet!

    • JohnVI says:

      Für das Design gibt es einen guten Grund. Dadurch, dass der Wagen sich deutlich von einem herkömmlichen Auto unterscheidet wird jedem sofort klar “hier kommt was neues”. Dazu gibt es eigentlich keine wirkliche Alternative, denn so wie es beim Fokus und ein bisschen auch beim Tesla gelöst wurde, verschenkt man die Möglichkeit den Imagefaktor einer neuen Technologie nach aussen zu transportieren. Sehr erfolgreich hat Toyota das mit dem Prius gemacht, denn dadurch, dass er sich auch optisch von den anderen Modellen abhob, wurde die Hybridtechnik bekannt gemacht. BMW geht mit einem speziellen Modell für die E-Autos den einzigen richtigen Weg. Smart E, elektro Focus etc machen machen viel zu wenig auf sich aufmerksam. Wer sich heute ein E-Auto kauft möchte auch zeigen: hey, ich bin fortschrittlich – das ist ähnlich wie die Apple Story…

      Die hier gezeigten Fotos finde ich persönlich auch nicht so doll. Das Concept Coupe allerdings finde ich ziemlich cool und das soll ja sehr seriennah gewesen sein. Also mal abwarten wie er mit enttarnten Scheinwerfen und vernünftigen Felgen ausschaut.

      • v10 says:

        Ich gebe dir völlig recht. Genauso funktioniert der Kunde. Ich muss aber sagen: leider. Es ist (oft) nichts anderes als ein umgedrehtes PS-Monster-Image. Sehr her ich habe einen Porsche und er hat 400 PS. Seht her ich habe ein Autos das superumweltfreundlich ist (was keineswegs stimmt). Ich bin anders als ihr. Ich hebe mich ab. Ich bin mir nicht sicher ob das ein (menschlicher) Fortschritt ist. Es geht wieder um Lifestyle und um Separierung. Ich erwarte einen großen Erfolg des Wagens in Kalifornien. Für den Rest der Welt wage ich keine Prognose.

  3. Coyote says:

    BMW verfügt über das beste strategische Management auf dem weltweiten Markt! Die iModelle werden BMW in den nächsten 10 Jahren die Technologievorherrschaft sichern. Immer weiter so. Ich bin auf die nächsten Produkte gespannt.

    • Tachi says:

      Was für eine “Technologievorherrschaft”?
      Außer der CFK-Fahrgastzelle ist am i3 nichts innovatives.

      Es sei denn, ich habe die Ironie deines Beitrages verkannt. In diesem Fall, sorry.

      • Olli says:

        Ich befürchte du solltest dich mit dem Auto etwas besser auseinandersetzen. Abgesehen von der Fahrgastzelle ist an diesem Auto so einiges Innovativ. Das fängt mit der fast emisionsfreien Fertigung aller im Auto verbauten Teile an und hört mit einem vollständig (inkl. Batterie!) ausgeklügelten Recyclingkonzept auf. Zwinschendrin gibts dann noch jede Menge techn. Spielerein – die sind aber auch notwenig bei einem neuen Fahrkonzept (e-Tankstellenfinder/reservierer, Apps, etc.)

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