BMW i3: Produktion von Carbon-Teilen beginnt im Werk Landshut

BMW i | 3.03.2012 von 2

Am gestrigen Freitag begann im BMW Werk Landshut die Produktion von Carbon-Teilen für den BMW i3, der ab dem nächsten Jahr in Leipzig vom Band …

Am gestrigen Freitag begann im BMW Werk Landshut die Produktion von Carbon-Teilen für den BMW i3, der ab dem nächsten Jahr in Leipzig vom Band rollen wird.

Das Megacity Vehicle verfügt über ein zu großen Teilen aus Aluminium gefertigtes Drive-Modul und ein darauf aufgesetztes Life-Modul, das beinahe vollständig aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen gefertigt wird. Die dafür benötigten Fasern stellt BMW gemeinsam mit der SGL Group im Werk Moses Lake her, von dort erfolgt der Transport nach Deutschland. Im Werk Wackersdorf werden die Carbon-Fasern zu großen Fasergelegen weiterverarbeitet, die schließlich in den Werken Leipzig und Landshut zur Herstellung von Karosserieteilen genutzt werden können.

Der Standort Landshut wurde in den vergangenen acht Monaten für rund 40 Millionen Euro auf seine neuen Aufgaben vorbereitet. Etwa 100 Mitarbeiter werden die rund 7.000 Quadratmeter große Produktionsstätte nutzen, für die etwa 1.200 Tonnen Stahl und 5.200 Kubikmeter Beton verbaut wurden. Drei jeweils 320 Tonnen schwere Pressen arbeiten mit einer Presskraft von bis zu 36.000 Kilonewton.

Schon bei der Planung des neuen Gebäudes wurde großer Wert auf eine optimale Nutzung natürlicher Ressourcen gelegt, was sich unter anderem an der Dachkonstruktion zeigt. Das flach geneigte Hallendach verfügt über Lichtbänder mit Lüftungslamellen, wodurch der Kühlbedarf gegenüber einer konventionellen Bauweise um 90 Prozent reduziert werden konnte und an 3.240 Stunden im Jahr keine künstliche Beleuchtung notwendig sein wird. Der Energieverbrauch des Gebäudes wird insgesamt rund ein Viertel unterhalb der gesetzlichen Vorgaben liegen.

Dr. Herbert Diess (Mitglied des Vorstands der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk): “Als Kompetenzzentrum für Leichtbau und Elektromobilität ist das BMW Werk Landshut von zentraler Bedeutung für die Fertigung von Komponenten aus Carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK).
Wir sehen in Carbon einen bedeutenden High-Tech-Werkstoff der Zukunft. Carbonfasern werden die Art und Weise verändern, wie wir Autos entwickeln und bauen. Wir glauben an diesen Werkstoff – und wir sind Vorreiter auf diesem Gebiet. Unsere neue, hoch innovative CFK-Fertigung in Landshut ermöglicht die automatisierte Großserienfertigung von Carbonteilen.”

Martin Zeil (Wirtschaftsminister des Freistaats Bayern): “Die heutige Inbetriebnahme der Carbon-Produktion in Landshut verdeutlicht das Engagement von BMW für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Sie ist ein Beweis für die Innovationsstärke des Unternehmens, wenn mit Leichtbau und Elektromobilität zwei Zukunftsthemen zusammengebracht werden. Als bayerischer Wirtschaftsminister freut es mich besonders, dass BMW hier in Landshut investiert und sich damit klar zu seinen bayerischen Wurzeln bekennt.”

Dr. Andreas Scheuer (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung): “Die BMW Group ist im Bereich der Carbontechnologie sehr gut aufgestellt. Die enormen Chancen dieses Leichtbaumaterials und der Elektromobilität für die deutsche Automobilindustrie und ihre Zulieferer müssen wir nutzen. Ich wünsche dem Unternehmen für dieses Vorhaben allen erdenklichen Erfolg.”

  • ich

    mit der Entscheidung tatsächlich ein Auto aus CFK zu fertigen ist BMW einen mutigen Schritt gegangen. Entweder der Markt nimmt es trotz Wahnsinnspreisen an, dann ist BMW anderen Herstellern Jahre voraus. Oder es floppt und etliche Millionen sind versenkt. Ich könnte im Moment auf nichts tippen, m. M. nach ist das komplett offen

  • Simon

    Entscheidend ist, wie die Preise durch die Massenproduktion fallen und auf der anderen Seite die Stahlpreise steigen.
    Ich denke, der Schritt war richtig. Andere Hersteller ziehen ja schon nach

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