Sportec BMW 1er M Coupé: Tuning-Hommage an den BMW 2002 turbo

BMW 1er M Coupé | 21.06.2013 von 9

Der BMW 2002 turbo hatte es völlig ohne Schuld nicht leicht – er war das richtige Auto zur falschen Zeit, denn im Eindruck der Ölkrise …

Der BMW 2002 turbo hatte es völlig ohne Schuld nicht leicht – er war das richtige Auto zur falschen Zeit, denn im Eindruck der Ölkrise 1973 schien ein derart potent motorisiertes Mittelklasse-Modell nicht zeitgemäß zu sein. Während die Bürger mit autofreien Sonntagen den Ölverbrauch reduzieren sollten, forderte der BMW 2002 turbo mit seiner “Kriegsbemalung” zur Freude am Fahren auf – und war zudem unverschämt schnell.

Das erste europäische Serien-Auto mit Abgas-Turbolader brachte es auf 170 PS und bot damit 20 PS mehr als der damalige Porsche 911. Dass der Angriff aufs Sportwagen-Establishment für BMW kein Erfolg wurde, lag also nicht am Auto selbst, sondern vor allem am zeithistorischen Kontext. Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde die Produktion Ende 1974 eingestellt.

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Die Schweizer Tuning-Schmiede Sportec greift den seinerzeit provokanten Auftritt des BMW 2002 turbo nun wieder auf und schickt ein BMW 1er M Coupé an den Start, das mit der gleichen Kriegsbemalung glänzt, die den turbo 1973 ins Abseits manövrierte. Genau wie der Klassiker bietet auch das inzwischen nicht mehr gebaute BMW 1er M Coupé ein sehr gutes Leistungsgewicht und lädt den Fahrer jederzeit zum Driften ein, wenn ihm danach ist.

Um das Fahrerlebnis noch weiter zu intensivieren, reduziert Sportec das Gewicht des Kompaktsportlers. Mit einem Carbon-Dach sparen die Schweizer 7,2 Kilogramm und senken zudem den Schwerpunkt, außerdem sparen Sitze und Kofferraum-Deckel aus Carbon weitere 35 Kilogramm. Das Road & Track-Fahrwerk von Öhlins trägt gemeinsam mit den 19 Zoll großen Schmiedefelgen Sportec SP10 zu einer Gewichtsreduzierung um 30 Kilogramm bei – unterm Strich stehen also 75 Kilogramm weniger Gewicht als bei der Serie!

Da sich das Leistungsgewicht aber nicht nur durch eine Diät, sondern auch durch eine Kraftkur weiter verbessern lässt, bietet Sportec zusätzlich eine Leistungssteigerung in zwei Stufen an. Stufe 1 entlockt dem aufgeladenen Reihensechszylinder für 1.250 Euro mit Hilfe einer geänderten Motorelektronik 385 PS und bis zu 600 Newtonmeter Drehmoment. Die deutlich preisintensivere Stufe 2 kommt mit größerem Ölkühler, Downpipe, 100-Zellen-Kat und Sportluftfilter, was sogar 420 PS und 650 Nm ermöglicht und das 1er M Coupé für 4.200 Euro auch formal auf Augenhöhe mit dem BMW M3 bringt.

Wer das auch in Sachen Getriebe behaupten will, bekommt bei Sportec auch das 7-Gang-DKG von Getrag in das 1er M Coupé transferiert und kann fortan in Sekundenbruchteilen die Gänge wechseln. Das trägt auch zu einer Verbesserung der Fahrleistungen bei: Sportec verspricht 4,3 Sekunden von 0 auf 100 und 15,5 Sekunden bis 200 km/h. Akustisch untermalt wird die gewaltige Performance von einer Sportauspuffanlage mit Soundklappensteuerung und Titan-Endrohren, die für 3.422 Euro den Besitzer wechselt.

(Bilder 1er M: Sportec / Bilder 2002 turbo: BMW AG)

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