BMW M135i im Supertest der sport auto: Nordschleife in 8:18 Minuten

BMW 1er | 17.12.2012 von 42

Nur wenige Tage nach dem privaten Video eines BMW M135i auf der Nürburgring Nordschleife hat die sport auto ihren Supertest zum jüngsten Kompaktsportler aus München …

Nur wenige Tage nach dem privaten Video eines BMW M135i auf der Nürburgring Nordschleife hat die sport auto ihren Supertest zum jüngsten Kompaktsportler aus München veröffentlicht. Wie angekündigt liegt die von Horst von Saurma für die gesamte Nordschleife ermittelte Zeit mit 8:18 Minuten einige Sekunden höher als die BTG-Zeit aus dem Video, sie ist aber dennoch aller Ehren Wert: Der BMW M135i liegt ganze drei Sekunden hinter dem 1er M Coupé und ist sieben Sekunden schneller als ein BMW M3 E46.

Für ihren Test hat die sport auto die puristischste Variante des M135i genommen: Mit Hinterradantrieb und manuellem Sechsgang-Getriebe ging es auf Zeitenjagd in der Grünen Hölle.

Prozentual deutlich größer fällt der Rückstand zum BMW 1er M Coupé auf dem Hockenheimring aus: Für die topfebene Rennstrecke im Badischen ist das mit viel Restkomfort gesegnete Fahrwerk des BMW M135i vielleicht einen Tick zu weich, weshalb “nur” eine Zeit von 1:15,7 herausgefahren werden konnte – 1,6 Sekunden langsamer als der 1er M und auch drei Zehntel langsamer als der Audi RS 3, dem der M135i auf dem Nürburgring noch die Rücklichter zeigen konnte (8:20 Minuten). Auch der Porsche Cayman S, der in der Eifel nur eine Sekunde vor dem M135i durchs Ziel geht, ist in Hockenheim mit 1.14,2 deutlich schneller.

Der komplette sport auto Supertest zum BMW M135i F20 mit vielen weiteren Messwerten lässt sich in der aktuellen Ausgabe der sport auto nachlesen. Um an dieser Stelle nicht zu viel zu verraten, sei nur der erste Eintrag zum M135i aus dem Fahrtenbuch der sport auto zitiert:

Ein BMW, wie er im Buche steht: Motor, Getriebe, Fahrverhalten erste Sahne. Klang: sämig, aufreizend, unterhaltsam. Super Bremse: konstanter Druckpunkt, tolles Ansprechverhalten, kein Fading. Perfekte Sitzposition und klasse Ergonomie. Das kurveninnere Antriebsrad dreht in Kurven unter Last durch!

  • M130i

    “Das kurveninnere Antriebsrad dreht in Kurven unter Last durch!”

    Da fehlt halt die sperre…

    Ich gehe mal davon aus das BMW keinen 1er M Hatch bringen wird und bin daher etwas enttäuscht das der M135i nicht etwas sportlicher ausgelegt wurde um den Hatchbackfreunden auch eine Art “M” bereitzustellen. Eine Sperre und ein sportlicheres Fahrwerk wäre da wünschenswert.

    • Le Epoque

      Sportlicher geht’s in dieser Klasse nicht. Soll es auch nicht.

      • HayesHDX

        Nun ja, wenn man den Wettbewerb nur in Form von Audi oder Mercedes sieht dann hast Du Recht! Allerdings muss ich schon sagen, dass eine Alternative gibt:

        http://www.chevrolet.de/modelle/camaro/ausstattungen-und-tech-daten.html

        6.2 V8 mit 432PS und Schaltgetriebe (inkl. TOP-Ausstattung!!!)

        Und das für 39.900,-€!!! Ganz im Ernst, auch wenn ich meine Zuneigung gegenüber BMW nicht verhehlen möchte, aber in diesem Fall würde meine Kohle zu Chevi wandern und nicht zu “Glubschi”… ;-)

    • simons700

      Brauchen sie doch garnicht…

      Wo andere Hersteller versuchen ihre Raumkonzepte mit Hilfe von enormer Aufladung und hochkomplexen Antriebssystem samt diverser Sperren und Allradantrieb zu einer schnellen Rundenzeit zu verhelfen braucht BMW in den 1er nur einen Serienmotor aus höheren Baureihen einsätzen und das Fahrwerk abzustimmen.

      Der Rest ist in jedem 1er Serie.

    • schild

      Quaife und Bilstein erfüllen diese Wünsche in absehbarer Zeit für den Preis eines Navi-Profs.

    • BMW_550i

      Es gibt eine elektronische Differentialsperre basierend auf dem DSC. :) Immerhin ;)

      Grüße aus München und schönen Abend.

      550i

  • simons700

    So wie ich das sehe gibt es kein schnelleres Auto unter 40.000€.

    • schild

      Wenn man die Finger von der Ausstattungsliste lässt. Der Testwagen der sport-auto hat deutlich über 50.000€ gekostet.

      Wenn der Testverbrauch vom 10.0 l/100km stimmt, sind die Unterhaltskosten verglichen mit einem ähnlich schnellem Astra OPC (8.20 mim NOS) im Alltagsgebrauch (vllt. 20.000 km pa) niedriger.

      • simons700

        Naja der Opel ist ja auf dem Short Track schon 1,6s langsamer und längs dynamisch hat er überhaupt keine Chance
        http://f20.1addicts.com/forums/showthread.php?t=781350

        Ich verstehe nicht wie mann da auf 50.000€ kommen kann?!
        Beim M135i ist doch eh alles Serie…
        Klimaautomatik,Multifunktionslenkrad, Sportpaket, prof. Radio, Xenon

        • schild

          “ähnlich schnell” :D In einer graden Linie oder auf einer topfebenen Strecke schnell zu fahren, hat noch weniger mit dem Alltag zu tun als die NOS. Zumindest sehe ich das so, aber hier sind persönlich Präferenzen sicherlich entscheidend.

          Mit Leder, adaptivem Fahrwerk, elektrischen Sitzen, Navi, Handyvorbereitung, Schiebedach, etc geht das schon. Was davon sinnvoll ist, muss auch wieder jeder für sich entscheiden. Mit ein paar Extras ist 1er, verglichen mit dem Opel z.B., allerdings nicht mehr das Schnäppchen, als das er immer wieder dargestellt wird. Es sei denn dieser Wundermotor verbaucht tatsächlich nur 10l, was ich nicht glauben kann :D

          • simons700

            Bin ihn schon gefahren
            150 km und im Schnitt 8,4l
            Habe ihm teilweise ganz schön die Sporen gegeben, bin aber generell sehr analog gefahren also vor der Ortschaft ausrollen lassen und nicht runterbremsen…

            • schild

              Analoges fahren hat mich letztens mal wieder nen Blitzer gekostete :D

              Wie war denn dein Fahrprofil? Ich finde den Verbrauch schon stark. Unterstreicht auf jeden Fall die Tendenz der Sport Auto, die immerhin ca. 4000km mit dem m135i unterwegs war. Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang, dass nen F30 335i bei der sport auto 12, irgendwas braucht und nen 1er M noch deutlich mehr.

              • simons700

                Der M135i ist auch eindeutig am leichtesten und hat als einziger die aktuelle N55 Variante verbaut.
                Wie gesagt, wer hier im Schnitt mehr als 9l verbraucht steht ununterbrochen mit dem Gesetzt im Konflikt ;D

                • schild

                  Alles Sportautodaten:
                  F30 335i 1618kg 12.8l/100km n55
                  1 M Coupe 1513kg 13.1l/100km n54
                  M135i 1520kg 10.0l/km n55

                  Und du brauchst 8.4

                  Ich finde die Abweichungen erstaunlich. Aber wenn du sagst, du hast dich im Großen an die Verkehrsregeln gehalten (wenn ich deinem Verbrauch mal so interretieren darf), erscheint dein Verbrauch eher realistisch als die 10l der sport auto. Schließlich fließen bei denen auch die ganzen Tests ein.

                  • simons700

                    Ich bin meistens im Komfortmodus gefahren, im eco pro mode ist die gasannahme derart zäh, da hat man das Gefühl man sitzt in einem Auto mit 100-150ps,

                    Abgesehen davon ist der M135i wirklich ein muste have

                    Ein absolut alltagstauglicher Rennwagen mit niedrigem Verbrauch, einer Auspuffanlage die auf der Autobahn nicht aufdringlich ist, aber bei Sportlicher Fahrweise einen gigantischen Sound Produziert.

                    Mit dem 6. gang durch die Ortschaft (60-65 k/mh, ich hatte Handschaltung) und die Maschiene noch genug Dampf um flott heraus zu beschleunigen.

                    Ich habe zu keinem Zeitpunkt Drehzahlen von über 5000 rpm erreicht weil man dann im 3. einfach schon bei 120 km/h ist und ich ja die StVO grob einhalten möchte…

                  • schild

                    Hört sich nach einem super BMW an! Nur die Zeit den Wagen nicht nur von A nach B sondern einfach mal raus in die Eifel zu fahren, müsste man haben!

                    (Notiz an mich selber: Weniger Bimmertoday bedeutet mehr Zeit für so was :D)

        • Acer Deshojo

          Naja, die Längsdynamik ist auch nicht so interessant. In den Kurven scheint der Astra auf jeden Fall auf ähnlich hohem Niveau zu sein wie der 135i. Was man an der Rundenzeit sehen kann. 2 Sekunden auf der Nos sind nichts.

  • digger

    na, immerhin ist das ansprechverhalten der bremse toll, wenn es das vom motor nicht ist.^^ by the way….ein schon uralter Z4M fährt die runde 3 sekunden schneller als dieses sterile dingens…

    • simons700

      Da
      hast du recht, das ist schon ein wirklich lahmer Hatch wenn doch sogar der Z4M
      schneller ist.

      • digger

        verarsch mich nicht. schau was ein boxster S (981) in den asphalt brennt. 7 minuten 58 sekunden…DAS ist ne zeit moderner, sportlicher autos.

        Z4M ist technik von vor über 10 jahren (motor noch älter) inkl. “langsamen” schaltgetriebe und einer nicht verwindungssteifen karosse…da tut sich der neumodische 1er doch recht schwer, wo er leistungsmäßig fast ebenbürtig ist. studentenmobil. gleiches gilt für den 1er M.

        • 135iCoupe_N55

          Du vergleichst echt gerade ein 40000€ teures Alltagsauto mit einem ähnlich potentem reinen Sportwagen (2sitzer) für 60000€ Grundpreis und wunderst dich dass der Boxster S schneller zu bewegen ist? Ouh man was manche für Vorstellungen haben. Fahr mal im Vergleich den E82, bescheidenes Fahrwerk und ab 220km/h wirds Heck ohne Performanceheckspoiler richtig leicht, da wird der M135i um Längen besser sein!

  • Chris35i

    Super Leistung. Bin gespannt auf den M2 – wird sicher eine Granate.

  • HayesHDX

    Was ist denn eine “BTG-Zeit”?

    • Acer Deshojo

      Die BTG Zeit ist eine verkürzte NOS Runde. Sie ist round about 10 Sekunden langsamer als die reguläre NOS Runde. In dem konkreten Fall des 135i ist er sogar 13 Sekunden langsamer. Kannte die BTG Runde bis letzte Woche auch noch nicht ;-)

    • quickjohn

      Also HayesHDX, das ist eine Frage auf die sich zu antworten lohnt und zu allerst einmal ist festzuhalten dass die Antwort von Acer Deshojo unvollständig bis falsch ist – such es dir einfach selbst aus.

      Die Bridge-to-Gantry Zeit ist aus dem Wunsch entstanden, bei lfd. Publikumsverkehr vergleichbare Zeiten zu setzen. Da im Zuge der Touristenfahrten immer durch die Einlassschranke bei der ‘grünen Hölle’ gefahren werden muss, ist eine Zeit für eine komplette Runde nicht zu ermitteln.

      Man schneidet also einen Teil der Gerade Döttinger Höhe aus, indem man die Zeitnahme bei Durchfahrt unter der Brücke (Bridge) bei der Antoniusbuche startet und bei der Druchfahrt unter der Stahlbrücke (Gantry) Ausgangs Galgenkopf anhält.

      Das fehlende Stück ist eine Gerade (Teil der Döttinger Höhe) mit einer Länge von exakt 1.660 m. Bei einem Durchschnittstempo vom 230 kmh auf diesem Streckenteil (dürfte realistisch sein da die Vmax des M135i hier 249 kmh beträgt) benötigt man hierfür also ca. 26 Sekunden. Und eben nicht wie vom User Acer gemutmasst 10 sec.

      Insofern ist auch die Folgerung im Artikel von bimmertoday falsch, denn die Sportauto-Zeit von 8.18 min. ist natürlich um Längen besser als die Zeit der Video-Fahrt von 8.05!

      Man tut da also dem guten Horst von Hsaurma ziemlich unrecht – müsste man doch beim Ansehen des Videos die zahlreichen Linienfehler erkannt haben, die sich der CR von sportauto sicherlich nicht leistet.

      • http://www.BimmerToday.de Benny

        Sorry, da hast Du mich falsch verstanden. Mir ist bewusst, was eine BTG-Zwit ist und wie diese einzusortieren ist, genau deshalb verweise ich ja oben ausdrücklich auf die Tatsache, dass im Video nur die BTG-Zeit zu sehen war. Dass man mit einem Serien-M135i bei Nässe nicht die Zeit eines HvS bei Trockenheit erreicht, dürfte jedem Leser auch ohne Extra-Erwähnung einleuchten. Ich habe schon im Beitrag zum Video versucht, die Erwartungshaltung zu dämpfen und auf den Unterschied zwischen “ganzer Nordschleife” und BTG hinzuweisen. Dass 8:18 einige Sekunden mehr als 8:05 sind, ist trotzdem Tatsache, auch wenn HvS im “Abschnitt” BTG natürlich schneller war.

      • Acer Deshojo

        Falsche Kommentar hast du mir schoneinmal attestiert – leider lagst du völlig daneben. ;-)

        Soso, meine 10 Sekunden Mutmaßung ist also falsch? Da sagen die Rundenzeiten was anderes und genau darauf habe ich mich bezogen. Nicht mehr nicht weniger. Was zählt ist das Endresultat und da heißt es 8:05 BTG zu 8:18 offiziele Runde. Da liegst du mit deinen 26 Sekunden meilenweit daneben und hat mit meiner Aussage rein gar nichts zu tun.

        • BMW_550i

          Kein Mensch will dich hier sehen :D Merkst du das nicht?????

          Gehe wieder in den Audi-Blog.

          Grüße aus MUC – V8-Fahrer. ;-))))))))))))))))))

          • Acer Deshojo

            Du weißt ja nur zu gut wie es ist nicht gewollt zu werden.

        • quickjohn

          Mensch Acer – bist du so limitiert und gstelltst Dich nur so?
          Aber vielleicht erfindest Du ja die Formeln zu Weg/Zeit einfach mal neu – also einen Nobelpreis für Physik kriegst Du dafür nicht!

          • Acer Deshojo

            Immer noch so gekränkt?

            Edit: Ich muss nichts neu erfinden, ich sehe einfach die Zeiten und die sind eben keine 26 Sekunden auseinander – ob dir das passt oder nicht. Und wenn dich meine Antwort überfordert, dann antworte nicht drauf. Lesen ist ganz offensichtlich nicht dein Stärke. Dein Geschwafel hat mit meiner Aussage nichts zu tun und falsch macht dein krampfhaft hochgestochenes Deutsch meine Aussage auch nicht. ;-)

        • schild

          quickjohn bezog sich nur auf den Unterschied einer vollen zu einer BTG-Runde. Der Unterschied beträgt ca. 26 Sekunden beim M135i. (Die Sportauto-Runde ist allerdings – so weit ich weiß – auch 300m kürzer als die ganze.)

          Selber Fahrer aus dem ersten Video für ne ganze Runde:
          BTG + ca. 26s = 8.31 min
          sport auto:
          8.18 min
          Unterschied 13s

          Du hast also deine Schätzung für den Unterschied BTG zu voll, den du mit 10 Sekunden schätzt, mit dem Unterschied privates Video zu Sport Auto-Test, der ca. 13 Sekunden beträgt, vermischt.

  • HayesHDX

    DANKE an Acer Deshojo, quickjohn und Benny für Eure Antworten zum Thema “BTG-Zeit”.

    PS: So, jetzt suche ich mir gleich mal einen, dem ich mein neues Halbwissen vor den Latz knallen kann… ;-)))

  • der ausgewogene

    spiel mir das lied vom ladedruck. wann hört das endlich auf. alle hersteller sollten sich verpflichten serienfahrzeuge zu den tests zu liefern. messungen sollten obliggatorisch werden. alles was über der toleranzgrenze liegt sollte disqualifiziert werden. dieser testwagen hatte mehr leistung als angegeben, man betrachte die 0-100 zeiten.

    • quickjohn

      sport auto sagt dazu dass die gemessenen 20 PS Mehrleistung in der Toleranz liegen.
      In Summe gibts m.E. an dem Test nichts zu mäkeln – das Auto war in den Normen und Bewertung von sport auto hervorragend!

    • Acer Deshojo

      Das ist bei allen Herstellern ein Problem. Im Sportautotest wurde nicht nur der M5 mit 60 Mehr-PS “erwischt”, sondern auch die E63 AMG mit 610PS statt 557ps. Schau dich auf wirklichen Blogs um, da findet man diverse Private Wagen die teilweise ganz gut getestet werden. Da sind allerdings gerade die Sprintergebnisse bei einigen langsamer als die Zeiten der Testfahrzeuge.
      Die Prüfstandmessung gibt dir letztendlich auch kein Bild über die Tatsächliche Leistung des Wagens. “Dyno” hilft in erster Linie für Vorher/Nachhervergleiche. Für die genaue Messung hilft nur Motor raus und testen.

    • HayesHDX

      Der Wagen ist absolut Serie. Bei 320PS Werksangabe sind gemessene (!) 20PS mehr völlig in der Serienstreuung. Allerdings, und das ist das viel Wichtigere, ist es nicht möglich, die genaue Leistung auf einem Rollenprüfstand zu messen. Dies geht nur auf einem Motorenprüfstand (dazu muss der Motor ausgebaut werden inkl.aller Nebenaggregate und Abgasanlage). Der Gesetzgeber sagt:

      4. KRITERIEN FÜR DIE MESSUNG

      4.1. Nutzleistung von Verbrennungsmotoren

      Bei den Prüfungen zur Nachprüfung der Übereinstimmung der Produktion ist die Leistung bei zwei Motordrehzahlen S1

      und S2

      zu messen, die den für die Typgenehmigung angenommenen Messpunkten der Höchstleistung bzw.

      des maximalen Drehmoments entsprechen. Bei diesen beiden Drehzahlen, für die eine Toleranz von ± 5 % gilt, darf

      die in mindestens einem Punkt innerhalb der Bereiche S1

      ± 5 % und S2

      ± 5 % gemessene Nutzleistung um nicht

      mehr als ± 5 % von dem bei der Genehmigung ermittelten Wert abweichen.

      ABER ACHTUNG: Die Toleranz bezieht sich auf den Motor bzw. die Leistungsangabe bei der Typprüfung und die (Aufgepasst: jetzt wirds komisch – ist aber so) muss nicht die sein, die gegenüber dem Kunden genannt wird. Im Gegenteil – die ist meist niedriger, damit es nicht vorkommt, dass ein Kunde ein Auto mit ZU WENIG Leistung bekommt.

      Hier ein schönes Beispiel der VW-Freunde:

      Quelle: http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=98001

      Der Gesetzgeber fordert, dass das laufende Serienprodukt max.5% vom Prüfmuster abweichen darf. Um dies zu gewährleisten, muss die Leistung des Prüfmusters ermittelt werden. Wie will man sonst den Basiswert bekommen, von dem die 5%-Betrachtung ausgeht?

      Es gibt aber keine Forderung, dass der bei der Typprüfung tatsächlich ermittelte Messwert auch der Zahlenwert ist, der in der Zulassungsbescheinigung einzutragen ist.

      Das muss nicht weiter theoretisiert werden, diese “Bombe” ist vor rund 2 Jahren öffentlich geplatzt, beim VW Tiguan 2 Liter TDI im Rahmen der Umstellung bzw. Umschreibung von Euro4 auf Euro5.

      Der Wagen wurde als Euro4 mit (glaube) 160 PS Nennleistung verkauft, dann gab es vom Werk ein Update der Motorsoftware auf Euro5, viele haben sich das wegen den Steuererleichterungen einspielen lassen und hatten einen extrem Leistungsverlust mit diesem Update zu beklagen.

      Es wurde natürlich auf Nachbesserung geklagt, Fahrzeug kam auf den Prüfstand und siehe da, als Euro5 hatte er knapp über 160 PS (seine Nennleistung). Nun wurden die Fahrzeug mit dem Softwarestand Euro4 auf den Prüfstand gefahren und die hatten allesamt mehr als 30 PS über Nennleistung gehabt, 200 PS tatsächliche, echte Serienleistung ab Werk.

      Nun wollten natürlich alle wieder zurück auf Software Euro4 – unzulässig nach §19.2 StVZO – Verschlechterung der Abgasklassifizierung. Dann kam es auch zu den Neidklagen, wo VW verpflichtet werden sollte, im Rahmen eines Rückrufs die nicht auf Euro5 umgerüsteten Fahrzeuge in der Leistung ebenso zu reduzieren, dass bei “gleichem” Motor keine Benachteiligung für die Euro5-Version mehr vorhanden ist.

      Wurde mit freundlichem Lächeln abgewiesen, weil man selbst keinen Nachteil hatte – der eigene Motor hatte nicht weniger als die zugesicherte Nennleistung, und dass andere Fahrzeuge eine höhere Leistung haben, mag zwar ein Vorteil für die sein, aber für einen selbst bildet das kein Nachteil.

      Es ist völlig bekannte Tatsache, dass so einige VW-Motore eine deutlich höhere Leistung als der Nennwert haben. Es wurde sogar ganz offen von einigen VW-Verkäufern vor gut 2,5 Jahren empfohlen, dass man bei dem 2 Liter TSdingens besser auf den modernisierten Motor warten sollte, weil der (damals) aktuelle Motor mit 200 PS Nennleistung “nur” echte knapp 210 PS hat, jedoch die dann modifizierte Maschine mit 211 PS Nennleistung über tatsächliche 235 PS verfügt.

      Mittlerweile hat sich sogar herausgestellt, dass es in einigen Bereichen, zB. dem Audi A3 zu einem “fließenden” Übergang in der Einführung dieses Motor gekommen ist, und Fahrzeuge existieren, die zwar vor dem offiziellen Stichtag produziert wurden und nach den Zulassungspapieren noch den “alten” Motor mit 200 PS Nennleistung haben, tatsächlich bereits aber der “neue” Motor mit 211 PS Nenn- und 235 PS tatsächlicher Leistung verbaut wurde.

      Man muss allerdings auch dazu schreiben, dass bei jedem Hersteller die tatsächliche Motorleistung etwas höher ist, als die Nennangabe. Rein als Schutz, damit auch bei ungünstigen Produktionstoleranzen keine geringere Leistung vorhanden ist. Jeder Kunde freut sich, wenn der Motor tatsächlich etwas mehr Leistung hat, als “man bezahlt hat”.

      Es würde aber sofort eine Welle der Entrüstung durch das Netz schwappen, wenn auch nur drei Motore 2 PS weniger als im Prospekt hätten. Einen Hersteller gibt es allerdings (mindestens), der dies vornehmlich aus Marketinggründen teilweise “etwas übertreibt”.

      PS: Wer es lieber auf §-Ebene lesen möchte, dann hier:

      http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/44502/publicationFile/41771/r-85-messung-motorleistung-von-verbrennungsmotoren-zum-antrieb-von-kfz-pdf.pdf

  • 120d-User

    Der Kleine hat meiner Meinung nach das “M” redlich verdient – der “M”550d geht dann doch ein wenig in Richtung “Audi-Markeding”

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